Klopp positioniert sich gegen Hass im Netz & stärkt Nationalspielern den Rücken
Jürgen Klopp hat Hasskommentare und rassistische Anfeindungen gegen deutsche Nationalspieler scharf kritisiert. Der Bundestrainer betonte, dass solche Stimmen für ihn und die Mannschaft keine Bedeutung haben.
30.09.2026 | 18:49 Uhr
Nach der Nations-League-Niederlage gegen Griechenland stellte sich Klopp demonstrativ vor seine Spieler. Der Teamgeist innerhalb der Nationalmannschaft sei ungebrochen.
Jürgen Klopp hat rassistische Anfeindungen und Hasskommentare gegen deutsche Nationalspieler entschieden zurückgewiesen. Nach der Nations-League-Niederlage gegen Griechenland (0:1) in Augsburg machte der Bundestrainer deutlich, dass er solchen Stimmen keinen Raum geben will.
"Es gibt keinen Grund, sich über diese Menschen Gedanken zu machen", sagte Klopp mit Blick auf die Verfasser entsprechender Kommentare. "Meine Gedanken kriegen sie nicht." Der 59-Jährige stellte klar, dass er weder im Alltag noch in sozialen Netzwerken Zeit für Hass und Beleidigungen verschwenden wolle. Für ihn sei es wichtiger, den Fokus auf die Mannschaft und die sportliche Entwicklung zu richten.
Klopp kritisiert Umgang in sozialen Medien
Klopp sieht die sozialen Netzwerke grundsätzlich kritisch. Dabei sprach er über die niedrigen Hürden, mit denen Menschen heute ihre Meinungen öffentlich verbreiten können. "Es ist die große Krux unseres Lebens", sagte der Bundestrainer.
Früher habe man einen Leserbrief schreiben müssen, um öffentlich Gehör zu finden. Heute würden Menschen Aussagen veröffentlichen, ohne darüber ausreichend nachzudenken. Klopp kritisierte dabei vor allem die Geschwindigkeit und Schärfe vieler Reaktionen im Internet. Hass und Diskriminierung dürften nicht zur Normalität werden, betonte er indirekt mit seinen Aussagen.
DFB-Team zeigt laut Klopp vorbildlichen Zusammenhalt
Besonders beeindruckt zeigt sich Klopp vom Umgang seiner Mannschaft mit dem Thema. Innerhalb des Teams spielten Herkunft, Hautfarbe oder kultureller Hintergrund keine Rolle. "Der Zusammenhalt könnte nicht großartiger sein", sagte der Bundestrainer.
Für Klopp ist die Kabine der Nationalmannschaft ein Vorbild für gesellschaftliches Miteinander. Jeder Spieler werde aufgrund seiner Persönlichkeit und Leistung respektiert. Niemand werde wegen unterschiedlicher Hintergründe ausgegrenzt oder abgewertet. Das stärkste Signal sei deshalb, dass die Diskussionen aus dem Netz innerhalb der Mannschaft überhaupt kein Thema seien.
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