Manchester-City-Verfahren: Mancini weist Rolle im Doppelvertrag-Fall zurück
Roberto Mancini hat sich von den Vorwürfen gegen Manchester City distanziert. Der frühere Trainer des englischen Topklubs spielte die Diskussionen um einen angeblichen Doppelvertrag herunter und sieht keinen Anlass zur Sorge.
28.09.2026 | 14:25 Uhr
Mitten in der Debatte um die zahlreichen Finanzvorwürfe gegen Manchester City hat Roberto Mancini deutlich Stellung bezogen. Der frühere Meistertrainer der Skyblues wies jede Verantwortung im Zusammenhang mit dem umstrittenen Doppelvertrag zurück und betonte, dass die Angelegenheit ausschließlich den Klub betreffe. Dem Premier-League-Vizemeister drohen unterdessen weiterhin empfindliche Strafen.
Inmitten der Vorwürfe gegen Manchester City hat Roberto Mancini die "Causa Doppelvertrag" heruntergespielt und sich von seinem früheren Arbeitgeber distanziert. "Das ist deren Problem, nicht meins", sagte der heutige Nationaltrainer Italiens, der die Erfolgsära eingeleitet und den Skyblues 2012 den ersten Meistertitel nach 44 Jahren beschert hatte.
Dies sei "keine Angelegenheit, die mich beunruhigt. Es ist nichts Neues, denn diese Angelegenheit wird seit vier oder fünf Jahren diskutiert", sagte der 61-Jährige am Montag. ManCity sei "nicht für schuldig befunden, und der angebliche Doppelvertrag geht mich nichts an."
City wohl in 114 von 115 Anklagepunkten schuldig gesprochen
Der englische Vizemeister, dem Verstöße gegen die Finanzregeln vorgeworfen werden, ist britischen Medien zufolge in allen bis auf einen der 115 Anklagepunkte schuldig gesprochen worden. Die Vorwürfe zielen auf das Geschäftsgebaren der Klubbesitzer aus Abu Dhabi von 2009 bis 2018 ab.
Mancini trainierte City von 2009 bis 2013. Dem Nachrichtenmagazin Spiegel zufolge, das die Ermittlungen der Premier League ins Rollen gebracht hatte, soll er einen Großteil seiner Vergütung über einen "fiktiven Beratervertrag" erhalten haben. Neben seiner Tätigkeit als City-Coach beriet der Italiener in seiner Amtszeit einen Klub aus Abu Dhabi.
ManCity werden 80 Verstöße gegen Finanzvorschriften vorgeworfen, außerdem 35 Verstöße wegen mangelnder Kooperation bei einer Untersuchung der Premier League. Eine Mitteilung der Liga liegt noch nicht vor. City hat die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. Klubchef Khaldoon Al Mubarak sagte am Samstag, er sei zuversichtlich, die Unschuld des Vereins beweisen zu können. Im Falle einer Verurteilung nach einem möglichen Berufungsverfahren drohen empfindliche Sanktionen, die von hohen Punktabzügen über die Aberkennung von Titeln bis hin zum Ausschluss aus der Premier League reichen könnten.
SID / Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de
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