SG Flensburg-Handewitt besiegt THW Kiel auch im 112. Landesderby
Es bleibt dabei: Schleswig-Holstein-Duelle sind derzeit eine Sache der SG Flensburg-Handewitt. Das 36:33 über den Nordrivalen THW Kiel ist der vierte Flensburger Sieg in Serie.
22.03.2025 | 20:56 Uhr
Die Bundesliga-Handballer der SG Flensburg-Handewitt haben das 112. Schleswig-Holstein-Derby gegen den THW Kiel gewonnen.
Das 36:33 (19:17) war der vierte Sieg der SG in Serie und der insgesamt 42. Erfolg im "Nord-Clasico". Beste Werfer waren Lukas Jörgensen mit zehn Toren für die SG und Emil Madsen mit neun Treffern für den Rekordmeister aus Kiel.
SG-Trainer Ales Pajovic zeigte sich am ARD-Mikrofon "sehr, sehr zufrieden. Mit solchem Publikum" im Rücken könne man nicht schlecht spielen, die Verteidigung sei "richtig gut" gewesen.
THW-Kapitän Wiencek, der fast nur in der Abwehr zum Einsatz kam, gelang an seinem 36. Geburtstag kein Tor - in seinem letzten Nordderby: Der Ex-Nationalspieler beendet im Sommer seine aktive Karriere. Wiencek fand die Niederlage verdient, "weil wir zu viele Fehler gemacht haben und in der Abwehr nicht so griffig waren, wie wir wollten".
SG mit drei Ausfällen
Die Flensburger mussten auf den dänischen Weltmeister Simon Pytlick (Armbruch), den erkrankten Kay Smits und kurzfristig auch auf Torhüter Benjamin Buric (Rückenprobleme) verzichten. Für den Bosnier war der erst 17 Jahre alte Nachwuchsschlussmann Catalin Haidu in den Kader gerückt. Bei den Kielern fehlte der verletzte Nikola Bilyk.
Mit dem Flensburger Führungstreffer durch Nationalmannschaftskapitän Johannes Golla zum 5:4 (7. Minute) kam erstmals Stimmung in der mit 6.300 Zuschauern ausverkauften Arena auf. Kurz danach parierte SG-Keeper Kevin Möller einen Siebenmeter von Bence Imre und Lukas Jörgensen traf per Dreher zum 9:6 (14.).
Kiel-Keeper Mrkva verkürzt zur Pause auf zwei Treffer
Die Kieler behielten aber die Ruhe. Fast mit dem Pausenpfiff verkürzte THW-Torhüter Tomas Mrkva mit einem Wurf über das ganze Feld den Rückstand von 15:19 (29.) auf 17:19.
Nach der Pause hielten die Gastgeber ihre knappe Führung. Großen Anteil daran hatte Schlussmann Möller, der immer wieder freie Wurfgelegenheiten der Kieler vereitelte. Insgesamt kam der Däne auf 16 Paraden.
Nach Gollas Tor zum 32:27 (51.) nahm Kiels Coach Filip Jicha eine Auszeit. Nach dem Flensburger 34:28 durch Lasse Möller (55.) schien die Partie gelaufen. Der THW bewies aber Moral und kämpfte bis zum Schlusspfiff.
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