TSG Hoffenheim - Olympique Lyon; UEFA Europa League
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TSG Hoffenheim - Olympique Lyon. UEFA Europa League.
SNP Arena.
Das wars von dieser Stelle aus der Europa League. Einen schönen Abend noch und bis zum nächsten Mal.
Die TSG spielt ebenfalls am Sonntag, Leverkusen kommt zu Besuch, nächster Gegner in der EL ist dann Crystal Palace.
So gehts für beide Teams weiter: Am Sonntag muss OL wieder ran, der Spitzenreiter ist im Spitzenduell zu Gast bei PSG (20:45 Uhr), im nächsten EL-Spiel am 5.11. läuft Olympique bei Real Sociedad auf.
Durch den Dreier ist Hoffenheimer wieder auf Kurs, steht nach dem 3. Spieltag auf Platz 23, OL rutscht aus den Rängen, die den direkten Einzug in die K.o.-Phase gewährleisten, und ist nun Zwölfter.
Mit einer knappen Halbzeitführung für die TSG gings in Sinsheim in die Pause, ein Spielstand, der eine spannende zweite Spielhälfte verhieß. Doch von Ebenbürtigkeit konnte nach dem Seitenwechsel keine Rede mehr sein. Nach dem schnellen 2:0 nach Wiederbeginn brachte Hoffenheim die Begegnung mit viel Selbstvertrauen sicher über die Bühne. In den zweiten 45 Minuten enttäuschte der französische Tabellenführer maßlos.
Gelbe Karte
Nach dem Schlusspfiff beschwert sich Moussa Niakhate noch ausführlich bei Meler und wird als erster Spieler von OL an diesem Abend verwarnt.
Schlusspfiff in Sinsheim.
Es gibt zwei Minuten obendrauf.
Und auch das war eher ein Flankenversuch, dieses Ding gerade von Tolisso halblinks im Strafraum, nur weil ein Verteidiger den Ball abfälscht, bewegt der sich überhaupt Richtung Tor, geht aber knapp links am Kasten vorbei. Bisschen Glück war da jetzt für die TSG auch mit in der Verlosung, denn Baumann konzentrierte sich schon auf potenzielle Flankenabnehmer, war auf dem Weg in die Richtung.
Die Gäste sind seit dem Seitenwechsel immer noch ohne Torabschluss!
Vorsichtig formuliert, ist es jetzt nur noch eine Frage der Höhe des Sieges. Lyon fehlt im zweiten Durchgang jegliche Durchschlagskraft.
Tor
Tooor! HOFFENHEIM - Lyon 3:0. Auch in der Höhe mittlerweile verdient. Das war viel zu einfach. Einen Befreiungsschlag aus dem Strafraum fängt Kabak im zentralen offensiven Mittelfeld ab. Er steckt für Asslani Richtung Strafraum durch. Der spielt weiter auf Kramaric, der im Sechzehner mit dem Rücken zum Tor zwei Meter zurückpasst auf Hlozek. Der bringt sich an der Sechzehnergrenze in Position und versenkt den Ball ganz cool im rechten unteren Eck.
Vorlage
Vorlage Andrej Kramaric
Gelbe Karte
Mittels Stempelns schafft es Ozan Kabak, Tolisso vom Ball zu trennen. Aber Meler entgeht das nicht und der dritte Hoffenheimer wird verwarnt. Der am Spielfeldrand meckernde Ilzer wird gleich mitversorgt.
Eckstoß Hoffenheim, Kramaric führt von der linken Seite aus. Hranac kommt an der Torraumgrenze in zentraler Position recht frei zum Kopfball, kann den Ball jedoch nicht drücken.
Der Auftritt der Gäste in der zweiten Halbzeit ist ein wenig enttäuschend. Sie begannen stürmisch, aber das war ein Strohfeuer von 120 Sekunden nach Anpfiff. Seitdem hat die TSG alle im Griff.
Auswechslung
Und anstelle von Tim Lemperle ist jetzt Fisnik Asllani drin.
Auswechslung
Und die TSG wechselt doppelt. Nach einer guten Vorstellung wird Mats Rots durch Koki Machida ersetzt.
Auswechslung
OL wechselt jetzt und bringt für Kail Boudache noch Ernest Nuamah.
Gefährlicher ist da schon der nächste Versuch: Hlozek wird in der rechten Halbspur steilgeschickt und schließt von der Strafraumgrenze ab. Zielt aufs lange Eck und verpasst nur knapp. Viel Zeit hatte der Angreifer in der Situation nicht. Ein Verteidiger war direkt bei ihm.
Dann werden die Gastgeber wieder etwas offensiver, zwei Abschlüsse im Strafraum in halblinker Position bleiben jedoch harmlos. Erst versuchts Kramaric mit einem Schlenzer, dann Lemperle mit einem Schuss aufs lange Eck. Harmlos.
Gelbe Karte
Wouter Burger mit zu heftigem Einsatz bei einem Zweikampf im Mittelfeld. Daher greift Meler heute zum zweiten Mal zu Gelb.
Dieses Duell auf der offensiven rechten Seite von Lyon zwischen Boudache und Rots, das kann bisher eindeutig der Hoffenheimer unter "gewonnen" verbuchen.
Aber dann: Steckpass von Tolisso aus dem linken Halbfeld, der kommt perfekt auf Himbert, der gut eingelaufen ist, den Ball von der Grundlinie querlegt. Am langen Pfosten kommt Boudache angerauscht, Baumann ist schon aus dem Spiel. Und Rots hat einmal mehr, im allerletzten Moment, noch einen Fuß dazwischen.
Lyon genießt nun eine Phase längeren Ballbesitzes. In die Tiefe kommen die Gäste nicht. Der erste Versuch mündet gleich in einen Fehlpass. Das lässt sich komfortabel verteidigen.
Auswechslung
Ilzer wechselt zum dritten Mal. Bambase Conte geht runter und Adam Hlozek übernimmt.
In dieser Phase wirkt Hoffenheim relativ selbstbewusst, hält den Ball gut in den eigenen Reihen, agiert aus einer sicheren Abwehr. So ist im Augenblick schwer vorstellbar, wie OL hier zurück ins Spiel kommt.
Auswechslung
Zudem wird Vladimir Coufal durch Valentin Gendrey ersetzt.
Auswechslung
Auch Ilzer wechselt erstmals. Der eben krampfgeplagte Adam Daghim geht vom Feld für Wouter Burger.
Auswechslung
Also klar, dass Fonseca erneut reagiert, für Mads Bidstrup bringt er nun Corentin Tolisso. Den hätte er wahrscheinlich gerne fürs Wochenende geschont.
Und wenn Lyon mal in der Vorwärtsbewegung ist, stellen die Hoffenheimer gut die Passwege zu und fischen so viele Bälle weg. Das hakt gerade gewaltig beim Gast.
Kann sich zwar schnell ändern, aber im Augenblick kontrollieren die Kraichgauer Ball und Gegner.
Eine Viertelstunde ist fast schon wieder gespielt, bisher ist noch nicht ganz klar, was sich Fonseca von seinen zwei Wechseln versprochen hat. Die TSG hat jetzt richtig Rückenwind.
Daghim muss wegen eines Krampfes behandelt werden. Nach einer Stunde??
Nakamura läuft auf links den Strafraum an und sieht auf der anderen Strafraumseite den mitgelaufenen Boudache, also kommt die Flanke perfekt. Boudache holt schon zum Volley aus, wir werden nie erfahren, was darauf geworden wäre, weil Rots noch die Fußspitze dazwischenbekommt. Starke Defensivaktion des Hoffenheimers.
Die TSG baut über die linke Seite auf. Über Coufal kommt der Ball zu Conte, der durchsteckt, die Hereingabe von Prass von der Grundlinie wird zwar geblockt, aber der Ball fällt am Elfmeterpunkt vor die Füße von Kramaric. Der nimmt Maß und irgendwie bekommt da ein Verteidiger noch den Kopf dazwischen. Da setzen viele im Stadion, nicht die Lyon-Kurve, schon zum Jubeln an.
Tor
Tooor! HOFFENHEIM - Lyon 2:0. Aber wissen Sie, wer auch gut aus der Kabine kommt? Greif hat den Ball und Hoffenheim presst durch. Und dann gewinnen die Gastgeber den Ball, weil alle mitpressen, im zentralen Mittelfeld. Und nun wird Lyon filetiert. Kabak spielt nach vorne auf Conte, der kurz für Kramaric ablegt. Der steckt aus der Drehung in den Strafraum durch, wo Daghim mit perfektem Timing eingelaufen ist, sich durch zwei Verteidiger quetscht, nur noch Greif vor sich hat und aus acht Metern cool ins kurze Eck legt.
Vorlage
Vorlage Andrej Kramaric
Eckstoß für Lyon, das gut aus der Kabine gekommen ist. Nakamura führt von links aus, bringt den Ball scharf an den kurzen Pfosten, wo Baumann zur Stelle ist ihn aus der Gefahrenzone faustet.
Die Partie läuft wieder.
Auswechslung
Und im zentralen Mittelfeld ersetzt Tyler Morton noch Tanner Tessmann.
Auswechslung
Fonseca wechselt doppelt in der Pause. Für Felix Bacher kommt Moussa Niakhate in der Innenverteidigung.
In einer ziemlich unterhaltsamen EL-Partie führt Hoffenheim zur Pause 1:0 gegen Lyon. Die Gastgeber waren von Anfang an das aktivere Team, ohne dass sich der Tabellenführer aus dem Nachbarland zu irgendeiner Phase der Begegnung versteckt hätte. Die Franzosen erarbeiteten sich in der ersten Hälfte immerhin zwei Großchancen. Die Führung ist verdient, aber auch etwas glücklich.
Pause in Sinsheim.
Ja, Lyon hatte zwei dicke Möglichkeiten. Doch alleine schon aufgrund des Aufwandes, den die Gastgeber betreiben, geht diese Führung auch in Ordnung. Dass der Treffer von Kramaric der Führungstreffer war, ist vielleicht ein kleines bisschen glücklich.
Tor
Tooor! HOFFENHEIM - Lyon 1:0. Oha, das war mal eine schwere Geburt. Und unheimlich kompliziert. Einwurf auf Strafraumhöhe, Coufal, Kabak verlängert, Lemperle legt im Torraum mit der Hacke weiter auf Kramaric, der den Ball in Richtung Tor spielt. Von einem Innenverteidiger, Bacher, kommt der geblockte Versuch hoch zurück. Und Kramaric nimmt im zweiten Versuch den Kopf, köpft aufs fast leere Tor. Der letzte Verteidiger, wieder Bacher, auf der Linie, ist einfach zu klein.
Feine Einzelleistung von Conte, der sich aus dem rechten Halbfeld kommend, ins Zentrum durchdribbelt. Nur seinem Abschluss von der Strafraumgrenze fehlt der Nachdruck. Das war nicht mehr als eine Rückgabe auf Greif.
Acht Minuten gibts obendrauf, angemessen angesichts zweier längerer Verletzungsunterbrechungen.
Wieder ganz einfach gespielt von der TSG. Ballgewinn im defensiven Mittelfeld. Und sofort wirds steil. Lemperle startet, immer einen Gegenspieler in den Hacken. Den lässt er im Strafraum zwar aussteigen, legt sich dabei aber den Ball zu weit vor. Und ein weiterer Verteidiger kommt noch dazwischen. Dennoch, ganz sattelfest wirken die Gäste in solchen Szenen nicht. Wenn die TSG diese Situationen besser ausspielen könnte ...
Langweilig ist es hier bislang nicht, es lässt sich nur ganz schwer sagen, in welche Richtung sich diese Partie entwickelt. Wobei die Formkurve für die Gäste spräche. Conte läuft im rechten Halbfeld bis auf Strafraumhöhe, legt vor den Strafraum, Prass nimmt sofort Maß, sieht gefährlich aus, allerdings bringt Kamara noch den Körper dazwischen.
Das Umschaltspiel von OL ist gar nicht schlecht, wie auch die nächste Szene zeigt, wieder nach einem Hoffenheimer Standard vor dem Strafraum. Wieder landet der Ball bei den Gäste, die ihren Konter diesmal allerdings 20, 30 Meter vor dem Strafraum abbrechen, weil alle Hoffenheimer schon wieder hinter dem Ball sind.
Aus der Ecke entspringt ein Lyon-Konter. Wunderbar gespielt, Nakamura treibt den Ball im linken Halbfeld bis tief in die gegnerische Hälfte, fast alle Hoffenheimer konzentrieren sich auf ihn, keiner achtet auf Boudache, der von rechts vor den Strafraum gezogen ist und mit einem erstklassigen Steckpass von Nakamura bedient wird. Boudache übernimmt an der Strafraumgrenze, hat nur noch Baumann vor sich. Der kommt blitzschnell aus seinem Kasten und blockt den Abschluss ganz entscheidend. Das war mit Abstand die größte Chance der Begegnung bisher.
Nächste Ecke für die TSG, wenn nichts draus wird, kann man auch sagen, aus dem Konter muss man mehr machen. Balleroberung im Zentrum des Spielfelds, erst gehts durch die Mitte, aber dann kommt der Ball auf die rechte Seite schon ein wenig in den Rücken von Conte, der abbrechen muss, Zurücklegt. Und die Flanke wird geblockt.
Das waren jetzt schon zwei richtig gute lange Bälle von Baumann aus dem eigenen Strafraum, Zielspieler war immer Daghim. Diese Spielweise ist auch eine Verhohnepiepelung des modernen Pressings.
Das kennen wir schon. Die TSG lässt den Ball über Baumann laufen, der schlägt den Ball steil in die Spitze und Daghim bekommt ihn dann an der Strafraumgrenze wieder nicht sauber verarbeitet. Das hätte eine Riesenchance werden können, kann Daghim den Ball mitnehmen, hat er nur noch Greif vor sich.
Auswechslung
Jetzt wird der Wechsel vollzogen, die Spielunterbrechung dauert schon fast fünf Minuten. Der ebenfalls 19-jährige Noham Kamara, der von PSG nach Lyon gewechselt ist, ersetzt nun Steeve Kango. Der muss auf einer Trage abtransportiert werden.
Und da kündigt sich auch schon der erste Wechsel an, es geht in der Tat nicht weiter für Kango. Da hats das 19-jährige Eigengewächs wohl doch schlimmer erwischt.
Nächste Unterbrechung, wieder hats einen Gästespieler erwischt. Bei einem Kopfballduell wird Kango unterbaut und prallt ziemlich heftig auf den Rücken. Da bleibt zumindest mal die Luft weg, wollen nicht hoffen, dass er sich da an der Schulter verletzt hat. Das war alles andere als die feine Art von Lemperle.
Schauen wir auf die Zahlen, 5:1 Torschüsse und knapp 60 Prozent Ballbesitz für die Ilzer-Truppe. Die Tabellenführerschaft ist den Gästen noch nicht anzusehen.
Scheint fast so, als habe OL die TSG mit der Chance von Nakamura wachgeküsst. Seitdem entfalten die TSG ordentlichen Druck, haben weiter viele Spielanteile und belagern nachhaltig den Strafraum. Viele zweite Bälle greift die Mannschaft von Ilzer ab. Das wirkt alles sehr wach. OL kann nur selten mal was Entlastendes aufziehen.
Wieder eine gute Ecke der Gastgeber. Die Hereingabe von links wird am ersten Pfosten verlängert, so kommt Hranac zentral per Kopf zum Abschluss. Greif und die Latte retten - nächster Eckstoß. Und der wird nach einem weiteren Offensivfoul abgepfiffen.
Nächster Eckstoß für die TSG, Daghim fordert auf der linken Außenbahn Kango im Laufduell und verliert und gewinnt gleichzeitig.
Sieht aber so aus, als könne der slowakische Torsteher von OL weitermachen. Die Partie läuft nämlich wieder.
Greif bleibt nach dieser Aktion auf dem Rasen liegen, hat offensichtlich Nackenbeschwerden. Er wird behandelt. Aus den Bildern wird nicht klar, wie das überhaupt passiert ist.
Weil aber ein Offensivfoul von Hranac gegen Greif gepfiffen wird in die Hereingabe, bringt dieser Eckstoß keine Gefahr.
Viertelstunde gespielt, und beide Teams hatten schon Großchancen. So kanns gerne weitergehen. Vor allem die TSG wird jetzt kombinationssicherer, spielt sich am Strafraum fest, links der Steckpass auf Daghim, dessen Flanke zur Ecke geklärt wird.
Eckstoß Hoffenheim von rechts, Rots führt aus. Eine ausgefeilte Variante. Rots bringt den Ball an die Strafraumgrenze, Prass nimmt mit der Brust an, weicht zwei Schritte nach links aus und zielt aufs lange Eck. Und ähnlich wie Baumann kann sich jetzt Greif, genialer Name für einen Torhüter, auszeichnen. Er bringt gerade noch so die linke Pranke zwischen Ball und Tor.
Da kann man mal sehen, erstmals ein Vorstoß von Lyon, und schon wirds gefährlich. Zeigt auch, dass man sich von Spielanteilen nichts kaufen kann.
Aus dem Freistoß aus dem Halbfeld entsteht die erste richtige Torchance der Partie. Die Gäste führen den Freistoß im rechten Halbfeld kurz aus. Nartey auf Mata, der flankt in den Strafraum. Der Ball erreicht Nakamura am langen Pfosten, der aus acht Metern aufs kurze Eck zielt. Blitzschnell ist Baumann zur Stelle. Der hätte genau gepasst!
Gelbe Karte
Clever verkauft, Lyon kommt über die rechte Seite ins Tempo, Boudache will in die Tiefe starten, richtig geschickt stellt sich Rots im Zweikampf nicht an, doch der Lyoner fädelt auch dankbar ein. Rots kassiert Gelb.
Vielleicht so? Himbert wird die linke Außenbahn runtergeschickt und macht Meter, in Strafraumnähe drängt ihn jedoch Coufal einfach ab. Himbert will einen Freistoß für die Szene, aber Meler winkt ab. Das war einfach robustes Zweikampfverhalten des Hoffenheimer Verteidigers.
In diesen Anfangsminuten hat fast ausschließlich Hoffenheim den Ball. Die Gastgeber versuchen, ein Kombinationsspiel aufzuziehen, Lyon hält sich noch vornehm zurück, ist hauptsächlich mit Verschieben beschäftigt. Wie OL sich das MIT Ball vorstellt, ist noch nicht ersichtlich.
Aus dem Nichts die erste Halbchance, mit Spielaufbau hatte das wenig zu tun. Baumann schlägt nämlich einfach einen Ball in die Spitze, den Daghim an der Strafraumgrenze nicht ganz unter Kontrolle bringt. Es wird eher ein Spitzen, denn ein Schuss. Da war die Gästeabwehr ein kleines bisschen überrascht.
Die TSG hält den Ball in den eigenen Reihen, Lyon presst echt hoch mit der ganzen Mannschaft. Und die Hoffenheimer versuchen bisher noch vergeblich, dieses Pressing zu überspielen.
Die Partie beginnt mit Abtasten, wobei da wenig vorsichtig wirkt. Kabak wird gleich mal wegen eines Offensivfouls bei einem Hoffenheimer Freistoß zurückgepfiffen.
Umut Meler aus der Türkei leitet die Begegnung. Und der pfeift jetzt an.
Kuriosum am Rande, zwei Aufeinandertreffen in der Königsklasse (Saison 2018/19) und eines in der Europa League (2023/24) gabs tatsächlich schon. Und alle drei Partien endeten Remis.
Einziger Wermutstropfen bisher für OL: Das Team hätte auch Champions League spielen können, scheiterte aber in der Qualifikation an Fenerbahce.
Die Mannschaft von Fonseca gewann das Auftaktmatch gegen Anderlecht 2:1, ließ dem einen überraschenden 3:2-Erfolg gegen Crystal Palace folgen. Während die TSG also schon ums sportliche Überleben in der Europa League kämpft, ist OL auf bestem Wege, sich direkt für die K.o.-Phase zu qualifizieren.
Denn für OL läufts! So gut wie seit Jahren nicht mehr. Der Klub reist als Tabellenführer der Ligue 1 nach Sinsheim, hat in der heimischen Liga bisher nur eine Niederlage kassiert und ist makellos in die EL-Saison gestartet.
Nach zwei Niederlagen, gegen OFI und Besiktas, stehen die Kraichgauer in der Europa League eigentlich auch mit dem Rücken zur Wand. Was als Zugabe gedacht war, wird zur Belastung. Und ausgerechnet jetzt trifft das Team auf den bisher stärksten Gegner.
Das Polster von einem Punkt Vorsprung vor dem ersten direkten Abstiegsplatz ist jedoch alles andere als komfortabel. In dieser Situation ist Europa vielleicht doch eher lästig. Zumal nach den bisherigen Auftritten.
Die Rollenverteilung an diesem Abend ist also ziemlich klar. Als Favorit geht die Mannschaft von Christian Ilzer nicht in die Partie. Gerade hat sich die TSG am vergangenen Wochenende im Abstiegskampf beim Kellerduell gegen Gladbach ein wenig Luft verschaffen können, fuhrt auswärts den zweiten Saisonsieg ein.
Unterschiedlicher könnte der bisherige Saisonverlauf beider Teams kaum sein. Einerseits ist da die TSG, bei der man längst von einem missratenen Saisonstart sprechen muss. Und auf der anderen Seite steht der der Traditionsklub aus der Grande Nation, der auf einer Welle des Erfolges schwimmt.
Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus, das sieht man an der Aufstellung von Fonseca, der da schon das Gipfeltreffen am kommenden Wochenende vor Augen hat und Belastungssteuerung betreibt. Im Vergleich zum letzten Ligaspiel, 2:1 gegen Nizza, spielt er mit komplett neuer Abwehr mit Kango, Clinton, Bacher, Kluivert inklusive Torhüter Greif, neu in der Offensive sind Nakamura und Himbert. Dafür bleiben Torhüter Descamps, die Verteidiger Athekame, Clinton, Niakhate, Abner sowie in der Offensive Duranville und Sulc draußen.
Diese Elf lässt Paulo Fonseca spielen: Greif - Kango, Clinton, Bacher, Kluivert - Bidstrup, Tessmann, Nartey, Boudache, Nakamura - Himbert.
Nach dem Sieg in Gladbach vom Wochenende hat Ilzer seine Mannschaft auf vier Positionen verändert. Kabak, Daghim und Kramaric starten für Machida, Asllani und Hlozek.
Der Blick auf die Formationen. Christian Ilzer hat so aufgestellt: Baumann - Hranac, Kabak, Rots, Coufal - Avdullahu, Conte, Daghim, Kramaric - Lemperle, Prass.
Herzlich willkommen in der Europa League zur Begegnung der Ligaphase zwischen 1899 Hoffenheim und Olympique Lyon.