Zum Inhalte wechseln

Timo Werner packt aus: "Ich saß zu Hause und war wirklich am Boden"

Timo Werner hat ungewöhnlich offen über die Schattenseiten seiner Karriere gesprochen.

Timo Werner spielt seit Anfang diesen Jahres in der amerikanischen MLS.
Image: Timo Werner spielt seit Anfang diesen Jahres in der amerikanischen MLS.  © Imago

Der frühere Nationalspieler berichtet von jahrelangen Anfeindungen, Schmähgesängen und Momenten, in denen ihn die öffentliche Kritik schwer belastete. Besonders seine Zeit bei RB Leipzig hinterließ Spuren.

Der frühere Nationalspieler Timo Werner hat offen über die Belastungen durch jahrelange Anfeindungen und Pfiffe gesprochen. "Ich habe in meiner Karriere viel Scheiße erlebt. Auch in Deutschland musste ich viel Scheiße durchmachen. Es gab Momente, in denen ich zu Hause saß und wirklich am Boden war", berichtete Werner im Podcast "The Late Run".

Besonders die ständigen Schmähgesänge und Anfeindungen hätten ihm zugesetzt. "Ich habe mich gefragt: Was zur Hölle? Egal, in welches Stadion ich komme, überall werde ich ausgebuht", sagte Werner. "Sie haben Lieder über mich gesungen, sich ständig irgendwelche Dinge ausgedacht - es war wirklich hart."

Erlebe Fußball LIVE auf Sky Sport. Verfügbar mit Sky und WOW
Erlebe Fußball LIVE auf Sky Sport. Verfügbar mit Sky und WOW

Auf Sky Sport siehst du Bundesliga, 2. Bundesliga, DFB-Pokal, Premier League, EFL und Topspiele des Frauen DFB-Pokals live. Jetzt Sky Sport holen!

Die Ablehnung habe ihn über lange Zeit begleitet. "In keiner Stadt, in die ich kam, konnte ich mich ungestört aufhalten." Rückblickend sei er stolz darauf, wie er die Zeit weggesteckt habe.

Werner über Schwalbe: "Jahrelang hinter mir her"

Werner war vor allem während seiner Zeit bei RB Leipzig regelmäßig Zielscheibe gegnerischer Fans. Nach seinem Wechsel vom VfB Stuttgart zu den Sachsen im Jahr 2016 wurde der Angreifer in zahlreichen Stadien ausgepfiffen. Besonders eine Schwalbe im Spiel gegen Schalke 04 im Dezember 2016 machte den Stürmer zusätzlich zur Reizfigur.

Unter anderem wegen der Schwalbe gegen Schalke war Timo Werner oft Anfeindungen ausgesetzt.
Image: Unter anderem wegen der Schwalbe gegen Schalke war Timo Werner oft Anfeindungen ausgesetzt.  © Imago

"In Deutschland habe ich viel durchgemacht, weil ich einmal eine Schwalbe gemacht habe. Danach waren sie dort jahrelang hinter mir her. Bei Chelsea war es ähnlich. Da habe ich ein paar Chancen vergeben und danach hatten sie es auf mich abgesehen", sagte Werner rückblickend.

Über Leipzig und Chelsea in die MLS

Sportlich gehörte Werner damals zu den besten deutschen Angreifern. In der Saison 2019/20 erzielte er für Leipzig 28 Bundesliga-Tore und wechselte anschließend zum FC Chelsea. Mit den Londonern gewann er 2021 die Champions League. Für die deutsche Nationalmannschaft absolvierte Werner 57 Länderspiele. Inzwischen spielt der 30-Jährige in der nordamerikanischen Profiliga MLS für die San José Earthquakes.

Mehr dazu

dpa / Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de

Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.

Mehr Geschichten