Klose über Aufstiegsträume: "Wir haben das Thema bisher noch nie angesprochen"
Der 1. FC Nürnberg mischt in der 2. Bundesliga ganz oben mit, doch von Aufstiegseuphorie will Miroslav Klose nichts wissen.
06.11.2026 | 14:02 Uhr
Im exklusiven RTL/Sky Sport Interview spricht der FCN-Coach über die Entwicklung seiner Mannschaft, die Bedeutung von Niclas Füllkrug für die Nationalmannschaft und warum Harry Kane für ihn ein Vorbild ist.
Miroslav Klose über...
... die Füllkrug-Nominierung: "Ich habe selbst bis 38 gespielt und wurde mit 36 Weltmeister, also ich glaube, ich bin das perfekte Beispiel. Niclas bringt viele Komponenten mit, die uns im Spiel einfach guttun. Er macht Tore, er ist präsent auf dem Spielfeld und er geht mit Leistung voran. Das sind Sachen, bei denen ich sage: Das ist ein Nationalspieler."
... Harry Kane: "Ich glaube, er ist ein Riesenvorbild für alle. Wenn man schaut, wo er sich die Bälle abholt, wie man mannschaftsdienlich spielt und dazu noch Tore macht. Er hat sich vieles im Leben selbst erarbeitet. Jetzt hat er den einen oder anderen Titel eingefahren und das ist fantastisch zu sehen. Er lebt das, die Mannschaft profitiert davon und er hat einen fantastischen Charakter. Das ist das, was für mich zählt, und deswegen ist es toll, dass er verlängert hat und weiterhin in Deutschland spielt."
... den Wechsel von Joti Chatzialexiou: "Für uns ist es natürlich traurig, auch für mich persönlich. Ich glaube, dass er einen ganz, ganz großen Anteil daran hatte, dass der Club jetzt so stabil dasteht. Deshalb ist es auch eine logische Konsequenz, dass für ihn jetzt der nächste Schritt ansteht. Dass es so schnell geht, ist für uns natürlich bitter."
... Aufstiegsambitionen: "Wir haben das Thema Aufstieg oder Platz drei bisher noch nie angesprochen. Wir wissen, dass es eine harte Liga ist und dass wir uns jedes Wochenende beweisen müssen - egal, ob zu Hause oder auswärts. Uns ist auch bewusst, dass es solche Spiele wie in St. Pauli gibt, in denen man aus wenig viel macht. Normalerweise verliert man solche Spiele. Entscheidend ist dieser Prozess: Spiele zu drehen und trotzdem immer daran zu glauben. Die Jungs müssen es spüren und gerade die jungen Spieler müssen es auf dem Platz umsetzen können. Da haben wir hier eine richtig starke Gemeinschaft entwickelt. Wir haben uns Ziele gesetzt, die wir jetzt konsequent verfolgen."
... Javier Fernandez: "Er ist ein ganz, ganz positives Beispiel bei uns. Fußball spielen konnte er schon immer. Aber er hatte lange Zeit nicht das nötige Vertrauen in seinen Körper. Durch die gesammelten Spielminuten und die konstante Belastung auf einem gewissen Niveau hat er dieses Vertrauen zurückgewonnen. Das macht er jetzt richtig gut."
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