FC Bayern stärkt Lennart Karl den Rücken: Freund reagiert auf Debatte um Jungstar
Lennart Karl erhält vom FC Bayern Rückendeckung auf höchster Ebene. Sportdirektor Christoph Freund lobte das 18-jährige Offensivtalent trotz der jüngsten Diskussionen ausdrücklich und bezeichnete ihn als besonderen Spielertyp.
06.11.2026 | 12:18 Uhr
Nach Kritik und öffentlichen Debatten stellt sich der FC Bayern klar hinter Lennart Karl. Freund sieht den Nationalspieler auf dem richtigen Weg und erwartet weitere starke Leistungen.
Bayern Münchens Sportdirektor Christoph Freund hat Jungstar Lennart Karl nach dem Wirbel der vergangenen Wochen noch einmal ausdrücklich den Rücken gestärkt. "Er ist ein anderer Typ als andere junge Spieler. Aber wir wollen ja auch gerne Typen haben. Er ist frech, mutig - und, wie wir schon öfter gesagt haben: Er scheißt sich nichts, macht Tore, macht Dinge, die andere nicht machen. Und außerhalb des Platzes ist er ein bisschen anders als andere, aber das gehört auch dazu", sagte Freund vor dem Bundesligaspiel am Samstag (15.30 Uhr/LIVE bei Sky Sport) beim FSV Mainz 05.
Er finde das "auch gut für eine Mannschaft, für die Liga, dass es solche Typen gibt", ergänzte der Österreicher: "Aber die Basis ist immer, dass er hart arbeitet und das besprechen wir mit Lenny auch immer wieder, und das macht er. Und darum bin ich auch sehr positiv, dass er sich in den nächsten Wochen und Monaten weiterhin belohnen und auf dem Platz seine Antworten geben wird, weil dafür ist er da. Und darum sind wir sehr, sehr happy, dass er bei uns ist."
Klopp nominiert Karl für den DFB-Kader
Der 18-Jährige, der am Dienstag beim 2:0 gegen Atletico Madrid die wichtige Führung erzielt hatte, war am Donnerstag von Bundestrainer Jürgen Klopp in den Kader für die Nations-League-Spiele berufen worden. "Ich bin froh für Lenny, dass er wieder im Nationalteam dabei ist. Ich glaube, er hat es sich auch verdient, hat auch dort gute Leistungen gebracht", so Freund.
Noch zu Saisonbeginn war Karl nach einer längeren Verletzungspause und seinem WM-Aus in einem Tief gewesen. Zudem hatte es Kritik von Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß gegeben, der vom Münchner Toptalent mehr Demut gefordert hatte. Michael Ballack, Berater des Jungstars, hatte sich daraufhin zur Wehr gesetzt. "Es war natürlich jetzt unruhig die letzten Wochen", bekannte der Münchner Sportdirektor am Freitag: "Aber für uns ist ganz ehrlich entscheidend, was Lenny auf dem Platz macht, wie er trainiert, wie er arbeitet."
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