FIFA-Präsident Gianni Infantino unter Druck: So könnte ein Machtwechsel bei der FIFA gelingen
Gianni Infantino könnte vor der FIFA-Wahl 2027 durch den FIFA-Rat oder den FIFA-Kongress unter Druck geraten. Nach wachsender Kritik an seinen Plänen werden mögliche Szenarien für einen Machtwechsel diskutiert.
03.08.2026 | 10:03 Uhr
Die Debatte um die Zukunft von Gianni Infantino nimmt Fahrt auf. Noch gibt es keinen offiziellen Gegenkandidaten, doch innerhalb der FIFA existieren theoretische Wege zu einer Ablösung.
Die Diskussion um die Zukunft von FIFA-Präsident Gianni Infantino wird intensiver. Nach dem gescheiterten Investorendeal und zunehmender Kritik aus Teilen des Weltfußballs steht der Schweizer stärker im Fokus als bei seiner Wiederwahl 2023.
Damals wurde Infantino beim FIFA-Kongress in Kigali per Akklamation bestätigt. Für die Wahl am 18. März 2027 in Rabat plant der 56-Jährige nach aktuellem Stand eine weitere Kandidatur. Laut FIFA-Statuten wäre es seine letzte mögliche Amtszeit von vier Jahren.
Bis zum 18. November können mögliche Herausforderer ihre Kandidatur einreichen. Bislang gibt es keinen offiziellen Gegenkandidaten. Als möglicher Interessent wird jedoch immer wieder Concacaf-Präsident Victor Montagliani genannt.
Eine Option: der FIFA-Rat
Eine Möglichkeit für die Gegner Infantinos wäre ein Vorstoß über den FIFA-Rat. Das wichtigste FIFA-Gremium zwischen den Kongressen umfasst 37 Mitglieder. Sollte eine Mehrheit eine Krisensitzung verlangen, könnte diese kurzfristig einberufen werden.
Dort wäre es möglich, die Lage des Präsidenten zu diskutieren oder politischen Druck aufzubauen. Eine direkte Rücktrittsaufforderung könnte Infantino allerdings zurückweisen.
Oder der FIFA-Kongress
Eine weitere Option wäre ein außerordentlicher FIFA-Kongress. Dafür müssten mindestens 43 der 211 FIFA-Mitgliedsverbände einen entsprechenden Antrag unterstützen. Auf einem solchen Kongress könnte anschließend über ein Misstrauensvotum beraten werden.
Trotz der aktuellen Kritik bleibt Infantinos Position vorerst stabil. Viele nationale Verbände unterstützen den FIFA-Präsidenten weiterhin. Deshalb bedeutet Kritik an einzelnen Projekten nicht automatisch eine Mehrheit für einen Führungswechsel.
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