Stimmen zum ersten F1-Rennen der Saison in Melbourne mit Russell, Hamilton, Verstappen & Co.
Audi hat nach ersten Rennen trotz des Ausfalls von Nico Hülkenberg Grund zur Freude.
08.03.2026 | 09:49 Uhr
Nach einem spektakulären F1-Auftakt in Australien darf sich Mercedes über den Doppelsieg freuen, während Ferrari womöglich auch aufgrund eines strategischen Fehlers dahinter landet. Nach dem Rennen äußerten sich die wichtigsten Protagonisten zu den Geschehnissen.
George Russell (Rennsieger Mercedes) ...
… zum Rennsieg: "Es fühlt sich unglaublich an. Es war am Anfang ein riesiger Kampf. Wir wussten, dass es herausfordernd werden würde. Ich stand in der Startaufstellung und hatte dann plötzlich keine Energie mehr im Tank. Also war es ein harter Kampf mit Charles und ich bin froh, dass ich am Ende vorne war. Ein Riesendankeschön an das ganze Team, denn es hat lange gedauert, bis das Auto auf diesem Niveau war."
… zum Racing: "Schön, dass es euch gefallen hat. Wir hatten ja den Verdacht, dass es diesen Jojo-Effekt geben würde. Sobald man vorne ist, schien es unmöglich, die Position halten zu können. Mit diesem Straight Mode verlieren wir vorne am Auto doch einiges, gerade in den Kurven. Ich bin mir sicher, dass die FIA das noch etwas anpassen wird, denn es war schon etwas schwierig. Aber dieser Doppelsieg ist natürlich großartig."
Kimi Antonelli (Mercedes) ...
… zum Doppelsieg von Mercedes: "Es war der bestmögliche Start, den wir haben konnten. Beim Start habe ich natürlich viele Plätze verloren, konnte dann zum Glück aber zurückkommen. Insgesamt war es ein gutes Rennen. Die Pace war sehr stark, vor allem am Ende des Rennens. Ich freue mich schon auf nächste Woche."
… zu den Überholmanövern im Rennen: "Es war unglaublich in den ersten paar Runden. Die Überholmanöver sind so kraftvoll, dass man viel Handlungsspielraum hat. Das hat am Anfang wirklich Spaß gemacht. Jetzt erhole ich mich erst einmal ein bisschen und dann freue ich mich auf China."
Charles Leclerc (Ferrari) ...
… zum Rennen: "Es war ein sehr schwieriges Rennen. Ganz ehrlich: Am Start wusste keiner von uns so genau, was zu erwarten war - bei den Zweikämpfen und beim Energie-Management. Gerade bei den Überholmanövern ist es mit der Energie noch schwieriger. Man weiß nicht genau, wann die Batterie auf der Geraden leer ist und wann sie wieder einsetzt. Dadurch gibt es große Geschwindigkeitsunterschiede. Es war also ziemlich herausfordernd. Ich bin froh, dass ich am Anfang als Erster aus diesem Kampf herausgekommen bin. Unglücklicherweise hat es nicht für den Rest des Rennens gereicht und Platz drei war heute das bestmögliche Ergebnis."
… zum Rennstart: "Beim ersten Start des Jahres, als die Lichter ausgingen, war der Start so schnell, dass uns das wohl alle etwas überrascht hat. Wir fahren da immer am Limit, was die Antriebseinheiten angeht, aber das gehört zum Spiel."
… zur Frage nach besseren Chancen ohne Virtual Safety Car: "Ich glaube nicht, aber vielleicht liege ich da falsch. Es sah so aus, als hätte Mercedes etwas mehr Pace als wir. Vielleicht nicht ganz so viel, wie wir gestern gesehen hatten, und das ist gut. Aber ich glaube nicht, dass es heute gereicht hätte."
… zum Management der neuen Systeme im Rennen: "Es ist extrem schwierig, denn es geht nicht nur ums Fahren, sondern auch um die Abgabe der Energie. Jedes kleine Ding, das man im Auto machen muss, alles, hat einen riesigen Einfluss auf den Rest der Runde. Deshalb muss man jedes Mal einige Schritte im Voraus denken. Aber es lief recht gut für mich. Ich konnte die erste Position halten, die ich mir am Start geholt hatte. Mit der Pace, die die anderen dann hatten, war es allerdings schwierig. Wir wollten beim Virtual Safety Car stoppen, aber der Boxeneingang war gesperrt. Dadurch waren wir dann etwas im Hintertreffen."
… zu den Auswirkungen der Regeländerungen auf Zweikämpfe: "Ja, ganz klar, ich denke, dass es andere Zweikämpfe geben wird. Ich kann im Moment nur sagen, dass das offensichtlich war. Ich glaube nicht, dass das das letzte Mal war, dass wir in so eine Situation kommen. Da ist ein riesiges Geschwindigkeitsdelta, ein riesiges Delta beim Grip, und all diese Parameter machen es sehr schwierig, alles zu antizipieren und dann auf das zu reagieren, was der Vordermann macht. Also ja, es war schwierig."
Toto Wolff (Teamchef Mercedes) ...
… zum Mercedes-Doppelsieg: "Jeder, der gesagt hat, es gebe vielleicht zu wenig Show, wurde am Anfang eines Besseren belehrt. Wir haben geglaubt, es würde ein bisschen leichter werden, als es am Ende war. Die Fahrer waren am Anfang unglaublich schnell und am Ende hat bei uns vielleicht die Strategie den Unterschied gemacht, dass wir diese Phase genutzt haben, um zu wechseln. Denn da war nicht viel Unterschied."
… zur Strategie von Ferrari: "Ja, ich war schon überrascht, dass Ferrari es nicht zumindest mit einem Auto gecovert hat, vor allem, wenn noch eine Runde Zeit gewesen wäre. Aber im Nachhinein weiß man es immer besser. In dem Moment war es nicht hundertprozentig klar."
… zum Racing: "Wenn du freie Fahrt hast, hast du einfach eine viel bessere Pace. Wenn du dagegen im Kampf mit den anderen bist, geht nicht viel. Am Ende hat man gesehen, dass Ferrari zwar etwas frischere Reifen hatte, aber vom Tempo ziemlich identisch war. Ich bin schon überrascht, wie eng das alles eigentlich ist."
… zum Start von Ferrari: "Das war schon absehbar. Wir wussten, dass sie für die Starts richtig gut aufgestellt sind. Auch mit dem Energie-Management waren sie sowohl beim Verteidigen als auch beim Attackieren stark. Am Anfang gab es an Charles Leclerc keinen Weg vorbei."
… zu den neuen Regeln: "Wir sind natürlich alle immer neugierig, wie es läuft. Gerade beim Start sah das am Anfang schon etwas komisch aus, aber es ist gut gegangen und bis zu einem gewissen Grad auch spannend gewesen. Ich finde, dass das Racing im Vergleich zu den vergangenen Jahren gar nicht so viel Unterschied gemacht hat. Und das auf einer Strecke, die energetisch besonders anspruchsvoll ist. Vom Show-Aspekt her ist das hier wahrscheinlich eher eine der schwierigeren Strecken, was dieses System betrifft, und trotzdem war das Rennen eigentlich okay. Jetzt schauen wir auf Shanghai, dort sollte es deutlich besser werden, und hoffentlich haben wir dort auch einen guten Entertainment-Faktor."
Max Verstappen (Red Bull) ...
… zum ersten Rennen mit den neuen Regeln: "Es war super, hat viel Spaß gemacht. Es war eigentlich ein Top-Rennen."
… zu möglichen Anpassungen am Reglement: "Da müsste man schon viele Sachen ändern - Motor, Batterie -, aber das ist jetzt natürlich nicht möglich."
Jonathan Wheatley (Teamchef Audi) ...
… zum ersten Rennwochenende von Audi in der Formel 1: "Ich denke, das ist das erste Mal, dass wir sprechen, seit ich jetzt offiziell Teamchef des Audi-Formel-1-Teams bin und nicht mehr nur Teil des zukünftigen Projekts. Ganz im Ernst: Ich bin unglaublich stolz. Stolz auf das, was wir erreicht haben, stolz auf das, was in Hinwil und Neuburg geleistet wurde, auf all die talentierten Menschen, die uns hierhergebracht haben. Wir sehen aus wie ein neues Team. Alles, was man auf der Strecke sieht, ist neu - das Auto, das Getriebe, alles. Und wir haben uns in Q3 qualifiziert und sind in unserem ersten Rennen auf Platz neun gelandet. Das ist ein historischer Tag für uns."
… zu Hülkenbergs Ausfall vor dem Start: "Das ist eine interessante Frage, denn ich kann sie noch nicht beantworten. Wir haben auf dem Weg in die Startaufstellung die Telemetriedaten verloren. Wir hatten überhaupt keine Kommunikation mehr mit dem Auto. Wir hatten einen Verdacht und haben versucht, das zu reparieren, aber wir haben es nicht geschafft. Irgendwann muss man sich dann auf das Auto konzentrieren, das noch im Rennen ist. Vielleicht kann ich in Shanghai dann erklären, was passiert ist."
… zu den positiven Eindrücken des ersten Rennens unter den neuen Regeln: "Das Positive ist, dass Audi in der Formel 1 ist, dass Cadillac in der Formel 1 ist, dass wir ein Rennen gesehen haben, in dem Positionen gewechselt wurden, mit tollen Überholmanövern. Man musste vorsichtig fahren, um Fehler zu vermeiden. Und ich habe heute 22 Autos in der Startaufstellung gesehen. Vielleicht sind nicht alle gestartet oder ins Ziel gekommen, aber wir werden die Zuverlässigkeit verbessern, und dann wird sich auch das weiterentwickeln."
… zu Kritik an den neuen Regeln: "Das ist eine umfangreiche Frage. Was ich sagen kann: Die Jungs wollen Rennen fahren. Und Max hatte heute natürlich auch ein ziemlich gutes Rennen und ein gutes Resultat. Ganz ehrlich, ich habe heute kein Problem gesehen. Die Autos sind Rennen gefahren. Strategie hat immer noch eine Rolle gespielt. Und dieser faszinierende Energiekampf, von dem die Fahrer sagen, dass er nicht faszinierend ist - ich fand ihn toll."
… zu den Sicherheitsbedenken der Fahrer: "Wir sind alle dabei, um sicherzustellen, dass dieser Sport der tollste Sport der Welt ist. Die FIA macht dabei einen super Job. Sie hören zu - vielleicht manchmal sogar ein bisschen zu viel. Das meine ich nicht als Kritik, sondern als Zeichen dafür, dass sie offen sind, offen gegenüber den Fahrern und offen gegenüber den Teams. Diese Autos sind komplizierter und irgendwann werden sie einfacher zu fahren sein. Und wer weiß - vielleicht haben wir in drei Jahren die besten Formel-1-Autos aller Zeiten."
… an die Fans von Nico Hülkenberg: "Ich möchte allen deutschen Fans und allen Fans von Nico sagen: Es tut mir leid, dass ihr ihn heute nicht sehen konntet."
Zak Brown (CEO McLaren) ...
… zum Auftakt in die Saison: "Wir haben noch einiges an Arbeit vor uns - sowohl was das Verständnis angeht, wie wir das Maximum aus unserer Antriebseinheit herausholen. Da lernen wir noch immer dazu. Wir müssen die Daten weiter analysieren und auch verstehen, wie wir das hinbekommen, was andere im Moment besser machen. Lando hat einen super Job gemacht und konnte Max hinter sich halten. Das sah nicht einfach aus. Zwischendrin hatten wir auch Zweifel, ob er ihn hinter sich halten kann. Jetzt ist das Rennen vorbei und wir machen uns bereit für das nächste."
… zum Unterschied zu Mercedes bei der Power Unit: "Wir müssen diese Antriebseinheiten einfach weiter besser verstehen. Sie sind so komplex. Vielleicht fehlen uns da noch Kenntnisse. Wenn man sieht, wie die Energie abgegeben und zurückgewonnen wird, dann sind wir im Moment eben auf diesem Stand. Das ist ein sehr kompetitiver Sport. Wir müssen weiter schauen und herausfinden, warum wir das nicht genauso hinbekommen, wie wir es bei anderen sehen."
… zu Piastri nach dem enttäuschenden Heimrennen: "Ja, klar, natürlich ist er sehr enttäuscht, wie man es erwarten würde - gerade bei seinem Heimrennen. Aber auch bei jedem anderen Rennen wäre er enttäuscht. Man möchte bis zum Ende kommen und natürlich überhaupt erst einmal starten. Aber er hat einen starken Charakter, und ich bin mir sicher, dass er beim nächsten Rennen stark zurückkommen wird."
Lando Norris (McLaren) ...
… zu seinem Rennen: "Gut war, dass wir auf Platz fünf ins Ziel gekommen sind und nicht auf Platz sechs. Ich konnte Max hinter mir halten, also haben wir ihn geschlagen. Vor allem in der Mitte des Rennens hätte ich nicht erwartet, dass wir ihn schlagen können. Ich habe ihn fast ziehen lassen, aber dann sind wir an die Box gekommen, haben etwas am Frontflügel verändert, und der letzte Stint war deutlich stärker. Insofern bin ich zufrieden, weil wir heute das Maximum herausgeholt haben. Wir haben viel gelernt, aber der Abstand zu den Autos weiter vorne ist ziemlich groß. Also haben wir noch einiges an Arbeit vor uns."
… zur Frage, ob sich seine Einschätzung zu den Regularien geändert habe: "Nein."
Gabriel Bortoleto (Audi) ...
… zu Platz neun beim Audi-Debüt: "Ja, es hat Spaß gemacht und war gleichzeitig auch verrückt. Es sind so viele Dinge im Rennen passiert, es war so chaotisch. Überholmanöver, von denen ich nicht erwartet hatte, dass ich sie machen könnte, und viele unvorhersehbare Dinge. Aber es war das erste Mal mit den neuen Regeln und ich denke, wir haben einen guten Job gemacht."
… zum Batteriemanagement: "Es gab diese eine Runde, als ich aus der Box zurückkam. Ich musste mich gegen Pierre verteidigen. Ich habe den Energieknopf gedrückt und war dann plötzlich richtig weit vorne, konnte sogar noch einen weiteren Fahrer überholen. Das hatte ich so nicht erwartet, das hat mich überrascht, aber es war schön. Ich denke, das wird mit den neuen Regeln jetzt öfter vorkommen. Wir werden das immer besser verstehen, wenn wir die Daten weiter analysieren, und dann auch besser wissen, wann wir solche Manöver machen können."
… zu den Anforderungen an die Fahrer unter den neuen Regeln: "Man muss einfach clever sein. Man muss während des Rennens die ganze Zeit nachdenken. Letztes Jahr war es etwas einfacher. Da musste man über das Reifenmanagement nachdenken, aber nicht über das Energiemanagement. Jetzt muss man über zehn andere Dinge nachdenken. Es ist einfach etwas kompliziert, aber irgendwann wird sich jeder daran gewöhnt haben. Es ist einfach etwas anders."
Lewis Hamilton (Ferrari) ...
… zum ersten Rennen mit dem neuen Reglement: "Ja, es war super, um ehrlich zu sein ein sehr spaßiges Rennen. Direkt vom Start weg, die ersten paar Runden, der Anlauf auf Kurve 1 - das war super. Da habe ich dann ein paar Plätze verloren, kam aber wieder zurück. Wir müssen einfach daran arbeiten, den Abstand zu Mercedes zu verkürzen. Ich denke, das können wir auch schaffen. Aber ich bin sehr zufrieden mit unserem Rennen."
… zur Strategie beim ersten Virtual Safety Car: "Ja, das ist schwierig zu sagen. Mercedes hat wirklich gut gepusht. Es war früh abzusehen, dass es mit einem Stopp schwierig werden würde. Wir müssen das einfach analysieren, ob es vielleicht doch besser gewesen wäre. Als ich gesehen habe, dass sie an die Box fahren, hatte ich schon das Gefühl, dass wir auch hätten stoppen sollen. Aber das sind eben die Dinge, aus denen wir lernen."
Arvid Lindblad (Racing Bulls) ...
… zu seinem Formel-1-Debüt: "Ja, ein ziemlich verrücktes Wochenende. Das ist der Moment, von dem ich mein ganzes Leben lang geträumt habe. Ich war das ganze Wochenende ziemlich aufgeregt und habe versucht, jeden Moment zu genießen. Ich bin ganz ehrlich: Während der Nationalhymne bin ich auch etwas emotional geworden. Ich habe runtergeschaut, das Formel-1-Logo mit meinem Namen gesehen und mich daran erinnert, wie ich das mit vier Jahren im Fernsehen gesehen und davon geträumt habe, eines Tages selbst dort zu stehen. Das war sehr, sehr aufregend und emotional für mich. Und im Rennen hatte ich heute sehr viel Spaß. Ich denke, ich bin definitiv gut reingekommen und konnte ein wenig zeigen, was ich kann. Mir fehlen gerade ein bisschen die Worte."
… zu seiner starken Anfangsphase im Rennen: "Nach dem Qualifying gestern wusste ich, dass wir schnell sind und einen guten Motor haben. Das ist Red Bull und Ford zu verdanken und dafür möchte ich mir auch die Zeit nehmen. Was sie geschafft haben, ist sehr, sehr beeindruckend. Im ersten Jahr ist der Motor nicht nur zuverlässig, sondern auch extrem schnell. Und um auf die Frage zurückzukommen: Ja, es war ziemlich verrückt. Ich war vor dem Rennen ziemlich ruhig und habe mich einfach auf meine Startprozedur fokussiert. Als die Lichter ausgingen, habe ich jede Lücke genutzt, bin überall reingestochen und habe jede Gelegenheit mitgenommen, die sich mir geboten hat. Es ist schon verrückt, darüber nachzudenken, mit Jungs wie Lewis, Max und Lando zu kämpfen. Vor allem mit Lewis, den ich so lange im Fernsehen gesehen habe und wegen dem ich mich in diesen Sport verliebt habe. Das war sehr, sehr besonders."
… zu den Anforderungen im Cockpit mit den neuen Regeln: "Es gibt ganz viel, an das man denken muss, ganz ehrlich. Ich denke, das ist eben auch das, wofür diese neuen Autos stehen. Die Fahrer mussten sich immer schon daran gewöhnen, mit den Autos klarzukommen, dieses Jahr vielleicht sogar noch ein bisschen mehr. Das Team hat mir sehr viel geholfen. Ganz klar, es ist herausfordernd. Ich habe auch noch sehr viel Raum für Verbesserungen, aber ich bin sehr glücklich damit, wo wir jetzt stehen und freue mich auf China."
Stefano Domenicali (CEO Formel 1) ...
… zu den Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien: "Zunächst einmal hat die Sicherheit für alle Involvierten und alle Akteure oberste Priorität. Wir möchten uns heute nicht festlegen und keine Statements abgeben, denn die Dinge entwickeln sich so schnell, dass wir noch Zeit haben, die richtige Entscheidung zu treffen. Diese Entscheidung wird gemeinsam getroffen. Im Moment möchten wir ruhig bleiben und sicherstellen, dass wir die richtige Entscheidung treffen, so wie wir es in der Vergangenheit auch getan haben."
… zum Zeitpunkt einer Entscheidung: "Wir haben kein fixes Datum. Je früher, desto besser. Aber wie ich gesagt habe: Die Dinge entwickeln sich so schnell, dass wir uns das einfach anschauen müssen."
… zu möglichen Ersatzrennen: "Wir haben dafür natürlich Optionen vorgesehen. Das ist etwas, das man angesichts der Situation in der Welt managen muss. Alle Optionen liegen auf dem Tisch, und zum jeweiligen Zeitpunkt werden wir dann die Entscheidung treffen."
Oscar Piastri (McLaren) ...
… zu seinem Ausfall (während des Rennens): "Ich denke, es war eine Kombination aus einigen Dingen: kalte Reifen, dann bin ich am Kurvenausgang auf den Curb gekommen, das war mein Fehler. Aber ich hatte auch mehr Leistung, als ich erwartet hatte. Es gab ein paar Dinge, bei denen ich dachte, dass es sich wieder normalisieren würde. Aber in dem Moment, als ich gecrasht bin, hatte ich mehr Leistung, als ich erwartet hatte. Klar, es ist ein sehr enttäuschendes Ende."
… zur Enttäuschung beim Heimrennen (während des Rennens): "Es schmerzt sehr. Ich wollte heute natürlich ein gutes Rennen haben und es ist sehr, sehr schmerzhaft."
Sky Sport Experte Timo Glock ...
… zu McLaren: "Das hat man über das Wochenende schon ein bisschen herausgehört. Gerade die Stimme von Zak Brown, die normalerweise immer sehr positiv ist, war schon deutlich gedämpft. Man hat früh gemerkt - wahrscheinlich auch schon in Bahrain, aber auch hier an diesem Wochenende -, dass McLaren definitiv nicht auf Augenhöhe mit Mercedes ist. Wahrscheinlich hat man hier festgestellt, dass der Unterschied doch größer ist, als man es sich gedacht hat. Das wurde jetzt im Rennen mit dem riesigen Rückstand nach vorne relativ klar gezeigt."
… zum Debüt von Audi: "Da kann man nur den Hut ziehen vor der Aufgabe, die man sich da gestellt hat. Natürlich hat man ein bisschen, oder eher ordentlich, Erfahrung mitgebracht - was Le Mans angeht, was diese Hypercar-Programme angeht, bei denen viel auf die Hybrid-Technik ankommt. Aber Formel 1 ist natürlich noch einmal eine andere Stufe. Man musste ein Team komplett neu aufbauen. Das, was Jonathan Wheatley gesagt hat, stimmt: Es ist alles neu, ein ganzes Team musste geformt werden. Damit hat man sich eine sehr, sehr große Aufgabe gestellt und das beim ersten Rennen hier in Melbourne wirklich überzeugend umgesetzt."
Sky Sport Experte Ralf Schumacher...
... zur Strategie von Ferrari: "Im Nachhinein kann man sagen: Ja, man hätte auch zu Ende fahren können. Mit einem Auto hätten sie es mindestens machen sollen, das hat Lewis Hamilton direkt angemerkt. Dann wäre es nochmal spannend geworden."
... zum Potenzial von Mercedes: "Ich glaube, dass Mercedes noch viel Luft nach oben hat, das sah bei beiden Fahrern spielerisch aus. Ferrari war gut. Die Anfangsphase, das Überholen, das war schon stark. Für alle Kritiker an dem Reglement: Das war stark."
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