Red Bull jubelt über Isack Hadjar: Max Verstappen lobt starkes Fahrerduo
Isack Hadjar hat bei seinem Formel-1-Comeback in Baku mit Platz drei für Aufsehen gesorgt. Max Verstappen und Red Bull sehen im Franzosen erstmals seit Jahren wieder einen Teamkollegen, der an der Spitze mitfahren kann.
27.09.2026 | 10:17 Uhr
Nach seiner Verletzungspause meldete sich Isack Hadjar eindrucksvoll zurück. Der 21-Jährige fuhr auf das Podium und überzeugte mit einer Pace auf Augenhöhe mit Max Verstappen.
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Denn was Isack Hadjar in Aserbaidschan zeigte, war mehr als beeindruckend. Nach seiner Handverletzung verpasste er die vergangenen drei Rennwochenenden. Liam Lawson ersetzte ihn und holte dabei insgesamt 14 WM-Punkte. Hadjar raste bei seinem Comeback im Qualifying auf P4 und stellte seinen RB22 im Rennen sogar auf P3. Dabei konnte er lange Zeit sogar die Pace von Teamkollege Max Verstappen gehen.
"Ich freue mich sehr. Es waren sehr lange sechs Wochen und ich denke, das war der richtige Zeitpunkt, um zurückzukommen. Ich habe mich wieder stark und gut gefühlt und mich an diesem Wochenende Schritt für Schritt aufgebaut. Es war gut, auch mein Selbstvertrauen Schritt für Schritt wieder aufzubauen. Jetzt stehe ich hier und bin sehr glücklich. Ich freue mich sehr über dieses Podium, einfach aufgrund unserer puren Pace", meinte der Franzose im Parc ferme.
Hadjar zeigt neben Verstappen seine Klasse
Seit dem Abschied von Daniel Ricciardo nach der Saison 2018 suchte Red Bull einen starken zweiten Fahrer, der das Team gemeinsam mit Verstappen nach vorne bringt. Doch weder Pierre Gasly noch Alexander Albon, Sergio Perez, Lawson oder Yuki Tsunoda konnten auch nur ansatzweise mit dem niederländischen Superstar mithalten. Hadjar zeigt direkt in seinem ersten Jahr bei Red Bull, was für ein Potenzial er hat. Nun feierte Red Bull sein erstes Doppelpodium seit China 2024.
"Das war absolut herausragend. Schon vor seiner Verletzung haben wir immer wieder gesehen, dass Isack sich in seiner ersten Saisonhälfte ständig verbessert und weiterentwickelt hat", schwärmte Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies bei Sky Sport und fügte hinzu: "Er kommt zurück und fährt ein ziemlich spektakuläres Wochenende. Platz vier im Qualifying, heute eine sehr starke Pace und er hat gezeigt, dass er sehr nah an Max und damit auch sehr nah an der absoluten Spitze dran ist. Er steht völlig verdient auf dem Podium. Das ist sehr vielversprechend für die Zukunft."
Ganz kontrolliert hat Hadjar sich mit viel Übersicht wieder ans Limit herangetastet. "Unglaublich. Die Art und Weise, wie er dieses Wochenende angegangen ist, war beeindruckend. Nach dem Donnerstag haben viele gesagt: Er ist eine Sekunde weg, da fehlt noch etwas. Aber er hat sich Schritt für Schritt zurückgekämpft, keinen Fehler gemacht und das dann im Rennen so umgesetzt. Hut ab", lobte auch Sky Sport F1-Experte Timo Glock und sogar Verstappen sagte auf der Pressekonferenz: "Wir arbeiten sehr gut als Team zusammen. Wenn beide Autos auf dem Podest stehen, läuft es gut."
Verstappen wartet weiter auf ersten Sieg in 2026
Gut läuft es auch für Verstappen selbst, der mit Rang zwei sein fünftes Podium in den vergangenen sechs Rennen einfuhr. Der 28-Jährige hat bereits sieben Podestplätze 2026 gesammelt, ein Sieg fehlt ihm noch. In Baku fehlten am Ende nur 0,2 Sekunden auf George Russell. "Am Ende hat es eben nicht gereicht", sagte Verstappen, der allerdings sehr zufrieden mit der Leistungssteigerung von Red Bull in Aserbaidschan war.
Auch Mekies gab sich positiv. "Beide Autos haben heute unsere beste Rennperformance des Jahres gezeigt und konnten mit dem schnellsten Auto auf der Strecke mithalten. Das ist auch ein Zeichen für die gute Arbeit, die in Milton Keynes am Chassis und an der Aerodynamik geleistet wurde", so der 49-Jährige und meinte weiter: "Es war schon ein ziemliches Statement, dass George auf der gleichen Reifenmischung nicht von Max wegfahren konnte. Das zeigt, wo unser Auto mittlerweile steht. Zwei Zehntel nach 51 Runden nehmen wir gerne mit."
Dass Verstappen zum ersten Mal seit der Saison 2015 ohne Sieg bleibt, glaubt Glock nicht. "So nah wie heute war Max in diesem Jahr noch nie an einem Sieg dran. Das Signal war, dass Red Bull auf der gleichen Reifenmischung absolut in Schlagdistanz zu George Russell war. Der musste sich wirklich strecken, um diesen Sieg nach Hause zu fahren. Das zeigt, dass die Performance in die richtige Richtung geht." Und mit Teamkollege Hadjar im Gepäck hat Red Bull auch strategisch im Saisonfinale seine Optionen.
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