George Russell wütet nach Qualifying in Sao Paulo: Mercedes-Fehler kostet mögliche Pole Position
George Russell verpasst in Sao Paulo die Pole. Eine Team-Entscheidung sorgt für heftigen Ärger beim Mercedes-Piloten.
08.11.2026 | 09:09 Uhr
George Russell hat nach dem Qualifying zum Großen Preis von Sao Paulo scharfe Kritik an Mercedes geübt. Der Brite verlor durch eine Team-Entscheidung womöglich die Pole Position an Lando Norris.
George Russell war außer sich vor Wut!
Der 28-Jährige kämpfte im Qualifying von Sao Paulo im Fernduell um die Pole Position mit Lando Norris. Nachdem der Weltmeister von 2025 im McLaren die Bestzeit setzte, war Russell drauf und dran zu kontern, seine Zwischenzeiten waren lila. Doch der Brite lief auf seiner Runde im Infield auf Williams-Fahrer Alex Albon auf. "Geh zur Seite", funkte Russell säuerlich.
Mercedes verkalkuliert sich
Seine Mercedes-Crew wies Russell daraufhin an, die Runde abzubrechen und Abstand zu Albon zu halten, um bei der nächsten Runde noch einen draufzusetzen. Doch dann kam der Regen und Verbesserungen waren nicht mehr möglich. "Kumpel, du *** hast mir gesagt, dass ich mich zurückfallen lassen soll. Was zur Hölle?!", fluchte Russell in Richtung Renningenieur Marcus Dudley.
Kopfschüttelnd steuerte Russell seinen W17 zurück in die Box und war sichtbar auf 180. Teamchef Toto Wolff griff ein und versuchte vergeblich, seinen Piloten zu beruhigen. "George war über das Qualifying der schnellste Mann. Er hätte es wahrscheinlich verdient, auf der Pole zu sein. Aber leider haben wir keine Kristallkugel, um zu schauen, wann es gut ist, die Runde abzubrechen und wann nicht", meinte Wolff später bei Sky Sport.
Russell sehr wütend
Ralf Schumacher sah die Reaktion des aktuellen WM-Vierten positiv. "Die Emotion ist da. Wenn das Team ihn bei jedem Fehler genauso scharf kritisiert hätte … Das sollte er nicht tun. Aber es zeigt, dass sein Wille noch da ist zu zeigen, dass er noch schnell fahren kann. Es zeigt aber auch, dass er Probleme hat mit den Abläufen im Trockenen. Sein Problem liegt nicht am Fahrstil im Nassen und nicht am Selbstbewusstsein. Diese Abläufe, spät zu bremsen und einzulenken, da scheint er viel zu verlieren und es falsch zu machen. Das ist schwer für ihn, da den richtigen Schlüssel zu finden", so der Sky Sport F1-Experte.
Am Ende landete Russell auf Rang zwei, muss aber nach einer Motorenstrafe das Rennen (am Sonntag, ab 16:30 Uhr, LIVE und EXKLUSIV bei Sky Sport) fünf Plätze weiter hinten starten. "Es war definitiv eine Pole-Runde. Eine Fehleinschätzung unsererseits. Wir müssen schauen, was da genau passiert ist. Der Regen ist gekommen und ich wünschte, ich hätte die Runde einfach zu Ende gefahren", haderte der Silberpfeil selbst. Auch auf der Pressekonferenz war Russell noch hörbar wütend und übte Kritik an seinem Team: "Sehr enttäuschend. Unmittelbar nachdem wir die Entscheidung getroffen hatten, wussten wir, dass sie falsch war."
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