Antonelli, Leclerc, Verstappen, Hamilton, Hülkenberg und Co. – alle Stimmen zum Belgien-GP

Aus deutscher Sicht verlief das Rennen in Spa-Francorchamps einmal mehr enttäuschend.

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Das Rennen in Spa war von einigen brenzligen Situationen geprägt. Nico Hülkenberg begründet das in den verschiedenen Energiestrategien und berichtet auch über seine eigenen Erfahrungen des Tages.

Nico Hülkenberg blieb auch im zehnten Versuch ohne Punkt für Audi, während Teamkollege Gabriel Bortoleto auf Platz acht raste. Der Deutsche erklärte bei Sky Sport die Gründe für das Verpassen der Top-10. Alle Stimmen zum Belgien-GP.

Kimi Antonelli (Rennsieger Mercedes) ...

… zum Sieg: "Es ist schön, wieder ganz oben auf dem Treppchen zu stehen nach ein paar schwierigeren Wochenenden. Es war ein hartes Rennen. Wir haben den ersten Platz mit dem Virtual Safety Car verloren, konnten dann aber wieder zurückschlagen. Es war ein schwieriger Sieg, denn Charles war sehr schnell und da mussten wir dagegenhalten."

… zur WM-Führung: "Das Momentum war immer da. Es ging einfach darum, das richtige Ergebnis einzufahren. Heute sind wir vielleicht etwas glücklich, was die WM angeht. Aber deshalb muss man bei jeder Gelegenheit da sein und die Gelegenheiten ergreifen. Es kann ganz leicht in die eine oder andere Richtung gehen. Man muss einfach immer seine Leistung zeigen, die Ergebnisse einfahren und dann sieht man, was am Ende des Jahres passiert."

Charles Leclerc (Ferrari) ...

...zum Kampf um den Sieg: "Ich glaube bis zum Ende daran. Wir hatten natürlich ein wenig Glück mit dem Virtual Safety Car, das für uns gut gekommen ist. Es gab ein paar Probleme, fünf, sechs Runden auf dem harten Reifen, da hatte ich Probleme auf der Vorderachse. Dann ist es wieder zurückgekommen. Ich fühle mich jetzt wohler im Auto, aber es ist definitiv ein Schritt nach vorne."

Max Verstappen (Red Bull) ...

... zu Platz drei: "Ich habe alles gegeben, was ich konnte. Am Anfang war es nicht schlecht, der zweite Stint war vielleicht etwas schwieriger. Dann hatten wir etwas Pech mit dem Virtual Safety Car. Aber für uns auf dem Podium zu stehen, ist sehr gut. Ich habe alles gegeben, was in mir drin war, und ich denke, P3 ist gut."

Toto Wolff (Teamchef Mercedes) ...

… zu Kimi Antonellis Sieg: "Er war das ganze Wochenende dominant, so wie in Silverstone. Den Sieg hat er sich heute verdient. Es war nicht ganz einfach, aber ich freue mich für ihn und seine Seite der Garage. In Silverstone hätte er gewinnen müssen, das hat er heute nachgeholt."

… zu den Problemen von Mercedes auf der Geraden: "Das war ein neues Problem, aber es hat nicht nur George betroffen, sondern alle Mercedes-Motoren - manche mehr, manche weniger. Kimi auch, der deswegen die Position in Richtung erste Kurve verloren hat, Verstappen auf der Geraden dann aber wieder geholt hat. Wir haben einen Motor, der unheimlich stark ist und ein Auto, das schnell ist. Aber es ist einfach noch nicht stabil genug. Das müssen wir hinkriegen, weil wir dadurch auch wertvolle Punkte in der Konstrukteurs-WM verlieren."

Mehr Formel 1

… zur Form von George Russell: "Wir müssen versuchen, ihm das beste Material zur Verfügung zu stellen. Das ist nicht nur ein schnelles Auto und ein guter Motor, sondern auch etwas, das hält, um ihm wieder Selbstvertrauen ins Auto zu geben."

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

George Russell erlebt in Spa einen Rückschlag und scheidet nach einem Crash in der ersten Runde aus. Teamchef Toto Wolff erklärt, welche Probleme der Brite da mit dem Auto hatte. Diese betrafen aber nicht nur Russell.

Laurent Mekies (Teamchef Red Bull) ...

… zum Rennen: "Es ist ein starkes Ergebnis. Ein riesiges Dankeschön an alle zu Hause in der Fabrik, denn wir wissen, dass das Auto jetzt an jedem Rennwochenende um Podien kämpfen kann. Von dieser Situation waren wir zu Beginn der Saison weit entfernt. Kimi war heute nicht in unserer Liga, er war immer etwas schneller. Uns ist es gelungen, auf dem Medium nicht zu weit wegzufallen, aber auf dem harten Reifen war es schwieriger. Wir haben das wahrscheinlich an Charles verloren. Er hatte einen geschenkten Stopp unter dem Virtual Safety Car, Max nicht. Da können wir nichts machen, das ist Teil des Racings. Das Auto war da, um um P2 und P3 zu kämpfen. Das wird auch durch die Pace von Isack bestätigt. Das war sein stärkstes Rennen für uns bisher: von ganz hinten gestartet, auf P6 gelandet. Die Pace war super."

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Isack Hadjar fährt mit einer echten Gala-Leistung noch auf Platz sechs in Spa. Von seinem Teamchef Laurent Mekies gibt es dafür reichlich Lob, der auch das Auto stark sieht.

… zur Leistung von Isack Hadjar: "Großen Glückwunsch an Isack. Er hat so hart daran gearbeitet, sich gut ins Team zu integrieren und so viel wie möglich zu lernen - jede Woche in Milton Keynes, an der Strecke, vom Team und von Max. Er verbessert sich jedes Mal, wenn er in dieses Auto steigt. Das war ein Riesenfaktor für uns in diesem Jahr, dass das zweite Auto stärker ist. Es ist ganz klar sehr wichtig, zwei starke Fahrer zu haben und das haben wir jetzt. Wir sind in einer besseren Position."

Fred Vasseur (Teamchef Ferrari) ...

… zum Boxenstopp-Zwischenfall bei Lewis Hamilton: "Dem Mechaniker geht es gut. Es war ein Fehler in der Prozedur, denn das Licht war grün und Lewis konnte fahren. Es war einfach ein Fehler innerhalb der Prozedur und etwas Pech dabei."

… zur Strafe gegen Hamilton: "Meine Sichtweise ist nicht wirklich wichtig, die Sicht der Stewards ist wichtig. Bisher waren sie vielleicht etwas weniger streng mit solchen Bewertungen. Wenn man sieht, dass Russell links noch viel Platz hatte, um die Berührung zu verhindern, dann ist es streng."

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Das Rennen von Lewis Hamilton war geprägt von reichlich Pech, auch bei seinem einzigen Boxenstopp. Dort kam es zu einem Unfall mit einem seiner Mechaniker. Teamchef Fred Vasseur erklärt, was da los war.

… zum guten Ergebnis: "Wir dürfen nicht vergessen: Wir hatten das Virtual Safety Car und haben da vielleicht neun Sekunden gewonnen. Kimi war schneller als wir, das war klar. Insgesamt war es eine starke Performance des Teams, denn wir konnten solch ein Ergebnis in Spa und Silverstone nicht erwarten. Zwei Strecken, die unserem Paket nicht unbedingt entsprechen. Da zu sein, kämpfen zu können und konstant zu sein, ist das Wichtigste. Jetzt kommen vielleicht auch wieder stärkere Wochenenden, zumindest was die Streckenlayouts angeht. Das letzte Wochenende war sehr stark, was unsere Ausführung angeht und das müssen wir jetzt fortführen."

… zum Duell mit Mercedes: "Heute waren es drei Zehntel oder so. Da müssen wir drüber nachdenken. Wir hatten etwas mehr erwartet, was Mercedes und das Delta angehen. Man kann nicht glücklich sein mit P2, aber es stimmt uns zufrieden für den Rest der Saison."

Isack Hadjar (Red Bull) ...

… zu Platz sechs nach Start von P21: "Am meisten freue ich mich über die Pace, vor allem im letzten Stint. Wir hatten eine ähnliche Pace wie die Rennleader. Schade, dass wir so weit hinten gestartet sind, aber die Ausführung war sehr gut, die Strategie war auf den Punkt. Es gibt nichts zu bedauern."

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Isack Hadjar fährt laut seinem Teamchef Laurent Mekies sein bisher stärkstes Rennen für Red Bull. So sah der Franzose seine Leistung in Spa.

… zum starken letzten Stint: "Ich war sehr zufrieden damit. Ich habe mein Wochenende komplett auf diese Pace ausgerichtet. Wenn man nicht nur auf eine Rundenzeit achtet, versteht man im freien Training vielleicht ein paar Dinge mehr, die man sonst nicht ausprobieren kann. Ich hatte mehr Freiheiten, neue Dinge am Setup des Autos auszuprobieren. Wir haben einige gute Dinge gefunden, die gut funktioniert haben und ich bin glücklich damit."

… zu Budapest: "Spa ist auf dem Papier eine Strecke, auf der wir nicht so schnell hätten sein sollen. Budapest kommt uns mehr entgegen. Wenn wir dann auch den anderen Heckflügel wieder haben, sollte uns das noch etwas mehr Performance geben."

Nico Hülkenberg (Audi) ...

… zum Rennstart: "Es war eine dynamische erste Runde. Vor allem dieses Jahr mit den verschiedenen Energiestrategien passieren wilde Sachen, die man so noch nicht gesehen oder erwartet hat. Ich hatte auch eine brenzlige Situation mit Bearman ausgangs Kurve elf, der auf einmal quasi stehen geblieben ist. So ist es, da muss man sich irgendwie drumherum manövrieren und das Beste daraus machen."

… zum Duell mit Pierre Gasly: "Uns fehlt einfach ein bisschen Topspeed Mitte der Geraden. Da verlieren wir zwei, drei Wagenlängen und die fehlen am Ende. Wenn wir davor sind, können wir wegfahren. Aber wenn wir dahinter sind oder die Kollegen direkt hinter uns, dann wird die Luft dünn. Weiter vorne starten und sich da raushalten, wäre nicht schlecht. Wir haben durch das Virtual Safety Car ein bisschen profitiert, aber ich hätte ein paar Sekunden mehr gebraucht, um ein bisschen Puffer zu den Kollegen zu haben. Wir bleiben dran und nächste Woche geht es zum Glück weiter."

Lewis Hamilton (Ferrari) ...

zur Kollision mit George Russell: "Ich würde nicht sagen, dass ich über die Strafe überrascht war, aber ich denke, es war ein Rennunfall. Es war keine Absicht. Er kam von außen, ich war direkt hinter Max. Es ist nicht so, als wäre ich in ihn reingefahren. Es war einfach ein Rennvorfall, ein Unfall. Natürlich ist es nicht toll, dafür bestraft zu werden. Ich hatte dann auch ein paar Beschädigungen am Auto, das hat das Rennen natürlich schwieriger gemacht."

… zum Ergebnis: "Wenn man sieht, was passiert ist, den Schaden am Auto, den Unfall gestern, alles, was passiert ist - ich hatte dann auch das falsche Setup - dann sind die Punkte mitzunehmen definitiv noch positiv."

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Ein Unfall von Lewis Hamilton mit George Russell kurz nach dem Start beendet für den Mercedes-Piloten das frühe Aus und für den Ferrari-Fahrer eine 5-Sekunden-Strafe. Die kann Hamilton selbst nicht verstehen.

George Russell (Mercedes) ...

… zur Kollision mit Lewis Hamilton (während des Rennens): "Ich kam aus Kurve 1 direkt hinter Verstappen und hatte dann keine Power mehr in der Batterie. Auf der Geraden wurde ich direkt von drei Autos überholt, hinein in Kurve 5. Vielleicht war das eine etwas harte Strafe für Lewis. Aber noch mal: Ich habe die ganze Geschwindigkeit auf der Geraden verloren."

… zur Frage, ob es dasselbe Problem wie am Samstag gewesen sei (während des Rennens): "Das war ein komplett anderes Problem."

Sky Experte Timo Glock ...

… zu George Russells Ausfall und dem Mercedes-Problem: "Das tut natürlich weh, wenn du so aus dem Rennen genommen wirst. Der Unfall mit Hamilton war nicht das Problem. Das Problem war, dass George in diese Situation gekommen ist, weil er keine Leistung hatte am Ende der Geraden. Das ist ärgerlich. Du stehst da, kannst nichts tun und bist ausgeliefert."

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

George Russell erlebt den nächsten Rennsonntag zum Vergessen, der Mercedes-Pilot fliegt nach nur wenigen Kurven ab. Sky Sport Experte Timo Glock erklärt, wie schwierig die Lage für den Briten gerade ist.

… zu Isack Hadjar: "Er ist einer der Männer des Jahres für mich. Jeder ist an Max Verstappen verzweifelt und er stellt sich dieser Herausforderung und sagt: Ich werde das schaffen. Das zeigt er von Wochenende zu Wochenende immer mehr. Er ist zeitweise auf Augenhöhe mit Max Verstappen und die Rennpace war überragend."

… zur Strafe gegen Lewis Hamilton: "Ich sehe das als Rennunfall. Lewis war schon in der Bremszone und George hat einfach später reingebremst. Wenn du schon im Bremsvorgang bist, kannst du nicht mehr sagen: Ich bremse härter und gehe dann wieder runter von der Bremse. Er war schon mittendrin in der Situation, deshalb sehe ich das als Rennunfall."

… zu Nico Hülkenbergs Wochenende: "Das war komplett von A bis Z ein gebrauchtes Wochenende. Das hat im Qualifying schon seinen Lauf genommen und im Rennen hing er da hinten fest. Wenn du von hinten kommen musst, sind dir die Hände gebunden. Audi muss es schaffen, Nico Hülkenberg ein Auto zur Verfügung zu stellen, das nicht immer wieder technische Probleme hat."

Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de

Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.

Mehr Geschichten