Formel 1 beschließt Regeländerungen für 2027: Kürzere Rennen und neues Zeitlimit
Die Formel 1 hat wichtige Regeländerungen für die Saison 2027 beschlossen. Geplant sind kürzere Renndistanzen, neue Zeitregeln bei Unterbrechungen und mehr Freiheiten für Hersteller.
21.09.2026 | 19:37 Uhr
Die Formel-1-Kommission hat in London mehrere Anpassungen für das Reglement diskutiert und verabschiedet. Die Änderungen sollen Rennen für Fans attraktiver und sportlich fairer machen.
Die Formel 1 stellt sich auf weitreichende Regeländerungen für die Saison 2027 ein. Bei der dritten Sitzung der Formel-1-Kommission des Jahres in London wurden mehrere Anpassungen am sportlichen, technischen und finanziellen Reglement beschlossen.
Kürzere Rennen ab 2027
Eine der wichtigsten Neuerungen betrifft die Renndistanz. Künftig sollen Grands Prix nicht mehr über 305 Kilometer, sondern über 290 Kilometer ausgetragen werden. Je nach Strecke entspricht das einer Verkürzung um zwei bis drei Runden.
Hintergrund ist die geplante Anpassung der Power-Unit-Regeln. Im Zuge neuer Vorgaben zum Kraftstofffluss soll die Renndistanz leicht reduziert werden.
Drei-Stunden-Zeitlimit fällt weg
Eine weitere wichtige Änderung betrifft Rennen mit längeren Unterbrechungen. Bislang galt ein Gesamtzeitlimit von drei Stunden vom Start bis zum Rennende, inklusive möglicher Unterbrechungen. Dieses Drei-Stunden-Limit soll künftig wegfallen. Stattdessen wird ein festes Endzeit-Limit für sämtliche Rennaktivitäten eingeführt.
Unverändert bleibt jedoch die maximale tatsächliche Rennzeit von zwei Stunden. Die Verantwortlichen wollen damit die Chancen erhöhen, dass Zuschauer trotz Unterbrechungen möglichst ein komplettes Rennen erleben können.
Auch die Trainingssessions könnten künftig flexibler gestaltet werden. Werden freie Trainings durch Unfälle, Wetter oder andere Vorfälle unterbrochen, soll eine Verlängerung einfacher möglich sein. Aktuell dauert ein Training in der Formel 1 exakt 60 Minuten, in Zukunft könnte es beispielsweise bei einer längeren Roten Flagge aber verlängert werden.
Mehr Freiheiten für Hersteller
Zudem beschlossen die Verantwortlichen, die Getriebe-Homologation ab 2027 abzuschaffen. Hersteller erhalten dadurch mehr Entwicklungsspielraum und können technische Weiterentwicklungen schneller umsetzen.
Neben diesen Punkten wurden weitere kleinere Änderungen am Technischen Reglement diskutiert. Alle Anpassungen müssen allerdings noch vom FIA World Motor Sport Council offiziell bestätigt werden.
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