1. FC Union Berlin - 1. FC Köln; Bundesliga
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1. FC Union Berlin - 1. FC Köln. Bundesliga.
An der Alten Forsterei.
Das wars an dieser Stelle. In wenigen Momenten beginnt mit SGE vs. HSV das letzte Spiel des 8. Spieltags. Vielen Dank für das Interesse und bis dahin!
Köln bleibt damit Zwölfter, Union Berlin ist nach dem vierten ungeschlagenen Bundesligaspiel in Serie Sechzehnter. Die nächsten Aufgaben lauten Bayer 04 (Köln) und SC Freiburg (Union).
Ein Spiel, dass sehr schnell in Vergessenheit geraten wird, außer für die El-Mala-Brüder, endet mit einer gerechten Punkteteilung. 1:1 steht drauf, 0:0 war drin. Und jeder Fan, der sich mit anderen Dingen beschäftigt hat, darf beglückwünscht werden. Köln verdiente sich den Punkt mit harter Arbeit gegen einen massiv verteidigenden Abwehrblock. Union Berlin betrieb rein gar nichts mehr fürs Spiel nach der frühen Führung, die fast über die Zeit gebracht werden konnte, und schoss im zweiten Durchgang kein einziges Mal Richtung Tor.
Dann ist Schluss.
Die wahrscheinlich letzte kleine Chance: El Mala reibt sich rechts im Strafraum mit Gegenspieler im Rücken auf und legt für Moore ab, der schießt einen Gegenspieler ab. Und nach der folgenden Ecke kommt Krauß noch zu einem Fernschuss, der übers Tor zischt.
Dazu die 70 Prozent Ballbesitz für den FC. Es wäre auch nicht völlig aus der Welt gegriffen, wenn Union Berlin für diesen kargen Auftritt noch bestraft werden würden. Die letzten zwei Minuten werden aber wohl auch noch irgendwie vergehen.
Jetzt sind es zehn. Schmied hält aus fast 30 Metern halbrechter Position drauf. Rönnow pariert sicher.
Union Berlin hat im zweiten Durchgang keinen einzigen Torschuss verzeichnet. Beim FC haben sich immerhin neun angehäuft.
Auswechslung
Aber nicht mehr für Aebischer, der geht jetzt in den Feierabend. Emmanuel Latte Lath ist neu dabei.
Um die Antwort auf die Frage nach der Spannung vorwegzunehmen: nein. Macht zumindest nicht den Anschein. Union Berlin ärgert sich, viel fehlte nicht, um sich zu drei Punkten zu eiern. Köln wird auch nicht unzufrieden sein. Aber vielleicht gibt es ja noch den einen Moment auf einer der Seiten.
Erstes Bundesligaspiel, zweiter Ballkontakt, erstes Tor: Zumindest die Familie El Mala wird diesen Sonntagnachmittag nicht vergessen. Bekommen wir jetzt noch eine spannende Schlussphase geboten? Das 1:1 wäre als Endergebnis leistungsgerecht.
Tor
Toooor! Union Berlin - 1. FC KÖLN 1:1. Fußball, die launische Diva. Auch ein schlimmes Spiel kann Geschichten schreiben. Und die geht so: Nach einem kurz ausgeführten Eckstoß schlägt Said El Mala den Ball auf gut Glück flach in den Strafraum. Castro Montes will eigentlich schießen, trifft den Ball aber nicht richtig, leitet ihn stattdessen weiter. Und Malek El Mala steht richtig und drückt die Kugel aus vier Metern am zweiten Pfosten über die Linie und jubelt gemeinsam mit seinem Bruder.
Vorlage
Vorlage Alessio Castro-Montes
Den folgenden Freistoß schlägt Sosa von der rechten Seite in den Strafraum. Genau auf den Kopf von Köhn, der der erste Spieler war, an dem Sosa hätte hängenbleiben können.
Gelbe Karte
Hartes Foul von Köhn, der Bülter aufs Sprunggelenk steigt. Auch dafür gibt es Gelb.
Gelbe Karte
Malek El Mala will links im Mittelfeld durchstarten und wird an der Mittellinie von Kemlein umgerissen. Dafür gibt es die Gelbe Karte.
Auswechslung
Und auch Trimmel darf ein paar der immer seltener werdenden Spielminuten für seinen Verein sammeln. Haberer, bislang der goldene Torschütze des Tages, weicht. Trimmel übernimmt direkt das Kapitänsamt.
Auswechslung
Bei Union Berlin kommt Jeong für Burcu.
Und prompt hat der jüngere, Said, die große Chance für den Ausgleich auf dem Fuß. Ein Eckball landet nach dem Kopfballduell zwischen Schmied und Köhn zufällig bei ihm. Aus vier Metern schießt Said El Mala aber in etwa genau so weit zu hoch.
Auswechslung
Ein viel zu trister Tag und viel zu tristes Spiel für diesen eigentlich sehr schönen Kölner Moment: Erstmals stehen mit Malek El Mala und Said El Mala die beiden Brüder gemeinsam für den Effzeh in einem Profispiel auf dem Feld. Der ein Jahr ältere Malek kommt für Linton Maina.
20 Minuten noch. Gott hilf.
Gelbe Karte
Maina stört Rönnow bei dessen Abschlag aus der Hand, eine schnelle Spielfortsetzung wird so unterbunden. Dafür sieht der Angreifer die Gelbe Karte.
Burke, der nach Achillessehnenproblemen erst zu seinem dritten Teilzeiteinsatz in dieser Saison kommt, büffelt sich links im Mittelfeld fast gegen Simpson-Pusey durch. Die letzte Spritzigkeit fehlt dann aber und der Verteidiger kann den Ball zu seinem Torhüter zurückköpfen.
Köhn will links im Sechzehner den Strafstoß gegen Castro-Montes ziehen. Das ist aber viel zu billig und Hempel fällt nicht drauf hinein. Auch hier: Weiterspielen und querlegen wäre auch eine Option gewesen.
El Mala rennt sich links im Strafraum fest und schafft es nicht zur Grundlinie. Und auch Moore bleibt mit seinem Bestreben, Torgefahr zu erzeugen, im linken Halbfeld hängen. Union Berlin verteidigt alles, wird aber auch kaum gefordert.
Auswechslung
Und außerdem spielt jetzt Kemlein für Imeri mit.
Auswechslung
Auch Union Berlin wechselt doppelt: Burke kommt für Skarke und besetzt die Spitze neu.
Auswechslung
Und mit Mikey Moore für Johannesson. Damit wird zurückrotiert und wir sehen die Kölner Elf, die vor fünf Tagen noch diese erstaunliche Gala hinlegte.
Auswechslung
Alles kann nur besser werden. Vielleicht mit Castro-Montes für Sebulonsen.
Ein Hauch von Aufregung, weil Johannesson Haberer abläuft, dabei den Arm ausfährt und den Angriff unterbindet. Dass Hampel für dieses harmlose Vergehen kein Gelb zeigt, reicht den Fans in Köpenick für "Schieber"-Rufe. Wenn sonst keine Sorgen bestehen ...
In Anbetracht der Ereignislosigkeit müssen wir das mitnehmen: Maina steckt links im Strafraumeck in die Tiefe für El Mala durch. Der schießt tatsächlich mal aufs Tor. Drei Meter zu hoch, drei Meter vorbei. Querlegen wäre auch eine Option gewesen.
Torszenen gesucht. Köln hat einen indiskutablen xGoals-Wert von 0,08. Und hier ist gleich eine Stunde schon rum.
Gelbe Karte
Oh, doch nicht. Als Imeri endlich aufsteht und Gott sei Dank weitermachen kann, sieht auch er Gelb für seine Provokation. Sehr umsichtig vom guten Schiedsrichter Hempel.
Gelbe Karte
Okon-Engstler lässt sich auf eine Schubserei mit Imeri ein, der viel zu viel draus macht und dafür eigentlich auch verwarnt gehört. Die Gelbe sieht aber nur der Kölner.
Ein Feuer wurde in der Halbzeitpause in den Kabinen nicht entfacht. Das Spiel kommt so unansehnlich, umkämpft und, und das macht uns am meisten zu schaffen, ereignislos aus der Unterbrechung wie es hineingegangen ist. Auch die Stimmung ist irgendwie komisch und zerknirscht. Es liegt eine Schwere in der kalten Luft von Köpenick.
Beim FC herrscht Stürmermangel. Ache und Dallinga sind ja verletzt. Das merkt man. Wenn El Mala mal nicht so einen Sahnetag erwischt wie vor fünf Tagen, geht beim FC nichts. Die Alternativen heißen Mikey Moore, Heskey, Thielmann oder Waldschmidt. Sind in den vergangenen Wochen und Monaten aber auch alle nicht als Topscorer in Erscheinung getreten. Trotzdem wirkt es, als könnte es ein Spiel sein, das äußeren Einfluss benötigt, um scharf zu werden.
Ohne personelle Veränderungen beginnt der zweite Durchgang.
Union Berlin und der 1. FC Köln bieten ein Bundesligaspiel zum Abgewöhnen. Und wir müssen aufpassen, uns nicht im Sarkasmus zu verlieren. Union Berlin nutzte eine gute Anfangphase fürs frühe Tor, seitdem ist die Partie mit verteidigenden Berlinern und ideenlosen Kölnern kaltgestellt. Burcu hätte mit der zweiten Torchance der Partie fast noch nachgelegt. Die Führung der Gastgeber ist verdient, das Spiel kann aber nur besser werden.
Jetzt ist zum Glück erstmal Pause.
Gelbe Karte
Sie reichen aber für Simpson-Pusey, um sich noch Gelb abzuholen. Nach seinem eigenen technischen Fehler im Mittelfeld rennt er Haberer um und begeht damit ein taktisches Vergehen.
Die zwei Minuten, die es oben drauf gibt, wirken im ersten Moment wie reine Zeitverschwendung.
Danach hat auch Aebischer noch einen Abschluss, verfehlt aber das Tor. Das reicht aber schon, um sich diese sich anbahnende Pausenführung zu verdienen.
Aus dem Nichts: Fast das 2:0 für Union Berlin. Burcu macht es im Alleingang, dribbelt links im Halbfeld an, tankt sich mit einem Haken an Schmied vorbei und schießt aus spitzem Winkel Richtung kurzes Eck. Schwäbe reagiert sehr gut und lenkt den Ball mit einer Hand und etwas Glück an die Latte
Den folgenden Freistoß links im Mittelfeld schlägt Sosa weit in den Strafraum. Bülter leitet ihn mit dem Kopf neben das Tor weiter. Damit stellt sich das Torschussverhältnis auf ein bahnbrechendes 2:2.
Beim FC herrscht Sorge, El Mala hat da ganz schön was mitgenommen. Er muss behandelt werden und hadert mit der rauen Gangart seines Gegenspielers. Hempel spricht ihm gut zu. Mehr als Gelb war es dann auch nicht. Und Kölns Topstar kann dann auch weitermachen.
Gelbe Karte
Van den Bosch begeht nicht nur schon sein drittes Foul. Der Tritt von hinten gegen El Mala ist auch sein bislang gröbstes Vergehen. Dafür sieht der Verteidiger die erste Gelbe Karte der Partie.
Die Statistiker haben Erbarmen und erkennen den abgeblockten Sebulonsen-Schuss von rechts im Strafraum als ersten offiziellen Kölner Abschluss an. Maina hatte abgelegt. Schäfer stand nur einen Meter vor Sebulonsen und kann problemfrei blocken.
Die Berichterstattung zu diesem Spiel passt sich dem Spiel an: Sie wird ideenlos. Es gibt einfach nichts zu berichten.
Köln wirft echt Rätsel auf. Das Rätsel, wie dieses Team vor fünf Tagen fünf Tore gegen diesen Gegner schießen konnte. Daran ändert auch der Lauf von Maina frei auf Rönnow nichts. Erstens scheitert er am Keeper. Zweitens stand er im Abseits.
Van den Bosch kocht Maina 40 Meter vor dem eigenen Tor locker ab. Der Gegenangriff verdient diesen Namen dann nicht, weil auch Köhn ideenlos in Sebulonsen rennt und den Ball wieder verliert. Hier ist wirklich gar nichts los. Torschüsse? 2:0.
Gleich haben wir 30 Minuten FC-Fußball mit knapp über 55 Prozent Ballbesitz und keinem einzigen Torschuss gesehen. Man ist verleitet, andere Empfehlungen auszusprechen, als sich mit diesem lahmen und leeren Spiel zu beschäftigten.
Ein bisschen Arbeit für Richard Hempel, weil sich von den Bosch und Bülter an der linken Außenbahn in die Quere kommen. Da muss moderiert werden. Kann auch Hempel nicht schaden: Der 28 Jahre junge Referee leitet heute erst sein Bundesligaspiel und sammelt wichtige Erfahrungen. Bislang wird ihm das Tageswerk leichtgemacht.
Hat diesem Spiel jetzt nicht sonderlich gutgetan, dieses frühe Tor. Was kein Vorwurf an Union Berlin ist. Aber die gefallen sich jetzt natürlich in ihrer Rolle als massiv und kompakt verteidigendes Team. Köln kommt nicht ins Tempo, findet keine Tiefe. Und schiebt sich im leeren Raum den Ball hin und her.
Und so regiert hier gerade die Tristesse. Vor allem im Kölner Angriff, der FC wartet noch auf seinen ersten Abschluss und wirkt im Spiel nach vorne ziemlich hilflos und uninspiriert. Konkrete Szenen werden uns gerade keine geboten.
Dass Köln jetzt größere Spielanteile sammelt, davon können sich die Gäste auch nichts kaufen. Zumal Union Berlin damit einverstanden ist und sich mit der Führung im Rücken etwa fallen lässt und auf die Umschaltmomente wartet. Wohlwissend, dass Köln kein Team stellt, das den Gegner im festen Positionsspiel in Grund und Boden kombiniert.
Union Berlin bedankt sich dafür und führt ohne großen Aufwand verdient. Die Eisernen sind wesentlich schärfer und energetischer. Von einem 0:5 vor fünf Tagen ist nichts zu spüren.
Auch emotional ist das wenig, was Köln gerade liefert. Ein erstaunlich lethargischer Auftakt. Als wäre hier irgendwas im Vorbeigehen zu holen.
Der klassische Fehlstart der Kölner. Bei den Gästen geht noch gar nichts zusammen. Das Aufbauspiel ist behäbig, das Tempo ist negativ. Und in den Zweikampf ist gerade auch keiner gekommen. Vier, fünf Union-Spieler waren insgesamt gerade in den Angriff eingebunden, kein einziger spürte großen Druck.
Tor
Tooooor! UNION BERLIN - 1. FC Köln 1:0. Der FC zu passiv, Union schlägt zu: Auf der linken Seite setzt sich Burcu Richtung Grundlinie nach Köhns Pass durch und gibt auf den ersten Pfosten zu Skarke. Der macht das unmittelbar vor Schwäbe stark: Er sucht nicht selbst den Abschluss, der Winkel wäre unmöglich, sondern dreht nochmal ab, wimmelt Krauß ab und gibt in die Mitte. Und dort hält Haberer vor Sosa den Fuß rein und drückt den Ball ins Tor.
Vorlage
Vorlage Tim Skarke
Wir hangeln uns weiter von Ecke zu Ecke. Und aus der dritten im Spiel resultiert der erste Torabschluss: Die Hereingabe von der linken Seite wird in den Rückraum abgewehrt, dort holt Imeri aus. Und schießt seinen Direktschuss zwei Meter links am Kölner Tor vorbei.
Und diese Abtastphase, die läuft recht ausgeglichen und ereignislos. Union Berlin ist bemüht, die Kontrolle zu übernehmen und das Spiel vom eigenen Tor fernzuhalten. Köln kommt durch Sebulonsen zum ersten Eckball, den pflückt Rönnow sicher aus der Luft. Viel Aufregung herrscht hier noch nicht.
Fast der Raketenstart, und zwar beiderseits: Für Köln stiefelt Sebulonsen vom Anstoß weg los und dringt in den Strafraum ein, für Union Berlin ist es im direkten Gegenzug Köhn, der auf der linken Seite viel Fläche macht und gefährlich quergibt. Einen Abschluss haben beide Szenen nicht zur Folge, auch Unions ersten Eckball schenken wir uns noch. Danach beruhigt sich das Geschehen. Und wir beobachten die Abtastphase.
Anpfiff von Schiedsrichter Richard Hempel im Stadion an der Alten Försterei.
Ein Kantersieg des FC gegen Union Berlin stand insofern auch überhaupt nicht in den Büchern, als dass sich die Geißböcke eigentlich traditionell immens schwer mit der eisernen Gangart tun. Seit Union Berlin in der Bundesliga spielt, konnte Köln nur ein einziges von zwölf Spielen gewinnen und verlor satte acht Mal. Gegen keinen Verein kommt Köln in seiner Bundesliga-Historie auf einen geringeren Punkteschnitt pro Spiel (0,5).
Das Problem aus Kölner Sicht besteht jetzt nur noch darin, die Leistung auch auswärts auf den Platz zu bringen. Da stehen nach drei Bundesligaspielen bislang null Punkte, während Köln zu Hause noch ungeschlagen ist und jetzt eben auch noch diesen mitreißenden Pokalabend im Rücken hat. Seit 16 Spielen wartet der FC auf einen Auswärtssieg in der Bundesliga. Union Berlin ist aber auch längst nicht mehr die Heimmacht, die es einmal war. Ein Sieg, zwei Remis und eine Niederlage an der Alten Försterei sind ebenfalls ausbaufähig.
Für den FC dagegen war es genau das Spiel, das der längst nicht gefestigte junge Trainer Rene Wagner gebraucht hat. Ein Brustlöser, der bewies, dass Köln auch mitreißend und euphorisch kann. Allen voran mit Topstar El Mala, aber auch mit einem immer besser werdenden Linton Maina. Und einer Defensive, die erst beim schlimmen 0:0 gegen Schalke vor einer Woche erstmals seit Januar kein Gegentor kassiert hat und dann im Pokal gleich den nächsten Auftritt zu Null hinlegte.
Im Anschluss moderierten die Verantwortlichen die Pleite schonungslos, behielten aber die Fassung. Kapitän Rani Khedira sprach von einem verlorenen Faden und einem Systemabsturz, Trainer Lustrinelli von einfachen Fehlern, aber auch von einem Stolperer, der aufgearbeitet werde und auf den eine Reaktion folge. Das steht natürlich heute vor besonderer Beobachtung.
Drei Spiele ohne Niederlage nach der langen Länderspielpause und nur ein einziges Gegentor in dieser Zeit gaben Anlass zur Hoffnung, dass Mauro Lustrinelli bei seinem neuen Verein endlich angekommen ist und Union Berlin wieder das widerspenstige Union Berlin wird, das sich seit acht Jahren erstaunlich ungefährdet in der Bundesliga hält. Dann ging es zu Said El Mala und dessen entfesselte Kölner, und alles stürzte wie ein Sandhaus ein. Das 0:5 in Köln war nicht weniger als eine Schmach.
Der Wind hat sich gedreht. Köln hat ihn plötzlich im Rücken, Union Berlin bläst er jetzt voll ins Gesicht. Und auf einmal liegt der Druck nach der 5:0-Gala des Effzeh im DFB-Pokal gegen ein indiskutables Eisern Union in Ost-Berlin im Stadtteil Köpenick. Dabei wähnte sich Union Berlin doch gerade auf dem Weg der Besserung.
Beim FC herrscht weniger Bedarf für personelle Veränderungen, so ein 5:0 zu Hause gegen Union Berlin gibt Rückendeckung. Trainer Rene Wagner dreht trotzdem an zwei Stellschrauben: Sebulonsen verdrängt wieder Castro-Montes. Und Johannesson spielt für Mikey Moore, was für eine etwas defensivere Prägung spricht.
So beginnt der 1. FC Köln: Schwäbe - Sebulonsen, Schmied, Simpson-Pusey, Sosa - Okon-Engstler, Krauß - Maina, Johannesson - Bülter, S. El Mala.
Union-Coach Mauro Lustrinelli reagiert auf die 0:5-Schlappe von Dienstag gegen den heutigen Gegner im DFB-Pokal mit fünf personellen Änderungen. Für Raab steht wieder Rönnow im Tor. Und davor agieren Friedrich bei dessen Saisondebüt, Köhn, Burcu und Imeri für Querfeld, Rothe, Jeong und Gray.
So spielt Union Berlin: Rönnow - Haberer, Friedrich, van den Bosch, Köhn - Schäfer, R. Khedira - Aebischer, Burcu, Imeri - Skarke.
Herzlich willkommen in der Bundesliga zur Begegnung des 8. Spieltages zwischen Union Berlin und dem 1. FC Köln.