VfL Osnabrück - SpVgg Greuther Fürth; 2. Bundesliga
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VfL Osnabrück - SpVgg Greuther Fürth. 2. Bundesliga.
Osnatel Arena.
Hinter die Berichterstattung von dieser Partie und damit dem 9. Spieltag im Unterhaus können wir jedenfalls einen Haken setzen. Ihnen noch einen schönen Restsonntag und bis zum nächsten Mal.
Noch ein kurzer Ausblick auf die kommenden Aufgaben beider Mannschaften nächste Woche im Unterhaus: Während Osnabrück am Samstagnachmittag in Wolfsburg zu Gast ist, empfängt Fürth am Sonntag Kiel zu Hause. Im DFB-Pokal waren beide Klubs in der 1. Runde gescheitert.
Nach vier sieglosen Spielen kehrt Osnabrück also in die Erfolgsspur zurück, steht jetzt bei elf Punkten und macht einen beachtlichen Sprung auf Platz 8. Fürth dagegen muss die mit Abstand schwächste Saisonleistung - ja fast schon eine Nicht-Leistung - schleunigst aufarbeiten und fällt mit weiterhin neun Punkten auf Platz 12 zurück.
Ein Nachmittag zum Vergessen aus Sicht des Kleeblatts. Stattdessen feiert Osnabrück einen hochverdienten Heimsieg, der gar noch höher hätte ausfallen können. In einem sehr zähen ersten Durchgang machten zwei Minuten den Unterschied. Zwei unachtsame Minuten des Kleeblatts, die Osnabrück eiskalt in einen Doppelschlag ummünzte. Auch nach der Pause blieb Fürth offensiv bei xG-Werten von insgesamt 2,42 zu 0,58 viel zu harmlos und muss sich vor allem ob der Zweikampfquote von nur 43,8 Prozent selbst hinterfragen. In allen Belangen einfach zu wenig. Ganz anders dagegen ein entschlossener VfL, der durch Joker Badjie vorzeitig alles klarmachte und noch weitere Hochkaräter ungenutzt ließ.
Und so bleibt es beim 3:0 - Abpfiff!
Bei einem weiteren Umschaltmoment der Hausherren hat Meißner den Doppelpack auf dem Fuß. Zwar hält er sich im Laufduell Itter vom Leib, doch landet sein Schuss frei vor Hellstern aus halbrechten sieben Metern nur im rechten Außennetz.
Zwei Minuten werden gleich noch nachgespielt.
Auswechslung
Der letzte Wechsel jetzt auch beim VfL: Wagner darf nochmal ran und klatscht mit Jacobsen ab.
Slapstick statt 4:0. In einer Zwei-gegen-Eins-Umschaltsituation ist Faber frei durch, schiebt über halbrechts an und will im Strafraum auf Riesselmann querlegen. Will bekommt aber den Fuß dazwischen und spitzelt den Ball selbst Richtung Tor. Gegen seine Laufrichtung reagiert Hellstern noch gut und pariert mit dem Fuß.
Nach 86 Minuten muss VfL-Torhüter Krumrey einen ersten richtigen Arbeitsnachweis erbringen. Srbenys geblockter Versuch landet bei Klaus, der aus halbrechten 15 Metern ansatzlos abzieht. Im kurzen Eck muss Krumrey diesen Schuss aber auch halten und lenkt ihn mit einer Hand über die Latte.
Heuer hält aus rund 25 Metern einfach mal drauf und hätte sich diese verunglückte Direktabnahme auch sparen können.
Fürth droht jetzt komplett auseinanderzufallen. Bei einem Heuer-Fehlpass im Aufbau spritzt Gomez dazwischen und legt halblinks im Strafraum zur Mitte quer, wo Riesselmann aus zentralen zwölf Metern direkt den Fuß reinhält. Hellstern reagiert jedoch stark und entschärft im rechten Eck zur Seite.
Das hätte auch noch gefehlt: Fabers Hereingabe vom rechten Flügel wird tückisch abgefälscht und fliegt auf das kurze Eck zu. Hellstern ist aber noch rechtzeitig zur Stelle und faustet den Ball vor der Linie weg.
Auswechslung
Und auch Müller hat den Platz verlassen. Janotta übernimmt an seiner Stelle.
Auswechslung
Auf der Gegenseite zieht Schultz derweil zwei frische Joker und nimmt zunächst Münst für Riesselmann vom Feld.
Auswechslung
Letzter Wechsel beim Kleeblatt: Keller kommt auf dem linken Flügel für Pohlmann.
Tor
Tooor! OSNABRÜCK - Fürth 3:0. Deckel drauf an der Bremer Brücke. Fürths Joker Wallentowitz zeigt direkt, warum er schon länger nicht mehr gespielt hat. Eine Ecke der Gäste wird in den Rückraum geklärt und fliegt dem Kleeblatt schließlich um die eigenen Ohren. Wallentowitz erläuft den Ball als letzter Mann nahe der Mittellinie zunächst und hat auch noch Zeit. Als Badjie ihn dann anläuft, will Wallentowitz den Ball nach vorne schlagen und bleibt am Block von Badjie hängen. Badjie ist anschließend auf und davon, bleibt aus vollem Lauf frei vor Hellstern cool und trifft aus halbrechten sieben Metern flach durch die Beine des Torhüters ins Tor.
Nach der fälligen Ecke setzt Beck seinen Flachschuss im Rückraum halblinks von der Strafraumkante harmlos in die Arme von Hellstern.
Wobei sich dadurch jetzt auch vermehrt Räume für die Hausherren ergeben! Badjie nimmt den überlaufenden Faber mit, der rechts im Strafraum flach querlegt. Nahe dem Elfmeterpunkt kommt Meißner frei zum Abschluss, setzt seinen Versuch mit dem ersten Kontakt aber zu mittig auf das Tor. Hellstern muss sich kaum bewegen und lenkt den Schuss um den rechten Pfosten.
Fürth hat jetzt auf eine Dreierkette umgestellt und das Risiko deutlich erhöht. Osnabrück lässt sich fallen und will den Zwei-Tore-Vorsprung absichern.
Auswechslung
Es handelt sich sogar um einen weiteren Doppelwechsel beim Kleeblatt: Nach längerer Zeit darf auch S04-Leihgabe Wallentowitz mal wieder ran. Dehm hat Feierabend.
Auswechslung
Bei den Gästen ist dagegen Jordan komplett blass geblieben. An seiner Stelle soll Srbeny sein Glück versuchen.
Auswechslung
Beide Trainer wechseln. Aufseiten der Hausherren holt sich Kyereh zunächst seinen Sonderapplaus ab und wird in der Offensive durch Badjie ersetzt.
Eine Statistik an dieser Stelle, die eigentlich alles über dieses Spiel aussagt: Osnabrück hat bislang 61,4 Prozent der Zweikämpfe für sich entschieden. Die deutlich schärfer eingestellte Mannschaft steuert hier klar auf einen Heimsieg zu.
Bei einer Ecke der Lila-Weißen lauert Kyereh erneut hinter dem zweiten Pfosten. Diesmal zieht Münst die Hereingabe allerdings etwas zu lang und damit direkt ins Toraus.
Das Spiel hängt in der Luft. Auf eine Aufholjagd viel zu uninspirierter Mittelfranken deutet derzeit gar nichts hin.
Eine Ecke der Fürther wird in den Rückraum geköpft, wo Dehm die Kugel in der Luft annimmt und dann auch aus der Luft mit dem zweiten Kontakt Richtung Tor versendet. Jedoch deutlich zu hoch.
Osnabrück findet eine gute Abmischung, hält die Gäste vom eigenen Tor fern und weiß um die Chance, mit vereinzelten Nadelstichen den Deckel endgültig draufzumachen.
Auswechslung
Außerdem nimmt mit Sillah ein weiterer Stürmer den Platz von Appelkamp ein.
Auswechslung
Jetzt aber, die längst überfälligen ersten Wechsel beim Kleeblatt: Mit Ademi kommt ein offensiver Mittelfeldspieler für Sechser Banse ins Spiel.
Bereits zur Halbzeit mussten wir uns verwundert darüber die Augen reiben, dass Heiko Vogel aufseiten der Fürther noch immer nicht gewechselt hat. Offensiv geht schließlich gar nichts.
Nach einem Fürther Einwurf wird der Ball in der Box in den Rückraum geköpft, wo Itter bei seiner Direktabnahme zentral von der Strafraumkante volles Risiko geht und deutlich verzieht.
Das Kleeblatt scheint diese sehr kritischen Minuten zu Wiederbeginn für den Moment überstanden zu haben. Ansonsten wäre das natürlich die Vorentscheidung gewesen.
Fürth schwimmt komplett! Die fällige Ecke von der linken Seite serviert Münst hoch hinter den zweiten Pfosten, wo Kyereh völlig blank steht. Von der rechten Fünfergrenze nimmt Kyereh den Ball volley, hat das rechte Bein dabei fast schon auf Kopfhöhe und knallt seine artistische Direktabnahme gegen die Latte.
Schon wieder Osnabrück! Nach Steilpass von Kyereh wird Münst am linken Fünfereck im allerletzten Moment von Blank abgegrätscht.
Auch die Ecke im Anschluss ist nicht ohne. Im Zentrum kommt Jacobsen aus acht Metern zum Kopfball, bekommt aber nicht genügend Druck drauf. Hellstern ist zur Stelle und packt im linken Eck sicher zu.
Direkt der VfL! Kyereh fackelt nicht lange, nimmt sich aus halblinken 22 Metern ein Herz. Sein strammer Flachschuss setzt unmittelbar vor Hellstern noch tückisch auf, der aber stark reagiert und die Kugel um den langen Pfosten lenkt.
Derweil bleiben offensiv blasse Fürther zu Wiederbeginn personell unverändert - sehr interessant. Der zweite Durchgang läuft.
Auswechslung
Aufseiten der Hausherren hat man die Halbzeitpause für den ersten Wechsel in diesem Spiel genutzt. Kammerbauer hat in der ersten Hälfte Gelb gesehen und ist wohl als Vorsichtsmaßnahme in der Kabine geblieben. An seiner Stelle ist jetzt Faber neu dabei.
Die ersten 36 Minuten hätten wir uns auch sparen können: Eine zähe Angelegenheit, bei der abwartende Osnabrücker für den einzigen Höhepunkt sorgten und nach einem stark ausgespielten Umschaltmoment durch Münst am Pfosten scheiterten (24.). Dann aber die womöglich spielentscheidenden zwei Minuten: Weil Fürth die Restverteidigung komplett vernachlässigte, stach Kyereh eiskalt zu. Kurz darauf leistete sich das Kleeblatt einen folgenschweren Ballverlust im Aufbau und lag plötzlich 0:2 hinten. Bei xG-Werten von 1,53 zu 0,26 blieb Fürth offensiv trotz 55 Prozent Ballbesitz viel zu harmlos und muss sich nach der Pause deutlich steigern.
Halbzeit an der Bremer Brücke.
Nach der fälligen Ecke von links rollt der Ball in den Rückraum, wo Dehm halbrechts von der Strafraumkante direkt abzieht und das rechte Eck mit seinem Gewaltschuss um gut zwei Meter verfehlt.
Jetzt aber die bislang beste Chance für Fürth! Klaus leitet gut ein, legt halbrechts am Sechzehner zur Mitte quer, wo Pohlmann den Ball bei seiner Direktabnahme nicht richtig trifft. Die Kugel rollt aber noch weiter zu Jordan, der nach der Ballannahme zu sehr nach außen abkommt und aus halblinken acht Metern von Müller auf Kosten einer Ecke abgegrätscht wird.
Einmal also die Restverteidigung komplett vernachlässigt, und zwei Minuten später zu großes Risiko im Spielaufbau genommen. Und weil Fürth offensiv harmlos bleibt, hat der VfL die Weichen mit diesem Doppelschlag klar auf Sieg gestellt.
Der Treffer am Fuß von Will war in dieser Szene unstrittig. Doch auch der VAR sieht keinen Grund zum Eingreifen - das Tor zählt also.
Tor
Tooor! OSNABRÜCK - Fürth 2:0. Der schnelle Doppelschlag! Als letzter Mann wird Will im Aufbau vor dem Sechzehner unter Druck gesetzt und vom Ball getrennt. Zwar erwischt Jacobsen dabei auch den Fuß des Fürthers, doch Hasmann lässt laufen. Und dann hat der VfL leichtes Spiel: Halblinks im Strafraum legt Kyereh uneigennützig auf Meißner quer, der sich bedankt und aus elf Metern ins verwaiste Tor einschiebt.
Vorlage
Vorlage Daniel-Kofi Kyereh
Tor
Tooor! OSNABRÜCK - Fürth 1:0. Bei seinem Startelfdebüt in dieser Saison bringt Kyereh den VfL in Führung. Ausgangspunkt ist ein Ballverlust von Klaus tief in der gegnerischen Hälfte. Gomez fängt den unpräzisen Querpass ab, richtet den Blick sofort nach vorne und schlägt den Ball lang. Vor der Mittellinie lässt Meißner mit dem ersten Kontakt nach innen zu Kyereh klatschen, der gegen weit aufgerückte Fürther plötzlich durchbricht. Kyereh ist nicht mehr aufzuhalten, bleibt frei vor Hellstern cool und schiebt den Ball halbrechts von der Strafraumkante flach ins lange Eck.
Vorlage
Vorlage Robin Meißner
Nach längerer Zeit mal wieder das Kleeblatt: Klaus nimmt auf der rechten Halbspur Tempo auf, lässt Wiemann mit einem lässigen Beinschuss stehen und will dann vor dem Sechzehner vertikal auf Jordan durchstecken. Aber einen Tick zu steil, sodass Krumrey im Fünfer sicher vor Jordan zupackt.
Und so ist das hier eben die zähe Angelegenheit, die man fast schon erwarten konnte. Wobei es immerhin nicht an Intensität mangelt und in den Zweikämpfen nicht zurückgezogen wird.
Seit dem Pfostentreffer von Münst sind die Hausherren etwas mutiger. Fürth tut sich schwer und kommt in Ballbesitz derzeit nicht über das Mittelfeld hinaus.
Gelbe Karte
Nach einem tiefen Ballgewinn der Fürther schiebt Appelkamp im Zentrum an. Kammerbauer kommt nicht hinterher, packt vor der Mittellinie von hinten kurz zu und sieht für dieses taktische Foul die erste Gelbe Karte in diesem Spiel.
Nach der fälligen Ecke von rechts schraubt sich Müller im Zentrum im Rücken von Will hoch, aus neun Metern drückt er seinen harmlosen Kopfball direkt in die Arme von Hellstern.
Nach Kyereh-Ablage flankt Gomez von der linken Sechzehnergrenze an den zweiten Pfosten, wo Itter richtig steht und vor Beck zur Ecke klärt.
Nicht umsonst hat Heiko Vogel vor der Umschaltstärke der Hausherren gewarnt. Mit ihrer ersten Annäherung wären die Lila-Weißen um ein Haar in Führung gegangen.
Aus dem Nichts die Riesenchance für Osnabrück! Den ersten Ansatz einer Umschaltsituation spielen die Hausherren klasse aus, Meißner schiebt entlang der rechten Außenbahn an und spielt aus dem Halbfeld tief diagonal in den Lauf von Gomez. Halblinks im Strafraum könnte der US-Amerikaner selbst schießen, legt stattdessen mit dem ersten Kontakt quer. So darf der nachgerückte Münst auf Höhe des zweiten Pfosten aus acht Metern frei vor Hellstern abschließen und schiebt die Kugel an den rechten Pfosten.
Während man der Spielvereinigung zumindest die Bemühungen nicht absprechen kann, kommt von Osnabrück offensiv noch gar nichts.
Appelkamp schnappt sich vor dem Sechzehner den zweiten Ball, lässt ihn mit der Brust nach vorne tropfen und hält aus 18 Metern halbvolley drauf. Sein Versuch wird aber bereits an der Strafraumkante geblockt.
Das Kleeblatt macht also das Spiel, steht inzwischen bei 59 Prozent Ballbesitz. Mehr als einen bereits im Ansatz geblockten Distanzschuss von Klaus hat die kompakte VfL-Defensive aber nicht zugelassen.
Das gleiche Spielchen nochmal: Die nächste Pohlmann-Ecke von links kommt etwas früher runter. Im Torraum behalten die Hausherren allerdings die Lufthoheit und können klären.
Pohlmann holt auf der linken Seite die erste Ecke heraus und serviert diese anschließend mit ganz viel Effet nicht nur Richtung Tor, sondern direkt auf das Tordach. Krumrey muss nicht eingreifen.
Nach Pohlmann-Ablage flankt Itter vom linken Flügel nach innen, wo Appelkamp den Ball vor dem ersten Pfosten unter Druck nicht kontrollieren kann und ins Toraus verspringen lässt.
Heißt also auch, dass die Lila-Weißen auch heute dem Gegner das Spiel überlassen. In der Vergangenheit tat sich das Kleeblatt gegen tief stehende Mannschaften sehr schwer - es droht eine zähe Angelegenheit.
In diesen Minuten zieht Fürth das Spiel zunehmend an sich, arbeitet zumindest am Ballbesitzwert und steht in dieser Hinsicht bei 55 Prozent.
Die Anfangsphase gestaltet sich sehr umkämpft und ist von vielen Ungenauigkeiten auf beiden Seiten geprägt.
Glück für Gomez. Im Aufbau spielt der US-Amerikaner von links einen sehr riskanten Querpass ins Zentrum, den Pohlmann nur haarscharf verpasst.
Abseits des Balles läuft Meißner Gegenspieler Heuer um, der sich an der Nase weh getan hat. Kurz geschüttelt, geht es für Heuer aber schnell wieder weiter.
Aus dem rechten Halbfeld flankt Kammerbauer etwas zu weit in die Box und findet mit seiner Hereingabe keinen Abnehmer.
Osnabrück geht in den Anfangssequenzen hoch drauf, stört das Kleeblatt früh im Aufbau und wirkt scharf eingestellt.
Wir sind so weit, Osnabrück hat angestoßen.
Geleitet wird die Partie von Justin Hasmann, der dabei von Benedikt Kempkes und Marco Achmüller an den Seitenlinien assistiert wird. Vierter Offizieller ist Cengiz Kabalakli, vor den Bildschirmen bilden Patrick Alt und Markus Wollenweber das VAR-Duo.
Osnabrück konnte nur zwei der letzten acht Zweitligaduelle mit der SpVgg Fürth für sich entscheiden (2U, 5N), darunter allerdings das jüngste Duell im April 2024 (zu Hause mit 2:0). Durch die gemeinsame Vergangenheit beider Trainer dürfte Schultz heute wahrscheinlich besonders motiviert sein. Im Mai 2023 holte Vogel damals in der Funktion als Sportdirektor Schultz als "absolute Wunschlösung" in die Schweiz zum FC Basel, nur um ihn nach einem verpatzten Saisonstart und zehn Spielen wieder zu entlassen.
Die Umschaltstärke also. Hält Osnabrück an seiner abwartenden Spielweise mit dem durchschnittlich geringsten Ballbesitzwert der Liga (42 Prozent) fest, ist man auf diese Umschaltstärke auch angewiesen. In Bielefeld war davon aber nicht viel zu sehen, und auch im letzten Heimspiel gegen Dresden (1:1) war der Spielvortrag dünn. Nach vier sieglosen Spielen in Folge (2U, 2N) erwartet Schultz heute "ein Spiel auf Augenhöhe". Damit vorne wieder mehr geht, müsse man sich auch mal "im offensiven Eins gegen Eins durchsetzen".
Nach dem Beinahe-Abstieg und dem XXL-Umbruch im Sommer zeigte das Kleeblatt früh die ersten guten Ansätze - die sich jedoch zu wenig in Ergebnissen widerspiegelten. Im letzten Auswärtsspiel war Fürth der Hertha sogar überlegen, stand am Ende dennoch mit leeren Händen da (1:2). Gegen Braunschweig konnte man sich endlich belohnen und fuhr nach vier sieglosen Spielen (2U, 2N) den zweiten Dreier ein. Um heute nachzulegen, fordert Vogel mit Blick auf die Umschaltstärke des VfL ein Spiel mit "defensivem Gewissen".
Zum Abschluss des 9. Spieltags sind in der 2. Liga am Sonntag traditionell noch drei Partien offen. Hier an der Bremer Brücke kommt es dabei zum Duell zwischen zwei Tabellennachbarn. Während die Gäste aus Fürth mit neun Zählern auf Platz 10 liegen, lauert Osnabrück direkt dahinter mit acht Punkten auf Platz 11 - punktgleich mit fünf weiteren Mannschaften und damit auch dem Relegationsplatz. Auf dem Papier ist ein Favorit nur schwer auszumachen, die jüngste Form spricht aber tendenziell für das Kleeblatt.
In einem über weite Strecken ausgeglichenen Heimspiel gegen Braunschweig war das Kleeblatt vergangene Woche in allen Belangen einen Tick entschlossener und gewann auch verdient 2:0. Heiko Vogel nimmt heute ebenfalls zwei Wechsel vor und muss zunächst auf den Ausfall von Reich (muskuläre Probleme) reagieren, der rechts hinten durch Dehm ersetzt wird. Außerdem erhält im Angriff Startelfdebütant Jordan den Vorzug vor Sillah (Bank).
Und hier die Aufstellung der Gäste aus Fürth: Hellstern - Dehm, Heuer, Blank, Itter - Banse, Will - Appelkamp, Pohlmann - Klaus, Jordan.
In einem Nachbarschaftsduell auf dürftigem Niveau investierte der VfL letzte Woche einfach zu wenig und musste trotz Führung eine verdiente 1:2-Niederlage in Bielefeld hinnehmen. Im Vergleich dazu nimmt Timo Schultz heute zwei personelle Änderungen vor und beordert Münst sowie Kyereh neu in seine Startelf. An ihrer Stelle müssen Flach und Badjie zunächst auf der Bank Platz nehmen.
Widmen wir uns zunächst dem Personal und beginnen mit der Aufstellung der Hausherren: Krumrey - Fabinski, Müller, Wiemann - Kammerbauer, Münst, Jacobsen, Gomez - Beck, Kyereh - Meißner.
Herzlich willkommen in der 2. Bundesliga zur Begegnung des 9. Spieltages zwischen dem VfL Osnabrück und der SpVgg Greuther Fürth.