1. FC Köln - FC Schalke 04; Bundesliga
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1. FC Köln - FC Schalke 04. Bundesliga.
RheinEnergieStadion.
Das wars an dieser Stelle. Um 18:30 Uhr machen wir weiter mit der Bundesliga, wenn Borussia Dortmund zu Hause gegen Eintracht Frankfurt spielt. Vielen Dank für das Interesse und bis dahin!
Somit bleiben einzig die fiesen und blutigen Verletzungen von El-Faouzi und Gosens in Erinnerung, die nach ihrem Unfall im ersten Durchgang hoffentlich schnell wieder gesund werden und nicht zu große bleibende Schäden davongetragen haben. Ein Ausfall der beiden am Mittwoch im DFB-Pokal bei Dynamo Dresden wöge schwer, danach geht es für Schalke, derzeit Sechzehnter, gegen RB Leipzig. Köln ist für den Moment Elfter und spielt jetzt zwei Mal gegen Union Berlin.
Das war trist. Die vielen Fans, die sich ins Stadion gesetzt haben, dürfen bemitleidet werden. Ihnen wurde vor allem im zweiten Durchgang ein sehr schwacher Bundesligakick ohne Esprit und Kreativität geboten. Torchancen gab es kaum, mehr als Ansätze waren es meistens nicht. Mit viel Wohlwollen haben wir den FC etwas näher am Treffer gesehen, das 0:0 ist aber das einzig logische Ergebnis für diese uninspirierte und abgekämpfte Angelegenheit.
Die Ränge leeren sich längst. Ein paar sind geblieben, um zu pfeifen. Machen wir besser Schluss.
Beide Spieler werden kaum anschwitzen. Die Nachspielzeit beträgt nur zwei Minuten. Auch das: passt. Hier war im zweiten Durchgang überhaupt nichts mehr los.
Auswechslung
Schmied spielt für den von Krämpfen geplagten Lochoshvili.
Auswechslung
Thielmann kommt für Maina.
Gelbe Karte
Die vielen Gelben Karten für Unsittlichkeiten passen zu diesem niveauarmen Spiel. Kurucay blockt einen Abschlag von Schwäbe und sieht dafür die Verwarnung.
Hwang und Adamu sind in der Abwesenheit von Dzeko und Karaman bemüht, beide sind trickreich und schnell, harmonieren stellenweise ganz gut miteinander, der letzte Punch und das Entscheidende, die Torgefahr, kommt aber beiden ab. Jetzt bleibt ein Steckpass von Hwang zum Sturmpartner stecken.
Lucky-Punch-Zeit. Erinnerungswürdig wird dieses Spiel nicht mehr. Außer für die bemitleidenswerten El-Faouzi und Gosens.
Gelbe Karte
Dann sieht auch Vitalie Becker die Gelbe Karte. Auch hier, weil er mit unsportlichen Mitteln das Spiel verzögert. Er wirft einen Ball ins Spiel, dabei hat Schwäbe längst einen für seinen Abstoß.
Gelbe Karte
Lochoshvili sieht Gelb, weil er den Ball für einen Schalker Freistoß im Mittelkreis nicht freigibt.
Auswechslung
Außerdem spielt Okon-Engstler jetzt für Krauß.
Auswechslung
Heute also doch kein El-Mala-Familientreffen auf dem Rasen. Said muss runter, Reigan Heseky kommt rein.
Was kommt von Schalke? Eine kleine Druckphase, die einem langen Einwurf von Bachmann entspringt. Auch eine folgende Flanke von Bachmann ist ganz gut, danach sichert Schalke abermals den Ball und Tanaka setzt sich auf der Grundlinie gewieft gegen den überstürzten Lochoshvili durch und schießt dann frech aus quasi nicht existentem Winkel. Er trifft damit sogar den Außenpfosten. Schwäbe wirkt, direkt am Pfosten stehend, durchaus überrascht.
Wäre Waldschmidt der Torjäger, der er mal war oder den viele in ihm mal sahen, hätte er diesen freien Schuss mit Killerinstinkt unters Tordach genagelt. So aber ist das zu wenig. Und das Spiel sowie seine Rolle in Köln bleiben Stückwerk.
Aus dem Nichts fällt fast das ersehnte Tor. Nicht, weil wir so für den Effzeh sind, sondern weil es das längst schwache Spiel noch retten könnte. Bülter geht einem guten langen Ball von Johannesson nach dem Stellungsfehler von Timo Becker nach und will den Ball über den rausstürzenden Karius hinwegspitzeln. Karius ist dran, der Ball rollt aber Waldschmidt vor die Füße. Karius ist aus dem Spiel, Waldschmidt bleibt mit seinem Schuss aus 16 Metern aber an Becker hängen.
Gelbe Karte
Die folgende Ecke verendet im Offensivfoul, da war der Ball gerade mal den Bruchteil einer Sekunde in der Luft. Im Anschluss sieht Dina Ebimbe Gelb, weil er sich mit El Mala gestritten hat. Nicht zu erkennen, worum es da ging.
Hwang und Aouchiche spielen das schön auf der rechten Seite, am schönsten wird es dann, als Aouchiche mit der Sohle zurücklegt. Zum nachrückenden Dina Ebimbe, der die Kugel von rechts im Strafraum ins lange Eck legen will. Aber am blockenden Simpson-Pusey hängen bleibt.
Auswechslung
Vielleicht bringt Waldschmidt was rein. Er kommt für Moore, der nicht sehr zufrieden mit sich wirkt. Es ist mehr drin beim jungen Leihspieler aus Tottenham als die einzelnen Anläufe.
Schalke gibt sich mit dem Spiel zufrieden, kann es auch, das 0:0 wäre in Ordnung. Köln fällt nichts ein, wie der Abwehrblock geknackt werden könnte. Es dümpelt.
Die erste Halbzeit war ja schon dünn, trotzdem war da noch mehr los. Da müssen wir vom Fernschuss von Bülter schon von einem echten Aufreger sprechen. Der kommt aus 24 Metern und tickt in die Arme von Karius. Kölns dritter Schuss aufs Tor, der erste im neuen Durchgang.
Moore stiehlt den Ball, dribbelt quer um den Sechzehner und schießt, Katic blockt zur Ecke. Die schlägt Sosa von der rechten Seite rein. Auf die Fäuste von Karius. Den zweiten Ball bekommt Johannesson nicht scharfgestellt und Schalkes Umschaltspiel versandet. Mehr ist hier gerade nicht los.
Und so ist gerade die spannendste Frage, wen FC-Coach Wagner gleich mal reinwirft, um das Spiel zu beleben. Mit Waldschmidt, Thielmann oder dem neuen Heseky hat er durchaus Kandidaten zur Verfügung, die Energie reinbringen können. Dazu gehört auch Malek El Mala, der heute erstmals im Profikader des FC spielt und sich seinen Traum, einmal mit seinem jüngeren Bruder Said für Köln auf dem Platz zu stehen, erfüllen könnte.
Aber Schalke macht das echt gut, hält das Spiel klein und unaufgeregt und nimmt auch dem Stadion ein bisschen seine Energie. Köln wirkt lethargisch und stellenweise planlos. Torgefahr strahlt hier gerade keine aus.
Fast könnte sich Bachmann auf machen, um es zu schießen. Sein Zweikampf gegen Lochoshvili am rechten Seitenrand wird aber abgepfiffen. Da hat Lochoshvili, hat Köln, durchaus etwas Glück. Das kannst du auch laufen lassen.
0,5 zu 0,3 xGoals übrigens im ersten Durchgang, das unterstreicht unseren Gesamteindruck ganz gut. Wer hier das erste Tor schießt, hat eine sehr gute Chance, das Spiel zu gewinnen.
Auf der anderen Seite der nächste Anlauf von El Mala. Aber den Schuss aus 20 Metern lässt Karius bewusst an seinem Tor vorbeirollen.
Es scheinen ganz gute Worte gefunden worden zu sein. Es ist kein Bruch im Schalker Spiel zu erkennen, die Gäste fallen keineswegs ab. Und kommen stattdessen jetzt durch Dina Ebimbe zum nächsten Abschluss. Der schießt nach einem Gestocher im Strafraum aus weiter Distanz direkt und verfehlt das Tor damit deutlich.
Wir sind wirklich neugierig, welche Worte Muslic in der Knappenkabine gefunden hat. Es geht darum, das Team neu einzustimmen. Erstmal mental nach dem Ausfall ihrer zwei Kollegen. Und sportlich. Mit El-Faouzi und Gosens fallen schließlich zwei sportliche Säulen aus im sowieso schon gebeutelten Team, die gut im Match waren.
Keine Minute rum, da flankt Aouchiche nach einem abgewehrten langen Ball von der linken Seite halbhoch vors Tor. Adamu taucht ab und lässt den über den Scheitel gleiten. Und zwingt Schwäbe damit zu einer wichtigen und guten Tat. Katic verpasst den Abstauber.
Ohne weitere personelle Veränderungen geht es in den zweiten Durchgang.
Köln und Schalke liefern sich das erwartete Kampf- und Krampfspiel, dass es allerdings auch im wahrsten Sinne des Wortes blutig wird, hat sich natürlich keiner gewünscht. Nach dem schweren Zusammenprall zwischen El-Faouzi und Gosens heißt es Daumen drücken für den Gesundheitsstand der beiden Schalker. Sportlich war das Match bis dahin ausgeglichen und offensiver geprägt als gedacht, wenn die Chancen auch nicht riesig waren. Und danach recht eingefroren. Wobei El Mala noch die beste Chance des Spiels vergab, wodurch Köln der Führung näher war.
Halbzeit.
Die größte Chance im Spiel sehen wir kurz vor der Pause: Bachmann spielt einen schlampigen Rückpass, Timo Becker kann da nicht viel retten, darf die Kugel aber trotzdem nicht so an die störenden Maina und El Mala verlieren. Maina ist links dann frei durch und geht zur Grundlinie, legt zurück, aber nicht sauber. Er spielt halbhoch auf den Oberschenkel von El Mala. Und von dort springt die Kugel übers Tor.
Köln spielt die lange Nachspielzeit jetzt runter, ohne torgefährlich zu werden. Schalke will nur in die Kabinen und muss sich dort neu sortieren.
Gelbe Karte
Den folgenden Eckstoß führt Köln kurz aus. Und dass mit Krauß unmittelbar danach ein Kölner eine Gelbe Karte sieht, beschreibt am besten, wie gut das funktioniert. Taktisches Foul.
Das war gut gespielt von den Kölnern: Bülter wird mit einem tiefen Pass links im Sechzehner gefunden und legt für Moore ab. Der schießt direkt, wird aber von Katic geblockt.
Acht Minuten, dann geht es in die Kabinen.
Das Spiel läuft wieder. Sechs, sieben Minuten lang hat diese Spielunterbrechung angedauert. Es liegt ein Schatten über dem Spiel. Fraglich, ob es trotz der langen Nachspielzeit, die uns bevorsteht, nochmal Fahrt aufnimmt vor der Pause.
Auswechslung
Und Becker übernimmt für Gosens.
Auswechslung
Bachmann kommt für El-Faouzi.
El-Faouzi und Gosens sehen beide schwer ramponiert aus. Als hätten sie sich im Boxring getroffen. Beide haben den Turban um, beide stehen sichtlich neben sich und können sich in ihren blutverschmierten Trikots kaum auf den Beinen halten. Aber sie schaffen es immerhin ohne Tragen vom Feld.
Die medizinische Betreuung der Schalker gerät personell an ihre Grenzen, die Kölner helfen aus, es müssen zwei schwerer verletzte Patienten behandelt werden. Auf der Schalker Bank breiten sich Sorgen aus. Das ist echt eine üble Szene. Eine lange Nachspielzeit ist uns gewiss.
Ein Highlight der bösen Art: El-Faouzi und Gosens gehen beide an der Mittellinie mit Blick zum Ball zum hoch auftickenden Spielgerät. Und prallen dann böse mit den Köpfen aneinander. El-Faouzi erwischt es an der Nase, Gosens am Hinterkopf. Beide Spieler bluten sofort stark.
Rund um diese gute El-Mala-Chance befindet sich das Spiel aber gerade in einer Ruhephase. Es wird viel gearbeitet, aber wenig Produktives und Zielgerichtetes auf die Beine gestellt. Die Kölner haben ein bisschen mehr vom Spiel. Schalke hält einsatzfreudig dagegen.
Ein langer Ball von Simpson-Pusey aus der Abwehrkette wird plötzlich gefährlich, weil sich Gosens vom rempelnden El Mala abkochen lässt. Osmers lässt das durchgehen, El Mala ist rechts im Sechzehner frei. Und schießt den auftickenden Ball aus der Luft weit drüber. Da fehlt die Ruhe im Abschluss, da war so viel mehr drin.
Die Fehler werden nicht weniger. Jetzt reiht sich auch Schwäbe ein und spielt einen Abschlag ohne Not ins Aus. Danach führt ein Kölner Abspielfehler zu einem Eckball, den Schalke ungestraft lässt.
Das jetzt aber erstmal ruht: Maina will einen freien Ball aufnehmen und fährt dafür den Fuß aus, El-Faouzi ist aber auch da, spitzelt den Ball weg und trifft dann Maina. Das ist kein Foul, aber trotzdem schmerzhaft. Maina muss behandelt werden und darf erst nach kurzer Pause das Spielfeld wieder betreten.
Die Anfangsphase ist rum und bot mehr Szenen, als wir das befürchtet hatten. Ein Tor wäre auf beiden Seiten möglich gewesen, wenn auch viel mit dem Zufall zusammenhängt. Es ist offen und ausgeglichen, die Stimmung natürlich sowieso blendend. Es ist das erwartete Duell auf Augenhöhe.
Und weiter die Knappen: Aouchiche findet mit seinem Steilpass noch gerade so Adamu, der die Kugel von der Grundlinie kratzt und in den Rückraum gibt. Dort findet sie über Umwege El-Faouzi, der zu hektisch abschließt und das Tor nicht trifft.
Rumpelfußball durch und durch, schon, aber durchaus Szenen, die ein Tor hergeben könnten: Gosens, El-Faouzi und Aouchiche stolpern sich über die linke Seite, El-Faouzi gibt dann nach innen und findet auf Höhe des ersten Pfostens den Fuß des eingerückten Aouchiche. Der schießt knapp kurzen Eck vorbei.
Köln nutzt die Szene, um Schwung auf- und das Publikum mitzunehmen. Karius muss den nächsten Ball parieren, als Johannesson aus der Distanz draufhält. Und den Abpraller feuert diesmal El Mala mit viel Risiko recht weit am Tor vorbei.
Tor für Köln? El Mala dribbelt links im Sechzehner, schafft es gegen drei Gegenspieler und schießt. Karius pariert, wehrt aber nur nach vorne ab und rennt dann recht orientierungslos ins Leere beim Versuch, die Szene zu retten. Seine Vorderleute um Kurucay stellen sich auch nicht besser an, stattdessen ist Bülter dran, spielt auf Johannesson, der schiebt ins leere Tor ein. Steht aber im Abseits.
Die Einwurfschleuder wird erst zur Kerze verarbeitet, dann zur Ecke. Souverän verteidigt ist anders. Gosens dann mit der Ecke. Und die köpft Katic unter Bedrängnis knapp am Tor vorbei.
Ballverluste noch und nöcher prägen das Bild. Dann schaltet Hwang nach einem solchen mal schnell und steckt für Adamu durch, der ist plötzlich rechts im Strafraum frei. Und kann von Simpson-Pusey noch gerade so geblockt werden.
1:1 nach Zufallsprodukten: Sosa flankt scharf von der linken Seite. Karius rückt raus und steht bereit zum Abfangen, Bülter ist noch weit weg. Doch vor Karius geht Kurucay plötzlich in den Ball rein, begeht den Querschläger und hämmert die Kugel fast ins eigene verwaiste Tor.
Immer eine gute Idee: Gebt El Mala dem Ball. Der zieht links am Strafraum sein erstes Dribbling auf, kommt fast durch. Aber eben nur fast. Letztlich klärt Becker ins Seitenaus.
Dina Ebimbe mit der Flanke hinters Tor, danach baut Köln kurz auf, Schwäbe auf Simpson-Pusey, dessen Pass wird von Gosens ins Seitenaus gelenkt. Und fünf Sekunden nach dem Kölner Einwurf rollt der Ball auf Karius zu, der ihn weit nach vorne wegschlägt. Hier ist mal ordentlich Sand im Getriebe.
Wäre also ein Glückstor gewesen, war aber durchaus auch Glück für Köln, dass das nicht gefallen ist. Mit der ersten Szene früh in Rückstand geraten, ist wirklich das letzte, was du gegen diese kampf- und einsatzfreudigen Schalker erleben willst. Aber auch in der Folge wirkt Kölns Spiel nicht wirklich standfest. Vieles ist ungenau, viele Fehler prägen das Bild.
Und was gehört da so dazu? Stocherszenen. Wie jetzt von Gosens, der gegen den schläfrigen Sebulonsen nachsetzt und links neben dem Sechzehner den Ball zurückgewinnt. Gosens spielt dann in den Sechzehner, Aouchiche verstolpert, Krauß kann nicht klären und der Ball springt El-Faouzi an die Stelzen und springt nur knapp links am Tor vorbei.
Was dürften wir erwarten? Tief stehende Schalker. Ball führende Kölner. Die Mühe haben könnten, den tiefen Block zu knacken. Mal schauen, wie viel Platz El Mala hinter der Kette für seine Läufe und Dribblings bekommt. Aber im Großen und Ganzen steht hier ganz klar Kampf- und Einsatzspiel auf dem Spieltagsflyer.
Die Hymne klingt aus, der Anpfiff ertönt. Harm Osmers gibt das Spiel frei.
Köln gegen Schalke sind solche Traditionsduelle, die unterstreichen, wie gut es der Bundesliga tut, dass Klubs wie der aus Gelsenkirchen wieder dabei sind. Die wuchtige Begegnung bringt aber auch Brisanz mit: Beide Fanlager pflegen eine tiefe und beiderseits eifrig ausgelebte Rivalität, weil die Kölner den auf Schalke so verhassten Dortmundern nahestehen. Polizei und Vereine in der Domstadt sind auf der Hut. Während die Teams auf dem Rasen versuchen werden, die Energie zu ihren Gunsten zu nutzen.
Nicht nur gegen Mainz hat Schalke verloren, zuvor ging auch schon das Auswärtsspiel beim Hamburger SV in die Hose. Fünf Punkte hat S04 erst, jeder einzelne davon musste hart erkämpft werden. Schalke hat aber eben auch erst drei Mal verloren und bewies längst, wie schwer es zu knacken ist. Auch heute wird Königsblau wieder tief stehen, auf jeden zweiten, dritten, vierten Ball rennen. Um irgendwie sein Glück zu erzwingen.
Das gilt natürlich auch für Schalke 04. Die Knappen haben nach nach dem "bislang schlechtesten Spiel in dieser Saison" zuletzt gegen Mainz 05 beim 0:1 herbe enttäuscht. Nicht unsere Worte, sondern die von S04-Kapitän Kenan Karaman. Ausgerechnet dieser Karaman, der nicht um den heißen Brei herumspricht und vorangeht, fehlt seinem Team heute. Auch Maximiliam Wöber hat sich unter der Woche verletzt, dazu fehlen Sylla, Schallenberg und Ljubicic weiterhin. Das ist viel Startelf- und Leistungsträgerpotenzial, auf das Muslic gerade verzichten muss.
Vieles steht und fällt aber auch mit der heute beginnenden Saisonphase: acht Tage, drei Spiele, zwei davon zu Hause. Schalke, gegen Union Berlin im Pokal und bei Union Berlin in der Liga. Das klingt alles mehr nach Wadenkrampf als nach Zauberfußball. Aber es sind Spiele, in denen sich Köln mindestens auf Augenhöhe sieht. In denen Punkte und Siege erkämpft werden können. Und in denen die Richtung für den weiteren Saisonverlauf vorgegeben wird.
Sieben Punkte hat der Effzeh bislang in dieser geholt - und zwar alle zu Hause. Köln will zur Heimmacht werden, dieses Ziel hat Coach Wagner persönlich ausgerufen, mit den Siegen gegen Hoffenheim und Gladbach und dem unglücklichen Remis gegen den SV Werder befindet sich sein Team auf einem guten Weg dahin. Auch heute rechnet sich der Klub etwas aus.
Auch Schalke 04 verlor am letzten Spieltag, auch hier hieß es 0:1, der Gegner allerdings Mainz 05 und es wurde zu Hause gespielt. Trainer Miron Muslic nimmt im Vergleich dazu Kenan Karaman und Edin Dzeko raus, beide sind verletzt, Dzekeo zumindest im Kader, auch Gantenbein geht auf die Bank. Es spielen stattdessen Junior Dina Ebimbe, Hwang Hee-Chan und Junior Adamu.
So beginnt Schalke 04: Karius - T. Becker, Katic, Kurucay - Gantenbein, El-Faouzi, Tanaka, Gosens, Adamu, Aouchiche - H.-C. Hwang.
Der 1. FC Köln verlor letzte Woche Freitag mit 0:1 bei Eintracht Frankfurt, obwohl die erste Halbzeit noch ganz gut. Die zweite dann aber nicht mehr. Trainer Wagner hat nicht viele Möglichkeiten, personell umzustellen, vor allem in der Abwehrkette ist die Personaldecke dünn, vorne fehlen die Stürmer Ache und Dallinga. So notieren wir nur einen Startelfwechsel, der ist nicht positionsgetreu: Mikey Moore spielt für Joel Schmied. Malek El Mala, der ältere Bruder von Said, steht erstmals im Profikader des FC.
So spielt der 1. FC Köln: Schwäbe - Sebulonsen, Simpson-Pusey, Lochoshvili, Sosa - Johannesson, Krauß - Maina, Moore, S. El Mala - Bülter.
Herzlich willkommen in der Bundesliga zur Begegnung des 7. Spieltages zwischen dem 1. FC Köln und dem FC Schalke 04.