Karlsruher SC - 1. FC Heidenheim; 2. Bundesliga
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Karlsruher SC - 1. FC Heidenheim. 2. Bundesliga.
BBBank Wildpark.
Damit können wir einen Haken hinter diese Partie machen. Mit der 2. Liga geht es bei uns morgen wieder weiter, wenn ab 13:30 Uhr unter anderem St. Pauli zum Heimspiel gegen Nürnberg lädt. Ihnen noch eine gute Nacht und bis zum nächsten Mal!
Noch ein kurzer Ausblick auf die kommenden Aufgaben beider Mannschaften nächste Woche im Unterhaus: Während der KSC am Sonntag in Bochum zu Gast ist, empfängt Heidenheim parallel Hannover zu Hause.
Der KSC feiert also den zweiten Heimsieg in Folge, macht dadurch die jüngste Auswärtsklatsche in Magdeburg vergessen. Heidenheim bleibt derweil zum vierten Mal in Folge sieglos und kann im Vergleich zu den Vorwochen heute auch nicht mehr auf einer ordentlichen Leistung aufbauen. In der Tabelle macht der KSC mit jetzt elf Punkten einen großen Sprung auf Platz 11, Heidenheim bleibt dagegen vier Zähler davor Tabellensechster.
Ein unterhaltsamer Fußballabend im Wildparkstadion endet mit einem hochverdienten Heimsieg für den KSC. Gerade im ersten Durchgang waren die Badener klar überlegen, entschieden gefühlt jeden Zweikampf für sich, liefen insgesamt sieben Kilometer mehr und hätten neben dem Führungstor von Civeja noch mehr aus ihren Chancen machen können. Zwar ging es nach der Pause nicht mehr ganz so schwungvoll weiter, doch hatte der KSC alles im Griff und legte in der Schlussphase durch einen traumhaften Wanitzek-Freistoß nach. Offensiv lange zu harmlos, kam Heidenheim noch unverhofft durch Joker Vogt zum Anschluss und packte in den letzten Minuten die Brechstange aus. Einen Punkt hätten sich schwache Gäste allerdings auch nicht verdient.
Und so bleibt es beim 2:1 für den KSC - Schlusspfiff!
Auch Dähne ist mit vorne. Bernat ist mit den Fäusten zur Stelle und klärt direkt zur nächsten Ecke. Diesmal kurz ausgeführt auf der rechten Seite, ehe der Ball Heule bei dessen Flanke abrutscht und deutlich über den Kasten ins Toraus segelt.
Honsak schnappt sich im Rückraum den zweiten Ball und hält halblinks von der Strafraumkante drauf. Sein Schuss wird abgefälscht, und zwar auf Kosten einer Ecke! Die wird es noch geben.
Bei einem Umschaltmoment der Hausherren schlägt Wanitzek einen tollen Flugball diagonal in den Lauf von Eichinger, dem der Ball rechts im Strafraum abrutscht und deutlich am rechten Eck vorbeifliegt.
Rechts vom Sechzehner gibt Busch flach nach innen, wo Kaufmann Platz hat und aus halbrechten elf Metern abzieht. Zwar trifft er den Ball nicht sauber, doch wird der Aufsetzer auch so gefährlich. Kobald steht vor der Linie richtig und kann die Kugel wegschlagen.
Auswechslung
KSC-Trainer Senft dreht an der Uhr und wirft den 17-jährigen Meyer für Fukuda rein.
Auf der Gegenseite läuft der schnelle Konter, an dessen Ende Wanitzek seine satte Direktabnahme aus 20 Metern hauchzart flach am linken Pfosten vorbeisetzt.
Gefährlich! Eine Honsak-Flanke von links wird am ersten Pfosten an den Elfmeterpunkt verlängert, wo Zivzivadze den Ball bei seiner versuchten Direktabnahme nicht trifft. Dahinter steht aber noch Vogt, schließt aus halbrechter Lage ab. Tremoulet wirft sich dazwischen und kann blocken.
Heidenheim wird jetzt natürlich alles nach vorne werfen, sechs Minuten gibt es gleich noch obendrauf.
Gelbe Karte
Eichinger beschwert sich nach dem Gegentreffer und sieht Gelb. Ohnehin war hier alles sauber.
Tor
Tooor! Karlsruhe - HEIDENHEIM 2:1. Und plötzlich bringt ein Standard die Gäste zurück in dieses Spiel! Nach Foul von Pinto Perdosa an Heule serviert Pacarada die fällige Freistoßflanke nahe dem linken Strafraumeck mit Schnitt hoch an den zweiten Pfosten. Dort setzt sich Joker Vogt entschlossen gegen Pinto Pedrosa durch, der gar nicht richtig in den Zweikampf kommt. So kann Vogt frei köpfen und nickt aus fünf Metern wuchtig ins lange Eck ein.
Vorlage
Vorlage Leart Paçarada
Die Badener werden sich hier die Butter kaum mehr vom Brot nehmen lassen und steuern klar auf einen verdienten Heimsieg zu.
Heidenheim steckt zwar nicht auf, wird offensiv aber einfach nicht zwingend.
Vogt macht einen hohen Ball im Sechzehner gut fest, dribbelt dann kurz nach hinten und schießt zentral von der Strafraumkante aus der Drehung. Aber das ist höchstens ein Schüssschen und somit kein Problem für Bernat.
Gleich nochmal die Badener. Bergh wird mit einem Querpass bedient und zieht aus halblinken 17 Metern flach ab. Noch leicht abgefälscht wird Dähne zu seinem zusätzlichen Zwischenschritt gezwungen und pariert im linken Eck mit einer Hand.
Tor
Tooor! KARLSRUHE - Heidenheim 2:0. Und dann endlich zum noch offenen Freistoß und damit dem Kunststück von Wanitzek! Der Ball ruht in halbrechter Position unmittelbar vor dem Sechzehner - Chefsache natürlich. Wanitzek nimmt sich der Sache an, schießt den Freistoß mit ganz viel Schnitt hoch über die Mauer und dreht den Ball wunderschön in den linken Knick. Dähne sieht im Torwarteck zwar nich ganz glücklich aus und zieht die Arme nach einem kleinen Zwischenschritt ins rechte Eck wieder zurück, doch würden bei dieser Schusstechnik wohl die wenigsten Torhüter gut aussehen.
Auswechslung
Noch vor Ausführung des Freistoßes wird gewechselt, bei den Gästen kommt Pacarada für Costly ins Spiel.
Gelbe Karte
Bei einer lang gezogenen Freistoßflanke nimmt Kaufmann im Luftduell am eigenen Sechzehner den Ellenbogen zu Hilfe, trifft damit Scholl im Gesicht und beschwert sich nach dem Pfiff auch noch. In der Summe gibt es dafür Gelb.
Gelbe Karte
Bei einem Zuspiel auf Wanitzek kommt Busch links an der Mittellinie zu spät, stempelt den KSC-Kapitän und sieht dafür Gelb.
Bei einem Auffahrunfall zieht Costly glücklicherweise noch rechtzeitig zurück gegen Tremoulet, der vor dem eigenen Sechzehner mit dem Kopf voraus im wahrsten Sinne des Wortes Kopf und Kragen riskiert. Dennoch wird Tremoulet an der Hüfte getroffen und muss sich schütteln.
In dieser Phase ist das Spiel etwas schwer zu greifen. Jedenfalls findet der KSC eine gute Abmischung, hält Heidenheim in Schach. Von den Gästen muss mehr kommen.
Einen langen Costly-Einwurf von der rechten Seite verlängert Kaufmann am rechten Fünfereck per Hinterkopf in die Mitte, wo Bernat zur Stelle ist und sicher zupackt.
Guter Versuch: Eichinger setzt sich auf der rechten Außenbahn stark durch gegen Honsak, hat dadurch Platz und spielt rechts vom Sechzehner überlegt in den Rückraum. Dort rutscht der Ball zu Civeja durch, der kurz verzögert und halblinks von der Strafraumkante flach abzieht. Dähne ist aber schnell unten und packt im linken Eck sicher zu.
Auswechslung
Außerdem wird Schöppner durch Siersleben ersetzt.
Auswechslung
Auf der Gegenseite zieht Schmidt gleich zwei Joker und nimmt Mhamdi positionsgetreu für Busch vom Feld.
Auswechslung
Beide Trainer wechseln. Aufseiten der Hausherren übernimmt Eichinger für den fleißigen Wiethaup.
Weil Tremoulet am eigenen Sechzehner nicht weit genug klärt, kommt Zivzivadze aus 22 Metern zum Abschluss. Ohne das nötige Zielwasser fliegt der Ball allerdings harmlos genau in die Arme von Bernat.
Und weil der Japaner dabei auch noch unglücklich in Dähne hereingerutscht ist, ist das Spiel unterbrochen. Dähne muss behandelt werden, steht inzwischen aber zum Glück wieder auf den Beinen.
Glück für Heidenheim! Schöppner unterschätzt einen langen Bernat-Abschlag, verlängert per Hinterkopf gefährlich an den eigenen Sechzehner. Dort will Föhrenbach per Kopf auf Dähne zurücklegen, was allerdings völlig misslingt. Fukuda spritzt dazwischen, kriegt den Ball aus vollem Lauf vom Elfmeterpunkt allerdings nicht am herauslaufenden Dähne vorbei.
Auswechslung
Für Ofli geht es auch nicht mehr weiter. Für ihn kommt Bergh ins Spiel.
Das Spiel ist unterbrochen. Abseits des Balles setzt sich Ofli ohne Fremdeinwirkung auf den Boden und scheint muskuläre Probleme zu haben.
Gelbe Karte
An der Mittellinie zieht Väänänen Costly von hinten an der Schulter und sieht für dieses taktische Foul Gelb.
Gefühlt ist Heidenheim jetzt etwas besser im Spiel, wirkt zumindest konzentrierter. Und in diesem Moment lässt Mhamdi ein Zuspiel im Aufbau durch einen Stockfehler ins Seitenaus rollen.
Gut mitgespielt von Dähne! Im linken Halbfeld sieht Civeja den eingestarteten Wiethaup in den Spitze und spielt den Ball halbdiagonal in die Tiefe. Wiethaup wäre frei durch, doch Dähne eilt aus seinem Kasten und ist einen Tick früher am Ball.
Nach einer bereinigten KSC-Flanke im eigenen Strafraum kann Heidenheim schnell umschalten. Vogt treibt den Ball im Zentrum nach vorne und nimmt dann Conteh mit, der im rechten Strafraumeck etwas zu optimistisch abschließt und deutlich verzieht.
Da fehlt nicht viel! Eine FCH-Ecke von der rechten Seite serviert Heule scharf an den ersten Pfosten, wo sich Kaufmann lösen konnte und vier Meter vor dem Tor hochsteigt. Der Stürmer steht dabei seitlich zum Tor, erwischt den Ball eher mit der Schulter und setzt ihn knapp am langen Pfosten vorbei.
Halbrechts vor dem Sechzehner wackelt Wiethaup Gegenspieler Heule zu einfach aus und flankt dann von der rechten Sechzehnergrenze nach innen. Der Ball rutscht ihm aber etwas ab und segelt ins Toraus.
Der KSC bleibt derweil zu Wiederbeginn personell unverändert. Der zweite Durchgang läuft.
Auswechslung
Auch Conteh ist in der Kabine geblieben. Seinen Platz nimmt fortan Vogt ein.
Auswechslung
Keine Überraschung: Die Halbzeitpause hat Frank Schmidt für einen Doppelwechsel bei den Brenzstädtern genutzt. Honsak ist anstelle von Hennrich neu dabei.
Vorab: Lassen sie sich nicht von den xG-Werten (0,74 zu 0,60) blenden. Beim FCH war das praktisch nur die eine Großchance durch Kaufmann (14.), die Scholl auf der Linie vereitelte. Der KSC traf hingegen unter anderem aus einer ganz knappen Abseitsposition oder spielte sehr aussichtsreiche Umschaltmomente schlecht aus. Jedenfalls führt der KSC nach Civejas feinem Solo (19.) hochverdient und hat bei diesem Spielstand eigentlich noch zu wenig aus seinen Chancen gemacht. Die Badener waren in einem sehr schwungvollen ersten Durchgang klar überlegen und überzeugten körperlich mit einer Zweikampfquote von 55 Prozent. Gerade in diesen direkten Duellen hatte Heidenheim zu häufig das Nachsehen und kriegte vor allem die Tiefe kaum verteidigt.
Halbzeit in Karlsruhe.
Zwei Minuten werden nachgespielt, der KSC lässt sich jetzt fallen und will die Führung in die Pause bringen.
Inzwischen etwas ausgebessert, dennoch kann Frank Schmidt vor allem mit der Zweikampfquote seiner Mannschaft von nur 45 Prozent nicht zufrieden sein.
Irgendwie passt es ja gar nicht ins Bild, dass Heidenheim bei der Rettungstat von Scholl auf der Linie selbst die Riesenchance zur Führung hatte. Mit dem knappen Rückstand sind die Brenzstädter noch gut bedient.
Der KSC wieder! Wiethaup erobert den Ball an der Mittellinie, hat etwas Platz und steckt kurz nach dem Mittelkreis halbdiagonal auf Fukuda durch. Fukuda kann das Tempo nicht ganz mitnehmen, schlägt halblinks an der Strafraumkante einen Haken und visiert dann aus 15 Metern flach das kurze Eck an. Dähne ist aber schnell unten und pariert.
In dieser Phase gönnt sich das Spiel eine kleine Durchschnaufpause. Darüber wollen wir uns nach dem bisher Gebotenen mal nicht beschweren.
Über Hennrich und die Kopfballverlängerung von Zivzivadze verlängert Heidenheim das Spiel halblinks vor den Sechzehner, wo Conteh Platz hat und in die Box dribbelt. Aus halblinken elf Metern schließt Conteh mit der Innenseite ab, schiebt die Kugel allerdings zu zentral genau in die Arme von Bernat.
Aufällig ist bislang vor allem, wie leicht der KSC teilweise das Mittelfeld überspielen kann. Da mangelt es den Brenzstädtern noch an der richtigen Abmischung zwischen Offensive und Restabsicherung der Tiefe, zumal man auch bei langen Bällen sehr anfällig ist.
Eckball KSC. Zunächst kurz ausgeführt, ehe Ofli von rechts hoch an den Fünfer flankt. Dort ist Dähne mit einer Hand zur Stelle und wischt den Ball zur Seite.
Ist jetzt aber nicht so, als wäre Heidenheim nach dem Gegentreffer großartig geschockt. Costly bekommt die zweite Chance und flankt von der linken Sechzehnergrenze nach innen, wo Zivzivadze seinen Kopfball unter Bedrängnis nicht richtig drücken kann - kein Problem für Bernat.
Das dürfte KSC-Trainer Senft gefallen: Seine Mannen haben bislang 60 Prozent aller Zweikämpfe gewonnen und treten sehr gallig auf.
Jetzt mal eine Pause. Weil Mainka nach einem Bodycheck von Ofli abseits des Balles auf dem Boden liegt. Kurz geschüttelt, geht es für den Verteidiger schnell wieder weiter. Und Ofli hat Glück, das Sören Storks nichts gesehen hat.
So etwas wie eine Durchschnaufpause gibt das intensive Geschehen bislang nicht her. Der KSC macht einen sehr entschlossenen Eindruck und liegt verdient in Führung. Von einer Krise ist nichts zu merken.
Im Anschluss an eine Ecke bleibt der Ball in den Reihen der Gäste. Über Umwege flankt Kaufmann rechts im Strafraum nach innen, wo Mainka seinen anspruchsvollen Kopfball unter Bedrängnis aber direkt in die Arme von Bernat setzt.
Eine erste Reaktion der Gäste auf den Rückstand - und da war mehr drin! Auf dem rechten Flügel müsste Kaufmann flach in den Rückraum spielen, sieht im Strafraum allerdings den frei einlaufenden Costly nicht. Stattdessen will Kaufmann flanken und wird geblockt.
Tor
Tooor! KARLSRUHE - Heidenheim 1:0. Die Hausherren setzen den ersten Stich! Torwart Bernat leitet ein, indem er einen Freistoß im eigenen Strafraum schnell ausführt und den Ball lang nach vorne schlägt. Mainka fehlt dabei das richtige Timing, so kann Wanitzek im linken Halbfeld übernehmen und spielt ins Zentrum auf den nachrückenden Civeja. Civeja tankt sich dann klasse durch, tunnelt bei seinem Solo erst Heule vor dem Sechzehner, dann auch noch den etwas unbeholfenen Conteh an der Strafraumkante und bringt sich damit in Abschlussposition. Aus halbrechten elf Metern hat Civeja freie Schussbahn und vollstreckt humorlos ins lange Eck.
Vorlage
Vorlage Marvin Wanitzek
Wir erleben also einen unglaublich schwungvollen Beginn in Karlsruhe. So kann es ruhig weitergehen.
Die fällige Ecke von links wird in den Rückraum geköpft, wo Heule bei seiner Direktabnahme volles Risiko geht und aus 20 Metern deutlich verzieht.
Auf der Linie gerettet! Während sich Bernat bei einer hohen Flanke von links verschätzt und mit den Händen nicht hinkommt, schraubt sich Zivzivadze in seinem Rücken hoch, legt per Kopf halblinks an die Fünfmetergrenze quer. Dort schiebt sich Kaufmann vor Väänänen zum Ball, nimmt ihn mit der Innenseite direkt aus der Luft und hat den Torschrei bereits auf den Lippen. Doch Scholl steht richtig und klärt auf der Linie mit dem Kopf.
Auf der Gegenseite wird der Ball aus der Box in den Rückraum geköpft, wo Costly für Mhamdi ablegt. Mhamdi nimmt sich aus zentralen 18 Metern ein Herz und setzt seinen strammen Schuss nur knapp über das Tor.
Fukuda lässt am Sechzehner mit dem Rücken zum Tor auf Civeja klatschen, der aus 18 Metern nicht lange fackelt. Sein Schuss wird abgefälscht und ist dadurch sichere Beute für Dähne.
Das nächste dicke Ding für den KSC! Nach einem tiefen Ballgewinn folgt der lange Schlag, bei dem sich Fukuda gegen Föhrenbach entschlossen durchsetzt - und jetzt ist es sogar eine Drei-gegen-Eins-Situation. Fukuda schiebt im Zentrum an, müsste eigentlich Civeja zu seiner Linken mitnehmen. Stattdessen spielt er nacht rechts zu Wanitzek, der im Strafraum zu sehr nach außen abkommt. Dennoch wird es brandgefährlich, Wanitzek gibt nämlich scharf und flach in die Mitte, wo Civeja höchstens einen halben Schritt zu spät kommt.
Und schon wieder muss Dähne ran! Die fällige Ecke von links serviert Wanitzek hoch an den zweiten Pfosten, wo sich Civeja lösen konnte und aus sechs Metern auf das kurze Eck köpft. Dähne ist aber zur Stelle und entschärft den halbhohen Versuch mit beiden Händen zur Seite.
Riesenchance für Karlsruhe! Fukuda dreht sich bei der Ballannahme über halbrechts stark um seinen Gegenspieler, ermöglicht damit eine Zwei-gegen-Eins-Situation und legt an der Sechzehnerkante auf Ofli rüber. Aus halblinken elf Metern steht Ofli ganz alleine vor Dähne, schießt aber zu unplatziert. Dähne macht das aber auch stark, steht hoch, macht sich breit und pariert mit dem Oberkörper zur Ecke.
Dennoch dürfte diese Aktion dem KSC Mut machen. Auch insgesamt zeigen sich die Badener zu Beginn hellwach.
Nach einer VAR-Überprüfung im Hintergrund wird diese Wahrnehmung jetzt auch bestätigt. Mit der Schulter stand Fukuda einen Tick zu weit vorne.
Der KSC trifft nach knapp 90 Sekunden, die Fahne geht aber direkt hoch. Erst gewinnt Wanitzek im Mittelfeld sein Kopfballduell, dann bekommt er den Ball von Ofli abgelegt und steckt kurz nach der Mittellinie steil in den Lauf von Fukuda durch. Im Rücken der hochstehenden Abwehr bricht der Japaner durch, läuf alleine auf Dähne zu und schiebt die Kugel halbrechts von der Strafraumkante flach ins Netz. Fukuda soll beim Zuspiel von Wanitzek knapp aus dem Abseits gestartet sein.
Wir sind so weit, Heidenheim hat angestoßen.
Geleitet wird die Partie von Sören Storks, der dabei von Markus Schüller und Nico Fuchs an den Seitenlinien assistiert wird. Vierter Offizieller ist Justin Hasmann, vor den Bildschirmen bilden Pascal Müller und Guido Kleve das VAR-Duo.
Der KSC verlor im Profifußball nur eines der acht Heimspiele gegen Heidenheim (2S, 5U) und blieb seit diesem knappen 0:1 im April 2017 in vier Heimspielen ungeschlagen. Ganze fünf Unterschieden und somit auch nur zwei Heimsiege der Badener gehören aber auch zur Wahrheit. Insgesamt sind es die Ostalbstädter, die keines der letzten drei Pflichtspielduelle verloren haben (2S, 1U) und in der Aufstiegssaison 2022/23 auf ein torloses Unentschieden im Wildpark einen 5:2-Heimsieg im Rückspiel folgen ließen.
Der FCH muss sich letzte Woche gegen Cottbus wie in einem Videospiel gefühlt haben: 34:7 Abschlüsse, dazu die xG-Werte von 3,85 zu 0,50 - und trotzdem kam man nicht über ein 1:1 hinaus. Zwar konnte man sich bis auf den Chancenwucher nicht viel vorwerfen, doch blieb Heidenheim bereits zum vierten Mal in Folge sieglos (3U, 1N). Inmitten dieser kleinen Ergebniskrise sieht Schmidt allerdings keinen Grund zur Beunruhigung. Schließlich spiele man "attraktiven Fußball" und erarbeitet sich ligaweit sogar die meisten Chancen.
Der KSC hat eine Woche zum Vergessen hinter sich: Vor sieben Tagen die 1:6-Klatsche in Magdeburg, dann auch noch der harmlose Auftritt beim Pokalaus am Dienstag. Und so war der Sieg im letzten Heimspiel gegen Darmstadt (4:0) eben doch nicht der Anfang einer Kehrtwende. In der Liga haben die Badener vier der letzten fünf Spiele verloren und stellen mit 20 Gegentore die schwächste Defensive. Trainer Senft forderte bereits vor dem Gladbach-Spiel mehr Resilienz von seiner Mannschaft und für heute den "richtigen Mut".
Am 10. Spieltag der 2. Liga ist das Samstagabend-Topspiel ein erstes Mal in dieser Saison im Wildparkstadion zu Gast. Rein sportlich ist in Karlsruhe zurzeit aber kaum etwas "top" - im Gegenteil: Der KSC steckt in der Krise, hat erst acht Zähler auf dem Konto und ist nach den Ergebnissen heute Nachmittag sogar auf den letzten Platz abgerutscht. Deutlich besser dagegen die Ausgangslage der Gäste aus Heidenheim, die mit 15 Punkten als Tabellensechster drei Zähler hinter den Relegationsplatz liegen.
Im Pokal bereits zum Auftakt ausgeschieden, konnte Heidenheim unter der Woche Kräfte sparen und blickt in der Liga auf ein 1:1-Unentschieden letzte Woche zu Hause gegen Cottbus zurück. Frank Schmidt nimmt heute einen Wechsel vor und beordert Costly anstelle von Niehues (Bank) neu in die Startelf. Hennrich dürfte damit vom Flügel ins Zentrum auf die Doppelsechs einrücken.
Und hier die Aufstellung der Gäste von der Ostalb: Dähne - Mhamdi, Mainka, Föhrenbach, Heule - Hennrich, Schöppner - Costly, Conteh - Zivzivadze, Kaufmann.
Der KSC war bereits am Dienstag im DFB-Pokal im Einsatz und musste sich auswärts bei Bundesligist Gladbach trotz langer Überzahl verdient mit 0:2 geschlagen geben. Im Vergleich dazu nimmt Maximilian Senft heute zwei personelle Änderungen vor und muss zunächst auf den Ausfall von Abwehrchef Franke (krank) reagieren, der in der Dreierkette durch Scholl ersetzt wird. Außerdem erhält Wiethaup in der Offensive den Vorzug vor Egloff (Bank).
Widmen wir uns zunächst dem Personal und beginnen mit der Aufstellung der Hausherren: Bernat - Kobald, Scholl, Tremoulet - Pinto Pedrosa, Civeja, Väänänen, Ofli - Wiethaup, Wanitzek - Fukuda.
Herzlich willkommen in der 2. Bundesliga zur Begegnung des 10. Spieltages zwischen dem Karlsruher SC und dem 1. FC Heidenheim.