Hertha BSC - SpVgg Greuther Fürth; 2. Bundesliga
SPIELENDE
n.V.
LIVE
Verl.
HZ
Hertha BSC - SpVgg Greuther Fürth. 2. Bundesliga.
Olympiastadion Berlin.
Hinter die Berichterstattung von dieser Partie und damit dem 7. Spieltag im Unterhaus können wir jedenfalls einen Haken setzen. Ihnen noch einen schönen Restsonntag und bis zum nächsten Mal.
Noch ein kurzer Ausblick auf die kommenden Aufgaben beider Mannschaften nächste Woche im Unterhaus: Während die Hertha bereits am Freitagabend in Kiel zu Gast ist, empfängt Fürth am Samstagnachmittag Braunschweig zu Hause.
Nachdem Nürnberg gestern gegen Wolfsburg nicht über ein Unentschieden hinauskam, baut die Hertha ihre Tabellenführung somit weiter aus und liegt jetzt vier Punkte vor dem Club und bereits sieben vor dem Relegationsplatz. Auf der Gegenseite kann das Kleeblatt zwar viel Positives mitnehmen, bleibt aber trotzdem zum vierten Mal in Folge sieglos und rutscht mit weiterhin sechs Zählern auf Platz 15 ab.
Das war heute ein richtig hartes Stück Arbeit, am Ende steht für die Hertha dennoch der siebte Sieg im siebten Spiel zu Buche. Das Kleeblatt hielt nicht nur sehr gut dagegen, sondern war über weite Strecken sogar die bessere Mannschaft und erlebte kurz nach Ablauf der Stundenmarke bittere Minuten: Sillahs vermeintliches Führungstor kassierte der VAR aufgrund einer ganz knappen Abseitsposition wieder ein, fast im Gegenzug stach dann Pedersen zu und brachte die Hertha in Führung. Auch nach der vermeintlichen Vorentscheidung durch Ex-Fürther Seguin steckten die Mittelfranken nicht auf, der späte Anschlusstreffer durch Heuer kam letztlich aber zu spät.
So ist es - Schlusspfiff in Berlin!
Bei einer Freistoßflanke aus dem linken Halbfeld ist auch Torwart Hellstern mit vorne. Tobias Stieler pfeift die Szene aber früh ab und ahndet ein Offensivfoul - das dürfte es gewesen sein.
Drei Minuten werden nachgespielt. Bekommt das Kleeblatt noch eine Chance?
Tor
Tooor! Hertha - FÜRTH 2:1. Einen Eckball später ist das Kleeblatt aber wieder zurück in diesem Spiel! Von der rechten Seite serviert Keller die Ecke zentral an die Torraumgrenze, wo Heuer aus dem Hintergrund einläuft und sich ungedeckt hochschrauben darf. Weil Kolbe nicht mehr ins Luftduell kommt, schlägt der wuchtige Kopfball aus fünf Metern unhaltbar im Netz ein.
Vorlage
Vorlage Aaron Keller
Balliu setzt sich auf der linken Halbspur gut durch und legt am Sechzehner für Ademi ab, der aus halbrechten 15 Metern abschließt und geblockt wird. Die fällige Ecke bringt nichts ein.
Auswechslung
Außerdem weicht Thorsteinsson für Gouram.
Auswechslung
Doppelwechsel aufseiten der Berliner: Klemens übernimmt für Sessa.
Über Keller und Klaus bekommt Balliu den Ball halbrechts an der Strafraumkante abgelegt, schlenzt ihn dann mit dem ersten Kontakt gut zwei Meter rechts am Tor vorbei.
Will hält aus 18 Metern direkt drauf und wird bereits im Ansatz geblockt. Das hatte eher was von einem Pressschlag.
Seit dem Gegentreffer zum zwischenzeitlichen 0:1 tut sich das Kleeblatt offensiv schwer. Die Gäste geben sich aber nicht geschlagen und laufen nochmal an.
Auswechslung
Zu guter Letzt kommt noch Balliu zu seinem Zweitligadebüt. An seiner Stelle hat Pohlmann Feierabend.
Auswechslung
Weiter gehts mit Srbeny, der vorne den Platz von Sillah einnimmt.
Auswechslung
Nach diesem Gegentreffer wechselt Vogel dreifach und nimmt zunächst Reich für Keller vom Feld.
Tor
Tooor! HERTHA - Fürth 2:0. Das dürfte die Vorentscheidung gewesen sein! Erst fangen die Hausherren den Ball nach einem langen Schlag an der Mittellinie ab, dann leitet Brekalo aus dem linken Halbfeld zur Mitte auf Seguin weiter. Seguin hat bei seinem kurzen Antritt etwas Platz, nimmt 23 Meter zentral vor dem Tor Maß und schließt flach ab. Blank fälscht in der Schussbahn noch leicht mit dem Fuß ab, sodass Hellstern beim platzierten Einschlag im unteren linken Eck machtlos ist.
Vorlage
Vorlage Josip Brekalo
Nach der anschließend kurz ausgeführten Ecke nimmt sich Eitschberger aus halblinken 20 Metern ein Herz und setzt seinen strammen Versuch knapp über das Tor.
Hellstern verhindert die Vorentscheidung! Alfa-Ruprecht dribbelt gegen Pohlmann an und hebt den Ball von der rechten Sechzehnergrenze an den zweiten Pfosten. Dort setzt sich Nilsson entschlossen durch, bekommt bei seinem Kopfball aus vier Metern aber nicht genügend Druck drauf. Hellstern macht sich lang und lenkt den Aufsetzer vor der Linie zur Seite. Im Rahmen der zweiten Welle dringt dann nochmal Gechter von links in die Box ein und bleibt aus spitzem Winkel ebenfalls an einer Fußabwehr von Hellstern hängen.
Auswechslung
Bei den Hausherren nimmt Zeefuik in der Viererkette den Platz von Pedersen ein.
Auswechslung
Beide Trainer wechseln nochmal. Aufseiten der Fürther kommt mit Jordan ein weiterer Stürmer für Sechser Banse ins Spiel.
Gelbe Karte
Ademi spritzt im Aufbauspiel der Berliner dazwischen und wird bei Eitbeschergers Ausschwungbewegung links vor dem Sechzehner getroffen. Eitschberger zieht dabei voll durch und sieht Gelb.
Kurz darauf kommt auch Nilsson in halbrechter Lage zum Abschluss, wobei er den Ball nicht voll trifft und somit eher eine Rückgabe auf Hellstern produziert.
Alfa-Ruprecht hat über halbrechts etwas Platz und setzt seinen Versuch aus 14 Metern am kurzen Pfosten vorbei.
Viel hat sich das Kleeblatt nicht vorzuwerfen. Auch im zweiten Durchgang haben die Fürther bis zu diesem Gegentor die gefälligere Spielanlage an den Tag gelegt.
Auswechslung
Auf den Gegentreffer reagiert Vogel mit seinem ersten Wechsel und bringt Ademi für Appelkamp neu ins Spiel.
Tor
Tooor! HERTHA - Fürth 1:0. Bittere Minuten für das Kleeblatt, die Hertha geht in Front! Vor der Mittellinie hebt Thorsteinsson den Ball hoch in den Lauf von Nilsson, der im zentralen Halbfeld von drei Fürthern auf engstem Raum nicht entscheidend angegriffen wird und kurz für Sessa ablegt. Und weil das Kleeblatt dabei die linke Seite komplett öffnet, kann Sessa halblinks vor den Sechzehner verlagern. Dort dribbelt Brekalo kurz an und nimmt dann den hinterlaufenden Pedersen mit, der aus halblinken acht Metern direkt abschließt und sehenswert per Außenrist mithilfe des Innenpfostens flach ins lange Eck trifft.
Vorlage
Vorlage Josip Brekalo
Auswechslung
Außerdem macht Schuler im Angriff positionsgetreu für Nilsson Platz.
Auswechslung
Erstmals frisches Personal an diesem Nachmittag, Doppelwechsel aufseiten der Berliner: Adewumi wird zunächst durch Alfa-Ruprecht ersetzt.
Nein, das Tor zählt nicht! Beim ersten Zuspiel von Banse stand Sillah nämlich ganz knapp mit dem hinteren Fuß im Abseits. Es bleibt beim 0:0.
Fürth trifft! Nach Ballgewinn im rechten Halbfeld leitet Banse direkt auf Sillah weiter, der mit dem ersten Kontakt raus auf Klaus klatschen lässt. Rechts im Strafraum bedient Klaus dann wieder Sillah in der Mitte, der auf Höhe des ersten Pfostens entschlossen zum Ball grätscht und ihn aus acht Metern vorbei an Gersbeck ins Tor bugsiert. Doch zählt der Treffer denn auch? Im Hintergrund schaut der VAR nochmal ganz genau drauf.
Nach Pohlmann-Ablage wird Banse im Halbfeld nicht angegriffen, nutzt den Platz für einen kurzen Antritt und visiert aus 18 Metern das untere rechte Eck an. Gersbeck ist schnell unten und lenkt den Schuss zur Seite.
Gelbe Karte
Gechter kommt zu spät gegen Appelkamp und sieht die erste Gelbe Karte in diesem Spiel.
Erneut Brekalo, der sich diesmal links im Strafraum stark gegen Klaus durchsetzt und auf Fünferhöhe eher auf Verdacht scharf querlegt. Der Ball rauscht aber durch den Fünfer durch und findet keinen Abnehmer.
Können und Glück ergänzen sich! Brekalo dringt über halblinks in die Box ein und hält zehn Meter vor dem Tor aus spitzem Winkel stramm drauf. Im kurzen Eck pariert Hellstern den Schuss mit der ausgefahrenen rechten Hand und hat dann etwas Glück, dass er in seinem Rücken im Nachfassen sicher zupacken kann.
Thorsteinsson zieht von links an Reich vorbei in den Strafraum, wo der Ball bei seinem Haken an der linken Grundlinie die Linie bereits vollständig überschritten hat - Abstoß Fürth.
Ein erstes Mal wird jetzt auch die Hertha nach der Pause offensiv vorstellig: Brekalo steckt von links in den Lauf von Pedersen durch, der im Strafraum auf Fünferhöhe nach innen spielen will und zur Ecke geblockt wird. Standardsituationen spielen in dieser Partie aber nach wie vor nur eine Nebenrolle.
Reich erläuft einen Ball von Will vor der rechten Grundlinie und gibt nochmal aus der Drehung nach innen, wo Sillah auf Höhe des ersten Pfosten aus 14 Metern abschließt und auf Kosten der nächsten Ecke geblockt wird.
Im Anschluss an eine bereinigte Ecke hebt Reich den Ball tief aus dem Rückraum auf Verdacht nochmal lang in die Box. Und zwar so lang, dass Gersbeck sicherheitshalber ran muss und den Ball mit einer Hand im rechten Eck zur nächsten Ecke wischt. Die bleibt dann ohne Folgen.
Auf der linken Halbspur setzt sich Pohlmann klasse durch, ist bei seinem Antritt nicht aufzuhalten und bedient vor dem Strafraum Appelkamp in der Box. Mit etwas mehr Entschlossenheit wäre das Schussfenster für Appelkamp in halblinker Lage kurz offen gewesen, stattdessen wartet er kurz will, will dann zur Mitte ablegen und wird geblockt.
Zu Wiederbeginn bleibt das Personal auf beiden Seiten unverändert. Der zweite Durchgang läuft.
Platz 1 gegen Platz 12 steht drauf, drin war bislang ein völlig offenes und unterhaltsames Spiel. Noch müssen sich die Zuschauer im Olympiastadion gedulden, geht das hier bei den bisherigen xG-Werten von 1,13 zu 0,58 aber so weiter, dürften Tore im zweiten Durchgang nur eine Frage der Zeit sein. Der xG-Wert wird mutigen Fürthern nicht ganz gerecht, die mit 52 Prozent Ballbesitz phasenweise sogar die bessere Mannschaft waren und durch Sillah (23.) und Appelkamp (26.) zweimal die Führung auf dem Fuß hatten. Die nötige Präzision im Abschluss fehlte auf der Gegenseite auch den Berlinern, die mehrfach an Hellstern scheiterten.
Nachspielzeit? Fehlanzeige. Pünktlich pfeift Stieler die erste Hälfte ab.
Brekalo zieht von links nach innen und legt für Sessa ab, der sich die Kugel an Will vorbeilegt und dann aus 20 Metern über das Tor jagt.
Doppelchance für die Hertha! Ein einfacher langer Schlag tief aus der eigenen Hälfte findet den Lauf von Adewumi, der halbrechts im Strafraum zwei zurückgeeilte Abwehrspieler ins Leere laufen lässt und aus elf Metern stramm abzieht. Hellstern kann den halbhohen Versuch nach vorne entschärfen, worauf Adewumi den Ball beim Nachschuss aus zwölf Metern nicht voll trifft. Abermals ist Hellstern zur Stelle und pariert im linken Eck.
Kompromisslos kommt Gersbeck bei einer Pohlmann-Flanke aus dem linken Halbfeld aus dem Tor und faustet den Ball am Fünfer vor Sillah weg.
Guter Versuch: Im hohen Aufbauspiel wird Gechter in halbrechter Position nicht angegriffen und nimmt sich aus über 30 Metern einfach mal ein Herz. Der Schuss senkt sich gefährlich auf das untere linke Eck, Hellstern ist aber zur Stelle und entschärft zur Seite.
Aus nächster Nähe schießt Pedersen den Ball Klaus an der Mittellinie voll ins Gesicht. Kurz geschüttelt, geht es für den Kapitän der Mittelfranken glücklicherweise schnell wieder weiter.
Es ist vor allem ein mutiger und spielerisch ansehnlicher Auftritt der Mittelfranken, die mit 54 Prozent Ballbesitz weiterhin mehr vom Spiel haben und bei 7:6 Abschlüssen auch das Chancenplus verzeichnen.
Die Hertha fordert Elfmeter, wird diesen aber zu Recht nicht bekommen. Links vom Fünfer will Thorsteinsson nach innen flanken, wobei Heuer dazwischengrätscht. Heuer blockt den Ball dabei mit dem Oberschenkel, erst dann prallt er ihm an die Hand.
Nach einer halben Stunde können wir das ruhig so festhalten: Das Kleeblatt ist die bessere Mannschaft und macht ein richtig gutes Auswärtsspiel. Wenngleich auch die Hertha zu ihren Chancen kommt.
Klaus mit dem schnellen Antritt und rechts vom Sechzehner dem scharfen Flachpass in die Mitte. Zentral vor dem Fünfer rückt Eitschberger im letzten Moment vor Sillah ein und klärt zur Ecke, die dann nichts einbringt.
Fast die Führung für Fürth! Bei einem tiefen Einwurf legt Sillah den Ball im rechten Halbfeld mit der Sohle in seinen Rücken für Appelkamp ab, der durch das Zentrum auf den Sechzehner zuläuft und dabei Kolbe auswackelt. Von der Strafraumkante will Appelkamp anschließend den hochstehenden Gersbeck überlupfen und setzt den Ball knapp über das Tor. Mit einer Grätsche von der Seite war Kolbe womöglich sogar noch leicht dran.
Die Hertha bleibt dran: Nach einem feinen Steilpass von Schuler lässt Adewumi halbrechts im Strafraum Dehm stehen und legt dann für den nachgerückten Thorsteinsson zurück, der rechts vom Elfmeterpunkt direkt abschließt und am Block von Heuer hängenbleibt.
Jetzt auch die erste Großchance für die Hausherren! Eitschberger initiiert einen schnellen Doppelpass mit Brekalo, bekommt den Ball wieder in den Lauf gelegt und spielt rechts im Strafraum flach nach innen. Auf Höhe des ersten Pfostens hält Schuler vor Heuer das lange Bein rein und setzt den Ball aus fünf Metern knapp am rechten Pfosten vorbei.
Gleich nochmal das Kleeblatt. Nach einem Ballgewinn an der Mittellinie läuft der Umschaltmoment über Pohlmann, der auf der linken Halbspur gut anschiebt und vor dem Sechzehner zur Mitte ablegt. Dort müsste Sillah eigentlich auf den besser positionierten Klaus weiterleiten, schließt stattdessen zentral von der Strafraumkante zu eigennützig selbst ab. Bei dem noch leicht abgefälschten Aufsetzer ist Gersbeck zur Stelle und packt im linken Eck sicher zu.
Großchance für das Kleeblatt! Nach einem langen Ball setzt sich Klaus auf dem rechten Flügel stark gegen Pedersen durch, dringt in den Strafraum ein und legt rechts vom Fünfer auf Sillah zurück. Weil Sillah aber etwas zu lange zögert, kann Gersbeck noch eingreifen und wischt dem Stürmer den Ball am Fünfer vom Fuß.
Ansonsten tun sich die Berliner nach wie vor schwer. Der Übergang ins letzte Drittel dauert einfach zu lange, sodass die Fürther immer wieder genügend Abwehrspieler hinter den Ball bekommen.
Sessa bietet sich an, startet in den Rücken der Abwehr durch und bekommt den Ball von Brekalo halblinks in den Strafraum durchgesteckt. Dort stoppt Sessa gegen Heuer nochmal kurz ab, legt sich den Ball auf den rechten Fuß und verfehlt das lange Eck aus ungünstigem Winkel um gut zwei Meter.
Noch aus der eigenen Hälfte spielt Seguin den öffnenden Ball tief in den Lauf von Adewumi, der über halbrechts gegen Dehm in den Strafraum eindringt, sich den Ball dort auf den linken Fuß legt und aus 15 Metern halbhoch das lange Eck anvisiert. Hellstern ist aber zur Stelle und lenkt den zu unplatzierten Versuch sicher zur Seite.
Die Anfangsviertelstunde ist Geschichte. Die Tabellenkonstellation ist dem Spiel nach wie vor nicht anzusehen - das Kleeblatt begegnet der Alten Dame auf Augenhöhe.
In der Folge gibt es noch die erste Ecke für die Hausherren, bei der Hellstern die Kugel souverän aus der Luft pflückt.
Jetzt aber die erste wirklich gute Chance für die Hertha! Vom linken Strafraumeck spielt Brekalo auf Thorsteinsson in der Box, der sich bei der Ballannahme mit dem Rücken zum Tor in einer fließenden Bewegung um Gegenspieler Heuer dreht und aus halblinken acht Metern abschließt. Heuer grätscht aber noch dazwischen und fälscht ab, worauf Hellstern die Kugel etwas unkonventionell mit beiden Händen zur Seite wischt.
Die Mittelfranken sind hier also gut im Spiel und halten das Geschehen bislang mindestens ausgeglichen. Mit 52 Prozent Ballbesitz hat Fürth sogar etwas mehr vom Spiel.
So erabeitet man sich jetzt auch prompt die nächste Ecke. Von der linken Seite serviert Pohlmann bewusst in den Rückraum, wo Dehm in halbrechter Lage lauert und seine Volleyabnahme aus elf Metern deutlich über das Tor jagt.
Zwar bringen gleich zwei Eckbälle in der Folge nichts ein, doch bleibt das Kleeblatt dran und beißt sich rund um den gegnerischen Sechzehner fest.
Das Spiel nimmt an Fahrt auf, jetzt muss auch einer der beiden Torhüter zum ersten Mal ran: Die Fürther schalten über die rechte Seite um, wo Sillah anschieben darf und in den Sechzehner eindringt. Aus halbrechten 14 Metern visiert der Stürmer stramm das kurze Eck an, Gersbeck macht sich lang und lenkt den halbhohen Versuch um den Pfosten.
Jetzt auch das Kleeblatt mit dem ersten Abschluss: Pohlmann legt für Klaus ab, der sich vor dem Sechzehner kurz aufdreht und aus halblinken 19 Metern abzieht. Jedoch zu mittig und damit kein Problem für Gersbeck.
Der erste Abschluss gehört den Hausherren: Nach einem Doppelpass mit Kolbe setzt sich Brekalo an der linken Seitenauslinie stark durch gegen Banse, zieht dann aus dem Halbfeld nach innen und legt für Sessa ab. Sessa nimmt sich aus 30 Metern einfach mal ein Herz und verfehlt das untere linke Eck deutlich.
Dehm schiebt über halblinks an und will aus dem Halbfeld vertikal Richtung Sechzehner durchstecken. Gechter hat aber gut aufgepasst und kann den Ball mit einem Tackling abfangen.
Brekalo flankt von links etwas zu lasch in die Mitte, wo die Fürther im Strafraum Überzahl haben und klären können.
Gersbeck ist ein erstes Mal gefordert, stürmt bei einem langen Ball aus dem Tor und klärt vor Sillah mit dem Fuß ins Seitenaus.
Wir sind so weit, die Hertha hat angestoßen.
Geleitet wird die Partie von Tobias Stieler, der dabei von Dr. Martin Thomsen und Roy Dingler an den Seitenlinien assistiert wird. Vierter Offizieller ist Felix Wagner, vor den Bildschirmen bilden Timo Gerach und Felix-Benjamin Schwermer das VAR-Duo.
Das Kleeblatt hat in der 2. Liga nur eines der letzten neun Duelle gegen die Hertha für sich entschieden (2U, 6N) und wartet in Berlin im Profifußball nach bislang sieben Anläufen noch immer auf den ersten Auswärtssieg (1U, 6N). Letzte Saison trennte man sich in Fürth mit einem turbulenten 3:3, das Rückspiel gewann die Hertha nach langer Unterzahl glücklich 2:1. Und natürlich ist das auch heute wieder ein besonderes Spiel für Leitl, der Fürth 2020/21 zum Bundesligaaufstieg führte und "dem Verein viel zu verdanken" habe.
Gegen Fürth ist der nächste Sieg heute fest eingeplant. Das Kleeblatt selbst hat neben dem XXL-Umbruch im Sommer eine sehr kräftezehrende Vorsaison hinter sich und sehnt sich nach dem Fastabstieg wieder nach ruhigeren Gewässern. Wohin die Reise geht, ist bislang noch nicht absehbar. Einerseits sind gute Ansätze zu sehen, andererseits wirkt man sehr berechenbar und über 90 Minuten zu inkonstant. Heute fordert Vogel von seinem Team vor allem Effizienz: "Das, was uns die Hertha gibt, müssen wir nehmen."
Kennt der Höhenflug der Hertha überhaupt Grenzen? Nach dem großen Ausverkauf im Sommer und den lauten Zweifeln am Trainer vor der Saison ist die Alte Dame die mit Abstand größte Überraschung. Zumal keiner der 18 Zähler auf dem Konto von ungefähr kam und man mit 17 Toren die beste Offensive der Liga stellt. In Berlin ist ein eingeschworener Haufen zusammengewachsen, der mit Stefan Leitl an der Spitze jetzt auch nicht mehr lockerlassen will: "Wir alle gemeinsam haben richtig Bock, Spiele zu gewinnen."
Zum Abschluss des 7. Spieltages im Unterhaus dürfen jetzt auch endlich die Hertha und Fürth nach der XXL-Länderspielpause wieder ran. Mit Blick auf die Tabelle sind die Rollen klar verteilt: Als Tabellenführer ist die Hertha mit sechs Siegen aus sechs Spielen noch immer makellos und kann heute mit einem weiteren Dreier den vereinsinternen Rekord von sieben Ligasiegen am Stück in Liga eins und zwei einstellen. Der Gast aus Fürth liegt zu Beginn des Spieltages derweil mit sechs Punkten auf Platz 12 und hat erst ein Spiel gewonnen.
Das Kleeblatt behielt vor der Länderspielpause immerhin einen Punkt im heimischen Ronhof und trennte sich von Magdeburg mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden. Heiko Vogel nimmt heute ebenfalls nur einen Wechsel vor und muss kurzfristig auf den krankheitsbedingten Ausfall von Itter reagieren. Links in der Viererkette rückt dafür Dehm neu in die Startelf.
Und hier die Aufstellung der Gäste aus Fürth: Hellstern - Reich, Heuer, Blank, Dehm - Banse, Will - Appelkamp, Pohlmann - Klaus, Sillah.
Die Hertha hatte sich mit dem Auswärtsspiel gegen Dresden in die Länderspielpause verabschiedet und dabei dank Doppelpacker Thorsteinsson einen frühen Rückstand in einen verdienten 2:1-Sieg gedreht. Im Vergleich dazu nimmt Stefan Leitl heute eine personelle Änderung vor und schenkt im Sturm von Beginn an Schuler das Vertrauen, der sich in der Länderspielpause beim 2:2 im Testspiel gegen den FC Augsburg mit einem Doppelpack für die Startelf empfehlen konnte. Grönning sitzt dafür zunächst auf der Bank.
Widmen wir uns zunächst dem Personal und beginnen mit der Aufstellung der Hausherren: Gersbeck - Eitschberger, Gechter, Kolbe, Pedersen - Seguin, Sessa - Adewumi, Thorsteinsson, Brekalo - Schuler.
Herzlich willkommen in der 2. Bundesliga zur Begegnung des 7. Spieltages zwischen Hertha BSC und der SpVgg Greuther Fürth.