Everton - Manchester United; England, Premier League

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Everton - Manchester United. England, Premier League.

Hill Dickinson StadiumZuschauer52.326.

Everton 0

    Manchester United 1

    • B Sesko (71. minute)

    Live-Kommentar

    Das wars an dieser Stelle, der 27. Spieltag der Premier League ist komplett. Vielen Dank für das Interesse und bis zum nächsten Mal! 

    Im sechsten Spiel unter Michael Carrick gewinnt ManUnited also zum fünften Mal. Der Rekordmeister schiebt sich damit am FC Chelsea vorbei auf Rang 4. Als nächstes geht es am Sonntag (15:00 Uhr, live bei uns im Ticker) gegen Crystal Palace. Everton ist nach diesem Spieltag Neunter. Und spielt schon am Samstag gegen Newcastle United.

    In einem schwachen und unattraktiven Spiel fährt ManUnited den einen entscheidenden Konter, der zugegebenermaßen sehr, sehr gut war, und zieht damit das Spiel. Das 1:0 für die Red Devils ist äußerst glücklich. Die Toffees hielten die gesamte Spieldauer auf diesem niedrigen Niveau mit und hätten sich mit einem 0:0 das einzig logische Ergebnis verdient. Am Ende ist aber Sesko abermals der Mann des Tages: Der Stürmer traf zum dritten Mal in den vergangenen vier Spielen als Joker. 

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    Bitter aus Everton-Sicht: Ein letzter Eckball bleibt den Gastgebern verwehrt, dabei hätten sie ihn noch kriegen müssen. Stattdessen der Abschlag von Lammens - und das Spiel ist aus. ManUnited gewinnt! 

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    Cunha feiert seine erfolgreiche Defensivaktion rechts im Strafraum gegen Garner, der so ins Toraus dribbelt, emotional und lautstark, bringt damit Gegenspieler wie Publikum gegen sich auf. Dann schleicht er zu seiner Auswechslung. Heaven kommt rein. 

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    Vor dem George-Schuss hat Fernandes den dribbelnden Dewsburry-Hall nach allen Regeln der Kunst im Mittelkreis seitlich umgegrätscht. Nach der Vorteilsauslegung sieht Uniteds Spielmacher die verdiente Gelbe. 

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    Im direkten Gegenzug nimmt sich George ein Herz, rennt im linken Halbfeld an und schießt aus 25 Metern. Lammens macht auch diesen Ball fest. 

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    Sesko hat das 2:0 auf dem Fuß, verheddert sich aber nach einem Konter im Eins gegen Eins gegen Pickford, der ihm den Ball vom Fuß wischt. Sah aber auch abseitsverdächtig aus, die Fahne blieb allerdings unten. 

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    Wird natürlich kurz ausgeführt. Das folgende Kleinklein bringt die Red Devils dem Sieg gut eine Minute näher. Und mündet nach dem Ballverlust in einem taktischen Foul von Mazraoui, der dafür Gelb sieht.

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    Fünf Minuten Nachspielzeit. Und ManUnited bekommt seine erste Ecke im Spiel zugesprochen, weil Dalots Schuss im Zuge einer Umschaltaktion abgeblockt wird. 

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    Elf Abschlüsse mittlerweile für Everton, so häufen sich 0,62 xGoals an. Und das ohne dass wir uns an eine Torchance für Everton erinnern könnten. 

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    Everton wehrt sich, sträubt sich, flankt, macht, tut. Schießt aber nicht. Bzw. wird ständig geblockt. Auf zehn Ecken kommen die Toffees mittlerweile, alle werden direkt vors Tor geschlagen. Das sorgt höchstens für Anspannung, aber gefährlich wurde das nie. 

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    Die zwei Ecken verpuffen dann übrigens. Die erste fliegt von einer United-Schulter zur nächsten Ecke. Und die boxt der wie erwähnt sichere Lammens dann raus. 

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    Wäre aber nicht gerecht, wenn jetzt nur ein Everton-Spieler verwarnt werden würde. Also muss auch Maguire dran glauben. Die zwei Gelben hätte der Schiedsrichter bis auf Keeper Lammens auch allen anderen Spielern zeigen können.

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    Bevor nach dem Keane-Geschoss der Eckball ausgeführt werden kann, kommt es im Massenauflauf vor Lammens zum Techtelmechtel. Ein einziges Knäuel aus Spielern schubst und schiebt sich da. England fischt sich Tarkowski raus und zeigt ihm Gelb. 

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    Schöner Strahl! Keane schießt aus halblinker Position und gut 25 Metern Entfernung, kommt da mit viel Anlauf. Lammens, der ohnehin ein sehr gutes Spiel macht und sich vor allem bei den vielen Flanken enorm stabil präsentiert, pariert das Geschoss im rechten Eck wunderbar. Mit einer Hand lenkt er das stramme Leder rüber die Latte. 

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    Wobei auch der nicht verdient wäre. Aber beide Teams mit null Punkten aus dem 27. Spieltag entlassen, geht halt auch nicht. 

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    Schließlich sind es nur noch zehn Minuten regulär. Und es ist nicht so, als dass ManUnited hier die drei Punkte verdient hätte. Es ist ein 0:0-Spiel, wie es im Buche steht. Diesen einen Punkt sollten sich die Toffees irgendwie noch zurückholen. 

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    Mit Beto kommt ein neuer Stürmer beim FC Everton, das macht natürlich Sinn. Dafür geht mit Iroegbunam ein defensiver Mittelfeldspieler, macht auch Sinn. 

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    Das Spiel ist also unterbrochen und der angeschlagene Mbeumo kann zu seiner Auswechslung humpeln. Und macht das sehr langsam. Aufreizend langsam. Dann darf Noussair Mazraoui endlich aufs Feld.

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    Schiedsrichter England pfeift einen Einwurf von Everton im rechten Halbfeld zurück. Damit ManUnited wechseln kann? Der Einwurf war aber eigentlich schon ausgeführt, das hat ManUnited viel zu spät angezeigt. Das komplette Everton-Team reagiert erzürnt, am meisten schimpft Pickford von ganz hinten. Dafür sieht der Keeper Gelb. Komische, undurchsichtige Szene. 

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    Denn eigentlich ist das gerade eine gute Phase der Toffees, die jetzt mit dem unbekümmerten Einwechselspieler George über die linke Seite kommen, Yoro muss die stramme Hereingabe zur Ecke klären. Everton gestaltet den zweiten Durchgang ausgeglichen und wird gerade mutiger. Da setzt es den Konter. 

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    ManUnited im Positionsspiel mit Ball am Fuß ist echt für die Tonne. Aber ManUnited im Umschaltspiel ist brandgefährlich. Das war ein exzellent herausgespielter Konter. Gerade, als sich Everton mal am gegnerischen Strafraum festspielen konnte. 

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    Everton wechselt unmittelbar nach dem Gegentor: George kommt für Armstrong. 

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    Toooor! FC Everton - MANCHESTER UNITED 0:1. Eine Flanke von rechts wird abgewehrt, nach einer spielerischen Lösung über drei Stationen spielt Cunha tief aus der eigenen Hälfte den wunderbaren langen Ball genau in den Lauf von Mbeumo. Der verzögert vor dem Strafraum genau richtig gegen Keane, denn Sesko kommt im Vollsprint hinterher. Tarkowski hechelt nur hinterher. Und Sesko schiebt den Querpass vom Elfmeterpunkt sicher ins Netz. 

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    Vorlage Bryan Mbeumo

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    Bevor ein Eckball von der linken Seite in den Sechzehner geschlagen werden kann, gibt es noch ein kleines Geschubse zwischen Fernandes und Armstrong. So viel Körperlichkeit und Einsatz haben wir bislang selten auf dem Platz gesehen. Dann die Flanke, viel zu weit. Tarkowski jongliert sie irgendwie noch mit dem Kopf und schlägt den Ball nochmal rein. Und Lammens fängt die tückische Hereingabe vor dem langen Winkel gut weg. 

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    Sesko lässt für Cunha klatschen. So läuft der Konter vielversprechend. Cunha hat nur noch Tarkowski vor sich und den freien Sesko zu seiner Linken. Und rutscht in seinem Vollsprint aus. Und wir wüssten jetzt auch nicht, wie wir dieses Spiel besser beschreiben könnten als mit diesem Missgeschick. 

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    Immerhin bekommen wir nochmal so einen Zufall geliefert. Eine Flanke von der rechten Seite rutscht auf die andere Seite durch. Dort nimmt Armstrong den Ball auf wackeligen Beinen an, kriegt ihn aber in den Rückraum zu Branthwaite gelegt. Der spielt tief links in den Sechzehner, wo Dewsbury-Hall entweder scharf vors Tor legen oder schießen könnte. Er versucht beides, der Ball wird geblockt und geht links am Tor vorbei. 

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    Und das gilt für beide Seiten. 

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    Aber eine Explosion sollten wir jetzt auch nicht erwarten. Sesko ist ein sehr guter Kicker, ist aber auch angewiesen von dem, was er zugeliefert bekommt. Und geliefert wird hier mal gar nichts. Wir können uns an keine saubere, gewollte Kombination erinnern, die vielversprechend Richtung Tor orientiert war. Wenn was kam, dann per Zufall.  

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    Ein erster Wechsel, es kann dem Spiel nur guttun. Der zuletzt treffsichere Stoßstürmer Sesko kommt für Flügelspieler Amad. Mbeumo rückt auf die rechte Seite. 

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    Mbeumo hetzt einem Ball hinterher, den Tarkowski abschirmt, damit Pickford ihn aufnehmen kann. Mbeumo zieht durch. Und prallt an der stabilen Schulter von Tarkowski ab. Dafür bekommt er natürlich kein Foulspiel. Aber etwas Häme von den Rängen. Da hat Mbeumo deutlich den Kürzeren gezogen. 

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    Der Start in Durchgang eins war auch ganz ordentlich, deswegen lassen wir uns von diesem vorsichtigen Aufschwung noch nicht verleiten und bleiben misstrauisch. Doch es macht Hoffnung, dass die Teams sich langsam auf ihr wahres Potenzial besinnen.  

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    Stark, wie sich Mainoo im rechten Halbfeld gegen zwei Mann behauptet. Er tankt sich nach seinem eigenen Ballgewinn durch und schlägt den Ball scharf vors Tor. Dort misslingt die Rettungsaktion von Tarkowski, sodass Mbeumo doch noch am langen Pfosten ins Spiel kommt. Seine schwierige Direktabnahme setzt er aus spitzem Winkel gegen den herausstürzenden Pickford aber übers Tor.  

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    Das wär doch mal ein schöner Weckruf gewesen für diese spannungslose Partie. Ein Tor täte dem Spiel so gut. Aber wie soll das fallen? Vor allem wenn dann auch noch so schwache Abschlüsse fabriziert werden in den seltenen Momenten wie dem von Armstrong gerade.  

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    Die beste Torchance für Everton nach nur 20 Sekunden im zweiten Durchgang: Ndiaye lässt Casemiro wie einen Schuljungen aussehen, wie der dann nur hinterherschleicht, ist indiskutabel. Ndiaye spielt den Ball dann von rechts an der Grundlinie in den Rückraum zu Dewsbury-Hall, der legt weiter nach links in den Strafraum zu Armstrong. Und der schickt seine Direktabnahme in die Arme von Lammens. Das war viel zu unplatziert. 

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    Keine Wechsel auf beiden Seiten. Weiter geht's. 

    Die Premier League kommt am Montagabend mit einem seltenen Langweiler daher. Everton und Manchester United bieten einen unterklassigen Kick ohne Stimmung, Emotionen oder Energie. Die einzige Chance im Spiel vereitelte Pickford in den ersten Minuten mit einer ganz guten Tat. Der Rest dieser enttäuschenden Halbzeit bestand aus Ballgeschiebe und Standfußball. 

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    Pause, thank god. 

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    Amad empfängt einen Freistoß, den Fernandes aus dem Zentrum auf die rechte Seite schlägt. Den Ball legt er dann fast direkt wieder zurück zu Fernandes. Und der schießt direkt, aber zwei Meter übers Tor. Danach bettelt er um den Eckball, den er nicht bekommt. 

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    Drei Minuten Nachspielzeit. Bitte nicht. Aber Barrys Verletzung in der Anfangsphase zwingt uns dazu, noch etwas durchhalten zu müssen. 

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    Was für ein kolossaler Jubel, da kommt mal kurz auf, was hier los sein könnte. Dabei ging es nur um einen Eckball, den Garner rausholt. Es ist der erste in der Partie. Die Hereingabe boxt Lammens dann aus seinem Fünfer. Und Cunha schlägt den Ball weg. 

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    Auf der rechten Flanke an der Seitenlinie ist Ndiaye nur darauf aus, gegen Shaw den Freistoß zu ziehen, das gelingt, weil Shaw zart an den Schultern zupft. So darf Garner eine weite Freistoßflanke ins Zentrum schlagen. Wo ein Verteidiger den Ball klärt. Aufregend ist das wirklich nicht.  

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    Evertons erster echter Torschuss kommt von Garner. Der nimmt sich eines Freistoßes aus gut 30 Metern zentraler Position an. Interessante Schusstechnik, schöne Flugparabel. Aber Lammens ist gut drauf und fängt den Ball stabil weg. 

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    Für ManUnited schraubt Mbeumo die Torschussstatistik auf sechs hoch, immerhin. Der flache Abschluss des Stürmers aus 25 Metern halbrechter Position rollt rechts am Tor vorbei.

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    Ist aber nur ein Strohfeuer. Und alles andere als ein Wecker für diese schläfrige Partie. Everton steht immer noch bei diesem einen unsichtbaren Abschluss und mageren zwei Strafraumaktionen. Und einer ziemlich dürftigen Passquote von 73 Prozent. 

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    Seit langer Zeit nochmal etwas, was eine Schilderung wert ist: Ein Freistoß von Fernandes von der rechten Seite wird abgewehrt. Auf den Fuß von Dalot. Dessen Ballkontrolle im Rückraum ist sauber. Und der Schuss geht nur einen Meter rechts vorbei. 

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    Wenn wir nicht wüssten, dass das Monday Night Premier League Football ist ... wir würden es nicht als solchen erkennen. Das Spiel ist erstaunlich undynamisch, langsam und unsauber. Und langweilig wie unansehnlich. 

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    Das hat jetzt ziemlich lang gedauert. Und dem Spiel den letzten Stecker gezogen. Die Partie steht. Dann wird ein Ball auf die linke Seite zu Ndiaye gespielt. Und dem verspringt die Ballannahme. Der Daumen geht trotzdem hoch. Die Ansprüche sind gering. 

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    Okay, als Barry sein Trikot auszieht, erkennen wir das Problem: Der Stürmer spielt mit einer Bandage um die linke Schulter. Und genau auf die ist er gefallen. Die Bandage wird neu gerichtet, die Schmerzen sind offenbar auszuhalten. Barry kommt zurück ins Spiel. 

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    Ein bisschen Entlastung für den FC Everton, aber in einer Form, in der sie sich kein einziges Team wünscht: Barry prallt im Mittelfeld im Dribbling mit Mainoo zusammen, wird gefoult, das war aber harmlos. Trotzdem tut sich Barry dabei weh, muss sogar behandelt werden, kurz sieht es gar nach einer Auswechslung aus. Erstmal geht Barry zur Seitenlinie. 

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    Jetzt könnte was gehen, weil Fernandes rechts zur Grundlinie geschickt werden kann, wo er einen Haken schlägt und Branthwaite damit ins Leere rutschen lässt. Somit bietet sich Platz für den kurzen Heber ins Zentrum. Damit findet er aber nur den Kopf von Tarkowski. Und der folgende Fernschuss von Shaw wird direkt geblockt. 

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    Es hat sich ausgeschwungen. Das Spiel hat sich auf einem eher niedrigen Niveau eingependelt. Viele Ballverluste prägen das Bild, ManUnited bekommt wenig Tempo in die Aktionen. Und Everton verteidigt leidenschaftlich wie erfolgreich. 

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    Wir korrigieren, Everton hatte doch schon einen Abschluss, einen geblockten Schuss von Gueye, der schrieb für sage und schreibe 0,01 xGoals an. Kein Vorwurf also bitte, dass wir den hier nicht abgebildet haben. Angesichts von 70 Prozent Ballbesitz des Gegners ist es aber auch schwer für die Toffees, neben der Verteidigungsarbeit auch noch den Weg nach vorne zu finden.  

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    Insgesamt ist es ein schwungvoller Beginn, daran ändert auch die kurze Behandlungspause von Tarkowski nichts, der sogar kurz raus muss, dann aber wiederkommt. ManUnited hat die besseren, weil einzigen zwei Offensivaktionen und Abschlüsse. Everton agiert aber fokussiert und aufgeweckt. Nach vorne geht bei den Gastgebern allerdings noch nichts. 

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    Und Pickford lässt direkt die nächste Flugshow folgen. Ein langer, laaaaaanger Seitenwechsel auf die rechte Seite fliegt direkt in den Fuß von Dalot. Der schlägt zwei schnelle Übersteiger gegen Brantwhaite und zieht zur Grundlinie. Von dort gibt er einen Mix aus Hereingabe und Schuss gen langes Eck ab. Den Pickford per Flugeinlage auf der anderen Seite ins Seitenaus pritscht.  

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    Da konnte sich Pickford direkt auszeichnen, das war eine echt gute Tat. Der englische Nationalkeeper war im Hinspiel schon der Garant für den Sieg, als die Stürmer der Red Devils reihenweise an ihm scheiterten. Lieblingsgegner. 

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    Aber es wird ein weiter Weg gegen den formstarken Rekordmeister. Der fast mit einem frühen Rückstand beginnt. Fernandes verlagert das Spiel links in den Strafraum zu Mbeumo, der legt den Ball direkt ins Zentrum. Und da ist viel Platz. Dalot verpasst, dahinter schießt Cunha, aber mit Amad steht der eigene Mitspieler im Weg. Weil dem der Ball nochmal vor den Fuß flippert, kommt der auch noch zum Schuss. Den entschärft Pickford mit einer starken Reaktion. Und Tarkowski schlägt den zur Torlinie kullernden Ball weg. 

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    Das Hinspiel hat Everton also schon mit 1:0 gewonnen. Sollte so ein Coup nochmal gelingen, wäre es das erst zweite Mal nach 2013/14 in der Vereinsgeschichte, dass die Toffees beide Saisonspiele gegen ManUnited gewinnen. Trainer damals bei den Red Devils: David Moyes. Hach Fußball, du wunderbarer Geschichtenerzähler. 

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    Anpfiff von Darren England im Hill Dickinson Stadium! 

    Der FC Everton spielt eine verhältnismäßig stabile Saison. Zwar sind die Toffees in beiden Pokalwettbewerben schon in der ersten Runde gescheitert. Anders als in den stellenweise schlimmen Vorjahren sind die Abstiegsränge in der Premier League aber mit zwölf Punkten weit genug weg. Remis, Siege und Niederlagen wechseln sich fleißig ab. Aber tabellarische Stagnation innerhalb einer Saison muss, je nach dem, wo man steht, nicht immer schlecht sein. 

    Die Punkteflut spülte ManUnited bis auf Rang 5, ein Sieg heute, und Chelsea würde überholt werden. Der FC Everton steht im Weg. Gegen die Toffees verloren die Red Devils ein spektakuläres Hinspiel mit 0:1. Gueye flog damals in der 13. (!) Minute vom Platz, weil er seinen eigenen Mitspieler (!!!) ohrfeigte. Trotzdem holten sich die Toffees die drei Punkte im Old Trafford durch einen Lucky Punch. Ein Spiel, das in Erinnerung blieb. Heute steht Gueye wieder in der Startelf. 

    Der emotionale Derbysieg gegen ManCity beim Carrick-Debüt brachte so viel Aufwind, dass direkt danach sogar der FC Arsenal geschlagen wurde, genauso wie Fulham und Tottenham. Laufkundschaft sieht anders aus. Erst gegen West Ham ging die Puste ein bisschen aus, Ex-Bundesligastürmer Sesko, heute mal wieder nur auf der Bank, rettete den Red Devils tief in der Nachspielzeit immerhin das 1:1. 

    Und diese Siegesserie, die war wirklich beeindruckend. Speziell in Hinblick auf das Manchester United dieser Zeit, das mehr schlafender und wankender Riese denn europäische Fußballgroßmacht ist. Gerade erst hatten sich die Red Devils mit einem 1:2 aus dem FA Cup, dem letzten Wettbewerb, in dem man etwas hätte reißen können, verabschiedet und Michael Carrick wurde als Interimslösung für den Rest der Saison installiert. Da fing Manchester United auf einmal wieder an Spiele zu gewinnen. 

    Bei Manchester United ist eine formidable Siegesserie zuletzt beim 1:1 gegen West Ham gerissen. Trainer Carrick reagiert marginal und wechselt in der Innenverteidigung Martinez für Yoro aus. Muss er auch, Martinez ist nämlich verletzt. Der Rest bleibt unberührt. 

    So beginnt Manchester United: Lammens - Diogo Dalot, Yoro, Maguire, Shaw - Casemiro, Mainoo - Amad, Bruno Fernandes, Matheus Cunha - Mbeumo. 

    Everton spielte zuletzt schon zu Hause, Bournemouth war zu Gast. Und die Toffees verloren mit 1:2 nach 1:0-Halbzeitführung. Heute, im zweiten Heimspiel in Folge, muss Trainer Moyes Rechtsverteidiger O'Brien ersetzen, der mit Rot vom Platz flog. Auch Mykolenko und George verlieren ihr Startelfmandat. Dafür spielen Keane, Branthwaite und Armstrong. 

    So spielt der FC Everton: Pickford - Garner, Tarkowski, Keane, Branthwaite - Iroegbunam, Gueye - Armstrong, Dewsbury-Hall, Ndiaye - Barry. 

    Herzlich willkommen in der Premier League zur Begegnung des 27. Spieltages zwischen dem FC Everton und Manchester United.