SV Darmstadt 98 - Energie Cottbus; 2. Bundesliga
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SV Darmstadt 98 - Energie Cottbus. 2. Bundesliga.
Merck-Stadion am Böllenfalltor.
Und wie gehts heute noch weiter? Mit einem echten Schlager um 20:30 Uhr, Nürnberg gegen Wolfsburg, also Aufstiegs- statt Abstiegskampf, das sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Bis bald!
Cottbus bleibt erst einmal Siebter, aber darf sich davon nicht täuschen lassen. Die Lilien geben die Rote Laterne ab, Rang 13 ist freilich auch nicht mehr als eine Momentaufnahme. Und wie gehts weiter? Für beide knackig, Energie empfängt am Freitag den Club aus Nürnberg, der SVD reist tags darauf nach Karlsruhe.
Nach einer desolaten ersten halben Stunde hätte Darmstadt eigentlich mit 0:3 zurückliegen müssen, kann sich bei Schuhen und dem Cottbuser Chancenwucher bedanken, dass es nur 0:1 stand. Der Ausgleich vor der Pause durch Weißhaupt war dann mehr als schmeichelhaft, aber die Defensivprobleme der Lausitzer waren eigentlich über die gesamte Spielzeit zu beobachten. Die Lilien steigerten sich nach der Pause, Energie nicht, und so drehten Vukotic und Lührs die Partie noch in einen 3:1-Heimsieg.
Und Schluss!
Auswechslung
Wie praktisch, dass sich Kohfeldt noch einen Wechsel aufgehoben hat, den kann er jetzt ziehen mit Furukawa für Weißhaupt.
Die Nachspielzeit ist jetzt natürlich nicht mehr so spannend, aber es sind vier Minuten angezeigt.
Tor
Toooor! SV DARMSTADT - Energie Cottbus 3:1. Die Ausgleichsbemühungen der Gäste wirken nicht wirklich zielführend, ganz anders die Lilien. Petretta überläuft auf links Pelivan, flankt dann kurz vor der Torauslinie aus vollem Lauf. Yannik Lührs steht goldrichtig, trifft aus zwölf Metern per Direktabnahme ins rechte Eck.
Vorlage
Vorlage Raoul Petretta
Gelbe Karte
Taktisches Foul an der Mittellinie von Duijvestijn gegen Rorig, das gibt selbstredend Gelb.
Fast das 3:1. Nach einer Ecke erwischt Klefisch einen Querschläger und bringt den Ball aus acht Metern aufs Tor. Lotka lenkt das Leder mit einer Hand über die Latte, tolle Parade!
Auswechslung
Letzter Wechsel Cottbus mit Boziaris für Michelbrink.
Gelbe Karte
Auch Gelb für Cigerci, der danach den Übeltäter Weißhaupt weggeschubst hat.
Gelbe Karte
Weißhaupt sieht Gelb für eine üble Grätsche gegen Butler.
Tor
Toooor! SV DARMSTADT - Energie Cottbus 2:1. Eben konnte Lotka den Kopfball von Weißhaupt noch parieren, bei der nachfolgenden Ecke ist er machtlos. Duijvestijn bringt den Ball mit Schnitt vom Tor weg rein, Vukotic steigt in die zweite Etage hoch und schädelt unhaltbar ins rechte Eck.
Vorlage
Vorlage Lance Duijvestijn
Auswechslung
Doppelwechsel, denn auch Lührs kommt für Mikelbrencis
Auswechslung
Richter hat genug gearbeitet, Lakenmacher muss jetzt was tun für sein Geld.
Interessant, dass Schuhen hier einen Freistoß bekommt. Aber die Zeitlupe zeigt, dass Bogdanov hier mit der Hand gearbeitet hat. Alles in Ordnung, wäre aber ohnehin kein Tor geworden im Nachklapp.
Eckball für Cottbus, Pfeiffer hat resolut geklärt.
Auswechslung
Und Hannemann macht für Bogdanov Platz.
Auswechslung
Cottbus wechselt erneut, Pelivan für Bittencourt.
Richter ist sehr auffällig, seine Hereinnahme hat der Darmstädter Offensive sichtlich geholfen. Wenngleich auch dieser Abschluss von der Strafraumgrenze wieder deutlich drüber geht.
Auswechslung
Lee war vor der Pause deutlich stärker. Folgerichtig wird er jetzt durch Lance Duijvestijn ersetzt.
Auswechslung
Doppelwechsel Darmstadt. Verkooijen raus, Akiyama rein.
Gelbe Karte
Und die andere für Energies Butler.
Gelbe Karte
So, jetzt wird aber nach einer Rudelbildung nach einem Foul von Pfeiffer ein Satz Gelbe verteilt. Eine davon für Pfeiffer selbst.
Richter beschwert sich nach einem kleinen Schubser, dass er keinen Freistoß bekommt. Ich darf ihn daran erinnern, dass bei so einer strengen Regelauslegung Bittencourt vor der Pause auch mit einem Pfiff belohnt worden wäre.
Die Lilien gerade mit einer längeren Aufenthaltsdauer im letzten Drittel. Die endet jetzt mit einem Offensivfoul. Wir warten weiter auf die erst Torchance nach Wiederanpfiff.
Auswechslung
Zweiter Wechsel von Wollitz, er bringt Doumbia für Borgmann.
Hui, kein schlechter Weitschuss von Copado aus 25 Metern. Zwar zentral aufs Tor, Schuhen hat dennoch Mühe, das Leder über die Latte zu lenken.
Er wühlt, der Cigerci im Strafraum, dann rollt er ein wenig. Die Hoffnung, dafür einen Elfer zu bekommen, die hat er exklusiv im Stadion.
Nach dem Abwehrchaos der ersten Halbzeit überrascht es nicht, dass beide Mannschaften jetzt etwas vorsichtiger agieren.
Heftiger Regen jetzt, macht die Sache nicht einfach. Darmstadt übrigens unverändert.
Der Ball rollt wieder.
Auswechslung
Bei Cottbus ist Kinsombi in der Kabine geblieben, naturgemäß wird er durch Copado ersetzt.
Darmstadt und Cottbus foltern ihre jeweiligen Trainer mit Fehlern, Fehlern, Fehlern, aber für den neutralen Zuschauer bleibt der Rückblick auf eine hochunterhaltsame Partie ohne Mittelfeldgeplänkel, aber Strafraumszenen ohne Ende. Cottbus führte früh durch den Treffer von Butler, versäumte es aber, zwei oder drei Treffer nachzulegen. Defensiv war man aber auch anfällig, das rächte sich, als Darmstadt in der 36. Minute zum Ausgleich kam. Weitere Tore sind nach Wiederanpfiff zu erwarten, auf welcher Seite, keine Ahnung!
Die nachfolgende Ecke geht genau in die Arme von Lotka. Machen wir Pause.
Richter bringt den Ball nicht über die hochspringende Mauer.
Gelbe Karte
Das reicht für die erste Gelbe der Partie, Kinsombi mit einer heftigen Grätsche gegen Weißhaupt. Zu der Karte kommt ein vielversprechender Freistoß aus 16,3 Metern.
Es gibt drei Minuten Nachspielzeit.
Rorig mit einer Freistoßflanke von rechts, die man in einer anderen Sportart als Air Ball bezeichnen würde. Viel höher und unerreichbarer kann man einen Ball nicht ins Toraus schießen.
Energie jetzt defensiv außer Rand und Band. Manu lässt Pfeiffer links im Sechzehner sich in aller Ruhe drehen und das lange Eck anvisieren. Der Ball hoppelt einen Meter am Ziel vorbei.
War das eine Tätlichkeit gegen Bittencourt abseits des Balles? Nein, nur ein kleiner Schubser von Weißhaupt.
Alles korrekt, Lee ist nicht ins Abseits gelaufen, die Cottbuser haben einfach gepennt. Der Zwischenstand ist natürlich ein Hohn, aber wenn man vorne nicht trifft und hinten nicht zum ersten Mal patzt, dann braucht man sich nicht wundern in der Lausitz.
Tor
Toooor! SV DARMSTADT - Energie Cottbus 1:1. Abseits oder nicht? Lee steht ja da komplett alleine rechts im Strafraum, passt zur Mitte, Noah Weißhaupt lässt sich nicht zweimal bitten und drischt das Leder unhaltbar unter die Latte. Nicht platziert, aber eben so scharf, dass Lotka da nicht reagieren kann.
Vorlage
Vorlage Ho-Jae Lee
Und gleich wieder muss Schuhen abtauchen und einen Weitschuss von Butler entschärfen. Wieder vorbereitet vom bärenstarken Hannemann,
War aber Gott sei Dank dann doch nicht so schlimm. Smit wird vom Feld geführt, zeigt aber seinem Trainer an, dass er doch weitermachen kann.
Jetzt unterbricht Schiedsrichter Hasmann endlich das Spiel, Smit windet sich schon viel zu lang mit Schmerzen am Boden. Alte Regel, ein Spieler der zurückliegenden Mannschaft simuliert nie.
Weiter wirklich schlimme Fehler auf beiden Seiten. Die Cottbuser produzieren Querschläger im eigenen Strafraum, blocken dann aber wenigstens den Schuss von Lee, dem man den Ball serviert hat. Auf der Gegenseite nimmt Cigerci Fahrt auf, Vukovic macht wieder nur Begleitschutz, will gar keinen Zweikampf. So ist es Schuhen, der den Weitschuss wieder aus dem rechten Eck fischen muss.
Ein Darmstädter Abschluss. Akrobatisch, wie da Richter überhaupt noch rankommt, links im Strafraum aus ganz spitzem Winkel. Aber auf das Tor kann er das Leder nicht platzieren.
Die angesprochenen xGoals der Cottbuser sind nun also auf 1,22 eskaliert. Tolle Sache für Darmstadt, dass es hier nur 0:1 steht. Aber wie lange schaut sich Florian Kohfeldt das weiter an?
Was macht die Darmstädter Abwehr eigentlich hauptberuflich? Ein ganz langer Ball segelt in den Lilien-Strafraum, alle bleiben stehen, nur Butler läuft zum Ball. Aber mit einem irren Reflex wehrt Schuhen den Kopfball aus sehr kurzer Distanz irgendwie ab.
Es ist ein sehr unterhaltsames Spiel, was jetzt nicht unbedingt an der fußballerischen Qualität liegt. Die Führung der Gäste ist natürlich hochverdient, die xGoals stehen bei 0,18 zu 0,87. 0,87, so viel hätte ich bei Cottbus maximal am Ende der 90 Minuten erwartet.
Das muss das 0:2 sein! Herrliches Direktspiel der Gäste, Hannemann passt dann von der linken Seite perfekt zur Mitte, Cigerci steht völlig blank und kann sich aus acht Metern die Ecke aussuchen. Er schiebt das Leder am rechten Eck vorbei, Hannemann greift sich mit beiden Händen an den Kopf, den schönen Assist hatte er schon fix abgespeichert.
Aber auch Darmstadt wirkt hinten weiter alles andere als sattelfest. Kinsombi hat auf links viel zu viel Platz, spielt dann aber einen Fehlpass in den Strafraum. Und dann ist Schuhen gefordert, muss aus seinem Kasten kommen und sich dazwischenwerfen, weil seine Vorderleute mal wieder desorientiert sind.
Das Bemühen ist den Hausherren nicht abzusprechen. Und Cottbus ist in der Defensive ja auch wirklich alles andere als stark, 13 Gegentore in sechs Runden sprechen hier Bände.
Mikelbrencis sucht eine schnelle Antwort, sein Schussversuch wird aber geblockt. Richter hat kurz danach eigentlich freie Schussbahn, ballert aber aus acht Metern in die Wolken.
Tor
Toooor! SV Darmstadt - ENERGIE COTTBUS 0:1. Die Lilien orientieren sich also nach vorne. Und kassieren sofort die Genickwatsche. Manu spielt von rechts am eigenen (!) Strafraum einfach mal einen weiten Ball nach vorne. Vukovic schläft tief und fest, Justin Butler nimmt Fahrt auf und den Ball mit, marschiert bis an den Sechzehner und schiebt den Ball aus 15 Metern gekonnt ins rechte Eck.
Vorlage
Vorlage King Manu
Ein erster Ball saust in den Cottbuser Strafraum, allerdings deutlich zu steil für Smit.
Anpfiff!
Blicken wir noch schnell auf die Spielleitung. Und hier sehen wir brandaktuell Hauptschiedsrichter Justin Hasmann die beiden Teams auf das Fußballfeld am Böllenfalltor führen. Die VAR-Hauptverantwortliche heißt Felix Weller, auch er wird heute sicherlich noch im Rampenlicht stehen.
Darmstadt 98 und Energie Cottbus, das sind ja keine Emporkömmlinge, sondern durchaus klingende Namen mit viel Historie. Umso erstaunlicher, dass das heute das erste Pflichtspiel dieser beiden Teams gegeneinander ist. Irgendwie hat man es geschafft, sich seit 1991 immer aus dem Weg zu gehen, obwohl man die volle Klavitur der Ligen 1 bis 3 ausgiebig gespielt hat.
Aber den heutige Gegner einholen, das können die Lilien auch dem sehnsüchtig erwarteten Heimdreier nicht. Cottbus hat nämlich schon acht Zähler auf dem Konto, jeder davon ist freilich nur einer im Kampf um den Klassenerhalt, so realistisch ist man in der Lausitz auch nach dem guten Saisonstart geblieben.
Der Letzte trifft auf den Siebten der Tabelle, das hätte man vor Saisonbeginn wohl so erwartet. Aber nicht, dass Aufsteiger Cottbus sich in der oberen Tabellenhälfte vergnügt und die Lilien Stockletzter sind. Wobei Stockletzter, davon kann eigentlich keine Rede sein, denn mit einem Sieg kann sich eine der zahlreichen Vier-Punkte-Truppen weit nach oben schießen, siehe Braunschweig gestern, das jetzt auf Rang 8 die Momentaufnahme genießt.
Energie war am 6. Spieltag Mitte September, die Älteren werden sich erinnern, erfolgreicher unterwegs, remisierte 1:1 gegen St. Pauli. Und so gibt es auch nur einen Wechsel, Copado muss auf die Bank und Kinsombi darf von Beginn an ran.
So stellt Pele Wollitz heute auf: Lotka - Rorig, Manu, Erlein, Borgmann - Bittencourt, Michelbrink - Cigerci, Hannemann, Kinsombi - Butler.
Das 1:5 gegen Wolfsburg ist zwar lange her, aber Kohfeldt muss ohnehin den erkrankren Rechtsverteidiger Lannert ersetzen, Mikelbrencis übernimmt. Richter darf zudem heute mal wieder von Beginn an ran, dafür hat es Sickinger nicht einmal in den Kader geschafft.
Wir legen los! Mit Darmstadts Startelf: Schuhen - Mikelbrencis, Pfeiffer, Vukotic, Petretta - Richter, Verkooijen, Klefisch, Weißhaupt - Lee, Smit.
Herzlich willkommen in der 2. Bundesliga zur Begegnung des 7. Spieltages zwischen Darmstadt 98 und Energie Cottbus.