Brighton & Hove - Arsenal; England, Premier League

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Brighton & Hove - Arsenal. England, Premier League.

Amex StadiumZuschauer31.575.

Brighton & Hove 0

    Arsenal 1

    • B Saka (9. minute)

    Live-Kommentar

    Das wars an dieser Stelle. Aktuell haben wir noch Newcastle gegen ManUnited und morgen Tottenham gegen Crystal Palace im Programm, erst dann geht die Premier League in die FA-Cup-Pause. Vielen Dank für das Interesse und bis dahin! 

    Weil ManCity parallel zu Hause gegen Nottingham nur 2:2 spielt, beträgt Arsenals Vorsprung an der Tabellenspitze auf die Skyblues nun sieben Punkte, allerdings haben die Cityzens auch noch ein Nachholspiel in der Hinterhand. Trotzdem hat Arsenal weiterhin alles in der eigenen Hand. Als nächstes geht es für die Gunners am Samstag im FA Cup gegen Mansfield Town, dann wartet Leverkusen in der Königsklasse, dann Everton in der Premier League. Brighton and Hove Albion könnte den derzeitigen Rang 12 bei noch zwei offenen Spielen an diesem Spieltag noch verlieren. Die Seagulls spielen erst am 14.03. wieder, dann gegen Sunderland.

    Was für ein krummer, aufgrund der Umstände aber umso emotionalerer Sieg für den FC Arsenal. Die Gunners legten einen vor allem offensiv äußerst schwachen Auftritt hin, erkämpften sich aber durch ein frühes Eiertor von Saka und mit Opferbereitschaft, aber auch viel Glück einen 1:0-Sieg, der eine immense Bedeutung für den Rest der Saison einnehmen kann. Brighton hätte mehr verdient gehabt, mindestens das Remis wäre das gerechte Ergebnis gewesen, vielleicht sogar der Sieg. Doch letztlich fehlte auch hier vor dem Tor die letzte Konsequenz und Gefahr.

    Und wenige Sekunden nach Abpfiff brandet direkt nochmal großer Jubel im Gästelager auf: ManCity kommt gegen Nottingham nicht über ein 2:2 hinaus und lässt wichtige Punkte im Meisterschaftskampf liegen! 

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    Tatsächlich. Mit dem Abschlag pfeift Kavanagh überpünktlich ab. Arsenal gewinnt mit 1:0! 

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    Nochmal Freistoß für Brighton von der linken Seitenlinie, den kann Arsenal klären. Dann sprintet sich Kadioglu nochmal frei, schlägt seine schwierige Flanke aber weit hinter den zweiten Pfosten ins Toraus. Das könnte es gewesen sein. Es soll nicht sein für die Seagulls. 

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    Ayari muss eine Umschaltaktion der Gunners mit dem taktischen Foul an Havertz unterbinden und kassiert dafür die Gelbe Karte. 

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    Minteh links am Strafraum vor der Grundlinie, dribbelt sich fest, wird gedoppelt, so hat Kadioglu hinter ihm Platz. Die Flanke zieht er wuchtig Richtung Tor. Raya wehrt mit beiden Fäusten nach vorne ab, Brighton bleibt im Nachgang gefährlich vor dem Tor. Kommt aber nicht sauber zum Abschluss. 

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    Die ersten zwei Minuten sind um, weil Raya einen langen Abschlag in Nichtgeschwindigkeit ausführt und Saka nach einem harmlosen Zweikampf im gegnerischen Strafraum provozierend liegen bleibt, von Veltmann aufgehoben wird und den vermeintlichen Helfer nur wegschubst. Wenn Kavanagh konsequent bleibt, wird es das mit den sieben Minuten nicht gewesen sein. 

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    Wow, die beträgt sieben Minuten. Das ist großzügig vom Schiedsrichterteam. 

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    Howells Flanke von der rechten Seite wird abgefälscht und entwickelt sich zur Bogenlampe, die aufs Tordach fällt. Das hat Raya früh erkannt. Gefährlicher wird es nicht. Und alles wartet gebannt auf die Nachspielzeit. 

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    Van Hecke gewinnt zwar nach einem hohen Ball das Kopfballduell gegen Eze, köpft aber direkt auf Trossard im Mittelkreis, der den zweiten Ball sofort tief zu Havertz schickt. Der nimmt den Ball am linken Strafraumeck auf, schaut ins Zentrum, entscheidet sich aber für den wuchtigen Abschluss aus spitzem Winkel. Und scheitert an Verbruggen im kurzen Eck. 

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    Und es fehlt nicht mehr viel. Zumal Arsenal es jetzt sehr gut schafft, Brighton vom Tor fernzuhalten. Eine echte Schlussoffensive bekommen die Seagulls nicht aufgezogen. Dazu verschleppt und verzögern die Gunners das Geschehen immer wieder geschickt. Hart am Rande der Fairness. 

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    Was für ein glücklicher Kraftakt, wenn Arsenal dieses Spiel wirklich gewinnen sollte. Und damit auch noch den Vorsprung auf City auf zwei weitere Punkte ausbaut. Eine der schwächsten Saisonleistungen könnte eine ganz wichtige Rolle im Saisonendspurt einnehmen. 

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    Oder auch nicht. Da müssen wir nochmal zur Regelkunde. Es geht mit dem ursprünglichen Einwurf weiter. Den zelebriert Arsenal, Brighton moniert Zeitspiel, so wie das ganze Spiel schon. Das werden noch aufwühlende zehn Minuten. 

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    Es wird hektisch. Einwurf Arsenal auf der rechten Seite, Saka startet tief Richtung Grundlinie, Kadioglu stellt ihm das Bein, da hat Timber noch gar nicht eingeworfen. So wird aus einem harmlosen Einwurf eine gefährliche Freistoßposition. 

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    Boscagli meckert. Warum, das wissen wir auch nicht. Die Gelbe Karte notieren wir trotzdem. 

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    Wenig später wechselt auch Arsenal nochmal und bringt Stabilisator Nörgaard im defensiven Mittelfeld für Zubimendi. 

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    Und gleichzeitig wird noch Ayari für Baleba eingewechselt. Alle rennen sie nach vorne. 

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    Gomez macht Platz für Howell. 

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    Hürzeler legt seine letzten Patronen ins Lager und wechselt dreifach. Veltman kommt für Wieffer. 

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    Bei ManCity ist viel passiert, da steht es mittlerweile 2:2. Beide Meisterschaftsanwärter agieren an diesem Abend offenbar wenig souverän. An dessen Ende sieben Punkte Vorsprung für den FC Arsenal stehen könnten. Und das nach so einer Leistung. 

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    Hui, gute Chance für Arsenal! Ein Freistoß von Rice wird auf die rechte Seite des Strafraums abgewehrt, wo Saka den Ball sichert. Saka spielt in den Rückraum zu Trossard, der steckt direkt für Timber durch und rückt nach, Timber spielt direkt wieder auf Trossard. Der will direkt schießen, das misslingt und die Kugel rutscht ihm über den Schlappen. Die Sekunde für die Ballannahme und den gezielten Schlenzer wäre Zeit gewesen.  

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    Und sie ist auch kurzweiliger, wir nähern uns schon der Schlussphase. Und sehen einen grübelnden Arteta, der weiß, dass hier jederzeit der Punktverlust drohen kann. Trossards kleben bleibendes Dribbling auf der linken Seite ändert das genauso wenig wie Havertz' von Kadioglu weggeschlagener Querpass aus derselben Position. 

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    Die zweite Halbzeit ist besser als die erste, das war aber auch nicht schwer. Mehr Energie, mehr Action. 5:4 Torschüsse haben wir angeschrieben, zwei Chancen und ein paar Halbchancen waren dabei, bei Brighton macht vor allem Minteh Spaß. Sollte das 0:1 bis zum Ende Bestand haben, es wäre Stand jetzt eine höchst unverdiente Niederlage für Brighton and Hove Albion. 

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    Für den Mittelfeldstrategen Hinshelwood kommt Stürmer Welbeck. 

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    Arsenals zweite Ecke gerade, die erste ist uns vorhin durchgerutscht, war aber ereignislos, und es dauert handgestoppte 31 Sekunden, bis Rice den Ball ins Zentrum schlägt. Das ist noch keine Minute, wie Hürzeler es bemängelt hat. Aber Eile ist auch anders. 

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    Baleba verliert 30 Meter zentral vor dem Tor den Ball am pressenden Rice, die Kugel rollt zu Havertz, der freie Bahn, aber kein Tempo hat. So kommt Baleba noch in den Zweikampf, ehe Havertz sauber abschließen kann, blockt den Schuss aus 16 Metern und macht seinen eigenen Fehler wieder wett. 

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    Dritter Wechsel beim FC Arsenal: Calafiori kommt für Mosquera, der nicht immer den stabilsten Eindruck hinterlassen hat. Abwehrchef Gabriel musste da viel ausbaden. 

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    Und gleich nochmal Brighton: Gomez treibt an, über Rutter geht der Ball zu Minteh, der jetzt auf einmal rechts am Strafraumeck auftaucht und ins Zentrum flankt. Da warten wieder sechs (!) potenzielle Abnehmer. Und Wieffer köpft einen Aufsetzer in Rayas Arme. 

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    Minteh wird hier seit seiner Einwechslung mehr und mehr zum Faktor. Groß leitet einen Pass auf die linke Außenbahn zum schnellen Mann weiter, Minteh überrennt den hilflosen Mosquera und rennt einen Meter parallel zur Grundlinie auf Raya am kurzen Pfosten zu. Er bedient das Zentrum, statt selbst zu feuern. Und bleibt an einem Abwehrbein hängen. 

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    Dann gehts weiter - mit Raya, der unverändert weitermacht. 

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    Und wie gewohnt, betreiben Trossard und Martinelli Arbeitsteilung, diesmal im Verhältnis 60 zu 30. 

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    Wir notieren eine frühe Einwechslung für DFB-Nationalstürmer Havertz, der sich 30 Minuten Matchpraxis abholen darf. Gyökeres räumt die Sturmspitze. 

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    Eine Parade mit Folgen: Raya hat sich verletzt. Die Schulter, auf der er gelandet ist, schmerzt. Ist es ernst? Raya muss behandelt werden, Arsenal nutzt die Unterbrechung und wechselt. 

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    Und das müssen wir auf der anderen Seite auch: Raya pariert stark gegen Rutter! Gomez gewinnt nach der Halbfeldflanke von links hinter dem langen Pfosten das Kopfballduell gegen Hincapie und köpft in den Rückraum zu Rutter. Der nimmt den auftickenden Ball direkt, schießt wuchtig und flach. Und scheitert an der guten Tat des Arsenal-Keepers.

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    Aufgepasst, da ist er: Arsenals zweiter Torschuss im Spiel! Eze wird eigentlich zentral vor dem Tor von Groß verteidigt, dann springt der Ball aber doch nochmal frei und Gyökeres übernimmt. Er spielt zu Saka halblinks an den Strafraumrand, Saka läuft noch ein paar Meter parallel zur Grundlinie und schießt dann aus der Drehung. Drei Meter zu hoch. Das MÜSSEN wir als Highlight markieren. 

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    Minteh schafft es auf der linken Seite bis an die Grundlinie, flankt aber nur in die Magengrube von Raya. Es bleibt also dabei: Viel Aufwand, wenig Ertrag bei Brighton. Selbst aus neutraler Sicht, wünscht man sich den Seagulls mehr Durchschlagskraft und glücklichere Momente. 

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    Danach der schnelle Abwurf von Raya. Und das unmittelbar folgende taktische Foul von Gomez an Rice. Dafür gibt es die zweite Gelbe Karte im Spiel. 

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    Nach einem abgewehrten Eckstoß sichert Brighton den zweiten Ball und spielt sich kurzzeitig am gegnerischen Sechzehner fest, dann flankt Groß nochmal vom linken Strafraumrand im Bogen gefährlich ins Zentrum. Raya beweist eine gute Strafraumbeherrschung und pflückt den Ball aus der Luft. 

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    Was für Spieler Arsenal noch auf der Bank hat. Havertz, Trossard, Madueke, Jesus, Lewis-Skelly, unglaublich. Die könnten alle noch für so viel Schwung sorgen. Schwung, den Arsenal bislang zu keiner Zeit aufgenommen hat. Aber auch deswegen sind wir hoffnungsvoll, dass die zweite Halbzeit ansehnlicher wird. 

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    Und Minteh hat gleich einen ersten kleinen guten Moment: Aus dem Stand flankt er aus dem rechten Halbfeld gegen Rice, ziemlich unerwartet. Am Elfmeterpunkt will Rutter die tiefe Hereingabe mit dem Kopf ins lange Eck weiterleiten, streift den Ball aber nur, der besagtes Eck dann quasi unberührt verfehlt. 

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    Weiter gehts. 

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    Ein Wechsel, bevor das Spiel weitergeht: Minteh kommt für Mitoma. 

    Arsenal legt eine schwache erste Halbzeit hin, die eines Tabellenführers nicht würdig ist, liegt aber trotzdem 1:0 vorne, weil Verbruggen einen missratenen Schuss von Saka, den einzigen der Gunners in 49 Minuten, nicht halten konnte. Und weil sich Brighton trotz hohem Aufwand keinen Ertrag erarbeiten konnte. So sehen wir ein schwer zu beobachtendes und zähes Spiel, das kaum Szenen bringt. 

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    Es passiert nichts mehr. Wir machen Pause. 

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    Drei Minuten gibt es aber erst noch obendrauf. 

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    Ballgeschiebe, wohin das Auge blickt. Dann ist Hinshelwood frei durch. Aber nur, weil er zuvor Mosquera niedergerissen hat. Die Pause kann dem lahmen Spiel nur guttun. 

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    Beendet der FC Arsenal diese erste Hälfte jetzt echt mit einem Torschuss, der für 0,01 xGoals und die 1:0-Halbzeitführung sorgte? Das sind ja kuriose Werte. Der Durchgang trudelt im Mittelfeld peu a peu aus. 

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    Es ist auffällig, wie stark und effektiv Brighton gegen Arsenals gefährliche Außenspieler verteidigt. Weder Saka auf der rechten noch Martinelli auf der linken Seite schaffen es mit ihrem Tempo, mal durchzubrechen oder sich im Eins gegen Eins durchzusetzen. Zwischendurch fliegen dabei auch mal ganz gut die Fetzen, wie jetzt bei Boscagli kerniger Grätsche gegen Saka, aber das ist alles fair. 

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    Die Zeit vergeht auch irgendwie nur schleppend. Es ist ein arg langatmiges, fades Spiel. 

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    Aber das war Brightons fünfter Torschuss. Arsenal? Hat einen. Ein Torschuss des Tabellenführers nach 36 Minuten. Und eine 1:0-Führung. Arsenals Kritiker bekommen bislang Wasser auf die Mühlen. 

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    Zubimendi kommt zurück und sieht unbeteiligt, wie van Hecke eine Halbfeldflanke von der rechten Seite in den mit vier Mann besetzten Strafraum schlägt. Kurz hinter dem Elfmeterpunkt köpft Hinshelwood gut drei Meter am langen Pfosten vorbei. 

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    Vom funkelnden Etihad zurück an die windige Südküste von Brighton, wo sich Zubimendi nach einem Zweikampf mit Rutter unglücklich vertritt und wegknickt. Der Mittelfeldmann muss behandelt werden, die Teams nutzen das, um sich neue Anweisungen abzuholen. 

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    Im Etihad ist ManCity ebenfalls mit 1:0 in Führung gegangen. Nach einer halben Stunde notieren wir also einen Gleichstand im Fernduell. 

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    Rice nimmt sich der Sache an, will den Ball trotz des ungünstigen Winkels direkt aufs Tor ziehen, schießt aber einen Meter zu hoch. Toni Kroos hat aus dieser Position mal ein Tor gegen Schweden geschossen ... 

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    In den letzten fünf, sechs Minuten hat Arsenal auch das Ballbesitzverhältnis gedreht, ist nun dominanter und passsicherer. Und dann holt Martinelli links neben dem Strafraum mit seinem wendigen Dribbling gegen den plumpen Gomez einen Freistoß raus. 

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    Auf dem Rasen passiert derweil gerade nicht viel mehr. Es ist kein sonderlich aufregendes Spiel. Was auch daran liegt, dass Arsenal gerade etwas stabiler und sicherer wird. Torszenen sind rar. 

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    Am 03. Januar hat Pascal Groß seine Rückkehr bei Brighton and Hove Albion gefeiert und wurde für 19 Minuten eingewechselt. Seitdem hat er in acht Spielen so gut wie jede Minute gespielt (eine Auswechslung in Minute 88). Heute trägt er die Kapitänsbinde. Und jetzt wird er für seinen gewonnenen Zweikampf gegen Saka rechts neben dem Sechzehner gefeiert. Groß ist wieder dort, wo er hingehört. Er macht heute sein 273. Spiel für die Seagulls. 

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    Es spielt weiter nur Brighton. Das ist stellenweise schon ein Belagerungszustand. Arsenal wirkt allerdings nicht so, als hätte es damit ein großartiges Problem. Die Verteidigungsarbeit gefällt mit der Führung im Rücken. Und die Umschaltsituationen werden sich schon nach und nach ergeben. 

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    Im halblinken Feld rückt Kadioglu auf und spielt einen tiefen Pass an den Strafraumrand zu Rutter, startet durch, Rutter lässt klatschen. Gabriel hat seinen Fuß drin, spitzelt den Ball weg, aber direkt auf den Fuß von Rutter. Der schießt dann. Doch ausgerechnet der durchs Gabriel-Tackling strauchelnde Kadioglu steht ihm im Weg und blockt den gefährlich anmutenden Schuss 15 Meter vor dem Tor. Das war Pech. 

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    Darüber hinweggesehen, spielt Brighton hier echt gut auf. Die Seagulls haben mehr vom Spiel, schieben es in Arsenals Hälfte, attackieren das Aufbauspiel des Gegners mutig und früh. Und besetzen den Strafraum wie jetzt, bei Mitomas Halbfeldflanke, mit fünf, sechs Spielern. Außenseiterfußball sieht anders aus. 

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    Aber was war das bitte für ein krummes Ding gerade? Ja, Sakas Schuss war abgefälscht. Und nein, wir wollen nicht zu hart mit Verbruggen ins Gericht gehen, können es selbst natürlich auch nicht besser. Aber das war leider trotzdem ein Torwartfehler. Die Reaktion des Keepers wirkte sehr merkwürdig. Den hätte man schon irgendwie noch abwehren können. 

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    Mosquera langt am linken Flügel gegen Rutter hin, der hätte einen schönen tiefen Lauf starten können. Das war gerade mal das dritte Foul der Partie, trotzdem gibts direkt mal Gelb. 

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    Tooooor! Brighton and Hove Albion - FC ARSENAL 0:1. Arsenal gewinnt an der Mittellinie den Ball, dann verteilt Eze ihn nach rechts zu Timber. Der nimmt Saka mit, der zieht nach innen. Ganz nett, aber alles halb so wild. Und das Tor fällt eigentlich auch nur, weil Sakas harmloser Schuss aus dem rechten Strafraumeck von Baleba noch ganz leicht abgefälscht wird. Und Verbruggen ihn durch die Beine passieren lässt. 

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    Vorlage Jurriën Timber

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    Auf der anderen Seite bricht dann aber auch Arsenal das erste Mal durch. Eze leitet einen Pass aus der Abwehrkette von Gabriel direkt in den halblinken Raum zu Saka weiter, der schafft es so locker zur Grundlinie, spielt dort quer. Da ist aber keiner mitgelaufen. Sowohl Gyökeres als auch Martinelli haben sich Richtung Rückraum orientiert. 

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    Die folgende erste Ecke übersteht Arsenal dann ohne Probleme. Aber da hatten die Gunners großes Glück. Das muss eigentlich die Führung für die Seagulls sein. Da hatte Raya noch gehörig wackelige Beine, vielleicht ja angesichts seines runden Jubiläums heute. 

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    Was für ein Schreckmoment für die Gunners nach etwas über zwei Minuten. Raya spielt einen fürchterlichen Fehlpass im Aufbauspiel direkt in den Fuß von Baleba. Bleibt dann an der Strafraumkante stehen, wo er rein gar nichts bewirken kann. Baleba überlupft den Keeper. Und Raya hat Glück, dass Gabriel immens aufmerksam zurückgeeilt ist und den Ball drei Meter vor der Torlinie wegköpft. 

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    Anpfiff von Referee Chris Kavanagh im voll besetzten und gut gelaunten American Express Stadium! 

    Bei Brighton and Hove Albion hat der junge deutsche Trainer Hürzeler zuletzt die Kurve gekriegt. Fünf PL-Spiele ohne Sieg und dann das krachende 0:3-Aus im FA Cup gegen einen unberechenbaren FC Liverpool sorgten dafür, dass der Stuhl wackelte. Es folgten aber zwei Siege gegen Brentford und Nottingham. Als Elfter ist die Abstiegsregion weit genug entfernt, das ist aber nicht der Anspruch an der Südküste. Bestenfalls sollte noch Richtung Europapokalplätze geklettert werden. 

    Eine besondere Note erhält dieses Spiel, weil sich ausgerechnet Brighton-Coach Hürzeler über Arsenals Ecken beschwert hat. Vor allem mit eigener Führung würde es immer ganz schön lang dauern, bis die ausgeführt werden, so der Vorwurf. Das steht heute natürlich unter besonderer Beobachtung. Genauso wie das Blockverhalten gegenüber dem gegnerischen Keeper. Da fordern PL-Protagonisten wie LFC-Trainer Slot, den Torhüter wieder besser zu schützen. Um die Torerzielung nach Ecken zu erschweren.  

    Für Diskussionen sorgt mittlerweile allerdings die Art und Weise, wie Arsenal diese Siege einfährt. Hinten wird vor einem sehr guten Keeper Raya, der heute sein 100. PL-Spiel für Arsenal macht, bärenstark verteidigt, das ist aller Ehren wert und zweifelsfrei eine große Leistung. Vorne werden die Tore aber hauptsächlich durch Standards erzielt, das ist so gar nicht Arsenal-like. Gegen Chelsea waren es die Eckentore 15 und 16, das ist jetzt schon, nach 29 von 38 Spielen, Rekord in der Premier League. 

    Für Arsenal geht es darum, die fünf Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze (bei einem Spiel mehr) zu verteidigen. Zwei ungeplante Remis während der vergangenen fünf Spiele gegen Brentford und Wolverhampton ließen den Abstand etwas schmelzen, da ManCity gerade fast alles gewinnt. Zuletzt präsentierten sich die Gunners mit zwei prestigeträchtigen Derbysiegen gegen die Nachbarn Tottenham und Chelsea aber wieder in der Spur.

    Das Gute an Englischen Wochen in der englischen Premiere League: Es gibt nicht ganz so viele Anstoßzeiten wie am Wochenende. So ergibt es sich, dass wir heute, im Rahmen des 29. Spieltags, ein klassisches Fernduell im Meisterschaftskampf erleben dürfen, dass es so häufig im modernen Fußball gar nicht mehr gibt. Während der FC Arsenal in Brighton bestehen muss, hat Verfolger Manchester City zeitgleich Nottingham zu Gast. Beides Spiele, die für Meisterschaftsanwärter als Pflichtsieg eingestuft werden müssen. 

    Der FC Arsenal gewann, ebenfalls am Sonntag, ebenfalls mit 2:1, Gegner war der FC Chelsea. Trainer Arteta verändert seine Startelf auf zwei Positionen. Beide der Marke: Wohl dem, der so kann. Mosquera verteidigt für Saliba. Und Gabriel Martinelli greift für Trossard an. Nationalstürmer Havertz, der von Bundestrainer Nagelsmann trotz mittlerweile fast einjähriger Verletzungsseuche praktisch eine Einsatzgarantie für die WM bekommen hat, sitzt nach seinem abermaligen Kurz-Comeback als Joker am Sonntag wieder auf der Bank. 

    So beginnt der FC Arsenal: Raya - Timber, Mosquera, Gabriel, Hincapie - Zubimendi, Rice - Saka, Eze, Martinelli - Gyökeres. 

    Brighton and Hove Albion gewann zuletzt mit 2:1 gegen Nottingham Forest. Trainer Hürzeler verändert seine Startelf drei Tage später auf drei Positionen. Boscagli hinten, Baleba in der Mitte und Rutter vorne dürfen von Anfang an ran. Dunk, Welbeck und Rekordspieler Milner rücken vorerst auf die Auswechselbank. 

    So spielt Brighton and Hove Albion: Verbruggen - Wieffer, van Hecke, Boscagli, Kadioglu - Baleba, Groß - Gomez, Hinshelwood, Mitoma - Rutter. 

    Herzlich willkommen in der Premier League zur Begegnung des 29. Spieltages zwischen Brighton and Hove Albion und dem FC Arsenal.