Wolfsburg und Frankfurt verpassen Champions League: Bundesliga nur mit Bayern vertreten

Der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt haben die Ligaphase der Frauen-Champions-League verpasst. Beide Bundesligisten schieden in ihren Playoff-Duellen gegen Inter Mailand beziehungsweise Paris Saint-Germain dramatisch aus.

In der Verlängerung mussten sich die Frankfurterinnen gegen PSG geschlagen geben.
Image: In der Verlängerung mussten sich die Frankfurterinnen gegen PSG geschlagen geben.  © Imago

Wolfsburg verlor gegen Inter Mailand im Elfmeterschießen. Frankfurt musste sich Paris Saint-Germain nach Verlängerung deutlich geschlagen geben.

Der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt haben den Einzug in die Ligaphase der Champions League auf dramatische Weise verpasst. Während die Wölfinnen nach dem 4:5 im Elfmeterschießen (1:3 n.V.) bei Inter Mailand scheiterten, bedeutete das 1:5 (0:1, 1:1) der Hessinnen nach Verlängerung bei Paris Saint-Germain ebenfalls das Aus. Als Trostpflaster bleibt beiden Teams der "Abstieg" in den zweitklassigen Europa Cup.

Die Bundesliga ist damit nur mit dem gesetzten Double-Gewinner Bayern München, der im Vorjahr erst im Halbfinale am späteren Sieger FC Barcelona gescheitert war, in der Ligaphase mit den besten 18 Teams Europas vertreten. Eine ähnlich schwache Bilanz gab es zuletzt 2017/18, als bei anderem Modus nur Wolfsburg unter die Top 16 kam. Die Auslosung der Hauptrunde findet am Freitag statt.

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Wolfsburg verschläft erste Halbzeit

"Es fühlt sich alles sehr leer an, das ist natürlich sehr enttäuschend, da fehlen einem ein bisschen die Worte", sagte VfL-Coach Stephan Lerch. Eintracht-Trainer Niko Arnautis meinte: "Es ist bitter. Kleinigkeiten entscheiden auf diesem Niveau. Wir haben gegen eine Mannschaft aus dem oberen Regal beide Spiele auf Augenhöhe gespielt. Wir hätten mehr verdient."

Wolfsburg zeigte nach dem souveränen 2:0 im Hinspiel in Sesto San Giovanni im Nordosten Mailands eine schwache erste Hälfte und ließ sich beim 0:1 durch Elisa Bartoli (39.) auskontern. Den zweiten Inter-Treffer von Elisa Polli (84.) bereitete die frühere Wolfsburgerin Lina Magull vor, die nach einer Stunde eingewechselt worden war.

In der Verlängerung verlor Mailand Torschützin Bartoli, die wegen Oberschenkelproblemen nicht weitermachen konnte, und musste zu zehnt weiterspielen. Nach dem 1:2 der eingewechselten Weronika Arasniewicz (111.) per Stochertor rettete Marija Milinkovic (120.+1) Inter in den Shootout. Dort versagten Mara Alber die Nerven, Magull verwandelte ihren Versuch.

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Frankfurt gerät durch Konter ins Hintertreffen

Frankfurt hatte Paris zu Hause ein 1:1 abgerungen, musste auf dem PSG Campus aber auf die verletzte Hinspiel-Torschützin Larissa Mühlhaus verzichten. Auch hier brachte ein Konter das 1:0, Merveille Kanjinga (36.) traf zunächst den Pfosten und dann ins Tor. Ereleta Memeti (57.) hatte den Ausgleich auf dem Fuß.

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Nach der Gelb-Roten Karte gegen Frankfurts Hayley Raso (66.) glückte Rebecka Blomqvist (76.) nach Doppelpass mit Memeti der Ausgleich. Doch erneut Kanjinga (95.), Sakina Karchaoui (105./113.) und Rasheedat Ajibade (120.+1) schossen die Französinnen verdient in die Ligaphase.

Diese erreichte auch der FC Chelsea, der sich nach dem 5:2 im Hinspiel auch im zweiten Duell bei Real Sociedad durchsetzte. Keira Walsh (54.) erzielte beim 1:0 (0:0) den entscheidenden Treffer, Nationalspielerin Sjoeke Nüsken kam bei den Blues nicht zum Einsatz.

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