Manchester City legt Berufung ein: Klub wehrt sich gegen Schuldspruch der Premier League
Manchester City hat gegen den Schuldspruch im Verfahren um mutmaßliche Finanzverstöße Berufung eingelegt. Der englische Meister weist die Vorwürfe weiterhin zurück und spricht von wesentlichen Fehlern im Urteil.
02.10.2026 | 13:47 Uhr
Der Rechtsstreit um Manchester City geht damit in die nächste Runde. Dem Klub drohen bei einer endgültigen Verurteilung weitreichende sportliche Konsequenzen.
Manchester City geht gegen den Schuldspruch im historischen Verfahren um schwerwiegende Finanzverstöße wie erwartet juristisch vor. Der schwer in die Bedrängnis geratene englische Spitzenklub bestätigte am Freitag, fristgerecht Berufung gegen das Urteil der unabhängigen Kommission der Premier League eingelegt zu haben.
City mit Gutachten nicht einverstanden
City teilte mit, dass am Donnerstag eine "umfassende Berufung" eingereicht worden sei. "Der Klub vertritt die feste Auffassung, dass das Gutachten aus mehreren Gründen klare wesentliche Fehler in Bezug auf Recht, Prinzipien und Tatsachen enthält und daher unsicher ist", hieß es in einem Statement: "Der Verein ist unschuldig in Bezug auf die Anschuldigungen der Premier League, und es existiert eine umfassende Sammlung unwiderlegbarer Beweise, die alle seine Positionen in diesem Fall stützen."
Die Liga bestätigte Citys Vorgehen und teilte mit, dass die Anhörung vor dem unabhängigen Berufungsausschuss bis zur Veröffentlichung des Ergebnisses "vertraulich" bleibe. Die Berufung wird von einem neuen dreiköpfigen Gremium verhandelt, laut Regularien muss über diese innerhalb von zwölf Wochen nach einer Anhörung entschieden werden. Laut BBC könne diese zeitliche Regelung jedoch gegenbenenfalls außer Kraft gesetzt werden.
City droht extreme Strafen
Am Dienstag hatte die Liga bestätigt, dass die Cityzens für schuldig befunden wurden. Es geht um einen Zeitraum von neun Jahren von 2009 bis 2018 und insgesamt 115 Anklagepunkte. Sollte der Klub keinen Erfolg auf juristischer Ebene haben, drohen drastische Strafen bis zum Zwangsabstieg, auch die Aberkennung von Titeln ist denkbar.
City, das seit 2008 in den Händen der City Football Group aus Abu Dhabi liegt, soll laut der Vorwürfe unter anderem mit vielfältigen Scheinverträgen die Regeln der Premier League umgangen haben. Auch warf die unabhängige Kommission den Klubvertretern vor, ihren Pflichten der Kooperation in dem Verfahren nicht nachgekommen zu sein.
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