Kimmich reagiert auf DFB-Debatte um seinen Stammplatz - Eberl verteidigt DFB-Kapitän
Joshua Kimmich hat die Diskussion um seinen Stammplatz in der deutschen Nationalmannschaft gelassen aufgenommen. Der DFB-Kapitän betonte nach Bayerns 2:2 in Augsburg, dass er sich weiterhin über Leistung durchsetzen will.
10.10.2026 | 23:05 Uhr
Nach dem ersten DFB-Lehrgang unter Jürgen Klopp wird über Joshua Kimmichs Rolle diskutiert. Der Nationalspieler zeigt sich davon unbeeindruckt und erhält prominente Unterstützung.
Nach dem ersten DFB-Lehrgang mit Bundestrainer Jürgen Klopp sind die Diskussionen um DFB-Kapitän Joshua Kimmich neu entfacht worden. Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof harmonierten prächtig im Mittelfeldzentrum, wodurch in der Folge der unangefochtene Stammplatz des Routiniers infrage gestellt wurde. "Ich glaube, für Kimmich wird es eng werden", prognostizierte beispielsweise Sky Sport Experte Didi Hamann.
Nach dem 2:2 der Bayern beim FC Augsburg bezog Kimmich Stellung: "Ehrlicherweise habe ich es gar nicht verfolgt, aber man kriegt es halt trotzdem mit, dass was los war. Ich meine, ich bin jetzt zwölf Jahre dabei. Ich weiß, wie das Geschäft funktioniert", sagte Kimmich. "Das Einzige, worauf ich mich konzentrieren kann und muss, ist meine Leistung, das mache ich, das habe ich die letzten elf Jahre gemacht. Das werde ich weiterhin so machen."
Der 116-malige deutsche Nationalspieler möchte seinen Platz im DFB-Team nicht aufgeben - im Gegenteil. "Am Ende spielen immer die Besten und die letzten zehn Jahre ist es immer ganz gut gelungen, zu den Besten zu gehören. Das ist mein Ziel. Und dafür arbeite ich jeden Tag", betonte Kimmich.
Eberl findet Kimmich-Debatte "absurd"
Auch Bayern-Sportvorstand Max Eberl schaltete sich in die Debatte ein: "Ich habe verfolgt, dass die Qualitäten von Joshua Kimmich infrage gestellt wurden. Und das finde ich absolut absurd. Also, das ist ein Leader, der vorne weggeht", machte der Funktionär deutlich. "Ja, er ist irgendwie das Gesicht, wenn man sagen will, einer Mannschaft, die jetzt in den letzten Jahren bei den Turnieren nicht so erfolgreich war. Aber Joshua Kimmich ist für mich ein herausragender deutscher Spieler und wir sollten froh sein, dass wir so einen Spieler bei uns in den Reihen haben."
Bundestrainer Klopp schickte den DFB-Kapitän nach zwei sieglosen Spielen in den Niederlanden und gegen Griechenland nach Hause, wollte eine Diskussion aber gar nicht erst aufkommen lassen: "Ich will diese Jungs auch mal sehen, wenn die Platzhirsche nicht da sind", erklärte Klopp im BR und stärkte Kimmich zugleich. "Er hat einen großartigen Eindruck gemacht und ist ein toller Kapitän. Es ist alles gut."
Auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus steht weiter hinter dem Mittelfeldstar: "Für mich ist Joshua Kimmich gesetzt. Ich beteilige mich überhaupt nicht an dieser Diskussion, ob wir ihn brauchen oder nicht", sagte der Weltmeister von 1990 im exklusiven RTL/Sky Sport Interview. "Joshua Kimmich war für mich der beste Feldspieler beim ersten Spiel in den Niederlanden. Er ist ein Anführer, er hat Erfahrung. Er trägt dazu bei, Mannschaften stärker zu machen."
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