Hamann & Funkel kritisieren bei Sky90 den Bayern-Einspruch gegen die Sperre von Luis Diaz

Der FC Bayern reagiert auf die heftig diskutierten Schiedsrichter-Entscheidungen im Spiel gegen Leverkusen und legt Einspruch gegen die Sperre von Luis Diaz ein. Bei Sky90 finden Trainer-Ikone Friedhelm Funkel und Sky Sport Experte Didi Hamann klare Worte zur Haltung des Rekordmeisters.

Einige Entscheidungen von Schiedsrichter Christian Dingert in Leverkusen konnten die Stars des FC Bayern nicht nachvollziehen.
Image: Einige Entscheidungen von Schiedsrichter Christian Dingert in Leverkusen konnten die Stars des FC Bayern nicht nachvollziehen.  © Imago

Hamann findet das Vorgehen seines Ex-Klubs skandalös.

"Das ist doch eines Weltvereins nicht würdig", sagte der Sky Sport Experte. "Ein Weltverein legt Protest ein gegen eine Gelb-Rote Karte, wo der Spieler versucht, einen Elfmeter zu schinden."

Gleich mehrere Entscheidungen von Schiedsrichter Christian Dingert und seinem Team hatten im Spiel gegen Bayer Leverkusen bei den Münchnern die Gemüter erhitzt. Zwei Platzverweise sowie die aberkannten Treffer von Jonathan Tah und Harry Kane ließen die Emotionen beim Rekordmeister hochkochen. Dieser entschied sich am Tag nach dem Spiel zu einem Einspruch gegen die Sperre von Luis Diaz.

Jan-Christian Dreesen, Vorstandsvorsitzender des FCB, sagte exklusiv bei Sky Sport:

"Wir betrachten die Entwicklung der letzten Wochen mit Sorge. Die Leistung in Leverkusen war der Höhepunkt einer Phase, in der wir immer wieder mit fragwürdigen Entscheidungen konfrontiert waren. Ob beim HSV, in Dortmund oder in Leverkusen - es gab eben immer wieder strittige Szenen, die oft gegen uns liefen. Der DFB ist gefordert, das Niveau der Leistungen seiner Schiedsrichter zu verbessern. Dass Christian Dingert seinen Fehler eingesteht, ist ehrenwert, aber das alleine hilft uns nicht."

Funkel sieht Doppelmoral

Wie Hamann kann auch Trainer-Ikone Friedhelm Funkel den Schritt des Rekordmeisters nicht nachvollziehen. Der Einspruch werde ohnehin ins Leere laufen, betonte der 72-Jährige: "Ja, das ist Fakt: Sie werden mit dem Einspruch keinen Erfolg haben. Warum sie das machen? Ich weiß es nicht."

Er hob gegenteilig die Kehrseite der angesprochenen Fehlentscheidungen hervor: "Sie sprechen ja wirklich nur aus ihrer Sicht, dass sie benachteiligt worden sind und nicht andere Vereine auch. Man muss dazu sagen, dass der FC Bayern in den vergangenen Wochen auch Schiedsrichter-Entscheidungen bekommen hat, die sie bevorteilt haben", so Funkel weiter und nannte als Beispiel die Partie gegen Hoffenheim. Eine Doppelbestrafung gegen Kevin Akpoguma brachte den FCB früh in Vorsprung und Überzahl.

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Für Funkel sei dies Doppelmoral: "Dann reden sie nicht davon, dass sie bevorteilt werden. Das finde ich nicht korrekt."

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Sky Sport präsentiert alle Stimmen zum 1:1 zwischen Bayer Leverkusen und Bayern München.

Hamann: Einspruch befeuert Schiedsrichter-Problematik

Nach Ansicht von Hamann gäbe es nur eine Möglichkeit, mit solchen Situationen umzugehen: "Du musst doch auch mal in der Niederlage - die es ja nicht mal war - das mit Respekt und Würde anerkennen, dass Fehler gemacht werden oder auch nicht."

Der 52-Jährige verwies zudem auf die ohnehin angespannte Lage im deutschen Schiedsrichterwesen: "Wir haben große Probleme, dass wir junge Schiedsrichter finden, weil keiner mehr pfeifen will, weil es körperliche Angriffe gibt. Und das befeuert das doch nur", sagte Hamann: "Und das ist der FC Bayern, das ist unser Flaggschiff des deutschen Fußballs!"

Das Verhalten der Bayern sei "das eigentlich Skandalöse an diesem ganzen Spiel, an diesem ganzen Vorgang".

Mehr zum Autor Malte Göttlinger

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