FC Bayern München legt Einspruch gegen Diaz-Sperre ein

Der FC Bayern München kritisierte lautstark das Schiedsrichtergespann beim 1:1 in Leverkusen. Vor allem der Platzverweis für Luis Diaz sorgte für Unmut.

Der FCB lässt die Entscheidung über den Platzverweis von Luis Diaz nicht einfach so stehen.

Der FC Bayern hat am Sonntag Einspruch gegen die Sperre von Luis Diaz beim DFB-Sportgericht eingelegt. Das bestätigte der Verein auf Anfrage. Jan-Christian Dreesen, Vorstandsvorsitzender des FCB, sagte exklusiv bei Sky Sport:

"Wir betrachten die Entwicklung der letzten Wochen mit Sorge. Die Leistung in Leverkusen war der Höhepunkt einer Phase, in der wir immer wieder mit fragwürdigen Entscheidungen konfrontiert waren. Ob beim HSV, in Dortmund oder in Leverkusen - es gab eben immer wieder strittige Szenen, die oft gegen uns liefen. Der DFB ist gefordert, das Niveau der Leistungen seiner Schiedsrichter zu verbessern. Dass Christian Dingert seinen Fehler eingesteht, ist ehrenwert, aber das alleine hilft uns nicht."

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Schiedsrichter Christian Dingert erklärt bei Sky Sport das nicht gegebene Tor von Harry Kane und den Platzverweis von Luis Diaz.

Was war in einer turbulenten Partie passiert?

In der Schlussphase sorgte die Ampelkarte für Luis Diaz für viele Diskussionen. Vorausgegangen war ein Fallen des Kolumbianers im gegnerischen Strafraum.

Es gab zwar einen Kontakt zwischen dem FCB-Flügelstürmer und Torhüter Janis Blaswich, allerdings stand Diaz sofort wieder auf. Trotzdem gab Referee Dingert die zweite Gelbe Karte und bewertete diese Situation als Schwalbe.

Kaum Chance auf Begnadigung

Die Chancen auf einen erfolgreichen Einspruch sind jedoch sehr gering. DFB-Schiedsrichtersprecher Alex Feuerherdt hat am Sonntag gegenüber Sky Sport betont: "Es handelt sich um eine Tatsachenentscheidung, die man falsch finden kann, aber nicht um einen offenkundigen Irrtum wie bei einer Spielerverwechslung."

Bayern-Trainer Vincent Kompany fand nach der Partie deutliche Worte: "Ich bin nicht zufrieden, dass Lucho jetzt gesperrt ist. Man muss die Szene im Ganzen sehen. Er steht so schnell wieder auf und es gibt auch noch einen Kontakt. Dann kann man die Diskussion führen: Elfmeter oder nicht. Aber es ist niemals eine Gelbe Karte. Diaz wird jetzt im nächsten Spiel (gegen Union Berlin, 21. März, 15:30, live bei Sky Sport; Anm. d. Red.) fehlen, ohne dass ich verstehe, warum."

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Schiedsrichter Christian Dingert bezog nach dem Spiel auch zur Diaz-Szene Stellung. "Aus dem Spiel heraus habe ich wahrgenommen, dass der Spieler Diaz abhebt. Den anschließenden Treffer am Fuß habe ich nicht so wahrgenommen", sagte der 45-Jährige. "Wenn ich die Bilder sehe, sage ich: kein Elfmeter, das ist klar und Gelb-Rot sehr hart. Wenn ich jetzt die Bilder sehe, würde ich das so nicht mehr geben."

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