FC Bayern: Nils Schmadtke weist Vorwürfe nach Trennung entschieden zurück
Nils Schmadtke hat sich nach seinem angekündigten Abschied vom FC Bayern öffentlich zu Wort gemeldet. Der bisherige Head of Scouting weist Vorwürfe um Informationslecks klar zurück und sieht keinen Zusammenhang zu seiner Trennung vom Rekordmeister.
06.11.2026 | 10:29 Uhr
Der 37-Jährige ist nach Sky Sport Infos bereits freigestellt und nicht mehr im Tagesgeschäft aktiv. Schmadtke reagierte nun ausführlich auf die Diskussionen der vergangenen Tage.
Nach der Bekanntgabe seines bevorstehenden Abschieds vom FC Bayern hat sich Nils Schmadtke erstmals öffentlich zur Trennung geäußert. Wie Sky Sport bereits berichtete, wurde der 37-Jährige bereits von seinen Aufgaben freigestellt und ist nicht mehr ins Tagesgeschäft eingebunden. Der formell noch bis Ende Januar 2027 als Head of Scouting gebundene Funktionär wies dabei insbesondere Berichte zurück, die ihn oder seine Abteilung mit Informationslecks innerhalb des Klubs in Verbindung bringen.
Auf LinkedIn stellte der 37-Jährige klar: "Im Scouting lernt man früh: Urteile über Menschen trifft man nicht nach Hörensagen, sondern nach dem, was man selbst gesehen hat. Lange habe ich überlegt, ob ich mich zu den Berichten der letzten Tage äußere. Normalerweise lasse ich meine Arbeit sprechen. Diesmal geht es aber nicht um meine Arbeit, sondern um meinen Charakter. Deshalb ein paar klare Sätze."
Bayern-Scout weißt Vorwürfe zurück
Besonders deutlich wurde Schmadtke beim Thema Insider-Wissen: "Ich habe nie vertrauliche Informationen an Medien weitergegeben. Nicht in München und nirgendwo sonst." Auch weitere Vorwürfe wies er zurück: "Menschen in meiner Verantwortung habe ich nie herabgesetzt. Fordernd bin ich, auch unbequem, wenn es um Qualität geht. Respektlos bin ich nicht."
Zugleich betonte Schmadtke, dass die veröffentlichten Spekulationen und sein Abschied vom Rekordmeister in keinem Zusammenhang stünden: "Und: Nichts von dem, was geschrieben wurde, hatte auch nur ansatzweise etwas mit meinem Ausscheiden beim FC Bayern zu tun. Über interne Vorgänge spreche ich nicht öffentlich. Das habe ich bei keiner meiner Stationen getan, und dabei bleibt es auch jetzt."
Trotz der Trennung zieht Schmadtke ein positives Fazit seiner Zeit in München. "Was mir genauso wichtig ist: Meine Zeit beim FC Bayern war lehrreich und eine sehr positive Erfahrung. In einem Klub dieser Größe zu arbeiten, mit diesem Anspruch und diesem Tempo, hat mich fachlich und persönlich weitergebracht."
Schmadtke versöhnlich: "Dem FC Bayern wünsche ich alles Gute"
Und weiter: "Auf das, was wir in diesen zwei Jahren aufgebaut haben, bin ich stolz. Wir haben die Scouting-Abteilung neu aufgestellt, Profis und Campus enger miteinander verzahnt und in der Ansprache von Spielern neue Wege beschritten. Das war Teamarbeit. Meinem Team danke ich für euren Einsatz, eure Ideen und euer Vertrauen. Ohne euch wäre nichts davon möglich gewesen."
Zum Abschluss richtete Schmadtke noch versöhnliche Worte an seinen baldigen Ex-Klub: "Dem FC Bayern wünsche ich alles Gute. Auf meine nächste Aufgabe freue ich mich." Nach Sky Sport Informationen soll der bisherige Chefscout Christoph Kresse vorerst die Nachfolge von Schmadtke antreten.
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