Bundesliga-Vereine nehmen laut UEFA mehr Geld als Teams aus Spanien und Italien ein
Ein neuer Finanz-Report der UEFA zeigt die wirtschaftliche Stärke des deutschen Fußballs. Bei den Einnahmen liegt man vor Spanien, doch der Abstand zu England ist gewaltig. Vor allem in einem Punkt sind die deutschen Vereine aber absolute Spitze in Europa
26.02.2026 | 11:47 Uhr
Großer Abstand zu England, aber mehr Einnahmen als Spanien: Der deutsche Fußball steht im europäischen Vergleich mit den anderen Top-Ligen gut da. Das geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Finanz-Report der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hervor.
Im Finanzjahr 2024 erreichten die europäischen Erstligisten Rekordeinnahmen in Höhe von 28,6 Milliarden Euro, davon entfallen 3,9 Milliarden Euro auf die deutschen Klubs. Für das Jahr 2025 werden mehr als 30 Milliarden Euro erwartet.
Spitzenreiter England ist mit 7,44 Milliarden Euro Einnahmen weit enteilt, gegenüber Spanien (3,88 Milliarden Euro) hat die Bundesliga einen minimalen Vorsprung, nachdem man zuletzt noch hinter den Iberern rangiert war . Mit 11,6 Milliarden Euro zahlten die 20 Premier League-Klubs darüber hinaus mehr Ablösesummen als die 58 deutschen, italienischen und spanischen Klubs zusammen (10,3).
England enteilt bei Einnahmen
Doch vor allem sind die deutschen Klubs wirtschaftlich stabil. "Während kein deutscher Klub negatives Eigenkapital meldete, sind es im Vergleich dazu zwei Klubs in Frankreich, drei in Spanien sowie je vier in England und in Italien", heißt es in dem Bericht. Im Gegensatz zu den anderen europäischen Top-Ligen, in denen die Klubs durchschnittlich Minussummen (vier bis neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr) zu verzeichnen hatten, verbesserten die deutschen Klubs ihr Ergebnis um sieben Prozent.
Der Bericht bietet ein vollständiges Bild des Jahres 2024 aller 55 UEFA-Mitgliedsverbände und umfasst Angaben zu 739 Erstligaklubs der Männer. Angesichts der Zahlen kam UEFA-Präsident Aleksander Ceferin zu dem Schluss, "dass das gesamte Ökosystem des europäischen Fußballs gut funktioniert".
Deutsche Klubs als Stabilitätsanker
Gleichzeitig sei klar, "dass es keinen Grund zur Selbstzufriedenheit gibt. Einige Trends wie steigende Betriebskosten, zunehmende Mitarbeiterzahlen und Lohnsteigerungen außerhalb des Spielbereichs müssen wir genau im Auge behalten. Trotz aller Unruhe, trotz des Drucks und trotz der Zweifel einiger bleibt die Zukunft des europäischen Fußballs vielversprechend", sagte Ceferin.
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