Strafe für Nico Hülkenberg beim Monaco-GP sorgt für Unverständnis

Es war alles bereitet für die Premieren-Feier von Nico Hülkenberg. Der Audi-Pilot fuhr als Neunter über die Ziellinie - und das ausgerechnet beim schillernden GP von Monaco. Doch dann machte die Rennleitung dem Emmericher einen Strich durch die Party-Rechnung.

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Kimi Antonelli ist weiter das Maß aller Dinge. Beim Chaos-Rennen in Monaco fährt er von Anfang bis Ende souverän vorneweg und schießt vor Lewis Hamilton und Pierre Gasly ins Ziel.

Nico Hülkenberg erhielt nachträglich eine Zehn-Sekunden-Strafe für einen Kontakt mit Carlos Sainz. Eine Entscheidung, die für Unverständnis sorgte.

Was war passiert?

Kurz vor Schluss wurde es nach dem stehenden Re-Start eng in der legendären Loews - der wohl langsamsten Kurve im gesamten Formel-1-Kalender. Nico Hülkenberg nahm die Kurve eng, fuhr auf der Innenseite und kollidierte dann mit seinem rechten Vorderrad mit dem linken Hinterrad von Williams-Pilot Carlos Sainz. Dieser touchierte im Anschluss leicht die Wand.

Rennleitung bestraft Hülkenberg

Hülkenberg kam so nicht nur am Spanier vorbei, sondern auch an Haas-Pilot Esteban Ocon und fuhr als Neunter über die Ziellinie. Die ersten Punkte für den Emmericher im Audi-Cockpit - denkste!

Die Rennleitung schaute sich die Szene nochmal an und befand Hülkenberg als schuldig. Die Folge: eine Zehn-Sekunden-Strafe und die Rückversetzung Hülkenbergs auf P14.

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Nico Hülkenberg fällt beim Großen Preis von Monaco nachträglich aus den Punkten aufgrund einer Strafe. Den Grund seht ihr hier im Video.

Nur wenige Meter später nach dem Kontakt zwischen Hülkenberg und Sainz wurde der Spanier komplett aus dem Rennen genommen, nachdem er von Alpine-Pilot Franco Colapinto gedreht wurde. Für den Argentinier gab es anders als für Hülkenberg hingegen keine Strafe.

Glock: "Bestrafung von Hülkenberg ist nicht nachvollziehbar"

"Die einzige Erklärung, die ich dafür habe ist, dass bei Sainz die Hinterradaufhängung schon gebrochen war und Colapinto sozusagen dem Thema ausgeliefert war. Es sah so aus, als ob das Hinterrad schon etwas beschädigt war und vielleicht hat man sich deswegen dafür entschieden, Colapinto nicht zu bestrafen", analysierte Sky Sport Experte Timo Glock die Szenen.

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NICO HÜLKENBERG 🇩🇪

  • Name: Nicolas Hülkenberg
  • Geburtstag: 19. August 1987 (Emmerich, Deutschland)
  • Team: Audi Revolut F1 Team
  • Erstes F1-Rennen: GP von Bahrain (2010, 14.)
  • Erster F1-Sieg: -
  • Titel: -
  • Vorherige Teams: Stake F1 Team KICK Sauber, Williams, Force India, Sauber, Renault, Racing Point, Aston Martin, MoneyGram Haas F1 Team

"Für mich ist die Bestrafung von Hülkenberg aber auch nicht wirklich nachvollziehbar. Fakt ist: Er hat sich für die Innenseite committed und von außen kam Sainz zurückgestoßen. Im Endeffekt ist das für mich in Monaco ein normaler Rennunfall, der in so einer Kurve passieren kann. Nico konnte sich nicht in Luft auflösen", hatte Glock eine klare Meinung.

Hülkenberg: "Das ist bitter, das ist frustrierend"

Hülkenberg selbst zeigte sich am Sky Sport Mikrofon geknickt: "Der Frust und die Enttäuschung überwiegen. Hätte, hätte, Fahrradkette - so ein Wochenende per Definition. Wir hatten eigentlich ein gutes Paket hier, das hat man im Rennen gemerkt und gesehen."

AUDI 🇩🇪

  • Name: Audi Revolut F1 Team
  • Gründungsjahr: 1993
  • Unternehmenssitz: Neuburg an der Donau, Deutschland / Hinwil, Schweiz / Bicester, Großbritannien
  • Vorgänger: Stake F1 Team, Sauber F1 Team, BMW Sauber, Teams Sauber F1
  • Konstrukteurs-Titel: -
  • Teamchef: Mattia Binotto
  • Fahrer: Nico Hülkenberg (GER), Gabriel Bortoleto (BRA)
  • Testfahrer: Neel Jani (CH)

Hülkenberg ging jedoch weniger auf die nachträgliche Strafe ein als vielmehr auf die Taktik des Williams-Teams. Die beiden Fahrer Sainz und Albon bremsten die hinteren Autos systematisch aus, um beim jeweiligen Boxenstopp des Teamkollegen keinen Platz zu verlieren.

"Die Williams machen ihr Teamspielchen da vorne. Das war dann ein ziemlich bitteres Rennen. In Monaco, vor allem wenn man in so einer Situation ist, wie wir waren, wenn man von einem Team extra eingebremst wird, kann man nichts machen. Man ist dem hoffnungslos ausgeliefert. Das ist bitter, das ist frustrierend. Dieses Jahr war zu erwarten, dass es wieder passiert, wenn ein Team zwei Autos nah beieinander hat. So ist es leider gekommen."

Mehr zum Autor Udo Hutflötz

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