Hamilton würdigt Schumacher: "Es war großartig, Michael in Rot zu sehen"
Lewis Hamilton hat Michael Schumacher vor dem Grand Prix von Italien in Monza gewürdigt. Der Ferrari-Pilot erinnerte sich an seine Kindheit als Fan des siebenmaligen Weltmeisters und sprach über die besondere Bedeutung, selbst für die Scuderia zu fahren.
03.09.2026 | 15:18 Uhr
Ferrari ehrt Michael Schumacher beim Monza-Wochenende mit einer besonderen Hommage. Lewis Hamilton nutzte die Pressekonferenz, um seine Bewunderung für die deutsche Formel-1-Legende auszudrücken.
Lewis Hamilton hat auf der Pressekonferenz vor dem Großen Preis von Italien emotionale Worte über Michael Schumacher gefunden. Der siebenmalige Weltmeister beschrieb beim Media Day die besondere Atmosphäre rund um Ferrari und Monza und zog dabei mehrfach Parallelen zu seinem großen Vorgänger. Dieser wird von seinem ehemaligen Rennstall zum 30. Jubiläum seines ersten Ferrari-Heimrennens geehrt.
Für Hamilton ist die Bedeutung des Scuderia-Heimspiels weiterhin besonders: "Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, Ferrari-Fahrer zu sein und hier bei diesem legendären Rennen mit dem legendärsten und besten Team der Welt zu sein. Es ist zwar schon mein zweites Jahr, aber ich muss mich immer noch daran gewöhnen."
Ferrari-Star freut sich auf Schumi-Tribut
Auch die geplante Schumacher-Hommage der Scuderia bewegt den Briten. Ferrari wird in Monza mit einer speziellen Lackierung sowie Rennanzügen an den Start gehen: "Ich habe die Schumi gewidmete Lackierung zwar noch nicht gesehen, aber diese sieben Sterne (für Schumachers sieben Weltmeistertitel, Anm. d. Red.), die wir haben werden - genau wie bei mir -, geben mir ein gutes Gefühl. Sie fühlen sich an, als wären sie auch meine."
Zudem werden auch Schumachers Weggefährten Sebastian Vettel und Rubens Barrichello in Monza sein, um Show-Runden im Ferrari F2002 des Königsklassen-Idols zu drehen.
"In Videospielen immer nur ihn ausgewählt"
"Ich erinnere mich an die Sonntage mit den F1-Starts, an die Erkennungsmelodie, mit der die Veranstaltung begann. Ich erinnere mich, Michael immer im roten Auto zu sehen. Und in Videospielen habe ich immer nur ihn ausgewählt und habe mich immer gewundert, wie es sich wohl anfühlt, in seinen Schuhen zu stecken. Jetzt habe ich die Chance, diese Erfahrung so zu erleben wie er. Ich meine, er war so ein riesiger Leader", so Hamilton weiter über die F1-Legende.
Besonders mit Schumachers Innovationskraft zu seiner Zeit bei Ferrari kann sich der langjährige Mercedes-Pilot identifizieren. Der Motorsport-Titan wechselte 1996 nach zwei Weltmeistertiteln mit Benetton zu den Italienern, kämpfte aber die ersten Jahre mit unterlegenem Material.
Hamilton erklärt Scuderia-Entwicklungen
"Ich war zu Schumis Zeit bei Ferrari noch nicht dabei, um zu verstehen, wie es ihm damals im Team erging, aber es gab immer dieses Narrativ, wie Michael dieses Team umgekrempelt hat."
"Ich habe auf viele Veränderungen am Auto gedrängt, die im letzten Jahr nicht möglich waren, weil sie mit dem Kostendeckel zu teuer waren. Dazu war viel Überzeugungsarbeit meinerseits nötig", erklärte Hamilton zu seinem Scuderia-Start.
Schumacher-Managerin Sabine Kehm lobte im exklusiven Interview mit Sky Sport & RTL/ntv besonders Schumachers zwischenmenschliche Qualitäten: "Michael hat es mit seiner Führungskraft und mit seiner Integrationskraft geschafft, das Team komplett um sich zu scharen, weil er sich wirklich um die Leute bemüht hat."
Neben dieser Fähigkeit war Schumacher jedoch genauso für seinen extremen Arbeitswillen berühmt. Auf diese Leistungen baut auch Hamilton seinen Erfolg: "Ich habe viel am Simulator gearbeitet, mit dem Ziel, dass wir uns als Team in allen Bereichen verbessern. Ich bin dankbar für die Dinge, die er (Teamchef Fred Vasseur, Anm. d. Red.) umgesetzt hat. Ich bin stolz auf die Fortschritte, die wir gemacht gemacht haben."
Mehr zum Autor Malte Göttlinger
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