Novak Djokovic jagt nach Zweitrundensieg bei Australian Open weiter Federer-Rekord
Altmeister Novak Djokovic setzt seine Rekordjagd bei den Australian Open unbeirrt fort.
22.01.2026 | 11:14 Uhr
Der 38 Jahre alte Serbe gewann auch sein Zweitrundenmatch gegen den italienischen Qualifikanten Francesco Maestrelli nach einer ansprechenden Leistung mit 6:3, 6:2, 6:2 - und fuhr damit seinen 101. Sieg in Melbourne ein.
Djokovic, der zehn Mal am Yarra River triumphieren konnte und weiter seinen 25. Titel auf größter Bühne jagt, fehlt damit nur noch ein Erfolg, um zu Rekordhalter Roger Federer (102 Siege) aufzuschließen. Mit einem Sieg in der dritten Runde würde Djokovic aber nicht nur mit dem Schweizer gleichziehen, er würde auch seinen eigenen Rekord auf 400 Siege bei Grand-Slam-Matches ausbauen.
Dass er in Zeiten der Dominanz von Carlos Alcaraz und Jannik Sinner nur Außenseiterchancen auf den ganz großen Coup hat, ist Djokovic bewusst. Dennoch will er alles versuchen. "Ich unterschätze niemanden", sagte er nach seinem Erfolg über den Qualifikanten Maestrelli.
Musetti schlägt Landsmann Sonego
Der Weltranglistenfünfte Lorenzo Musetti hatte sich zuvor im Prestigeduell gegen seinen italienischen Landsmann Lorenzo Sonego durchgesetzt. Der zweimalige Grand-Slam-Halbfinalist schlug seinen Davis-Cup-Kollegen nach einer konzentrierten Leistung mit 6:3, 6:3, 6:4.
Vorjahreshalbfinalist Ben Shelton fertigte den australischen Qualifikanten Dane Sweeny im Schnelldurchlauf ab. Für das 6:3, 6:2, 6:2 brauchte der an Position acht gesetzte US-Amerikaner nur 102 Minuten.
Wawrinka hat noch immer nicht genug
Gekämpft, begeistert und am Ende gesiegt: Der nimmermüde Stan Wawrinka hat einfach keine Lust auf das Ende seiner Abschiedstour bei den Australian Open. Der dreimalige Grand-Slam-Gewinner aus der Schweiz zog nach einem hochemotionalen Match gegen den Franzosen Arthur Géa in die dritte Runde ein - und sorgte für Partystimmung in Melbourne.
Publikumsliebling Wawrinka rang seinen Gegner nach einem Krimi letztlich mit 4:6, 6:3, 3:6, 7:5, 7:6 (10:3) nieder - und genoss vielleicht zum letzten Mal das Bad in der Menge in Australien. Im fünften Satz trieben es die beiden Kontrahenten auf die Spitze; Wawrinka hatte im Match-Tiebreak das bessere Ende auf seiner Seite.
Wawrinka beflügelt nach Zweitrundensieg
"Ich bin erschöpft. Es ist mein letztes Mal bei den Australian Open, deswegen versuche ich, so lange wie möglich dabei zu bleiben", sagte Wawrinka im Interview mit Mats Wilander - und fügte in Richtung der Fans an: "Ich bin nicht mehr jung, also brauche ich eure Energie. Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich bin super happy."
Während sein 21 Jahre alter Gegner gegen Ende mit Krämpfen zu kämpfen hatte, bewegte sich der 40 Jahre alte Wawrinka nach über viereinhalb Stunden noch immer sehr ordentlich. Mit einem beeindruckenden Lob sorgte er beim Stand von 6:3 im Match-Tiebreak für die Vorentscheidung. Zuvor hatte er sich schon den vierten Satz auf spektakuläre Weise gesichert - mit seiner unwiderstehlichen einhändigen Rückhand.
Im Dezember hatte "Stan the Man" angekündigt, in dieser Saison das letzte Kapitel seiner Karriere als Tennisprofi zu schreiben. Wawrinka hatte 2002 als Profi debütiert. In seiner langen Laufbahn holte er auch Olympia-Gold 2008 im Doppel und den Davis Cup 2014 jeweils an der Seite von Roger Federer. Den letzten seiner 16 Titel gewann er 2017 in Genf.
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