Mirra Andreeva trifft im Halbfinale bei den French Open auf Marta Kostyuk
Die junge Russin zieht im Eiltempo in die nächste Runde ein und trifft dort auf die Ukrainerin.
02.06.2026 | 12:34 Uhr
Mirra Andreeva (19) ist nach einer Machtdemonstration ins Halbfinale der French Open gestürmt.
Die 19-Jährige besiegte Sorana Cirstea aus Rumänien in nur 56 Minuten 6:0, 6:3 und erreichte zum zweiten Mal nach 2024 die Runde der letzten vier in Paris. Dort trifft die junge Russin auf die Ukrainerin auf Marta Kostyuk, die im Achtelfinale die viermalige Siegerin Iga Swiatek geschlagen hatte.
34. Sieg
Für die Weltranglistenachte Andreeva war es der 34. Sieg in diesem Jahr, keine Spielerin auf der Tour hat mehr. Auch mit ihrer Bilanz von 20:3 auf Sand liegt sie in dieser Saison vorne. Nachdem Andreeva vor zwei Jahren im Halbfinale an der Italienerin Jasmine Paolini gescheitert war, will sie nun an der Seine den nächsten Schritt gehen und ihren Traum vom ersten Grand-Slam-Sieg am Leben erhalten.
Gegnerin hatte Deutsche geschlagen
Die 36 Jahre alte Cirstea, die in der zweiten Runde die deutsche Hoffnungsträgerin Eva Lys geschlagen hatte, verpasste derweil bei ihrem letzten Auftritt in der französischen Hauptstadt den erstmaligen Einzug in das Halbfinale eines Grand Slams. Sie wird nach der Saison ihre Karriere beenden.
Andreeva startete bei geschlossenem Dach im regnerischen Paris furios, in nur 24 Minuten schnappte sie sich den ersten Satz. Cirstea fand erst im zweiten Durchgang etwas besser in das Match, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden.
Andreeva-Gegnerin steht fest
Die ukrainische Tennisspielerin Marta Kostyuk hat ihren Viertelfinalsieg bei den French Open gegen Landsfrau Elina Switolina den Menschen in ihrer kriegsgebeutelten Heimat gewidmet. "Wir hatten wieder eine sehr schwierige Nacht in der Ukraine, besonders in Kiew. So viele Menschen sind tot. Ich möchte dieses Match den ukrainischen Menschen widmen und ihrer Entschlossenheit", sagte die 23-Jährige: "Slava Ukraini!". Dann wischte sie sich ein paar Tränen aus den Augen.
Von den Rängen im Stadion Philippe Chatrier gab es dafür tosenden und langen Applaus, auch ein paar ukrainische Flaggen waren zu sehen. Kostyuk machte durch ein 6:3, 2:6, 6:2 gegen Switolina ihr erstes Grand-Slam-Halbfinale perfekt. Sie ist die erste Ukrainerin überhaupt im Semifinale von Roland Garros.
Rakete in Nähe des Elternhauses eingeschlagen
Kostyuk hatte nach ihrem Auftaktmatch in Paris öffentlich gemacht, dass hundert Meter von ihrem Elternhaus eine Rakete ein Gebäude zerstört habe. Sie zeigte auf der Pressekonferenz auch ein Bild auf dem Handy, das die Zerstörung zeigen soll. Sie versuche, wann immer es geht, "an die Schrecken des Alltagslebens der Menschen" in ihrer Heimat zu erinnern, sagte Kostyjuk.
Auf den im Tennis eigentlich obligatorischen Handschlag am Netz verzichten die ukrainischen Profis, wenn sie auf Spieler und Spielerinnen aus Russen treffen.
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