Alexander Zverev steht beim Masters in Madrid im Halbfinale und bricht deutschen Tennis-Rekord
Alexander Zverev sendet beim ATP-Masters in Madrid ein klares Signal an die Konkurrenz. Der deutsche Tennisstar zeigt beim klaren Erfolg gegen Flavio Cobolli seine Topform auf Sand, zieht souverän ins Halbfinale ein und stellt dabei einen nationalen Rekord auf.
30.04.2026 | 21:54 Uhr
Alexander Zverev setzt seinen starken Auftritt beim ATP-Masters in Madrid fort und greift nach dem nächsten Titel.
Der Hamburger gewann sein Viertelfinale gegen den Italiener Flavio Cobolli deutlich mit 6:1, 6:4 und revanchierte sich damit für die Halbfinal-Niederlage vor zwei Wochen in München. Beim vierten Masters-1000-Turnier der Saison steht der Weltranglistendritte damit erneut in der Vorschlussrunde.
Zverev beginnt furios
Trotz einer kräftezehrenden Nachtschicht im Achtelfinale, in dem Zverev erst um 1:21 Uhr gegen Jakub Mensik seinen Matchball verwandelte, präsentierte sich der 27-Jährige von Beginn an hochkonzentriert. Vor allem der Aufschlag funktionierte nahezu perfekt, während Cobolli sich zu viele Ungenauigkeiten und Doppelfehler leistete. Nach gerade einmal 19 Minuten führte Zverev im ersten Satz bereits mit 5:0 und ließ keinen Zweifel an seiner Dominanz.
Auch im zweiten Durchgang blieb der Olympiasieger von Tokio der spielbestimmende Akteur. Cobolli fand zwar besser ins Match, konnte dem konstanten Druck des Deutschen jedoch kaum etwas entgegensetzen. Nach knapp 90 Minuten verwandelte Zverev seinen ersten Matchball souverän und machte den Halbfinal-Einzug perfekt.
Zverev schreibt deutsche Tennisgeschichte
Mit dem Sieg schrieb Zverev zudem ein Stück deutsche Tennisgeschichte. Es war sein 179. Karrieresieg auf Sand - mehr als jedem anderen deutschen Spieler vor ihm. Damit überholte er Philipp Kohlschreiber, der bislang mit 178 Erfolgen die Bestmarke gehalten hatte.
Im Halbfinale kommt es in Madrid diesmal nicht zum erneuten Duell mit Jannik Sinner. Anders als zuletzt in Indian Wells, Miami und Monte Carlo bekommt es Zverev mit dem belgischen Überraschungs-Halbfinalisten Alexander Blockx zu tun. Durch die Absage von Carlos Alcaraz ist Zverev in der Caja Mágica an Position zwei gesetzt und könnte erst im Endspiel auf den Weltranglistenersten Sinner treffen - gegen den er zuletzt achtmal in Folge unterlegen war.
Nach drei Jahren ohne Viertelfinal-Erfolg scheint Zverev in Madrid wieder zur Bestform gefunden zu haben. Bereits 2018 und 2021 hatte er das Turnier gewonnen, 2022 stand er im Finale. In der spanischen Hauptstadt nutzt der Deutsche das Masters als wichtigen Formtest auf dem Weg zu den French Open, die vom 24. Mai bis 7. Juni den Höhepunkt der Sandplatzsaison bilden.
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