Tadej Pogacar stürzt bei der Vuelta 2026 schwer und muss aufgeben: Tour-de-France-Sieger im Krankenwagen abtransportiert
Tadej Pogacar hat die Vuelta a Espana 2026 nach einem schweren Sturz auf der achten Etappe vorzeitig beendet. Der Weltmeister verletzte sich an Schulter und Kopf und musste im Krankenwagen abtransportiert werden. Der Superstar muss operiert werden.
29.08.2026 | 17:54 Uhr
Der Tour-de-France-Champion stürzte rund 33 Kilometer vor dem Ziel in Xeraco kopfüber. Pogacar lag zu diesem Zeitpunkt souverän an der Spitze der Gesamtwertung.
Radsport-Superstar Tadej Pogacar hat sich bei seinem schweren Sturz auf der achten Etappe der Spanien-Rundfahrt eine Gehirnerschütterung sowie Brüche des linken Schlüsselbeins und eines Halswirbels zugezogen. Das teilte sein Team UAE Emirates-XRG am Samstagabend mit. Demnach muss sich der fünfmalige Tour-de-France-Gewinner aus Slowenien einer Schlüsselbeinoperation unterziehen, die jedoch "aus Vorsichtsgründen wegen der Gehirnerschütterung verschoben wird", hieß es.
Darüber hinaus gab das Team leichte Entwarnung. "Glücklicherweise liegen keine weiteren schweren Verletzungen und keine neurologischen Folgen vor", wird Dr. Adrian Rotunno, medizinischer Leiter des UAE-Teams, zitiert: "Tadej bleibt weiterhin in der Obhut unseres medizinischen Teams." Sein Zustand sei stabil.
Pogacar war am Samstag 33 Kilometer vor dem Ziel auf dem Weg nach Xeraco gestürzt und musste die Rundfahrt beenden. Verletzungen an der linken Schulter und im Gesicht waren deutlich zu sehen.
Pogacar muss auf ersten Vuelta-Triumph warten
Der 27-Jährige war mit einem Vorsprung von 3:50 Minuten auf den Spanier Enric Mas (Movistar) in die achte Etappe gegangen und lag auf der Jagd nach seinem ersten Triumph bei der Vuelta damit komfortabel in Führung. Er hatte auf den ersten sieben Etappen insgesamt drei Tagessiege gefeiert und nur fünf Wochen nach seinem Triumph bei der Frankreich-Rundfahrt mit gewohnter Dominanz beeindruckt.
Ende September steht noch die WM in Montreal an, wo Pogacar eigentlich seinen dritten Weltmeistertitel in Folge anstrebt - hinter der Fortsetzung der Saison stehen aufgrund der Verletzungen aber dicke Fragezeichen.
Coquard schnappt sich den Tagessieg
Den Tagessieg sicherte sich im Massensprint der Franzose Bryan Coquard vom Team Cofidis vor dem Dänen Mads Pedersen (Lidl-Trek). Neuer Gesamtführender ist nun Mas vor dem Österreicher Felix Gall (Decathlon CMA CGM/+1:11 Minuten) und Vuelta-Rekordsieger Primoz Roglic (Slowenien/+1:33 Minuten) vom deutschen Team Red Bull-Bora-hansgrohe - nach dem Aus von Pogacar scheint der Kampf um das Rote Trikot wieder völlig offen.
Die neunte Etappe am Sonntag über 187,4 km hoch zum Alto de Aitana wird vor dem ersten Ruhetag am Montag ein echter Härtetest.
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