Tadej Pogacar dominiert die Vuelta: 50-Kilometer-Solo sorgt für Vorentscheidung
Tadej Pogacar hat die 4. Etappe der Vuelta mit einem spektakulären 50-Kilometer-Solo gewonnen. Der Weltmeister distanzierte seine Rivalen deutlich und baute seine Führung in der Gesamtwertung auf 3:21 Minuten aus.
25.08.2026 | 17:59 Uhr
Der Slowene lieferte in Andorra die nächste Machtdemonstration ab. Mit einem Angriff 50 Kilometer vor dem Ziel entschied Pogacar die Bergetappe praktisch im Alleingang.
Mit einem unwiderstehlichen 50-Kilometer-Solo hat Radsport-Superstar Tadej Pogacar die Spanien-Rundfahrt schon auf der vierten Etappe vorentschieden. Der Dominator aus Slowenien ließ seine Konkurrenten auf der vergleichsweise kurzen, aber intensiven Bergetappe mit Start und Ziel in Andorra la Vella am Dienstag einfach stehen. Er kam mit 2:39 Minuten Vorsprung auf die erste Verfolgergruppe an und ist seinem ersten Vuelta-Triumph einen großen Schritt näher - in der Gesamtwertung liegt er nun 3:21 Minuten vor seinem Landsmann Primoz Roglic.
"Ich wollte eigentlich nicht so isoliert sein", sagte Pogacar, "ich habe einfach nur gehofft, das bis zum Ende durchzustehen. Es war hart, aber ein wunderschöner Tag." Entschieden sieht er die 81. Vuelta nicht: "Wir müssen schon noch weiter kämpfen."
Pogacar unwiderstehlich
2890 Höhenmeter waren auf 104,8 km zu überwinden, vier gewertete Anstiege zu fahren, davon drei der ersten Kategorie. Nach dem Start setzte sich eine große, stark besetzte Fluchtgruppe ab (u.a. Wout van Aert, Georg Steinhauser), sie wurde aber schnell wieder gestellt. 50 km vor dem Ziel zog Pogacar dann am Berg davon und war nicht mehr einzuholen, er will mit dem Vuelta-Sieg unbedingt seine Rundfahrt-Sammlung komplettieren.
Am Montag war die 3. Etappe in den französischen Pyrenäen aufgrund des schlechten Wetters abgebrochen worden. Auf das Peloton waren taubeneiergroße Hagelkörner niedergeprasselt, durchnässte und durchfrorene Profis retteten sich in Cafés am Streckenrand. Rund zehn Kilometer vor dem Ziel war die Straße auf 1600 m Höhe weiß von Hagelkörnern. Am Dienstag hingegen schien die Sonne.
Am Mittwoch führt die 81. Vuelta erstmals seit dem Start in Monaco durch Spanien. Die vor allem im Schlussdrittel wellige 5. Etappe startet in Falset im Süden Kataloniens und endet nach 173,3 km in Roquetes. Rund 25 km vor dem Ziel wartet mit dem Alto de Paüls (3. Kategorie) der einzige gewertete Anstieg des Tages.
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