John-Jason Peterka schießt Bruins zum Sieg: Traumstart unter Marco Sturm
John-Jason Peterka hat den Boston Bruins mit seinem zweiten Saisontor den 4:3-Erfolg nach Verlängerung bei den Winnipeg Jets gesichert. Der deutsche Nationalspieler setzt seinen starken Saisonstart unter Trainer Marco Sturm fort.
03.10.2026 | 08:46 Uhr
Der 24-Jährige traf in der Overtime zum Sieg für Boston. Weniger erfolgreich verlief der Abend für Moritz Seider und die Detroit Red Wings.
John-Jason Peterka bleibt in der NHL das Gesicht des deutschen Saisonstarts. Beim 4:3 nach Verlängerung gegen die Winnipeg Jets erzielte der Nationalspieler den entscheidenden Treffer und bescherte den Boston Bruins den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel.
Der 24-Jährige vollendete in der vierten Minute der Overtime nach Vorarbeit des tschechischen Starstürmers David Pastrnak. Für Peterka war es bereits das zweite Tor in der noch jungen Spielzeit.
Schon beim 3:0-Auftakterfolg gegen die New York Rangers hatte der Angreifer für seinen neuen Klub getroffen. Nach seinem Wechsel im Sommer scheint Peterka in Boston sofort angekommen zu sein.
Marco Sturm schwärmt von Peterka
Nach der Partie fand Bruins-Coach Marco Sturm deutliche Worte für seinen Landsmann. "Er ist großartig, seit Tag eins kommt er immer mit einem Lächeln." Besonders die Zusammenarbeit mit David Pastrnak funktioniere hervorragend. Sturm betonte zudem, dass die Verpflichtung rein sportliche Gründe gehabt habe.
"Es gibt einen guten Grund, warum wir ihn geholt haben, nicht weil er Deutscher ist, sondern weil er ein richtig guter Eishockeyspieler ist." Zuvor hatte Elias Lindholm die Bruins mit seinem Treffer zum 3:3 nur 98 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit überhaupt erst in die Verlängerung gerettet.
Seider und Detroit gehen leer aus
Für Moritz Seider verlief der Abend deutlich weniger erfolgreich. Die Detroit Red Wings mussten sich den New York Rangers mit 0:2 geschlagen geben und kassierten damit zum Saisonauftakt eine Niederlage.
Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft gehörte dennoch zu den auffälligsten Spielern seines Teams. Mit 25:16 Minuten stand Seider länger auf dem Eis als jeder andere Feldspieler der Partie.
Nach dem Spiel ärgerte sich der Verteidiger vor allem über die mangelnde Chancenverwertung. "Ich denke, wir haben die zweite Hälfte des ersten Drittels und das zweite Drittel bestimmt, aber wir haben unsere Chancen nicht genutzt."
Beim entscheidenden 0:2 durch Eeli Tolvanen 76 Sekunden vor dem Ende befand sich Seider ebenfalls auf dem Eis. Detroit hatte den Torhüter bereits zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis genommen.
Deutsches Duo mit unterschiedlichen Vorzeichen
Während Peterka seinen Traumstart in Boston fortsetzt und sich schnell zu einem wichtigen Baustein im Sturm der Bruins entwickelt, wartet Seider mit Detroit noch auf die ersten Punkte der Saison.
Aus deutscher Sicht macht vor allem Peterkas Entwicklung Hoffnung. Der Vizeweltmeister von 2023 knüpft nahtlos an seine starken Leistungen der vergangenen Jahre an und scheint unter Marco Sturm eine noch größere Rolle einzunehmen.
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