Füllkrug blüht bei Werder wieder auf: Tor-Serie erinnert an Klublegende Völler
Niclas Füllkrug ist zurück bei Werder Bremen und besser denn je.
24.10.2026 | 22:16 Uhr
Nach schwierigen Jahren bei West Ham United und der AC Mailand trifft der Stürmer wieder wie zu seinen besten Zeiten. Mit seiner beeindruckenden Tor-Serie führt der 33-Jährige die Grün-Weißen an und schraubt dabei sogar an einem besonderen Vereinsrekord.
Von Aaron Mammel
Siebtes Bundesligaspiel, achtes Tor!
Niclas Füllkrug ist für den SV Werder Bremen in absoluter Topform. Beim 3:2-Sieg in Mainz glänzte der Stürmer mit einem Doppelpack. Füllkrug traf zum sechsten Mal in Folge. In Bremen ist das bislang nur Rudi Völler in der Saison 1982/83 gelungen.
"Er ist unser Leuchtturm"
"Wir merken einfach, dass sich Niclas unheimlich wohl bei uns fühlt und er über seine Entscheidung, nach Bremen zurückzukommen, glücklich ist. Wir freuen uns einfach, dass er jede Woche trifft. Das zeichnet ihn aus. Er ist sehr fleißig und arbeitet hart. Er ist unser Leuchtturm und er leuchtet gerade stark", schwärmt Werder-Coach Daniel Thioune am Sky Sport Mikrofon von seinem Unterschiedsspieler.
Seit diesem Sommer trägt Füllkrug erneut das Trikot von Bremen. Nach Stationen bei Borussia Dortmund, West Ham United und einer Leihe bei der AC Mailand ist der mittlerweile 33-Jährige zurück an der Weser. Dass die Rückkehr des Torjägers so erfolgreich wird, war nach zuletzt zwei schwierigen Jahren mit vielen Verletzungen nicht unbedingt abzusehen.
Emotional voll in Bremen angekommen
Seit seiner Rückkehr liefert Füllkrug beeindruckende Zahlen. In wettbewerbsübergreifend acht Spielen konnte der Routinier neun Tore erzielen - bereits mehr als doppelt so viele wie während seiner Zeit in London und Mailand. Dass der gebürtige Hannoveraner auch emotional wieder voll in Bremen angekommen ist, hat das Spiel in Mainz ebenfalls gezeigt: Nach seiner Auswechslung war Füllkrug sichtlich aufgebracht und beschwerte sich lautstark auf der Auswechselbank.
"Ich war nicht sauer, dass ich ausgewechselt wurde, sondern ich habe mich beschwert, dass die Auswechslung so lange gedauert hat. Je kaputter man ist, desto größer die Emotion. Das war hitzig - und witzig jetzt im Nachhinein", so der 24-fache deutsche Nationalspieler bei Sky Sport. Nach dem Spiel geriet der Mittelstürmer auch noch mit Nadiem Amiri aneinander. Der Mainzer Kapitän erklärte später: "Gegen Bremen ist es immer ein ekelhaftes, emotionales Spiel."
Sportlich läuft es für Werder mit zwölf Punkten nach sieben Spielen und Rang sechs richtig gut. Vor allem auch dank Füllkrug.
SID / Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de
Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.