Südafrika - Südkorea; Fußball WM Gruppe A

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Südafrika - Südkorea. Fußball WM Gruppe A.

Estadio BBVAZuschauer51.243.

Südafrika 1

  • T Maseko (63. minute)

Südkorea 0

    Live-Kommentar

    Das wars vorerst für heute von der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Die nächsten Entscheidungen fallen dann heute Abend. Den Auftakt macht Gruppe E mit den Begegnungen Ecuador vs. Deutschland und Curacao vs. Elfenbeinküste. Anstoß ist jeweils 22:00 Uhr. Bis dahin und noch einen schönen Tag.

    Und wie gehts weiter? Für Südafrika am 28.06. Für 21:00 Uhr ist an diesem Tag das erste Spiel der ersten K.o.-Runde angesetzt. Auch der Gegner steht schon fest, es geht mit Kanada gegen einen der Gastgeber. Ob und wann Südkorea wieder dran ist, wird sich erst in den nächsten Tagen klären.

    Was bedeutet dieses Ergebnis nun für beide Teams? Südafrika beendet die Gruppenphase tatsächlich auf Rang 2 in Gruppe A und steht damit sicher in der K.o.-Runde. Südkorea schließt als Dritter ab, und muss nun ein paar Tage zittern. Die Tordifferenz von -1 lässt noch Hoffnungen, aktuell stehen die Südkoreaner in der Tabelle der drittbesten Teams auf Rang 4. Doch etliche Teams haben ihr letztes Gruppenspiel ja noch nicht bestritten.

    Als der Schlusspfiff ertönt, stürmen die Ersatzspieler Südafrikas auf den Rasen. Es fließen Tränen. Hugo Broos, ihr Coach, kann sein Glück gar nicht fassen. Südafrika hatte hier nie die Ambitionen, das Spiel zu machen. Der Außenseiter verlegte sich aufs Kontern, konzentrierte sich ansonsten voll auf die Defensive. Und der Plan ging voll auf gegen uninspirierte Südkoreaner, die hier viel Ballbesitz hatten, aber sonst nichts. 

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    Tut Facundo Tello auch nicht mehr. Er beendet die Partie. 

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    Mittlerweile befinden wir uns in der letzten Minute der Nachspielzeit. Fast alle Südafrikaner befinden sich im eigenen Strafraum. Entlastungsvorstöße gibts hier schon seit längerem nicht mehr. Aber so schlecht, wie Südkorea hier spielt, ist das auch gar nicht nötig. Wirkt ja nicht so, als glaubten die Südkoreaner hier noch an einen Torerfolg. 

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    In dieser Belagerung landet der Ball auf der linken Seite bei Castrop, der mit dem Außenrist zum kurzen Pfosten flankt. Gute Idee, aber Park, der dort eingelaufen ist, kommt nicht mit dem Kopf an den Ball. Und der fällt dann hinter ihm Williams direkt in die Arme. Das war schon mit das Gefährlichste, was Südkorea seit der Pause auf die Beine gestellt hat. 

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    Schwer zu sehen, wo hier ein Treffer für Südkorea herkommen soll. Das ist brotlose Kunst in Sichtweite des Tores. Südafrika parkt den Bus, wie man so schön sagt. Und hat auch noch die Räder abgeschraubt. 

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    Die Gnadenfrist für Südkorea wird nun bekanntgegeben. Sechs Minuten. 

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    Und die Südafrikaner verteidigen leidenschaftlich, rechnerisch unmöglich, aber alle Südkoreaner werden gedoppelt. 

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    Nächste Ecke für Südkorea, Son führt aus, findet am langen Pfosten Lee Kang-In, der dann aber noch mal querlegen will. Dorthin, wo die meisten Abwehrspieler stehen. Harmlos, völlig ungefährlich. Das ist ein maßlos enttäuschender Auftritt der Südkoreaner. 

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    Erneut wird Castrop aktiv. Einen langen Ball aus dem Mittelfeld macht er rechts im Strafraum technisch fein fest, aber sein Pass in die Gefahrenzone rollt dann harmlos an allen vorbei. Aber das war jetzt wenigstens mal ein Vorstoß, bei dem direkt gespielt wurde und Tempo drin war. 

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    Schon interessant, der Gegentreffer hat eigentlich überhaupt nichts an der Spielweise der Südkoreaner geändert. Die spielen alles in einem Tempo. Setzen sich wieder am Strafraum fest. Finden aber einfach keine Lücken. Irgendwann kommt dann die Flanke, wie gerade von links von Castrop, und dann ist die Kugel schon wieder weg. 

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    Bei Südafrika kommt nun Jayden Adams für Relebohile Mofokeng.

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    Mit gestrecktem Fuß geht Cho Gue-Sung in einen Zweikampf mit Sithole. Auch dafür gibts Gelb. 

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    Ein einziges Kopfballduell haben die Südkoreaner in dieser Partie im gegnerischen Strafraum seit der Pause gewonnen, vorhin bei der Chance von Oh. Und trotzdem versuchen sie es immer wieder mit hohen Bällen. Schwer nachzuvollziehen. Und die Zeit rast. 

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    Bei Südafrika wird Torschütze Thapelo Maseko durch Iqraam Rayners ersetzt.

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    Hong nimmt einen weiteren Wechsel vor und wechselt die Sturmspitze. Für Oh Hyeon-Gyu kommt Cho Gue-Sung. 

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    Modiba kassiert die erste Karte der Partie für ein Foul im Mittelfeld an Lee Kang-In.

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    Mit einem Torverhältnis von aktuell -1 haben die Südkoreaner immer noch Chancen, auch bei der sich abzeichnenden Niederlage noch in die K.o.-Runde einzuziehen. Aber bis das endgültig feststeht, müssten doch noch ein paar gezittert werden. 

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    Der zweite Hydration Break dürfte Hong Myung-Bo in dieser Situation gerade richtig kommen. Südkorea bleibt hier das spielbestimmende Team, ohne sich echte Chancen zu erarbeiten. Südafrika dagegen fährt regelmäßig seine Konter, hat auch in der zweiten Hälfte schon wieder mehr Abschlüsse, 3:1. Die Führung geht völlig in Ordnung.

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    Für die Südkoreaner steht nun der Einzug in die K.o.-Runde auf dem Spiel! Mal schauen, ob das irgendwelche Auswirken hat. So richtig dran glauben kann ich noch nicht. 

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    Ein Treffer mit echten Konsequenzen. Plötzlich steht Südafrika hier auf Platz 2!

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    Nächster Wechsel bei Südkorea: Kim Min-Jae räumt das Feld für Park Jin-Seo.

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    Tooor! SÜDAFRIKA - SÜDKOREA 0:1. Da ist er doch, der Treffer. Und ausgerechnet Maseko markiert die Führung für die Südafrikaner. Die Südafrikaner greifen über die linke Seite an. Moremi, der erst wenige Sekunden auf dem Feld ist, macht einen Ball am linken Strafraumeck fest, nimmt den Kopf hoch und spielt scharf quer. Maseko kann rechts im Strafraum den Ball annehmen, und dann hält er aus der Drehung voll aufs kurze Eck. Castrop kommt zu spät. Kim Seung-Gyu fliegt vergeblich.

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    Vorlage Tshepang Moremi

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    Und jetzt wirds wieder laut im Stadion. Nicht weil Moremi für Appollis in die Partie kommt, sondern weil Mexiko gegen Tschechien erhöht hat. 

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    Chance für Südkorea. Darauf mussten wir hier lange warten. Tatsächlich kommt Kim Jin-Gyu auf der rechten Seite nach einer Passstafette mal hinter die Abwehrkette und kann eine Flanke fast von der Grundlinie anbringen. Ohs Kopfball auf dem Weg vom Tor weg kann Williams jedoch sicher parieren. Dem Abschluss fehlte die nötige Wucht. 

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    Die zahlreichen Mexikaner feiern derweil im Stadion ein Spiel, das sie gar nicht sehen. Was ziemlich skurril ist. Ob die Spieler auf dem Feld überhaupt wissen, warum es hier auf einmal so laut ist?

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    Bemüht, aber uninspiriert. So spielt Südkorea auch in der zweiten Hälfte. Hat natürlich wieder deutlich mehr Ballbesitz, aber das ist einfach viel Geschiebe mit dabei. Südafrika dagegen bleibt schnörkellos. Wenn der Außenseite dazu auch noch einen echten Knipser hätte ...

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    Richtig laut wirds jetzt erstmals im Stadion. Ein Tor der Mexikaner im Parallelspiel gegen Tschechien wird gefeiert. 

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    Südkorea setzt sich jetzt häufiger am Strafraum fest. In die Tiefe gehts jedoch selten. Südafrika verschiebt diszipliniert und lässt kaum Lücken. 

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    Bisschen schneller wirken die Aktionen der Südkoreaner jetzt schon, aber noch nicht gefährlich. Castrop wird mit einer Flanke am linken Pfosten gesucht, aber die Hereingabe war zu ungenau. Castrop hebt trotzdem den Daumen. Weil der gute Wille zählt.

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    Maseko auf der Gegenseite wird mal wieder in die Tiefe geschickt, zieht zwei Verteidiger auf sich und zieht vor dem Strafraum nach innen. Lee Han-Beom kann den Schuss blocken. Irgendwann wird Maseko noch treffen. Vielleicht nicht heute, aber irgendwann ...

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    Son schickt in der rechten Halbspur Oh in die Tiefe, der holt immerhin eine Ecke heraus. Die Anfangsphase der zweiten Hälfte gehört ganz den Südkoreanern. Der VAR schaut auf die Szene und erkennt, dann Oh als letzter am Ball war und Tello nimmt die Ecke zurück. 

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    Zunächst sieht es so aus, als wolle Südkorea das Passtempo erhöhen. Son mit seinem ersten Versuch, sich in die Offensive einzubringen, aber sein Pass auf die Außenbahn zu Seol ist viel zu scharf und landet im Seitenaus. 

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    Keine Veränderungen gibts bei Südafrika. Aber dafür gibts ja auch keine Gründe. Broos muss mit seiner Mannschaft eigentlich ziemlich zufrieden sein.

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    Weiter gehts.

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    Und Jens Castrop kommt für Lee-Tae-Seok.

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    Für  Paik Seung-Ho kommt Kim Jin-Gy.

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    Ein Dreifachwechsel bei Südkorea zeigt deutlich, was Hong von der ersten Hälfte hielt. Hwang Hee-Chang geht für Heung-Min Son.

    Mit Buhrufen werden die beiden Mannschaften in die Halbzeitpause geschickt. Nun hört man solchen Rufen ja nicht an, gegen wen speziell sie gerichtet sind. Aber angesichts der zahlreichen Südkoreaner auf den Rängen liegt eine Vermutung nah. Die Südkoreaner begannen gefällig, hatten durchweg mehr Ballbesitz, doch eigentlich spielte Südafrika den besseren Fußball und wirkte gefährlich mit seinen Kontern. Südkorea hatte seit der neunten Spielminute keinen Abschluss mehr! Der Favorit wird hier seiner Rolle nicht gerecht, wirkte zunehmend verzagt. 

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    Die Hereingabe köpft Lee  Han-Beom aus der Gefahrenzone, es gibt noch einen Abschluss aus 30 Metern von Modiba aus 30 Metern, der den Ball überhaupt nicht richtig trifft. Dann ertönt der Halbzeitpfiff.

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    In der letzten Minute holt Maseko noch einmal einen Eckstoß für Südafrika heraus. 

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    Das Tempo ist in dieser Phase völlig raus aus der Begegnung. Auch die beiden Teams befinden sich mental schon in den Kabinen.

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    Langsam quält sich die erste Hälfte auf den Halbzeitpfiff zu.

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    Vier Minuten gibts obendrauf.

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    Das Passspiel der Südkoreaner ist jenseits der Mittellinie schon sehr schlampig. Man schaut sich die Partie an, wartet nur auf den nächsten Ballverlust und den anschließenden Konter der Südafrikaner. 

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    Halbfeldfreistoß Südafrika von der rechten Seite. Appollis schlägt den Ball auf die linke Strafraumseite, Okon legt kurz für Mofokeng, der aus 20 Metern am langen Pfosten vorbeischlenzt. Langsam wäre ein Treffer für Südafrika fällig. Abschlüsse gibts zur Genüge.

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    Irgendwann geht der Ball in der gegnerischen Hälfte verloren und rasant gehts bei Südafrika in die Spitze. Mit einem langen Ball von Mofokeng wird Maseko mal wieder auf die Reise geschickt, diesmal kommt er auch zum Abschluss, aber der Distanzversuch geht recht deutlich über den Kasten. 

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    In der letzten Viertelstunde hatte Südkorea 70 Prozent Ballbesitz, aber Südafrika die Chancen. Den letzten Abschluss der Südkoreaner gabs in der achten Spielminute! Das ist bisher vom Favoriten ein sehr bescheidener Auftritt. 

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    Auch auf das kurzpasshaltige Aufbauspiel der Südkoreaner hat sich Südafrika besser eingestellt. Eine Konsequenz aus dem Hydration Break? 

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    Bei allem Ballbesitz Südkoreas muss man doch langsam festhalten, dass die Südafrikaner hier nicht das schwächere Team sind. Die Spielanlage ist voll auf Konter angelegt. Und bisher zahlt sich das aus. Auch wenn noch nichts Zählbares dabei rausgekommen ist. Doch Südafrika ist hier das gefährlichere Team. 

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    Großchance für Südafrika aus dem Nichts. Mbatha zieht aus dem Mittelfeld plötzlich ein Solo an, läuft sich am Strafraum fest, aber der Ball kullert erneut vor seine Füße. Seine Gewaltschuss aus 20 Metern kann Kim Seung-Gyu nur nach vorne prallen lassen. Makgopa sammelt den Ball frei vor dem Tor auf und lässt in einfach Richtung Tor prallen. Mit viel Glück kann Kim den Ball fangen, bevor er dann heftig auf Abseits protestiert. 

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    Überhaupt ist das hier eine recht zähe Angelegenheit. Mehr was für Liebhaber langer oder hoher Bälle. Die kommen allerdings voll auf ihre Kosten. 

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    Sithole ist rechtzeitig für die nächste Ecke der Südkoreaner wieder zurück. Lee Kang-Ins Hereingabe von der rechten Seite wird zunächst geklärt. Aber er kommt erneut rechts vor dem Strafraum an die Kugel und flankt sie direkt ins Toraus. Das wirkt alles noch nicht so zwingend. 

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    Die Partie läuft wieder. An der Seitenlinie wird derweil Sithole behandelt, unklar, weshalb. Südafrika also gerade in Unterzahl. 

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    Und schon gehts in den Hydration Break, kann man in diesem Falle auch verstehen. Obschon es Buhrufe gibt. Wirklich viel passiert ist hier noch nicht. Südkorea hat mehr Ballbesitz (60 Prozent), macht daraus aber noch zu wenig. Südafrika konnte ein paar ordentliche Konter lancieren, aber nie wirklich abschließen. 

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    Ahnt man schon, woran es liegt, dass Südafrika bei dieser WM erst einen Treffer erzielt hat. Maseko hatte freie Bahn, wenigstens einen Schuss aufs Tor hätte er schon anbringen müssen.

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    Zwei ordentliche Offensivszenen der Südafrikaner in Folge, nun kommt Südkorea wieder ins Angriffsdrittel. Eine Halbfeldflanke wird abgefangen. Und über zwei Stationen kommt Südafrika in den Konter. Mofokeng nimmt den Seitenwechsel vor. In der linken Halbspur kann Maseko losmarschieren, braucht aber am Strafraum dann zu lange, um die Füße zu sortieren und wird dann doch noch von einem Verteidiger abgefangen. 

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    Halbfeldfreistoß für Bafana Bafana von der rechten Seite. Appollis nimmt sich den Freistoßes an und lupft den Ball in den Strafraum, von der Hacke eines Verteidigers wird der Ball fast mundgerecht für Mofokeng aufgelegt, ehe der reagieren kann und aus acht Metern schießt, hat der Verteidiger seinen Patzer aber schon repariert. 

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    Jetzt können sich die Südafrikaner mal aus der Umklammerung lösen und bauen über die linke Seite auf. Modiba schlägt eine gefährliche Halbfeldflanke, die Maseko nur knapp verpasst. Südkorea hat mehr vom Spiel, aber die Südafrikaner setzen Nadelstiche.

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    Für die Südafrikaner wird die Luft zunehmend dünner als ohnehin schon. Südkorea presst hoch, Südafrika hat so Probleme, aus der eigenen Hälfte zu kommen. 

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    Über solch eine Kurzpassstafette durchs Zentrum kommt Südkorea nun zu einer Fastchance. Zwischen den Innenverteidigern hat sich Oh freigelaufen, der dann prompt bedient wird, aber es verpasst, die Schärfe aus dem Zuspiel zu nehmen. So rollt der Ball zu Williams durch, Oh setzt vergeblich hinterher.

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    Während die Südkoreaner hier das Kurzpassspiel bevorzugen und sich mehr über schnelle Kombinationen nach vorne zu bewegen bemühen, sieht das bei Südafrikaner schnörkelloser aus. Bei der ersten sich bietenden Gelegenheit wird geflankt, lange Bälle gespielt. Auf Kosten der Genauigkeit.

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    Die Südkoreaner sind hier in der Anfangsphase bemüht, die Kontrolle übernehmen. Mit viel Ballbesitz, und jetzt geht es mit einem langen Ball in die Tiefe. Lee King-In wird halbrechts steilgeschickt, bringt den Ball von der Grundlinie in die Gefahrenzone, nach einem geblockten Versuch können sich die Südafrikaner nicht befreien, Lee kommt erneut an den Ball, zieht von halbrechts im Strafraum ins Zentrum und verzieht ziemlich knapp. WIlliams war die Sicht verdeckt, er zeigte keine Reaktion. 

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    Die Südkoreaner sind hier das klar favorisierte Team, aber bei dieser Weltmeisterschaft hat es schon so manche Überraschung gegeben. Zu sicher dürfen die ganz in Rot spielenden Asiaten sich nicht fühlen. Zumal jetzt auch Südafrika die erste Ecke bekommt. Über den zweiten Ball wirds halbwegs gefährlich. Mofokengs Schuss aus der zweiten Reihe wird zur Ecke abgefälscht. 

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    Beim ersten Vorstoß der Südafrikaner wird Makgopa mit einem langen Ball gesucht, den er aber nicht mehr erreichen kann. Kim Seung-Gyu greift den Ball an der Strafraumgrenze ab. Wir können nicht länger von Schritttempo sprechen.

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    Gleich mit dem ersten Vorstoß über die linke Seite erarbeiten sie sich die erste Ecke. Und die wird gleich gefährlich. Die Hereingabe an den kurzen Pfosten erwischt Kim Min-Jae mit dem Kopf, auf der Torlinie kann Modiba, der Linksverteidiger, mit dem Knie blocken.

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    Sehr vorsichtiger Beginn der Südkoreaner, die den Ball zunächst lange in der eigenen Hälfte halten. Das Ganze spielt sich im Schritttempo ab. Bemerkenswert.

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    Facundo Tello aus Argentinien gibt das Spiel nun frei. Die Bedingungen sind gewöhnungsbedürftig. Gespielt wird bei 30 Grad. Aber dafür gibts ja Hydration Breaks.

    Südkorea gewann zum Auftakt recht souverän das Spiel gegen Tschechien, wandelte dabei einen Rückstand in einen 2:1-Sieg um. Gegen Mexiko mischte man im zweiten Spiel gut mit, obschon die Elf von Hong Myung-Bo lange Zeit etwas brav wirkte. Den Unterschied machte am Ende ein grober Torwartfehler auf Seiten der Südkoreaner aus.  

    Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die letzten Begegnungen beider Teams: Gegen Mexiko zum WM-Auftakt blieben die Südafrikaner chancenlos. Gegen Tschechien, in einer phasenweise zähen Begegnung, retteten sie spät in der Begegnung einen Zähler vom Elfmeterpunkt, was dafür sorgte, dass man nicht schon vorzeitig die Koffer packen musste. 

    Knapp 1.000 Meter tiefer liegt das Camp der Südkoreaner, die im Unterschied zu Südafrika bisher alle Spiele in Mexiko austrugen. Die Begegnung Südafrikas gegen Tschechien fand in Atlanta statt, die erste Partie gegen Mexiko war dafür im Azteken-Stadion.

    Für Südafrika handelt es sich also um ein echtes Endspiel, für die Südkoreaner dagegen führen noch viele Wege nach Rom. Beiden Teams gemeinsam: Man hat das Basislager wohlweißlich in Mexiko aufgeschlagen, die Südafrikaner haben ihr Quartier in Pachuca, 2.400 Meter über dem Meeresspiegel, um sich besser an die Höhenluft zu gewöhnen.  

    Für die Südafrikaner ist die Rechnung einfacher, alles andere als ein Sieg bedeutete wohl die sichere Heimreise. Ein Remis könnte zwar reichen, um Tschechien bei einer Niederlage gegen Mexiko noch vom 3. Platz zu verdrängen. Aber zwei läppische Punkte in der Endabrechnung werden am Ende nicht reichen, um in die K.o.-Runde einzuziehen. 

    Bei einer Niederlage allerdings stünde Südkorea nach Ende der Gruppenphase auf Platz 3 - bei einem Sieg Tschechiens gegen Mexiko wäre man sogar Letzter - andernfalls müsste man darauf hoffen, zu den besten Tabellendritten zu gehören.

    Danach wirds etwas komplizierter. Wenn die Südkoreaner das dritte Gruppenspiel gewinnen, sicherten sie sich damit Platz 2, gleichbedeutend mit einem Duell in der ersten K.o.-Runde mit dem Zweiten aus Gruppe B, sprich Kanada. Selbst ein Remis reicht für Platz 2 aus, weil Tschechien zwar dann noch gleichziehen könnte, aber das direkte Duell verloren hat.

    Schauen wir zunächst auf die Gruppenkonstellation. Wie bereits erwähnt, steht Mexiko als Gruppensieger bereits fest. El Tri könnte nach Punkten einzig von Südkorea eingeholt werden, aber da die Mitgastgeber das direkte Duell mit den Südkoreanern gewannen, ist ein Überholen, sprich der Gruppensieg, nicht mehr möglich. 

    Nach der Niederlage gegen Mexiko (0:1) bringt auch Hong drei neue Akteure: Lee Tae-Seok, Oh Hyeon-Gyu und Hwang Hee-Chan starten für  Lee Jae-Sung, Kim Moon-Hwan und den Superstar im Team, Son Heung-Min.

    Und das ist die Startelf von Hong Myung-Bo: Kim Seung-Gyu - Lee Hari-Beom, Kim Min-Jae, Lee Gi-Hyuk - Seol, Paik, Hwang In-Beom, Lee Tae-Seok - Lee Kang-In, Hwang Hee-Chan - Oh.  

    Im Vergleich zum 1:1 gegen Tschechien hat Broos drei Veränderungen vorgenommen. Sithole, Makgopa und Mofokeng starten für den gesperrten Mokoena, Amdas und Rayners. Das sind in erster Linie Veränderungen, die das Offensivspiel betreffen. Die Defensive bleibt unverändert. 

    Diese Elf lässt Hugo Broos beginnen: Williams - Mudau, Okon, Mbokazi, Modiba - Mbatha, Sithole - Maseko, Mofokeng, Appollis - Makgopa.  

    So schnell kanns gehen. In Gruppe A fällt heute schon die Entscheidung übers Weiterkommen. Zwar steht mit Mexiko bereits der Gruppensieger fest. Aber dahinter ist alles ziemlich offen. Sowohl Südkorea als auch Tschechien und Südafrika haben noch Hoffnungen.

    Herzlich willkommen bei der WM 2026 zum Gruppenspiel zwischen Südafrika und Südkorea.