Spanien - Kap Verde; Fußball WM Gruppe H

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Spanien - Kap Verde. Fußball WM Gruppe H.

Mercedes-Benz StadiumZuschauer67.640.

Spanien 0

    Kap Verde 0

      Live-Kommentar

      Das wars an dieser Stelle. In einer Stunde geht der WM-Betrieb weiter, wenn Belgien und Ägypten ins Turnier starten. Vielen Dank für das Interesse und bis gleich! 

      Ein Punkt für Kap Verde in einer Gruppe mit Spanien, Saudi-Arabien und Uruguay, da bahnt sich DIE Underdog-Story schlechthin bei dieser WM an. Wieso nicht ab in die K.o.-Runde? Der nächste Gegner, Uruguay, wird gewarnt sein. Das enttäuschte und enttäuschende Spanien hat viel Arbeit vor sich. Und trifft am Sonntag auf Saudi-Arabien. 

      Tränen bei Keeper Vozinha, ausgelassener Jubel im gesamten Lager von Kap Verde, Fassungslosigkeit auf den Rängen: Mit einer echten Abwehrschlacht und einem aufopferungsvollen Kampf hat der kleine Inselstaat bei seinem WM-Debüt tatsächlich dem großen Spanien, dem Europameister und Turnierfavoriten, einen Punkt abgeluchst. Und das auch noch völlig verdient. Spanien spielte behäbig, einfallslos, fad und ungenau. Erst mit Lamine Yamal kam Schwung rein. Da wars aber schon zu spät. Das Momentum hatte sich längst entschieden. 

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      Und direkt danach ist Schluss! Kap Verde null - aber Spanien auch null. Eine der größten Sensationen in der WM-Geschichte ist perfekt. 

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      Die Flanke kommt an den ersten Pfosten. Kurz dahinter steigt Oyarzabal hoch, verlängert gefährlich - doch keiner drückt den Ball rein. 

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      Letzte Minute, Yamal, erst Flanke, abgewehrt, dann Dribbling, zur Ecke verteidigt. Die muss Kap Verde noch überstehen. 

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      Kap Verde hat hier seit Ablauf der regulären Spielzeit echt noch Konterchancen. Aber nicht die Qualität, das auszuspielen. Ryan Mendes schießt aus weiter Distanz weit vorbei, statt seine Teamkollegen mitzunehmen. 

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      Pedri ist mit seiner Unaufmerksamkeit selbst dafür verantwortlich, dass Nuno da Costa den Konter laufen kann. Und holt sich für sein Trikotziehen die Gelbe Karte ab. 

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      Es wird jetzt natürlich hektisch. Die fünfminütige Nachspielzeit läuft. Yamal rennt an, schießt, Oyarzabal, ein echter Pechvogel heute, steht im Weg. 

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      Boah! Arcanjo flankt von der rechten Seite. Borges kommt zum Kopfball. Köpft aber nur genau auf Unai Simon. Unfassbar, was hier gerade passiert und sich anbahnt. 

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      In der letzten regulären Spielminute schießt Pina aus 30 Metern, Olmo fälscht ab. Und so bekommt Kap Verde jetzt tatsächlich noch den ersten Eckball der Partie zugesprochen! 

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      Lopes baut sich ein Denkmal. Yamal spielt einen seiner Signature-Außenristpässe in die Tiefe zu Dani Olmo, der dreht rechts im Sechzehner kurz auf und spielt zu Oyarzabal an den Elfmeterpunkt. Der Schuss ist schwer, wäre aber gekommen. Wenn Lopes sich nicht heldenhaft reinschmeißt und blockt. 

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      Nico Williams kommt für Rodri. 

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      Gleich kommt noch Williams für die letzten Minuten. Das alles wird nichts mehr daran ändern, dass der Europameister und Titelanwärter schlechthin mit keinem guten Gefühl aus dem ersten Spiel gehen wird. Ganz anders als Kap Verde. Da bahnt sich ein neuer Nationalfeiertag an. 

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      Die Miene von de la Fuente wird finsterer. Der Fehlstart wird immer konkreter. Rodri schießt einen abgewehrten Ball sechs Meter rechts neben das Tor. 

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      Kap Verde konnte seine drei Torschüsse aus dem ersten Durchgang nicht bestätigen, steht bei null im zweiten, spielt überhaupt keine Rolle. Es sind andere kleine Momente, die dem Außenseiter zusprechen. Wie jetzt, als der VAR einen Eckstoß für Spanien zurücknimmt. Yamal war nämlich zuletzt dran. Und das darf in diesem Turnier erstmals korrigiert werden. 

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      Aber Spanien kann natürlich noch weiter nachlegen. Dani Olmo kommt für Ferran Torres. 

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      Und bei der ganzen Lamine-Yamal-Mania ist uns fast entgangen: Wir sind in der Schlussphase des Spiels angelangt. Keine zehn Minuten mehr regulär! Kap Verde ist SO nah an der Sensation. Es steht einfach immer noch 0:0. 

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      Letzter Wechsel bei Kap Verde: Arcanjo kommt für Monteiro. 

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      Drei Spieler umzingeln Yamal, trotzdem bekommt er den Ball erneut zu Llorente durchgesteckt. Und auch wenn die Situation danach in zwei missglückten Fernschüssen versandet: Das Spiel ist jetzt ein völlig anderes. Was echt kein gutes Zeugnis für die spanische Mannschaft darstellt. 

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      Sidny ist mit 75 Minuten in den Beinen nicht ansatzweise in der Lage, Yamal zu halten. Und dazu noch als einziger Spieler auf dem Feld gelbverwarnt. Nach guter Leistung geht er vom Feld, Joao Paulo Moreira Fernandes ist neu dabei. Joao Paulo reicht aber. 

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      Bleibt also noch eine Viertelstunde, um Yamal so oft wie möglich den Ball zuzuschieben. Andernfalls sieht das so aus: Ferran Torres rennt sich 20 Meter zentral vor dem Tor fest, schießt trotzdem. Und wird geblockt. 

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      Mit seinen ersten zwei Aktionen bringt Yamal gleich so viel mehr Energie aufs Feld. Ein völliger Gamechanger, das ist echt unglaublich. Mit seiner ersten Tempoverschärfung bleibt er noch hängen, mit der zweiten verschafft er Platz für Llorente, dem er den Ball auflegt. Llorente schiebt weiter quer, Merino trifft am Elfmeterpunkt seinen Abschluss nicht sauber. 

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      Im selben Wechselfenster wird Fabian Ruiz von Mikel Merino ersetzt. 

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      Für Yamal sind die Leute ins Stadion gekommen. Das merkt man. Sein Teamkollege Gavi geht vom Feld. 

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      Und damit verlief die erste Hälfte der zweiten Halbzeit ziemlich ähnlich wie die erste Hälfte der ersten Halbzeit. Ziemlich ereignislos. Spaniens Hoffnungen ruhen jetzt auf dem Comeback von Lamine Yamal. 

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      Vozinha wird nach der abgefangenen Ecke dann noch gefoult und ist leicht angeschlagen. Nicht so schlimm, es steht eh die Trinkpause an. 

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      Und dann brandet schlagartig Jubel auf. Nicht weil Vozinha eine Ecke abfängt. Sondern weil sich Lamine Yamal für seinen Einsatz bereit macht. 

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      Vielleicht setzt Spanien ja noch drauf, dass Kap Verde trotz der Wechsel irgendwann müde wird. Davon ist gerade aber noch nichts zu sehen. Das Spiel droht, in der Ereignislosigkeit zu versinken. Auf den Rängen rumort es. 

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      Fünf Abschlüsse von Spanien im zweiten Durchgang, aber noch keine Topchance. Anders als in der Schlussphase der ersten Halbzeit, als der Europameister seinen xGoals-Wert noch auf 1,33 schraubte. Insgesamt steht er gerade bei 1,73. Trotzdem liegt aktuell kein Tor in der Luft. 

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      Bei Spanien zeichnen sich derweil noch keine Wechsel ab. Da sitzen ja nicht nur die zwei angeschlagenen Superstars. Auch Dani Olmo, Alex Baena, Yeremy Pino, Martin Zubimendi oder Mikel Mireno stünden bei fast allen anderen WM-Teilnehmern wohl in der Startelf. 

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      Und dann noch das: "Stürmer" Dailon Rocha Livramento do Rosario hat sich leergelaufen. Nuno Miguel da Costa Joia rückt in die "Spitze". 

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      Deroy d'Encarnacao Duarte kommt. Sein Bruder, Laros Michael d'Encarnacao Duarte, geht runter. 

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      Konsequent und durchaus clever von Trainer Bubista, nach einer Stunde schon sechs frische Beine ins Spiel zu bringen. Die sind nötig bei so viel Arbeit gegen den Ball. Willy Johnson Semedo Afonso kommt für Jovane Eduardo Borges Cabral. 

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      Messerscharfer Pass von Pedri aus dem Zentrum, aber Lopes grätscht vor Ferran Torres in den Passweg und leitet den Ball nach außen. Fabian flankt dort ins Zentrum. Aber der so auffällige Vozinha ist auch bei den hohen Bällen eine Bank und fischt die Hereingabe sicher weg. 

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      Aber diese Halbchancen, sie häufen sich. Laporte jetzt aus der Distanz, schießt einen Meter übers linke Kreuzeck. Bei Kap Verde machen sich die ersten Wechsel bereit. Die Beine werden schon schwer. 

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      Mehr als Halbchancen sind es gerade nicht. Die leitet immer wieder Pedri ein, diesmal mit dem hohen Ball zentral vors Tor. Fabian setzt seinen schwierigen Kopfball mit dem Rücken zum Kasten genau auf Vozinha. 

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      Kurz darauf ist Vozinha aber wieder zur Stelle. Und begräbt die verunglückte Flanke von Ferran Torres von der rechten Seite sicher in der Magengrube. 

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      Gewiefter Versuch von Oyarzabal: Erneut gewinnt Spanien in der gegnerischen Hälfte den Ball, Oyarzabal hat ihn im linken Halbfeld auf dem Fuß und sieht, dass Vozinha früh auf den Querpass spekuliert und das kurze Eck öffnet. Oyarzabal schießt frecherweise genau dorthin, verpasst das Tor aber um gut einen Meter. 

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      Nochmal Fabian, und diesmal muss der Champions-League-Back-To-Back-Sieger mit PSG mehr draus machen. Spanien gewinnt 30 Meter vor dem gegnerischen Tor den Ball, Pedri spielt zu Fabian, der zieht von rechts kurz nach innen, hat die Kugel auf seinem starken linken Fuß. Schlenzt aber aus 20 Metern deutlich und ungenau. 

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      Noch also lässt de la Fuente seine hochwertigen Auswechselspieler sitzen und mit den Hufen scharen. Warum auch nicht, Spanien wurde ja besser und gefährlicher. Setzt sich auch so fort: Tiefer Lauf von Pedri gegen Livramento, der mehr elfter Verteidiger als einziger Stürmer ist, Oyarzabal erwischt den Kopfball nicht richtig, Llorente hält den Ball hinter dem zweiten Pfosten im Spiel, Fabian schießt aus 20 Metern. Trifft das Tor aber nicht. 

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      Weiter gehts. Ohne Wechsel. 

      Zum Ende hin hat sich Spanien dann doch noch dem erlösenden Führungstreffer angenähert. Weil Ferran Torres aber zwei dicke Chancen liegen ließ und Vozinha auch mit 40 Jahren ein guter Keeper ist, ist die halbe Sensation schon mal perfekt. Kap Verde verteidigte diszipliniert und leidenschaftlich, Spanien bekam den spielerischen Klassenunterschied nicht durchgedrückt und hatte große Schwierigkeiten. Trainer de la Fuente wird nachjustieren müssen. 

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      Viel anerkennender Applaus für Kap Verde in Atlanta auf dem Weg zur Halbzeitpause: Der WM-Debütant hält ein 0:0 gegen den Europameister.  

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      Noch ein Anlauf, Llorente flankt von rechts im Sechzehner, Oyarzabal misslingt aber sein Kopfball. Die Halbzeit kommt für Spanien zu einer ungünstigen Zeit. 

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      Denn siehe da, die Ecke hat es gleich in sich. Pedri flankt, Laporte köpft. Gefährlich Richtung langes Eck. Der Ball wäre wohl an den Pfosten getitscht. Vozinha ist aber da und wischt die Kugel mit den Fingerspitzen um die Stange herum. 

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      Vier Minuten gibts obendrauf, davon sind zwei schon vorbei. Kap Verde wackelt seit fünf Minuten ein bisschen mehr, hätte sich das 0:0 zur Pause aber redlich verdient. Dafür müssen sie aber die Ecke überstehen, die Cabral etwas stümperhaft verursacht. 

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      Wenn was geht, dann über Cucurella. Aber Ferran Torres lässt auch die zweite Topchance liegen. Real Madrids neuer Linksverteidiger legt den Ball nach Pedris Zuspiel von nahe der Eckfahne wunderbar quer in den Strafraum. Er rutscht durch, weil Gavi noch verpasst, dahinter muss Ferran Torres den Ball reinschieben. Doch der Abschluss ist zu schwach und wird von Vozinha entschärft.  

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      Könnte früher als geplant ein Spiel für Lamine Yamal oder Nico Williams oder beide werden. Im Kader stehen sie ja. Die besonderen Momente fehlen völlig. 

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      Den darf Ferran Torres ruhig reindrücken, der Abschluss war ziemlich frei, auch wenn Vozinha ihm da heldenhaft entgegenkam. So aber stehen wir kurz vor einer echt dicken Überraschung dieser WM: eine torlose Halbzeit im Spiel zwischen Spanien und Kap Verde. 

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      Aber Spanien ist dem Führungstor jetzt nah. Rodri spielt einen wunderbaren Flugball links in den Strafraum zu Cucurella, der erneut querköpft. Ferran Torres kommt drei Meter vor dem Tor ran, trifft aber nur die Latte. Der Ball springt hoch nach vorne ab, Oyarzabal köpft. Und Vozinha, der sich gerade noch Ferran Torres entgegen geschmissen hat, lenkt den Ball über die Latte. 

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      Auf der anderen Seite versucht es Cabral, schießt ein Fieldgoal, doch das ist immerhin der dritte Torschuss für Kap Verde. Spanien hat auch erst fünf! 

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      Borges klärt einen gefährlichen Ball, den Cucurella von links quer ins Zentrum köpft, Pedri zimmert den zweiten Ball aufs Tor und so darf Vozinha zeigen, was er drauf hat, pariert gut. Dass Cucurella zuvor recht deutlich im Abseits stand, mindert die Anerkennung für diese Parade nicht.  

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      Interessanter Versuch von Livramento, der im Mittelkreis den Ball gegen Rodri gewinnt. Und mit dem zweiten Kontakt aus weiter Distanz Richtung Tor schießt. Da wird er geschult worden sein, dass Unai Simon gerne weit vor seinem Tor steht. Die technische Fertigkeit, um das auszunutzen, fehlt in diesem Moment aber.  

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      75.000 Zuschauer im laut FIFA-Angaben ausverkauften Stadion in Atlanta, das im Normalbetrieb Mercedes-Benz-Stadium heißt. Und es herrscht Stille. Es ist verblüffend, was die Fans hier sehen. Aber irgendwie auch ein bisschen langweilig. 

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      Spanien wird ein bisschen gefährlicher. Ferran Torres findet die Lücke für Oyarzabal rechts im Sechzehner, doch Spaniens Stürmer ist noch gar nicht im Spiel. Das wird sein zweiter, vielleicht dritter Ballkontakt gewesen sein. Und der verspringt ihm viel zu weit nach außen, statt nach innen direkt gen Tor zu ziehen. Der gute Sidny kommt angeflogen und grätscht den Ball sauber ab. 

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      Und damit auch nur 0,03 xGoals weniger, als sich Spanien bis hierhin erarbeitet hat. Bis Pedri den Ball links an den Strafraum spielt, wo Cucurella erst mit seinem Pass ins Zentrum hängen bleibt, den hoch springenden Ball dann aber selbst mit der Brust kontrolliert und aus der Luft nimmt. Und nur einen Meter über die Querlatte schickt. Angesichts des bisher Geschehenen, geht das als erste Torchance durch. 

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      Bei Kap Verde wird die Unterbrechung eher für bestätigendes und anerkennendes Nicken in den eigenen Reihen genutzt. Das läuft ziemlich so, wie Bubista sich das vorgestellt haben wird. Und dann auch noch das: Moreira mit dem ersten Torschuss in der WM-Geschichte Kap Verdes. Geblockt vom nur einen Meter entfernten Cucurella. 0,04 xGoals. 

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      Drei Minuten Pause also für die Spieler, die kaum etwas geleistet haben, was eine Pause rechtfertigen würde. De la Fuente nutzt sie und redet eifrig auf seine Spieler ein. Das ist doch ziemlich enttäuschend, was Spanien bis hierhin bietet. 

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      Nach 23 überraschenden, weil völlig ereignislosen Minuten bittet Schiedsrichter Makhadmeh zur Trinkpause. 

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      Kap Verde macht das echt gut. Und hat jetzt sogar die erste Aktion in der gegnerischen Hälfte. Der Ball wird auf die linke Seite verlagert, wo sich Cabral festrennt, Duarte macht es ihm im linken Halbfeld gleich. Am Ende versandet die Situation in einem von Rodri geklärten Querpass samt folgender Abseitsposition. 

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      Also kommen nicht mehr als Distanzschüsse dabei heraus. Doch erst trifft Fabian den Ball nicht. Und dann Cubarsi mit einem verunglückten Versuch Fabian, der 20 Meter vor dem Tor im Weg steht und ins Toraus abfälscht. 

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      Der schmale Grat zwischen Geduld und Einfallslosigkeit, zwischen den Gegner zurechtlegen und nicht durchkommen. Spanien tut sich noch schwer, sich in die interessanten Zonen zu spielen. Ballgeschiebe statt Zielstrebigkeit. 

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      Frühe erste Verwarnung im Spiel: Llorente legt sich am rechten Spielfeldrand den Ball an Sidny vorbei und will durchstarten, der will den Gegenspieler stoppen, erwischt ihn dabei aber unglücklich im Gesicht. Nicht nur aufgrund der taktischen Note gibt das also die Gelbe Karte. 

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      Damit haben wir die Zeit bis zum ersten Abschluss der Partie wunderbar überbrückt. Pedri schießt jetzt nämlich aus dem linken Halbfeld. Mit der Innenseite. In die Arme des frisch vorgestellten Vozinha. Ungefährlich. 

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      Gibt uns Gelegenheit, ein Wort über Vozinha im Tor Kap Verdes zu verlieren. Der ist wie Manuel Neuer 40 Jahre alt. Und damit sehen wir die erste FIFA WM der Geschichte, bei der zwei Spieler die Altersgrenze von vier Jahrzehnten überschritten haben. Auch deswegen stellt Kap Verdes die bislang älteste Startelf des Turniers mit im Schnitt 31 Jahren und 26 Tagen. 

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      Dann wird es das erste mal etwas haarig, als Pedri rechts zur Grundlinie durchbricht und im Bogen in den Sechzehner flankt. Zumal sich Vozinha im Tor verschätzt und unter dem Ball herläuft. So muss Lopes dahinter gegen den lauernden Oyarzabal retten. Und macht das nur zwei Meter vor der Torlinie gut. 

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      Und so ist das noch ein recht ereignisloses Geschehen. Daran ändert auch der erste Eckball für Spanien nichts. Den köpft Mendes weg, rennt danach den Konter, könnte von Monteiro auf die Reise geschickt werden. Der spielt aber den Fehlpass. 

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      Dass Kap Verde die ersten zehn Minuten ohne gegnerischen Torschuss übersteht, darf durchaus schon als Erfolg verzeichnet werden. Der Außenseiter steht tief, verteidigt aber fleißig und mit schnellen Beinen. Und hat spätestens 30 Meter vor dem Tor regelmäßig Zugriff auf die Angriffswellen, die auf sie zu schwappen.  

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      Und so spielt hier auch nur Spanien. Mit Rodri als klarer Chef auf dem Platz, mit den rotierenden Gavi, Pedri und Ferran Torres davor, mit Oyarzabal, dem Toptorschützen, der auf seine Situationen lauert. Doch noch gelingt nicht alles. Wie jetzt auf der rechten Seite, als Fabian im Kurzpassspiel nicht Ferran Torres findet, sondern nur einen Gegenspieler. Der Ball wird aber schnell zurückgewonnen. 

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      Denn bei allem Respekt vor Kap Verde und auch angesichts unseres Herzens für sympathische Außenseiter, alles andere als ein deutlicher spanischer Sieg wäre natürlich eine Sensation. Das hat schon viel von Deutschland gegen Curacao gestern. Und wie das ausgegangen ist, ist bekannt. 

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      Kap Verde hatte Anstoß. Und darf damit für sich deklarieren, genau elf Sekunden lang die Ballbesitzhoheit gegen die iberische Passmaschine für sich gehabt zu haben. Seitdem befindet sich der Ball in den spanischen Reihen. Und an dieses Bild sollten wir uns natürlich früh gewöhnen. 

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      Los geht's! 

      Gespielt wird in Atlanta bei 26 Grad Außentemperatur, wobei die Arena des NFL-Giganten Atlanta Falcons aber ohnehin voll klimatisiert ist. Schiedsrichter Adham Makhadmeh aus Jordanien führt die Teams auf den Rasen, die Nationalhymnen erklingen - und damit auch erstmals die von Kap Verde auf der größtmöglichen Fußballbühne. 

      Während erprobte Fußball-Fans die spanische Aufstellung auch ohne Williams und Yamal im Schlaf aufsagen können, ist bei Kap Verde schon nerdigeres Wissen gefordert. Ryan Mendes ist sicherlich die erste Erwähnung wert, er ist als Rekordnationalspieler mit 36 Jahren und 96 Einsätzen für Kap Verde der verlängerte Arm seines Trainers auf dem Platz. Den größten Glamourfaktor bringt Logan Costa vom FC Villarreal mit, der verpasste die gesamte letzte Saison aber mit einem Kreuzbandriss. Und dann ist da noch Sidny, der mal eine Spielzeit bei Viktoria Köln in der 3. Liga verbrachte und es mittlerweile bis zum Spitzenteam von Benfica nach Lissabon geschafft hat.

      Die Frage nach der Ausgangsposition stellt sich heute natürlich trotzdem nicht. Kap Verde ist nach Island und DFB-Gegner Curacao der drittkleinste WM-Teilnehmer aller Zeiten. Pedro Leitao Brito, genannt Bubista, heißt der Fachmann, der dafür hauptverantwortlich zeichnet: Der Cheftrainer, einst selbst Nationalspieler des kleinen Inselstaates nordwestlich der afrikanischen Küste, ist seit fünf Jahren im Amt und entwickelte ein stabiles und funktionierendes Team sukzessive weiter. Und das hat es tatsächlich geschafft, in der CAF WM-Qualifikation das große Kamerun hinter sich zu lassen. 

      Ein erfolgreicher Verlauf der WM ist jedoch fest mit deren Leistungspotenzial verknüpft. Williams aber erlebte eine gesamte Saison zum Vergessen, kam vor allem mit einer hartnäckigen Leistenverletzung nie wirklich in Fahrt und verpasste mit Athletic Club sämtliche Saisonziele. Und Yamal zog sich Ende April einen Muskelriss zu, der einen Schatten auf seine ansonsten persönlich überragende Spielzeit warf. Gavi und Ferran Torres ersetzen die zwei Schlüsselspieler heute. 

      Die Erwartungen sind entsprechend hoch, die Ziele, bzw. das Ziel, also der WM-Titel, ist klar gesteckt. Daran ändern auch die Fragezeichen nicht, die hinter der Verfügbarkeit der so genialen und erfolgsbringenden Flügelzange stehen. Nico Williams und Lamine Yamal werden zumindest heute sehr wahrscheinlich nochmal vollständig geschont, gegen einen WM-Debütanten sollte es auch ohne die beiden Superstar funktionieren. 

      Mit Spielwitz, frischer Jugendlichkeit, gepaart mit einer erfahrenen und festen Achse, großer Starpower und einem Trainer, der den Laden im Griff hat, hat sich Spanien vor zwei Jahren in Deutschland an die Spitze Europas gespielt. Gefolgt von einer fast makellosen WM-Qualifikation. Beinahe hätte La Roja nebenbei auch noch die Nations League gewonnen, musste sich da aber Portugal im Elfmeterschießen beugen. Fest steht: Wer Spanien als Weltmeister getippt hat, wird im Erfolgsfall nicht reich.

      Exakt die Hälfte des 1. Spieltags der Vorrunde der FIFA WM 2026 ist gespielt. Doch abgesehen von Brasilien und Deutschland haben wir die echten, großen WM-Anwärter noch nicht gesehen. Frankreich, Portugal, Argentinien, England - und Spanien! Und für das Team von Erfolgscoach Luis de la Fuente wird es nun ernst. Der amtierende Europameister und Weltmeister von 2010, den vor dem Turnier viele als Topfavorit nannten, steigt gegen Außenseiter Kap Verde ins Geschehen ein.

      Auch Kap Verde testete vor der WM-Endrunde erfolgreich und besiegte Bermuda mit 3:0. Trainer Bubista nutzte die Zeit da aber noch zum Experimentieren. Aus der Startelf vom 06. Juni sind einzig Moreira, Duarte, Mendes und Livramento geblieben. 

      So spielt Kap Verde: Vozinha - Moreira, Borges, Lopes, Sidny - Pina, Duarte - Mendes, Monteiro, Cabral - Livramento. 

      Spanien spielte das letzte Testspiel vor der WM gegen Peru und gewann nach einer guten Leistung mit 3:1. Trainer de la Fuente gefiel, was er sah, und ändert die Startelf nur auf einer Position: Alex Baena muss etwas überraschend für Gavi weichen, der fast die gesamte letzte Saison verletzungsbedingt verpasste. Außerdem spannend: Im Tor fällt die Wahl auf Unai Simon. Mit Arsenals David Raya sitzt damit ein Keeper auf der Bank, der sich in den letzten zwei Jahren zu einem der besten in Europa entwickelt hat. 

      So spielt Spanien: Unai Simon - Llorente, Cubarsi, Laporte, Cucurella - Rodri, Fabian - Ferran Torres, Pedri, Gavi - Oyarzabal. 

      Herzlich willkommen bei der WM 2026 zum Gruppenspiel zwischen Spanien und Kap Verde.