Schweiz - Kolumbien; Fußball WM Achtelfinale

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Schweiz - Kolumbien. Fußball WM Achtelfinale.

BC PlaceZuschauer52.497.

Schweiz gewinnt 4-3 im Elfmeterschießen

Live-Kommentar

Das wars an dieser Stelle. Und die WM verabschiedet sich nach Mexiko auch aus Kanada. Morgen geht es, Achtung, nicht weiter. Erstmals bei dieser XXL-WM und damit seit dem 11. Juni steht uns kein Spiel ins Haus, das ist direkt ganz schön ungewohnt. Erst am Donnerstag startet das Viertelfinale, um 22:00 Uhr heißt es Frankreich gegen Marokko. Vielen Dank für das Interesse und bis dahin! 

Das achte Achtelfinale war also das längste und knappste - und damit ist die nächste Runde komplett. Die Schweiz freut sich aufs Viertelfinale gegen Weltmeister Argentinien in Kansas City. Gespielt wird in der Nacht auf Sonntag ab 03:00 Uhr. Der Sieger trifft auf Norwegen oder England, die vier Stunden davor in ihr Match gehen. Kolumbien reist enttäuscht nach Hause. Es war mehr drin. 

Erstmals seit 1954 steht die Schweiz im Viertelfinale einer Fußball-WM und verdankt das dem Glück des Tüchtigen im Elfmeterschießen. Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Ein Match ohne Favoriten war 120 Minuten lang umkämpft, intensiv und chancenarm. Und blieb folgerichtig ohne Treffer. Im Elfmeterschießen schlug das Pendel dann für die Schweiz aus, obwohl Akanji schon wieder die Nerven versagten. Doch bei den Cafeteros scheiterten Sanchez und Hernandez. Sie sorgten so für Ernüchterung bei den vielen kolumbianischen Fans in Vancouver - und für Erleichterung bei den Eidgenossen, die im sechsten Elfmeterschießen bei einem großen Turnier erst zum zweiten Mal siegen konnten.  

Vargas gegen Vargas. Der langjährige Bundesligakicker übernimmt die Verantwortung und schießt den letzten Elfmeter für die Schweiz. Und Ruben Vargas schießt die Eidgenossen ins Viertelfinale der FIFA WM 2026 - links unten schlägt es ein, Kolumbien ist raus! 

Letzter Schütze für Kolumbien: Luis Diaz muss treffen, sonst ist es vorbei. Und er erfüllt seine Pflicht. Sauber verladen, flach links unten schlägt es ein. 3:3, aber die Schweiz hat noch einen. Jetzt muss es Vargas für die Cafeteros richten. 

Itten, letztes Jahr mit Fortuna Düsseldorf in die 3. Liga abgestiegen, jetzt steht er im WM-Achtelfinale für die Schweiz am Elfmeterpunkt. Und schiebt glatt durch die Tormitte ins Netz durch. 

Alles wieder offen und in der Reihe. Aber nur kurz. Hernandez rennt an - und scheitert im linken Eck an Kobel. Das war stark gehalten! 

Akanji hat in seiner Karriere schon zwei wichtige Elfmeter für die Schweiz verschossen. Bei der EURO 2020 und der EURO 2024 war das. Und er setzt dieses Trauma tatsächlich fort. Mindestens ein Meter drüber, das ist ja unglaublich tragisch. 2:2 nach sechs Schützen. 

Ganz viel Druck jetzt auf den Schultern von Campaz, der kurz vor Ende der Verlängerung den Siegtreffer hat liegen lassen. Jetzt trifft er, wenn auch maximal glücklich. Sein Schuss rutscht Kobel im rechten Eck unter der Körpermitte hindurch. 

Nutzt Amdouni den Fehlschuss aus? Ja, und wie. Er verlädt Vargas und schießt ziemlich lässig rechts ins Eck. 

Sanchez hat für Kolumbien ein geniales Spiel gemacht. Im Elfmeterschießen setzt er seine Führungsstärke nicht fort und schießt seine Farben mit einem harten Treffer an die Unterkante der Latte ins Hintertreffen. Exakt auf der Linie tickt der Ball auf. Vorteil Schweiz! 

Für die Schweizer ist Xhaka der erste Schütze, der wirkte in den letzten zehn Minuten ganz schön indisponiert. Merkt man jetzt nichts mehr von. Der Schweizer Anführer schießt mit links stramm und hoch ins linke Eck. Vargas ist dran, kann aber nicht parieren. 

Alle Instruktionen sind verteilt. Quintero ist der erste Schütze. Und der Einwechselspieler trifft wuchtig und mit Überzeugung in die Tormitte. Ein guter Start für Kolumbien. 

Auf welches Tor geschossen wird, spielt bei der kolumbianischen Übermacht im Stadion kaum eine Rolle. Die zweite Entscheidung aber ist natürlich wichtig: Kolumbien fängt an. 

0:0 nach 120 Minuten, also muss das Elfmeterschießen herhalten. Nach 90 hart umkämpften, aber fast ereignislosen Minuten war das noch die einzig logische Folge. Die 30 Minuten danach hätten aber durchaus für eine vorzeitige Entscheidung sorgen können, beide Teams verzeichneten auf einmal hochkarätige Torgelegenheiten. Kolumbien war dem Sieg dabei näher, die müden Schweizer können sich etwas glücklicher schätzen, es in die Elferlotterie geschafft zu haben. Dort spielt all das keine Rolle mehr. 

full_time icon

Und die ist schnell rum, es passiert nichts mehr. 

comment icon

Das sich anbahnende Elfmeterschießen hat jetzt selbst diese positiv-verrückten kolumbianischen Fans verstummen lassen. Zu viel Nägel kauen, um weiter zu brüllen. Nur eine Minute Nachspielzeit. 

substitution icon

Lucumi ist von Krämpfen geplagt und kann nicht weitermachen. Mit Yerry Mina hat Lorenzo noch einen weiteren Innenverteidiger von internationalem Format in der Hinterhand. 

comment icon

Chancen für zwei Spiele, könnten wir unken. Kolumbien hat sich mittlerweile auf exakt 1,0 xGoals hochgearbeitet, auch die 14 Torschüsse insgesamt sehen nicht mehr so schlimm aus. Die Südamerikaner sind dem Viertelfinale deutlich näher. 

highlight icon

Und fast wird dieses Achtelfinale zum absoluten Albtraum für Xhaka. Auf der einen Seite lässt er die große Chance aufs 1:0 aus. Auf der anderen Seite nimmt er einen harmlosen weiten Abschlag von Vargas nicht richtig an, vertändelt ihn stattdessen gegen Munoz. Und kann von Glück sprechen, dass Campaz halbrechts und frei vor Kobel diesen Matchball liegen lässt. Überrumpelt von der Großartigkeit dieser Gelegenheit, schießt er viel zu hoch. 

highlight icon

Auch da fehlt die Kraft für die letzte Konzentration: Muheim und Vargas kombinieren sich über den linken Flügel, dann zieht Vargas mit seinem Dribbling zwei Gegenspieler auf sich, das verschafft Platz im Rückraum für Xhaka. Genau dort legt Vargas den Ball hin, doch der Schuss streicht einen Meter am langen Eck vorbei. 

comment icon

Es ist also Kolumbien, das sich hier nochmal aufbäumt. Und durch Quintero zum nächsten Fernschuss kommt, der weit vorbei geht. Zum Glück, muss man sagen, denn Diaz, der Frechdachs, hatte einen Einwurf so schnell ausgeführt, da wurde Schiedsrichter Barton glatt überrumpelt. War nämlich eigentlich Widmer, dem der Einwurf zugestanden hätte. 

comment icon

Wenn wir unser Geld auf die Mannschaft setzen müssten, die hier noch mehr Kräfte freisetzen kann, es würde auf die Männer in Knallgelb gehen. Die Eidgenossen wirken ziemlich leer. Das haben wir anders erwartet. Die spielen zum dritten Mal in Folge in Vancouver! Die Hürden der Kolumbianer haben wir ausgiebig besprochen. 

comment icon

Fünf Torschüsse für die Kolumbianer in der ersten Halbzeit der Verlängerung, das sind drei mehr als in der gesamten regulären zweiten Hälfte. Und die Schweizer Großchance von Amdouni wurde tatsächlich wegen einer geahndeten Abseitsposition statistisch als nicht relevant eingestuft. So sieht das natürlich ziemlich deutlich für die Südamerikaner aus.  

match_start icon

Das erfahren wir jetzt. Es laufen die letzten 15 Minuten im Achtelfinale der WM. 

Lucumi traf mit seinem Kopfball nur die Latte, Diaz wurde mehrfach erst im allerletzten Moment geblockt, von zwei Fernschüssen musste Kobel einen entschärfen und Amdouni scheiterte am großartigen Vargas: So nah waren wir in den 90 Miunuten zuvor nicht an einem Tor. Vielleicht geht das hier doch noch ohne Elfmeterschießen über die Bühne. Aber für wen? 

half_time icon

Die folgende Ecke wird geblockt, dann gehts in die Pause der Verlängerung. 

comment icon

Torchancen entstehen nur aus dem Chaos heraus. Hernandez schlägt den Ball von der linken Seite ins Zentrum, schafft es zwar nicht bis in den Strafraum, dafür aber zu Rios vor dem Strafraum. Der dribbelt, strauchelt und legt den Ball im Fallen zu Diaz auf die linke Seite. Dessen Abschluss wird noch gerade so zur Ecke geblockt. 

yellow_card icon

Muheim rennt frontal in Campaz rein und foult taktisch, das gibt Gelb. 

comment icon

Könnte sein, dass im Vorfeld eine Abseitsposition vorlag. Es wird nicht ganz klar, ob der Schiedsrichter das jetzt abgepfiffen hat. Auf jeden Fall war das haarscharf. Den hätte Amdouni besser mal gemacht, dann wärs was für den VAR gewesen. 

highlight icon

Und wie es der Fußball manchmal so will: Keine 30 Sekunden nach seiner Einwechslung hat Amdouni die beste Chance des ganzen Spiels. Eine Flanke von der linken Seite wird geblockt und segelt Richtung Torlinie, Vargas geht hinterher, will keine Ecke, legt stattdessen quer. Itten wird mit dem Rücken zum Tor verteidigt, so springt der Ball weiter nach hinten und Amdouni vor die Füße. Auf dem Elfmeterpunkt wuselt er sich frei, schießt. Und scheitert an einer starken Parade von Vargas. 

substitution icon

Sechster und letzter Wechsel bei der Schweiz: Amdouni kommt für Rieder. 

highlight icon

Rios und Campaz unterstreichen das mit zwei wilden, aber nicht ungefährlichen Distanzschüssen. Der erste geht noch rechts vorbei. Den zweiten Flatterball muss Kobel in Volleyballmanier abwehren. Bei der folgenden Ecke wird der gewohnt gute Dortmunder Keeper gefoult. 

comment icon

Und haben wir nicht über die Qualität der schweizerischen Wechsel gesprochen? Widmer hat Probleme gegen Diaz, Itten verliert die Orientierung im Kopfballduell gegen Lucumi. Die Verlängerung geht bis hierhin ganz klar an die Cafeteros. 

highlight icon

Und die Ecke hat es in sich. Quintero schlägt den Ball rein. Itten springt unter dem Ball her, Lucumi köpft ihn aus fünf Metern an die Latte. Da hätte Kobel nichts mehr ausrichten können. 

comment icon

Wird Diaz besser? Kolumbiens Topstürmer nimmt auf der linken Seite einen Ball auf und geht ins Dribbling gegen Widmer, der das nur mit viel Mühe zur Ecke verteidigen kann. 

comment icon

Das hat für etwas Aufregung gesorgt, das hat etwas gedauert. Auch, weil Sanchez' vermeintliches Foul direkt vor der kolumbianischen Bank vonstattenging. War am Ende aber alles halb so wild. 

yellow_card icon

Dann liegt Barton aber mal falsch, das Laufduell zwischen Sanchez und Itten war wie alles hier reichlich intensiv, aber nicht gelbwürdig von Sanchez. Eher hat sogar Itten da gezogen. Barton wertet es offenbar als taktisches Foul, so ist Kolumbiens bärenstarker Innenverteidiger nun verwarnt. Übrigens genauso wie ein kolumbianischer Co-Trainer, der die Entscheidung nicht wahrhaben will. 

comment icon

Keine schlechte Flanke, Xhaka köpft sie aber fünf Meter vor dem Tor per Bogenlampe weg. Campaz rennt in den Ball rein, legt ihn mit dem ersten Kontakt an Muheim vorbei. Und rennt dann mehr in den Gegenspieler rein, als dass Muheim das Bein ausfährt. Der VAR guckt kurz drauf, entscheidet sich dann aber gegen einen Elfmeter, was die einzig richtige Entscheidung ist. 

comment icon

Nach einem schönen Flankenwechsel auf die linke Seite wird Diaz gefoult. Von dem war jetzt auch länger nichts mehr zu sehen. Wir sehen uns den Freistoß an. 

comment icon

Beide Teams haben zusammenaddiert 0,7 xGoals erspielt. Das ist nach 90 Minuten der niedrigste Wert im gesamten WM-Turnier. Und das beschreibt dieses Spiel dann auch ganz gut. 

match_start icon

Kolumbien kickt die erste Halbzeit der einzigen Verlängerung in diesem WM-Achtelfinale an. 

Der Abnutzungskampf bekommt einen 30-minütigen Zuschlag. Die Schweiz und Kolumbien schenken sich unverändert nichts und liefern sich ein Duell, das nicht mehr auf Augenhöhe stattfinden könnte. Torchancen sind rar, knackige Zweikämpfe, Einsatz und Hingabe allumfassend. Dieses Spiel hat weder einen Gewinner noch einen Verlierer verdient. Doch so funktioniert eine Weltmeisterschaft natürlich nicht. 

full_time icon

Und dann soll es eben so sein: Schweiz gegen Kolumbien geht in die Verlängerung. 

comment icon

Auch die dritte Ecke für die Schweiz bewahrt uns nicht vor der Verlängerung. Vargas schlägt den Ball direkt auf den Kopf von Sanchez, der da hinten unglaublich viel abräumt. 

substitution icon

Yakin geht weiter ins Risiko und bringt nach Sow mit Vargas den nächsten angeschlagenen Profi ins Spiel und vermutlich für die Verlängerung. Ndoye flitzt vom Feld.

comment icon

Ndoye war nach seinem guten Start in den zweiten Durchgang abgetaucht. Jetzt hat er nach einem tiefen Steckpass von Sow nochmal einen Moment, schiebt den Ball von rechts im Sechzehner aber weder gefährlich ins Zentrum noch aufs lange Eck. Irgendwas dazwischen, und da kommt weder Freund noch Feind heran. 

comment icon

Fünf Minuten Nachspielzeit trennen uns von der ersten, letzten und einzigen Verlängerung im Achtelfinale dieser Weltmeisterschaft. 

comment icon

An Qualität und internationaler Erfahrung hat die Schweizer Mannschaft durch diese Wechsel auf dem Papier jetzt durchaus abgenommen. Ob das noch eine Rolle spielt? Hängt entscheidend davon ab, wie lange es noch geht. 

substitution icon

Auch der zweite Wechsel hat es durchaus in sich, mit Zakaria wird ein weiterer der meist dekorierten Schweizer Spieler rausgenommen. Widmer übernimmt die Position auf der rechten Abwehrseite. 

substitution icon

Schweiz-Trainer Yakin nutzt die Unterbrechung und wechselt doppelt. Und etwas überraschend nimmt er Embolo jetzt raus. Der wirkt eigentlich noch gut im Saft und ist mit seiner Wucht und Erfahrung kaum zu ersetzen. Cedric Itten soll es versuchen.  

comment icon

Das nächste kernige Duell zwischen Embolo und Sanchez, die schenken sich wirklich nichts. Embolo begeht dann das Foul und erwischt Sanchez noch am Boden, das endet diesmal also schmerzhaft für den ehemaligen Tottenham-Verteidiger. 

comment icon

Eckball für die Schweiz, daraus resultiert aber ein Gegenangriff der Kolumbianer: Einen langen Flankenwechsel leitet Quintero trickreich und technisch stark mit dem ersten Kontakt Richtung Zentrum weiter. Allerdings einen Tick zu weit, Kobel ist vor Campaz am Ball und wischt ihn weg. Dann geht aber auch die Fahne hoch: Campaz stand im Abseits. 

substitution icon

Gleichzeitig wird auch Lerma ausgewechselt, damit Rios mitspielen kann. Beide Wechsel sind positionsgetreu. 

substitution icon

Nächster Doppelwechsel bei Kolumbien: Luis Suarez weicht für Cucho Hernandez. 

comment icon

Eben noch das faire Spiel gelobt, aber Embolo und Sanchez werden heute keine Freunde mehr, geraten ständig aneinander. Jetzt wieder, daraufhin gibt es ein kleines Geschubse der beiden Kraftprotze. Schiedsrichter Barton löst das mit beeindruckender Körpersprache und Kommunikation und sorgt sogar für einen Handshake zwischen den beiden Streithähnen. Ein unterkühltes zwar, aber trotzdem! 

comment icon

Fünf Abschlüsse erst im zweiten Durchgang, drei für die Schweiz, die anderen für Kolumbien. Schon erstaunlich, dass das so wenig sind. Wir können ja keinem Team vorwerfen, nicht nach vorne zu spielen oder nur auf Sicherheit bedacht zu sein. Aber beide Länder verteidigen einfach auch so gut, dass Torschüsse schwer anzubringen sind. Selbst halbgare. 

comment icon

Gab ja noch keine Verlängerung im Achtelfinale. Hier sind wir nur noch eine Viertelstunde davon entfernt. Statistisch liegt die Wahrscheinlichkeit auf ein Remis gerade bei 65 Prozent ... 

comment icon

Der aber glücklicherweise von beiden Spielern unbeschadet überstanden wird. Auch mit einer schnellen Schlichtung, beide Spieler helfen sich gegenseitig auf und vertragen sich, das sieht man gerne. Ohnehin ist es ein hartes, stellenweise hitziges, aber nie unfaires Spiel. Weil Embolo bei der Kopfball-Bogenlampe im Abseits stand, bekommt Kolumbien den Freistoß im eigenen Sechzehner. 

comment icon

Das Spiel wird wieder aufgenommen, da bekommt die Schweiz einen Freistoß auf der linken Seite zugesprochen. Der wird geklärt und nochmal an den Fünfer geköpft, wo Vargas mit den angewinkelten Knien nach vorne springt und den Ball wegboxt und dabei dem rückwärts Richtung Ball orientierten Embolo voll ins Kreuz springt. Ein böse anmutender Crash. 

substitution icon

Wechsel auf der Schweizer Außenbahn: HSV-Profi Muheim kommt für Routinier Rodriguez. 

comment icon

Hier ist unverändert richtig Zug drin. Torchancen bleiben Mangelware, die Schweiz hatte zumindest eine, aber wir sind noch ganz weit weg von einer Entscheidung. Wir haben ein 50:50-Spiel angekündigt und es längst bekommen. Völlig unvorhersehbar, wie lang das hier noch dauert. Einer muss durchkommen. 

comment icon

Embolo bekommt im Zweikampf einen Schlag von Sanchez ab und erzwingt die Spielunterbrechung, behandeln lassen will er sich aber dann doch nicht, schließlich müsste er dann runter. Kann so schlimm nicht sein. Trotzdem diskutiert Embolo auf dem Weg zur Trinkpause noch eifrig mit Barton und arbeitet an einer Verwarnung. 

substitution icon

Im selben Wechselfenster tauscht Kolumbien sogar doppelt: Auch Arias geht runter. Campaz ist dafür neu dabei. 

substitution icon

Bei James Rodriguez ist nicht mehr drin als diese 65 Minuten. Mit Quintero steht aber noch ein hochwertiger Ersatz bereit. 

highlight icon

Kolumbien ist wieder da. Erst der schlampige Pass im Aufbauspiel Richtung Freuler, der kann damit schon nichts anfangen und verliert beinahe die Kugel, dann setzt Suarez energisch gegen Xhaka nach, der das Foul ziehen will, das ist aber keins. Suarez hat dann 20 Meter vor dem Tor freie Schussbahn. Aber Pech: Der Ball verspringt ihm leicht und rutscht dann voll über den Spann. 

yellow_card icon

Wird es hektisch? Jein, der Schiedsrichter in diesem Moment aber auch etwas kleinlich. Suarez behindert Kobel nach dessen Ballaufnahme beim schnellen Abschlag, fallen muss der wuchtige Keeper da aber auch nicht. Barton zeigt Suarez für die kleine Unsportlichkeit trotzdem Gelb. 

comment icon

Keine richtige Torchance, aber ein Stimmungsaufheller für Kolumbien: Xhaka klärt eine Halbfeldflanke, aber nur ungenügend vor den Strafraum. Da nimmt Diaz den Ball auf, dreht sich gegen drei Gegenspieler um die eigene Achse. Und schickt einen verunglückten Roller in die Arme von Kobel. 

yellow_card icon

Zakaria grätscht gegen Diaz, trifft den Gegenspieler klar und sieht dafür die zweite Gelbe Karte der Partie. 

comment icon

Die kolumbianischen Fans erkennen, dass ihrem Team das Spiel gerade aus den Händen gleitet. Die Schweiz will gerade mehr, spielt mit mehr Dampf, mehr Energie. Da herrscht jetzt noch keine Panik. Aber schon etwas Unruhe. Die Cafeteros müssen sich ins Spiel zurückfighten. 

highlight icon

Rieder nimmt sich den Freistoß selbst, zwirbelt den Ball mit links um die Mauer. Aber auch am Tor vorbei. Der Einschlag ins Außennetz lässt so manchen kurz vom Traumtor träumen, dann erkennen es aber auch die Fans auf den hinteren Plätzen. 

comment icon

Gut was los gerade. Rieder wird links vor dem Strafraum von Sanchez gefoult, um den er sich herumdreht. Das gibt eine schöne Freistoßposition für die Schweiz. 

yellow_card icon

Xhaka sieht nachträglich Gelb, weil er dem freien Ball gegen Munoz zu spät hinterher setzte und dem kolumbianischen Verteidiger stattdessen voll auf den Spann stieg. Die Vorteilauslegung brachte die gefährliche James-Flanke hervor. 

comment icon

Jetzt meldet sich auch Kolumbien an. James flankt aus dem linken Halbraum. Arias verpasst die Hereingabe am Fünfer nur haarscharf. 

comment icon

Die Schweiz kommt mit Dampf aus der Kabine. Ndoye und Xhaka links mit dem Doppelpass, so dringt Ndoye in den Sechzehner ein. Statt die Szene noch schärfer zu stellen, lässt er sich aber nach einem harmlosen Zupfer von Munoz fallen. Dafür gibt es natürlich keinen Elfmeter und der vielversprechende Ansatz ist vergeben. 

highlight icon

Hui, dicke Chance für die Schweiz - und die hat der erst zwei Minuten alte Sow. Ndoye verzögert links neben dem Strafraum clever gegen Munoz, zieht dann plötzlich Richtung Grundlinie und gibt an den Elfmeterpunkt zurück. Freuler verpasst dort noch gegen den engen Bewacher Puerta, oder lässt er ihn extra durch? Denn hinten im Strafraum steht Sow völlig frei. Der Joker rutscht beim Schuss aber weg und schickt ihn deutlich am Gehäuse vorbei. 

match_start icon

Bei Kolumbien hat sich lediglich die Spielrichtung verändert. Die zweite Hälfte läuft. 

substitution icon

Die Schweiz wechselt: Der erfahrene Sow, der vor dem Spiel als angeschlagen galt, kommt für Jashari, der sich aufrieb, dem aber wenig gelang. 

Keine Tore, nur sieben Torschüsse und 0,02 zu 0,2 xGoals bei zwei Torchancen: Die Zahlen deuten auf einen Langweiler zwischen der Schweiz und Kolumbien hin. Doch so einfach ist es nicht. Beide Teams arbeiten sich konzentriert und gut aufeinander eingestellt ab und lassen sich kaum Raum zum Atmen. So ergibt sich auch ohne große Szenen ein packendes und rassiges Spiel. Das im zweiten Durchgang nur an Spannung hinzugewinnen kann. Steht schließlich immer noch WM-Achtelfinale drauf. 

half_time icon

Pause. 

comment icon

Zwei lange Bälle sehen wir noch, der eine landet im Fuß von Kobel, den anderen kann Lucumi nahe der rechten Eckfahne gegen Freuler ablaufen. Torgefahr ruft all das keine mehr hervor. 

comment icon

Die Ecke, immerhin schon Kolumbiens vierte, bringt nichts ein. Standards sind noch kein Faktor, James Rodriguez hin oder her. Drei Minuten Nachspielzeit laufen an, es riecht nach einer torlosen ersten Hälfte. 

comment icon

Auch das ist wieder ein guter und gefährlicher Ansatz der Cafeteros. Diaz rennt Xhaka in dessen Rücken an und stiehlt ihm den Ball, gibt dann nach rechts raus zum offensivfreudigen Munoz und startet ins Zentrum durch. Den Querpass lässt Suarez durch, Diaz steht hinter ihm besser, Freuler ist aber mit dem langen Bein zur Stelle und klärt zur Ecke. 

comment icon

Erstaunlicherweise gewinnt Kolumbien 63 Prozent der Zweikämpfe, das ist ziemlich viel. Vielleicht sind die Südamerikaner auch deswegen jetzt eher am Drücker. Die Schweiz lässt zwar unverändert kaum Torschüsse zu, steht aber gerade fast dauerhaft unter Druck. 

comment icon

Nach einem Vortrag über die rechte Seite setzt Diaz zum Rückfallzieher an, zieht den aber zurück, weil sich Zakaria in den Ball schmeißt, den darf und will er nicht gefährden. Immerhin springt ein Eckball bei raus, der wird kurz ausgeführt, dann dribbelt Arias aber ins Toraus. Und der Eckball wird ihm wieder genommen, weil er selbst zuletzt am Ball war, was Barton aufs Ohr geflüstert bekommt. 

comment icon

Für Interessierte, die abseits der WM nicht viel mit Fußball zu tun haben, ist dieses Spiel schwer zu greifen und nicht so richtig interessant. Fußball-Fans dagegen dürften sich auch trotz der wenigen Aufreger gut unterhalten fühlen. Es wiegt hin und her, die Stimmung ist fantastisch und es ist immens spannend. 

comment icon

Durchaus. Und zwar mit einem ständigen Hin und Her. Auf der einen Seite dribbelt Arias auf den Sechzehner zu, könnte für die kreuzenden James oder Diaz durchstecken, entscheidet sich für James, bleibt aber hängen. Im direkten Gegenstoß leitet Jashari einen Ball aus dem Mittelkreis auf den linken Flügel weiter, wo sich Ndoye und Sanchez ein spannendes Laufduell liefern, das der Kolumbianer knapp gewinnt. Sonst wäre Ndoye auch frei durchgebrochen. 

comment icon

Auf der anderen Seite will Diaz den Ball von halblinks im Strafraum durch die Beine von Elvedi ins lange Eck schieben. Der Gladbacher macht aber rechtzeitig die Beine zu. Nimmt das Spiel gerade Fahrt auf? 

highlight icon

Damit ist das Chancenverhältnis auf 1:1 gestellt, das war eine gute Gelegenheit für Rieder, wenn sie auch zufällig entstand. Dabei bleibt es nicht lange, denn nur eine Minute später setzt sich Ndoye auf der linken Seite durch und schießt flach gen langes Eck. Vargas ist schnell unten und macht den Ball fest. 

highlight icon

Rieder im Alleingang, dribbelt sich 30 Meter zentral vor dem gegnerischen Tor gegen drei Gegenspieler fest, setzt aber nach und gewinnt den Ball nach einem schlimmen Fehler von Munoz zurück, und das mit Eintritt in den gegnerischen Sechzehner. Rieder schießt dann wuchtig aus spitzem Winkel. Und scheitert an einer guten Tat von Vargas. 

comment icon

Aber wir dürfen angesichts der Schweizer Chancenlosigkeit nicht vergessen, dass es hier a), gegen eines der abwehrstärksten Teams des Turniers geht, und b), mit Manzambi der prägende offensive Energizer der Eidgenossen fehlt. Jashari ist bislang nicht ansatzweise ein gleichwertiger Ersatz. 

comment icon

Was haben die Trainer ihren Teams mit auf den Weg gegeben? Yakin dürfte mehr Dominanz und spielerische Überlegenheit einfordern, wenn nötig auch über Sicherheit und Ballgeschiebe. Um dann aus der Kontrolle heraus peu a peu Torgefahr aufzubauen. Einen Schlagabtausch will er sicherlich nicht. 

comment icon

Denn eigentlich, auch auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen, ist noch nicht viel passiert. Ja, das Spiel ist intensiv und rassig, stellenweise schnell. Aber alles noch auf mittlerem spielerischen Niveau, und das lässt sich auch auf die Spielzone beziehen. Kein Team konnte sich bislang in den Vordergrund spielen, die einzige Torchance hatten aber die Cafeteros aus Kolumbien. 

comment icon

Es gibt Spiele, da macht die Hydration Break zwar auch nicht klimatisch, aber zumindest im Spielfilm Sinn. Dieses hier gehört nicht dazu. 

comment icon

Hat die kolumbianischen xGoals immerhin verdoppelt. Von 0,04 auf 0,08, naja. 

highlight icon

Dann ist es so weit: die erste Torchance! Und was für eine. 40 Meter vor dem Schweizer Tor kämpfen gleich sechs Spieler um den Ball, aus der Auseinandersetzung geht Kolumbien als Sieger hervor. Dann sind es zwei schnelle, kurze Pässe im Zentrum, bis Diaz nach halblinks zu Puerta rüberlegen kann. Der zieht kurz nach innen und schlenzt gen langes Eck. Kobel fliegt wunderbar und lenkt den Ball um den Pfosten. 

comment icon

Das mit der optischen Überlegenheit der Schweizer hat sich auch erledigt, jetzt ist es Kolumbien, das den Taktstock hält und die Partie kontrolliert. Aber alles im leeren Raum. Mit vielen Pässen, aber ohne Raumgewinn. 

comment icon

Fast sinnbildlich dafür kombinieren sich Rodriguez und Xhaka auf der linken Seite ins Seitenaus. Abschlüsse haben wir bislang einen gesehen, der kam von Kolumbien. Um den nachzuvollziehen, müssen wir allerdings das Statistiktool heranziehen. Arias, 1:59 Minute, geblockt, aha. Mehr war noch nicht. 

comment icon

Irgendwie wird man von diesem Spiel aufgeregt, ohne dass es aufregend ist. Das kommt allein von der Atmosphäre, der Lautstärke, der Laufbereitschaft der Teams und der Ausgeglichenheit. Konkrete Szenen gibt es dagegen kaum. Das Niveau ist noch überschaubar. 

comment icon

James ist wirklich nicht in Bestform, dazu von einer Erkältung gebeutelt. Stichwort Reisestrapazen. Standards kann der geniale Techniker aber trotzdem schlagen, wie er will. Jetzt bringt er die Freistoßflanke genau zwischen Abwehr und Torwart, das ist schwer zu verteidigen. Gelingt der Schweiz aber. Dann wird der Ball nochmal kurz scharfgestellt. Kobel packt aber zu und pflückt ihn aus der Luft. 

comment icon

Zakaria verschätzt sich bei einem langen Ball auf Diaz, Elvedi kommt zur Hilfe, kann den Bayern-Star aber nur noch foulen. Das gibt die erste spannende Freistoßposition für Kolumbien.  

comment icon

Die Schweiz hat leichte optische Vorteile, das war aber auch durchaus so zu erwarten. Kolumbien definiert sich vor allem über seine Defensivstärke. Und kann mit Diaz, Arias und Suarez dann schnell umschalten. Und dafür sorgen, dass es die Fans von ihren Sitzen reißt. Das wiederum ist die Schweiz gewohnt: Schon gegen Kanada und Algerien spielten die Eidgenossen in Vancouver und sahen sich einer Übermacht auf den Rängen ausgesetzt. Beide Male hielten sie stand. 

comment icon

Kolumbien hat den ersten Eckball, der wird von James unbrauchbar ins Zentrum geschlagen. Schweiz hat den ersten Abschluss, Ndoye schießt genau auf Vargas. Und dann auch doch wieder nicht, er stand beim Pass von Freuler nämlich im Abseits. So bleibt es ein intensives Abtasten auf beiden Seiten.

comment icon

Für dieses Vorgeplänkel und diese Gedanken ist Zeit, weil auf dem Rasen noch nicht viel passiert. Da kommt man zwar nicht drauf, wenn man nur den Ton hört, der ist nämlich wahnsinnig und lässt auf einen Schwergewichtskampf in der zwölften Runde schließen. Die kolumbianischen Fans peitschen ihr Team wirklich bedingungslos nach vorne. Aber noch hat das keine Auswirkungen aufs Spiel. 

comment icon

Und Argentinien gegen Ägypten vorhin, das hatte alles, was man sich von einem WM-Achtelfinale wünschen kann. Wir sind gespannt, ob Schweiz gegen Kolumbien da mithalten kann. Auf dem Papier steht da etwas weniger Klasse und Brisanz drauf, dafür ist es ein völliges 50:50-Duell. Und da ist zumindest die Spannung ja schon vorprogrammiert. 

comment icon

Fast hätten wir den Viertelfinalgegner vergessen, der steht ja schon fest. Argentinien hat sich vor zwei Stunden in einem packenden Krimi mit 3:2 gegen tapfere Ägypter durchgesetzt. Auf den Sieger dieser Partie wartet im Viertelfinale also der Weltmeister persönlich. 

comment icon

Für den 35-jährigen Schiedsrichter Barton ist es übrigens bei dessen schon zweiter WM der dritte Einsatz. Barton ist auch der, der Paraguays Almiron in der Gruppenphase so konsequent und rigoros, fast militärisch vom Platz stellte, weil der im Streitgespräch mit einem Gegenspieler die Hand vor den Mund hielt. Einer der Momente dieser WM, die in Erinnerung geblieben sind. 

match_start icon

Anpfiff! 

Schiedsrichter Ivan Barton aus Salvador hat die Teams auf den Rasen geführt, dann erklingt vor allem bei der kolumbianischen Nationalhymne ohrenbetäubender Lärm. Die Cafeteros setzen auf eine riesige und leidenschaftliche Fangemeinschaft. Vancouver ist Gelb. 

Zum anderen, weil es die Reisestrapazen der Kolumbianer auf die Spitze treibt. Die durften schon in Mexiko-Stadt, Guadalajara, Miami und Kansas City spielen. Heute wird mit Vancouver der nordamerikanische Kontinent vervollständigt. Über 17.000 Flugkilometer musste Kolumbien schon absolvieren. Das könnte sich noch zum Vorteil für die Schweiz entwickeln, sollte die Nacht lang werden. Zumal ein hartnäckiger Schnupfen die Profis seit Tagen ärgert. Sowas lässt sich im Flieger schlecht auskurieren. 

Gespielt wird heute in Vancouver, und das ist in doppelter Hinsicht interessant. Zum einen, weil es das letzte Spiel dieser WM außerhalb der Grenzen der Vereinigten Staaten ist. Nach fünf Gruppenspielen und einem Sechzehntelfinale verabschiedet sich die WM also nicht nur von der kanadischen Westküste. 

Kolumbien hat in allen vier Spielen erst ein einziges Gegentor kassiert. Da reichten die nur zwei Treffer aus den vergangenen drei Spielen für das Achtelfinale. James und auch sein Co-Star Luis Diaz vom FC Bayern liefern ab und führen eine erprobte, gut eingestellte und kampfstarke Mannschaft an. Die mit Jhon Cordoba heute allerdings auf ihren Stoßstürmer verzichten muss. Für den Ex-Herthaner, -Kölner  und -Mainzer ist die WM nach einer Muskelverletzung gelaufen. 

Kolumbien greift nach dem zweiten Viertelfinale der Verbandsgeschichte. Das erste ging 2014 knapp gegen Brasilien verloren, Neymar-Fans werden sich schmerzlich daran erinnern. Damals schon auf dem Platz: Der heutige kolumbianische Kapitän James Rodriguez, dessen Stern vor zwölf Jahren in Brasilien mit sechs Turniertoren aufging. Auch bei diesem Turnier führt der Star sein Team etwas gealtert, aber dennoch erfolgreich durch den Wettbewerb. 

Für gewöhnlich stellt die Schweiz nämlich ein Team, das im Achtelfinale einer WM als Außenseiter ins Spiel geht. Das gilt heute nicht. Stattdessen dürfen wir gegen Kolumbien ein Duell auf Augenhöhe erwarten, das nochmal Bewegung in die Tipprunden der Republik bringen könnte. 

Die Schweiz wäre nicht nur der sechste europäische Viertelfinalist. Sie stünde auch erstmals seit 1954 im Viertelfinale einer Fußball-WM. Die letzten fünf Achtelfinals seitdem gingen allesamt verloren. 1994, 2006, 2014, 2018 und 2022 war das. 2010 war in der Vorrunde nach Spielen gegen Honduras, Spanien und Chile Schluss. 1998 und 2002 war das deutsche Nachbarland nicht qualifiziert. Nun ist die Chance groß, zu den besten acht Nationen zu gehören. 

Sieben von acht Achtelfinals bei der FIFA WM 2026 sind gelaufen. Sieben von acht Tickets fürs Viertelfinale wurden bereits vergeben. Sowohl die Schweiz als auch Kolumbien wollen sich das letzte sichern. Die Schweiz hat dabei die Chance, die sechste europäische Mannschaft zu werden, die noch vom WM-Titel träumen darf. Vor den Eidgenossen haben schon England, Frankreich, Belgien und Norwegen ihre interkontinentalen Achtelfinals gewonnen. Und Spanien setzte sich im europäischen Duell mit Portugal durch. 

Auch Kolumbien fehlt heute ein wichtiger Spieler: Der Ex-Bundesligakicker Jhon Cordoba bringt eine Wucht als erste Anlaufstation mit, die kein anderer Spieler im Kader von Trainer Lorenzo aufbieten kann, hat sich aber eine Muskelverletzun zugezogen. Luis Suarez, der 28-jährige Sporting-Stürmer mit dem prominenten Namen, soll versuchen, ihn zu ersetzen. Ansonsten ist es dieselbe Elf, die in der Runde zuvor mit 1:0 gegen Ghana gewann.  

So beginnt Kolumbien: Vargas - Munoz, Sanchez, Lucumi, Mojica - Puerta, Lerma, Arias - James, Suarez, Diaz. 

Die Schweiz muss bittere Verluste vermelden: Mit Johan Manzambi fällt ihr bislang bester Spieler des Turniers mit einer Knieverletzung aus, auch Aebischer und Jaquez stehen heute mit muskulären Problemen nicht im Kader. Im Vergleich zum 2:0-Erfolg im Sechzehntelfinale gegen Algerien ist Trainer Yakin aber trotzdem immerhin nur zu zwei Veränderungen gezwungen: Manzambi und der angeschlagene, aber im Kader befindliche Vargas weichen für Jashari und Rieder.  

So spielt die Schweiz: Kobel - Zakaria, Elvedi, Akanji, Rodriguez - Freuler, Xhaka - Rieder, Jashari, Ndoye - Embolo. 

Herzlich willkommen bei der WM 2026 zum Achtelfinale zwischen der Schweiz und Kolumbien.