Schottland - Marokko; Fußball WM Gruppe C

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Schottland - Marokko. Fußball WM Gruppe C.

Boston StadiumZuschauer64.146.

Schottland 0

    Marokko 1

    • I Saibari Ben El Basra (2. minute)

    Live-Kommentar

    Und genau mit den beiden Gruppen-Gegnern dieser Mannschaften setzen wir in wenigen Minuten die Live-Berichterstattung fort. Um 2:30 Uhr trifft Brasilien in der Gruppe C auf Haiti. Bis dahin oder aber eine gute Nacht!

    Weiter geht’s mit den Festspielen der Gruppe C am Donnerstag, 25. Juni, um 0 Uhr MESZ. Am 3. Spieltag der Gruppenphase finden beide Spiele parallel statt. Marokko trifft dann auf Haiti, Schottland wird den Favoriten aus Brasilien ärgern wollen.

    Marokko springt mit diesem Sieg an die Spitze der Gruppe C, hat nun vier Punkte auf dem Konto und somit einen großen Schritt in Richtung Sechzehntelfinale gemacht. Schottland verpasst die vorzeitige Qualifikation und wird vermutlich am letzten Spieltag gegen Brasilien punkten müssen, um die K.o.-Phase sicher zu erreichen.

    Ismael Saibari heißt der Matchwinner an diesem Tag zwischen Schottland und Marokko. Der Mann, der sich aller Voraussicht nach noch in diesem Sommer dem FC Bayern anschließen wird, traf nach 70 Sekunden für seine Farben und schoss somit das einzige Tor des Tages. Marokko dominierte die erste Halbzeit, verpasste es, einen zweiten Treffer nachzulegen und verwaltete den knappen Vorsprung hinten raus äußerst souverän. Schottland wurde heute klar und deutlich die Grenzen im Spiel mit dem Ball aufgezeigt, Marokko nimmt vollkommen verdient drei Punkte mit.

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    Feierabend! Marokko schlägt Schottland 1:0.

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    Die letzte Chance des Spiels, ein Eckball für Schottland herausgeholt von Dykes! McLean tritt an, serviert den Ball scharf geschossen an den Fünfer. Marokko ist mit allen Mann im eigenen Sechzehner und löscht die Szene!

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    Nach einem Missverständnis in der schottischen Vorwärtsbewegung bietet sich Marokko die Konterchance, die Atlas-Löwen spielen diese aber für meinen Geschmack zu fahrlässig aus. Ein Fünf gegen Drei, das schlussendlich in einer Abseitsposition von Talbi im schottischen Sechzehner endet. Genial.

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    Die Unparteiischen legen sechs Minuten Nachspielzeit drauf! Derweil ist auch Bounou wieder auf den Beinen und wird dieses Spiel zu Ende bringen können.

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    Azzedine Ounahi überlässt die Schlussphase für Samir El Mourabet. Marokko will dieses 1:0 jetzt über die Zeit retten.

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    ... und Ross Stewart kommt für John McGinn ins Spiel.

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    Bei Schottland werden die nächsten Wechsel vollzogen: Anthony Ralston löst Nathan Patterson hinten rechts ab ...

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    Einmal mehr gibt es eine Unterbrechung auf dem Platz, Marokkos Schlussmann Bounou sitzt mit dem Ball in der rechten Hand auf dem Boden, die linke Hand geht allerdings in Richtung Oberschenkel.

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    War das etwas die eine Chance auf den Ausgleich? McGinn tritt raus auf die rechte Seite, legt sich den Ball für eine Ecke parat. Mit Schnitt zum Tor serviert er die Kugel auf den zweiten Pfosten, wo nicht nur McTominay, sondern auch Dykes mit viel Freiraum einschussbereit stehen. Dykes ist letztlich der Abnehmer, wird aber ausgerechnet von McTominay beim Kopfball gestört und so landet der Abschluss einen Meter über dem Kasten im Aus!

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    ... und Ayoube Amaimouni-Echghouyab, Youngster von Eintracht Frankfurt, kommt für Brahim Diaz.

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    Chemsdine Talbi klatscht mit Bilal El Khannouss ab ...

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    Lange hat Cheftrainer Mohamed Ouahbi gewartet, nun kommen drei neue Spieler für Marokko auf den Platz. Soufiane Rahimi ersetzt Ismael Saibari.

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    Sollte es bei diesem 1:0 für Marokko bleiben, würde sich der WM-Halbfinalist von 2022 vorerst an die Spitze der Gruppe C setzen. Brasilien hätte allerdings die Möglichkeit, mit einem deutlichen Sieg gegen Haiti an den Atlas-Löwen vorbeizuziehen.

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    Zurück zum Sportlichen, in gewisser Weise plätschert diese Partie gerade vor sich hin und spielt sich primär zwischen den beiden Strafräumen ab. Drei Abschlüsse hat Schottland im ganzen Spiel produziert, keiner davon ging auf das Tor Marokkos.

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    Eine schöne Geste im Boston Stadium, das hier eine "Minute of Honour", also eine Gedenkminute für Donny Strathie abhält. Der 76-jährige Fan war für die WM in die USA gereist und tragisch nach dem Sieg der schottischen Nationalmannschaft gegen Haiti vor wenigen Tagen verstorben. Auch heute hätte er im Stadion sein wollen, die Tartan Army gedenkt ihm und hüllt das Stadion hier in lauten Applaus.

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    Das sieht nicht gut aus! Patterson spielt einen langen Ball die rechte Seite entlang bis in den Strafraum Marokkos. Gannon-Doak geht im Sprint der Murmel nach, findet aber nicht mehr die Bremse und rauscht mit voller Wucht in Marokkos Keeper Bounou rein, der sich zuvor schon das Spielgerät gepackt hat. Es gibt den Freistoß für Marokko, beide Spieler können weitermachen.

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    Außerdem kommt Kenny McLean für Ryan Christie. Die Doppelspitze der Schotten bekommt also einen neuen Anstrich.

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    Es gibt die nächsten Wechsel: Lyndon Dykes, ein Schrank von einem Stürmer, kommt für Che Adams auf den Platz.

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    Ziehen wir ein kleines Zwischenfazit, denn insgesamt sieht Schottland nach dem Seitenwechsel deutlich besser aus als noch vor der Pause. Die Durchschlagskraft vor dem marokkanischen Tor geht den Bravehearts dennoch nahezu komplett ab, zwei gute Aktionen resultierten aus Ballgewinnen nach erfolgreichen Pressingsequenzen. Darüber hinaus hat Marokko aber überhaupt keine Probleme, die knappe Führung zu verwalten. Die beste Chance des zweiten Durchgangs hatte Torschütze Saibari, der mit einem abgefälschten Schuss an der Latte scheiterte.

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    Wir verabschieden uns die Trinkpause der zweiten Halbzeit. In drei Minuten rollt der Ball wieder.

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    Andy Robertson holt sich die Gelbe Karte ab, weil er Achraf Hakimi in der Vorwärtsbewegung nur noch mit einem rabiaten Trikotzupfer stoppen kann.

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    Zwar kein Torerfolg, aber eine gute Aktion der Schotten! McGinn gewinnt den Ball im Pressing und nimmt auf der linken Seite McTominay mit, der den Kopf oben hat und 20 Meter vor dem Tor Christie mitnimmt. Zentral vor dem Tor bietet sich die Schusschance, Christie schickt den Ball einen guten Meter am linken Giebel vorbei!

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    Andy Robertson rückt entsprechend auf der linken Seite zurück und komplettiert nun die Viererkette, Doak wird vor Patterson auf der rechten Seite agieren. Christie läuft als zweite Spitze neben Adams auf, McGinn rutscht auf die linke Außenbahn. Im weiteren Spielverlauf dürften Shankland und Dykes weitere Optionen für die Abteilung Attacke sein.

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    Aber jetzt ist das Spiel für Kieran Tierney vorbei, verletzungsbedingt scheidet der Innenverteidiger aus. Steve Clark nutzt die Chance, um auf 4-4-2 umzustellen und bringt mit Ben Gannon-Doak einen Flügelstürmer für die rechte Außenbahn.

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    Jetzt kommt die Partie allerdings vorerst zum Stillstand, Kieran Tierney hat sich auf den Hosenboden gesetzt und bittet um eine Behandlungspause. Die Mediziner der Schotten betreten den Platz. Eine Ferndiagnose erspare ich allen Beteiligten.

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    Ein Faktor, der dieses Spiel bislang so unterhaltsam macht, ist auch die Linie des Schiedsrichters. Kaum Unterbrechungen auf Grund von Fouls, eine einzige Gelbe Karte. Ilgiz Tantashev winkt einfach konsequent alles durch, was am Rande der Legalität oder minimal darüber hinaus ist.

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    Gefühlt kann Schottland dieses Spiel nun aber etwas offener gestalten als noch im ersten Durchgang, oder aber lässt Marokko den Gegner schlichtweg gewähren? Die Ballbesitzverhältnisse schlagen in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit klar pro Schottland aus.

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    Saibari an die Latte! Quasi im direkten Gegenzug verpasst Marokko erneut nur haarscharf das 2:0 - El Khannouss bekommt auf dem linken Flügel das Eins gegen Eins, geht mit Tempo an Patterson vorbei bis zur Grundlinie, ehe er den Ball flach in den Sechzehner spielt. Saibari orientiert sich zum Ball und kommt zehn Meter vor dem Kasten zum Abschluss, der Ball wird von Hendry entscheidend abgefälscht und klatscht im hohen Bogen an die Latte! Da hätte Gunn wohl keine Chance mehr gehabt.

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    Die erste knifflige Szene nach dem Seitenwechsel, die Tartan Army fordert den Elfmeter! McGinn lässt Diaz im Mittelfeld auflaufen, gewinnt den Ball gegen den leichtgewichtigen Dribbler und startet den Gegenstoß. Bis in den Sechzehner schleppt McGinn die Kugel, wird dann ebenso rigoros von El Aynaoui vom Ball getrennt und geht zu Boden. Schiedsrichter Tantashev entscheidet sofort auf Abstoß, wenige Sekunden später ist dann auch klar: Der VAR hat keine Einwände.

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    Ohne personelle Veränderungen sind beide Mannschaften zurück auf dem Platz.

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    Die zweite Halbzeit läuft!

    Und dieses Ergebnis ist auch vollkommen verdient, hätte sogar noch höher zu Gunsten der Atlas-Löwen ausfallen können. Marokko feierte bereits nach 70 Sekunden das Führungstor von Ismael Saibari, der nach einem überragenden Zuspiel von Brahim Diaz den Ball mit voller Wucht im schottischen Tor unterbrachte. Marokko dominierte dieses Spiel bislang über ein hohes, intensives Pressing und daraus resultierende Ballgewinne oder aber gut durchdachte Bälle in die Tiefe. Die Schotten haben in der ersten Halbzeit quasi kein Land gesehen, tauten erst in der Nachspielzeit auf und gehen so zumindest mit einem etwas besseren Gefühl in die Pause. Einziges Manko aus Sicht Marokkos ist der Spielstand, ein 2:0 wäre allemal drin gewesen.

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    Und dann ertönt der Pausenpfiff! Marokko führt gegen Schottland 1:0.

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    Schottland drückt tattsächlich auf den Ausgleich vor der Pause, während Marokko dieses 1:0 offenbar gemütlich in die Halbzeitpause bringen wollte. Einladungen kannst du der Tartan Army allerdings nicht aussprechen, das bekommt Marokko in dieser Schlussphase nun zu spüren.

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    Da ist der erste Abschluss der Schotten in diesem Match. Marokko verschiebt nicht mit letzter Konsequenz gegen den Ball und so bietet sich Robertson nach einer Seitenverlagerung viel Freiraum, die Flanke vor das Tor zu schlagen. Das Leder kommt halboch mit ganz viel Zug dahinter an den zweiten Pfosten, wo McGinn mutterseelenallein einläuft und die Schusschance bekommt! Diesen Ball im Tor unterzubringen, das ist oberstes Regal, das McGinn nicht ganz erreicht! Sein Abschluss fliegt meterweit am Kasten vorbei.

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    Die Nachspielzeit beträgt fünf Minuten.

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    Die Zusammensetzung dieser marokkanischen Mannschaft in der Offensive ist spannend, schließlich läuft im 4-2-3-1 nominell kein klassischer Flügelspieler auf. Saibari ist der Einzige, der sich brutales Tempo und Physis auf die Fahne schreiben kann, die drei Mann dahinter zeichnen sich allesamt über die Spielstärke in den Halbräumen aus.

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    Kurz vor der Halbzeitpause haben wir noch keinen einzigen Torschuss von Schottland gesehen, die Nr. 34 der FIFA-Weltrangliste ist noch nicht einmal im Ansatz in die Nähe des marokkanischen Tores gekommen. Ein größeres Kompliment kannst du Marokko quasi nicht machen.

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    El Khannouss meldet sich im Spiel an, lässt eine gute Torchance liegen! Ounahi räumt McTominay mit viel Körpereinsatz ab und gewinnt den Ball tief in der schottischen Hälfte, macht zwei, drei Schritte mit der Kugel und spielt die Überzahl dann hervorragend aus. Saibari im Zentrum, Diaz rechts und El Khannouss über die linke Seite, Letztgenannter bekommt den Steilpass in den Strafraum serviert. Frei vor dem Tor schickt der Stuttgarter die Kugel aus acht Metern über den Querbalken, weil der Ball unmittelbar vor dem Abschluss nochmal leicht verspringt! Schottland im Glück.

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    Zwischen diesen beiden Nationen gab es in der Vergangenheit genau ein einziges Länderspiel, und zwar bei der WM 1998 in der Gruppenphase. Damals gewann Marokko 3:0 gegen Schottland und auch heute sieht es schon wieder sehr gut aus für die Atlas-Löwen.

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    Vorerst kennt dieses Spiel nur eine Richtung, auf das Tor der Bravehearts zu. Bouaddi spielt den Ball aus dem zentralen Mittelfeld steil in den Halbraum zwischen die schottischen Linien, Diaz gibt sofort weiter in die Spitze zu Saibari und bietet den Laufweg in den Strafraum an, genau dahin kommt auch der Doppelpass. Diaz wird super von Tierney gestellt, im Rückraum bietet sich aber die Schusschance Ounahi! Diaz legt ab, Ounhai feuert - drüber!

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    So, die 22 Mann sind zurück auf dem Platz. Weiter geht die flotte Fahrt, findet Schottland nun Antworten auf den dominanten Start der Marokkaner?

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    Für Steve Clark ist das natürlich eine willkommene Möglichkeit, seinem Team neue Instruktionen mit auf den Weg zu geben. Gebrauchen kann Schottland diese nach dem Fehlstart allemal. Oft genug haben wir bei dieser WM schon gesehen, wie diese Unterbrechungen das Momentum eines Spiels komplett kippen lassen können.

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    Und jetzt bitten die Unparteiischen zur Trinkpause. In drei Minuten machen wir weiter.

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    So kann es gehen für Schottland: Nathan Patterson löst sich aus dem Pressing mit einem langen Ball in die Spitze, Marokko ist hoch aufgerückt und wird beinahe kalt erwischt, wenn Issa Diop nicht das taktische Foul gegen Che Adams in Kauf nimmt. Die erste Gelbe Karte der Partie ist folgerichtig.

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    Ist das frech! Der erste Eckball der Partie wird von Hakimi getreten, bringt zunächst aber keine Gefahr. Der zweite Ball landet allerdings erneut beim Weltklasse-Mann von Paris Saint-Germain auf dem rechten Flügel. Während Freund und Feind mit einer weiteren Hereingabe rechnen, zieht er den Ball scharf getreten direkt aufs Tor. Gunn positioniert sich gut und fängt den Versuch.

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    Diese Bälle hinter die Kette von Brahim Diaz muss Schottland tunlichst unterbinden, einmal mehr löffelt der Spielmacher von Real Madrid das Spielgerät von der rechten Seite in den Sechzehner. Ounahi jagt dem Ball nach und enteilt Tierney, hat dann aber gegen Torhüter Gunn das Nachsehen. Der 30-Jährige kommt von der Linie und nimmt so die nächste Großchance Marokkos weg!

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    Wie schnell es im Spiel der Atlas-Löwen gehen kann, hat das Tor von Ismael Saibari bereits eindrucksvoll unter Beweis gestellt. So verteidigt Schottland im tiefen Block mit einem 5-4-1 in der eigenen Hälfte, es fehlt aber bislang zu oft der Zugriff am Gegenspieler. Marokko bestimmt dieses Spiel bislang fast nach Belieben.

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    Marokko läuft auf allen Zylindern, bei 25 Grad Celsius Außentemperatur ist diese Pressingintensität kaum über das ganze Spiel zu halten. Für diese Anfangsphase aber allemal genau das richtige Mittel, der Erfolg gibt dem WM-Halbfinalisten von 2022 Recht.

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    Um ein Haar fällt hier das 2:0! Marokko geht mit drei Mann ins hohe Pressing, 30 Meter vor dem gegnerischen Tor gewinnt Ounahi die Kugel und gibt sofort links raus auf Saibari. Der stößt mit Anlauf in den Strafraum, legt den flachen Querpass an Hanley vorbei in Richtung Fünfer, wo El Khannouss und Ounahi einlaufen. Hendry und Tierney bringen die beiden jeweils entscheidend unter Druck und stellen gut den Körper zwischen Ball und Gegenspieler. Abstoß!

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    Ein Wort noch zum Schiedsrichter dieser Partie, das ist Ilgiz Tantashev aus Usbekistan. Der 42-Jährige feiert heute seine Premiere bei einer FIFA Fußball-Weltmeisterschaft.

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    Was für ein Traumstart, der den ohnehin spielstarken Marokkaner natürlich voll in die Karten spielt. Schottlands Devise ist eigentlich das schnelle Umschaltspiel und weniger der Ballbesitzfußball, diesen wird es für die Mannschaft von Steve Clark nun aber womöglich brauchen, um dieses Spiel wieder auf pari zu stellen.

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    Für Ismael Saibari ist es bereits das zweite Tor bei dieser Weltmeisterschaft, nachdem er sein Team bereits am 1. Spieltag gegen Brasilien früh in Führung gebracht hatte. Die Verantwortlichen in München werden sich die Hände reiben, diesen Deal, so hört man, schon frühzeitig unter Dach und Fach gebracht zu haben. Denn mit jedem WM-Tor steigen in der Regel die Ablösesummen nach einer Weltmeisterschaft, das hat uns die Vergangenheit bereits oft genug gelehrt.

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    Toooor! Schottland - MAROKKO 0:1. Das ist der Blitzstart für die Atlas-Löwn, Saibari heißt der Torschütze! Eine Minute und zehn Sekunden hat es gedauert, ein genialer Treffer: Diaz bekommt im rechten Mittelfeld keinen Druck, kurz hinter der Mittellinie stellt er seinen starken linken Fuß scharf und schickt den hohen Ball hinter Schottlands Kette hinweg in die Box. Saibari enteilt im Sprint der Defensive, nimmt den Ball rechts in der Box runter. Mit dem zweiten Kontakt nagelt der kolportierte Bayern-Neuzugang das Leder aus spitzem Winkel unter die Latte! Wahnsinn!

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    Vorlage Brahim Díaz

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    Der Ball rollt!

    Ausgetragen wird das Match im Boston Stadium, der Heimat der New England Patriots. Rund 65.000 Fans sind vor Ort mit von der Partie, natürlich hören wir vor dem Anpfiff noch die Hymnen beider Nationen.

    Ouahbis konnte erstmals im vergangenen Jahr auf sich aufmerksam machen, als er mit der U-20-Nationalmannschaft Marokkos das WM-Finale gegen die Juniorenauswahl Argentiniens für sich entscheiden konnte. Nachdem der in Belgien geborene Trainer zuvor nur Jugendmannschaften gecoacht hat, ist er nun mit Marokkos A-Elf auf der ganz großen Bühne angekommen. Sein Gegenüber heute ist ein alteingesessener Name, Steve Clarke betreut seit 2019 die Nationalmannschaft seines Heimatlandes und ist nach zwei Europameisterschaften nun auch erstmals als Trainer bei einer WM dabei.

    Wie bereits erwähnt, stürmte Marokko vor vier Jahren bis ins Halbfinale der Winter-Wüsten-WM von Katar und eroberte die Fußball-Welt mit spektakulären Fußball und reichlich Kampfgeist. Genau daran müssen sich die Atlas-Löwen nun aber in diesem Jahr messen lassen, die eigenen wie auch externen Erwartungen an die Mannschaft von Mohamed Ouahbi, der erst vor wenigen Monaten das Traineramt übernommen hat, sind womöglich so hoch wie nie zuvor an eine afrikanische Mannschaft.

    Bereits zum neunten Mal tritt die schottische Nationalmannschaft bei einer Fußball-Weltmeisterschaft an, nie ging es für die Tartan Army über die Gruppenphase hinaus. Der größte WM-Erfolg in der Geschichte der Nationalmannschaft ist bei der ersten Teilnahme seit 1998 zum Greifen nah, wenngleich begünstigt durch die Aufstockung des Teilnehmerfelds und der Erstaustragung eines Sechzehntelfinals.

    So ist Schottland zwar Tabellenführer und hat nun die große Chance, mit einem weiteren Erfolg gegen Marokko bereits das Sechzehntelfinale einzutüten, dafür braucht es aber allemal eine Leistungssteigerung. Marokko zählt zum erweiterten Favoritenkreis dieser WM, streitet sich mit dem Senegal im wahrsten Sinne des Wortes um den Ruf als beste Mannschaft des afrikanischen Kontinents und wird nun ebenfalls den ersten Sieg bei dieser WM einfahren wollen.

    Als Tabellenerster der Gruppe C geht Schottland ins direkte Duell mit Marokko. Zum WM-Auftakt hat sich die Tartan Army mit einem 1:0-Sieg gegen den großen Außenseiter Haiti über die Ziellinie gerettet, während Marokko als Afrikameister und WM-Halbfinalist von vor vier Jahren den Brasilianern erwartungsgemäß beim 1:1-Remis die Stirn bieten konnte.

    Derweil beginnt für Marokko exakt die Startformation, die einen wesentlichen Anteil am 1:1-Remis gegen Brasilien zum Start in diese Weltmeisterschaft hatte. Ein besonderes Augenmerk können wir heute auf Stürmer Ismael Saibari legen, der übereinstimmenden Medienberichten zufolge in der kommenden Saison für den FC Bayern München auflaufen wird. Es bahnt sich offenbar ein 50 Millionen Euro schwerer Transfer von der PSV Eindhoven an.

    Und so läuft Marokko zum Anpfiff auf: Bounou - Hakimi, Diop, Riad, Mazraoui - Bouaddi, El Aynaoui - Diaz, Ounahi, El Khannouss - Saibari.

    Gegen die spielstarken Marokkaner gibt es bei Schottland im Vergleich zum Auftaktsieg Haiti nicht nur drei personelle Änderungen in der ersten Elf, diese wird auch in einer neuen Grundformation auflaufen. Vom 4-4-2 gehts zum 3-4-2-1 über. Tierney, Patterson und Christie rücken für Hickey, Doak und Shankland in die erste Elf.

    Das ist die Mannschaftsaufstellung von Schottland: Gunn - Hanley, Hendry, Tierny - Patterson, McTominay, Ferguson, Robertson - McGinn, Christie - Adams.

    Herzlich willkommen bei der WM 2026 zum Gruppenspiel zwischen Schottland und Marokko.