Marokko - Haiti; Fußball WM Gruppe C

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Marokko - Haiti. Fußball WM Gruppe C.

Mercedes-Benz StadiumZuschauer68.239.

Marokko 4

  • A Hakimi (39. minute)
  • I Saibari Ben El Basra (46. minute)
  • S Rahimi (78. minute)
  • G Yassine (89. minute)

Haiti 2

  • Y Bounou (10. minute ET)
  • W Isidor (43. minute)

Live-Kommentar

Hinter diese Partie und zugleich Gruppe C können wir an dieser Stelle jedenfalls einen Haken machen. Mit der WM geht es bei uns aber schon gleich wieder weiter, wenn ab 03:00 Uhr auch in Gruppe A die letzten Entscheidungen fallen. Ob Tschechien gegen Co-Gastgeber Mexiko oder Südafrika gegen Südkorea - Sie haben die Qual der Wahl. Viel Spaß damit!

Für Marokko geht die Reise bei dieser WM demnach weiter, und zwar mit dem nächsten Halt in der Nacht zum kommenden Dienstag in Monterrey. Dort treffen die Nordafrikaner im Sechzehntelfinale ab 03:00 Uhr MESZ auf den Sieger von Gruppe F. Der genaue Gegner muss erst noch ermittelt werden - zwischen der Niederlande, Japan und Schweden.

Das Parallelspiel in Miami hat Brasilien gegen Schottland 3:0 gewonnen. Somit ergibt sich folgendes Endbild in Gruppe B: Dank der besseren Tordifferenz sichert sich Brasilien mit sieben Punkten den Gruppensieg und wird von Marokko in die K.o.-Phase begleitet. Während sich die beiden Favoriten also auch souverän durchgesetzt haben, belegt Schottland Platz 3 und muss abwarten, ob drei Punkte reichen, um sich als einer der besten acht Gruppendritten auch noch für das Sechzehntelfinale zu qualifzieren. Derweil bleibt Haiti punktlos Letzter, nach der heutigen Leistung hat man sich aber erhobenen Hauptes von der WM verabschiedet.

Ein sehr unterhaltsames Fußballspiel endet nach sechs Toren 4:2 und findet in Marokko letztlich auch den verdienten Sieger. Dennoch verdient die Leistung von Haiti besondere Anerkennung, das als krasser Underdog mutig auftrat und in der ersten Halbzeit zwischenzeitlich zweimal in Führung ging. Marokko ließ sich davon nicht verunsichern, glich zweimal aus und war insgesamt mit 69 Prozent Ballbesitz sowie 22:9 Abschlüssen auch klar spielbestimmend. Dennoch fehlte den Nordafrikanern nach Wiederbeginn lange der nötige Punch, erst Joker Rahimi besorgte nach einer Ecke die erlösende Führung. Kurz vor Ende machte mit Yassine ein weiterer Joker den Deckel drauf und zog leidenschaftlichen Haitianern den Zahn.

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Schlusspfiff in Atlanta - Marokko schlägt Haiti 4:2! 

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Jetzt auch noch Slapstick pur: Torwart Placide eilt aus seinem Tor und fängt den Ball an der Strafraumkante zunächst noch per Tackling ab. Weil seinem kurzen Pass auf Ade jedoch die Luft ausgeht, kommt es zu einem Pressschlag mit Rahimi. Der Ball rollt auf das leere Tor zu, Placide eilt aber rechtzeitig zurück.

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Schreckmoment im Anschluss an die fällige Ecke: Ambramat blockt einen Kopfball mit dem Gesicht und sinkt zunächst regungslos zu Boden. Sofort eilen die Ärzte auf das Spielfeld, nach einer kurzen Behandlungspause steht Ambrabat aber zum Glück wieder auf den Beinen.

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Den hätten sich die Haitianer noch verdient! Aus halblinken 23 Metern packt Nazon den Hammer aus und wuchtet einen direkten Freistoß auf das rechte Eck. Bounou darf sich aber auszeichnen, greift mit einer Hand über und pariert den halbhohen Versuch sehenswert.

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Etwas übermotiviert von Casimir, der Yassine an der Mittellinie von hinten in die Beine läuft und Gelb sieht. 

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Oder haben die Haitianer womöglich recht? Der VAR schaltet sich nochmal ein und schaut sich die Szene im Hintergrund an. Der Ball hatte die Grundlinie aber noch nicht vollständig überschritten - per Stadiondurchsage bestätigt Danny Makkelie den Treffer jetzt auch offiziell. 

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Tooor! MAROKKO - Haiti 4:2. Der Favorit macht den Deckel drauf! Nach einem eigentlich zu steil geratenen Steckpass von Ounah will Arcus den Ball an der linken Grundlinie gegen Rahimi abschirmen und ins Aus trudeln lassen. In seinem Rücken setzt Rahimi aber gut nach, spitzelt Arcus den Ball vom Fuß und hat anschließend ganz viel Platz. Die Abwehr der Haitianer hat nämlich abgeschaltet, wollte den Ball zuvor bereits im Aus gesehen haben. Yassine lässt sich davon nicht beirren und legt links vom Fünfer quer auf Yassine, der aus fünf Metern nur mehr einschieben muss.

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Vorlage Soufiane Rahimi

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Links auf Sechzehnerhöhe versucht es Hakimi aus spitzem Winkel direkt und prüft Placide nochmal mit seinem Freistoß. Placide drückt sich weg und lenkt den Ball mit einer Hand über das Tor. 

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Marokko will nichts mehr dem Zufall überlassen, bleibt aktiv und hält das Spiel weit vom eigenen Tor fern. 

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Beide Trainer haben damit ihr Wechselkontingent ausgeschöpft. 

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Rüber auf die Gegenseite, wo Joseph durch Pierrot ersetzt wird.

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Auch El Mourabet ist neu dabei, an seiner Stelle hat El Aynaoui den Platz verlassen.

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Nochmal frische Kräfte auf beiden Seiten, zunächst zwei auf einen Schlag bei Marokko: Ex-Münchner Mazraoui übernimmt für Salah-Eddine.

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Haiti hat jetzt natürlich keine Zeit mehr zu verlieren und wird nochmal alles mobilisieren, um hier eine echte Schlussoffensive zu starten.

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Außerdem räumt Jacques seinen Platz für Simon.

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Auf den erstmaligen Rückstand reagiert Sebastien Migne aufseiten der Haitianer mit einem Doppelwechsel: Arcus kommt zunächst für Duverne.

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Auch Mitspieler Nazon wurde gegenüber Schiedsrichter Makkelie vorlaut und holt sich ebenfalls Gelb ab.

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Worüber sich die Haitianer nach dem Tor beschweren, wird nicht ersichtlich. Jedenfalls wird Placide dafür verwarnt.

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Tooor! MAROKKO - Haiti 3:2. Jetzt ist es passiert, Marokko dreht das Spiel! Und zwar nach einer Ecke, die Hakimi von rechts vor den ersten Pfosten serviert. Am rechten Fünfereck geht Riad bei seinem Kopfballversuch mit dem Rücken zum Tor tief in die Knie, verlängert den Ball unfreiwillig zentral vor den Fünfer zu Rahimi. Rahimi verarbeitet die Kugel stark, legt sie sich nach hinten zurecht und schließt acht Metern zentral vor dem Tor aus der Drehung ab. Sein strammer Schuss wird gleich doppelt leicht abgefälscht und schlägt dadurch unhaltbar hoch im rechten Eck ein. 

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Vorlage Chadi Riad

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Das Spiel wird etwas wilder. Marokko läuft unermüdlich an und will dieses Führungstor erzwingen. 

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Chefsache in diesem Fall. Hakimi nimmt sich der Sache an, setzt seinen Versuch aber nicht hoch genug an und bleibt an der Mauer hängen. 

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Dafür fehlt es im zweiten Durchgang bislang aber am nötigen Punch. Vielleicht geht ja gleich etwas nach einem Standard. Zumindest ruht jetzt der Ball rund 23 Meter zentral vor dem Tor, Ade hatte Rahimi abseits des Balles gezogen.

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Im Parallelspiel führt Brasilien inzwischen 3:0. Den Gruppensieg kann sich Marokko ohnehin abschminken, ein Sieg gegen Underdog Haiti ist aber auch so natürlich eine Frage der Ehre. 

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Zu guter Letzt ist auch Rahimi neu dabei, an seiner Stelle hat Saibari das Feld verlassen. 

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Auch El Kaabi hat vorzeitig Feierabend und wird durch Yassine ersetzt. 

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Das Ende der Trinkpause nutzt Mohamed Ouahbi für einen Dreifachwechsel bei den Marokkanern: Angefangen mit Ounahi, der für Brahim Diaz neu ins Spiel kommt.

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Das kann hier noch eine lustige Nummer werden - Ausgang völlig offen. Zwar ist Marokko auch nach Wiederbeginn mit 80 Prozent klar spielbestimmend, doch brachten die Nordafrikaner seitdem nur einen Abschluss zustande. Haiti muckte in den letzten Minuten wieder verstärkt auf und hat sowieso nichts zu verlieren.

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Rund 20 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit bittet Danny Makkelie zur Trinkpause. 

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Außerdem übernimmt Deedson für Isidor, der sein Traumtor zum zwischenzeitlichen 2:1 nicht so schnell vergessen wird.

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Ertsmals frisches Personal in diesem Spiel, Doppelwechsel aufseiten von Haiti: Nazon nimmt zunächst den Platz von Providence ein. 

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Fast ein Eigentor! Nach dem geblockten Freistoß sind die Haitianer noch aufgerückt und schenken den Ball leichtfertig her. Marokko darf in Person von Saibari kontern, der über halbrechts anschiebt und vom rechten Sechzehnereck eigentlich ins Nichts flankt. Ade macht es aber spannend, rückt von hinten ein und lenkt den Ball bei seiner Abwehraktion nur knapp über das Tor. 

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El Kaabi hilft hinten aus und foult Providence nahe dem linken Strafraumeck. Den fälligen Freistoß nimmt sich Bellegarde und bleibt an der Mauer hängen. 

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Plötzlich darf Haiti nach einem Ballgewinn im Mittelfeld in einer Drei-gegen-Drei-Situation umschalten. Bellegarde schiebt durch das Zentrum an, zögert aber zu lange und wird am Sechzehner gestellt. 

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Marokko arbeitet an der Führung. Bei einer Ecke von der rechten Seite wird der Ball in den Rückraum geköpft, wo El Khannouss ungedeckt lauert und aus zentralen 20 Metern die rechte Innenseite scharfstellen darf. Im rechten Eck ist Placide aber schnell unten und wehrt den Schuss mit beiden Händen stark zur Seite ab. 

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Brahim Diaz zieht von rechts in den Strafraum und wird dort von Bellegarde abgegrätscht. Zwar trifft Bellegarde nicht den Ball, doch lässt Makkelie den deutlichen Kontakt unten am Fuß als eine Art Pressschlag durchgehen. Auch der VAR schaltet sich nicht ein.

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Mit einem Steckpass wird El Kaabi rechts im Strafraum freigespielt und legt flach an den zweiten Pfosten quer. Saibari steht dort komplett blank, ist aber etwas zu spät dran und setzt den Ball mit dem langen Bein aus drei Metern am linken Pfosten vorbei. Anschließend geht dann aber ohnehin die Fahne hoch, El Kaabi kam zuvor deutlich aus dem Abseits.

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Salah-Eddine und Casimir steigen bei einem Luftduell im Mittelfeld und krachen mit den Köpfen zusammen. Nach einer kurzen Behandlungspause geht es glücklicherweise für beide Akteure wieder weiter. 

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Entlastung für Haiti durch Joseph, der sich mit einem starken Antritt über halbrechts bis an den Sechzehner tankt. Dort springt ihm der Ball aber unglücklich gegen die Hacke und landet beim Gegner. 

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Und wenngleich Haiti für seine Verhältnisse ein starkes Spiel macht, sind die Marokkaner spielerisch deutlich überlegen. Diese Überlegenheit will die Ouahbi-Truppe nach Wiederbeginn jetzt schnellstmöglich in die erste Führung an diesem Abend ummünzen, beginnt entsprechend dominant.

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In der ersten Halbzeit kamen wir gar nich dazu, mal einen Blick auf das Parallelspiel zu werfen: Brasilien führt gegen Schottland 2:0 und ist auf bestem Wege, den Gruppensieg einzutüten.

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Die Mannschaften kommen personell unverändert aus der Kabine, der zweite Durchgang läuft. 

Durchatmen nach einer sehr kurzweiligen ersten Hälfte, in der bereits vier Tore gefallen sind. Der Underdog aus Haiti begann mutig und hielt bis zum Ende an seiner forschen Herangehensweise fest. Bereits in der 10. Minute wurden die Haitianer mit der ersten Führung belohnt, auf die Marokko nach zahlreichen vergebenen Chancen erst in der 39. Minute eine verdiente Antwort fand. Dann überschlugen sich die Ereignisse: Nur vier Minuten später schoss Isidor Haiti traumhaft aus dem Nichts wieder in Führung, ehe Saibari wiederum drei Minuten später dieses Mal postwendend für spielbestimmende Marokkaner (67 Prozent Ballbesitz; 13:4 Abschlüsse) ausglich. 

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Direkt danach pfeift Danny Makkelie die erste Hälfte ab.

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Mit einer Freistoßflanke von rechts findet Hakimi El Aynaoui in der Box, aus elf Metern setzt sein Flugkopfball aber direkt in die Arme von Placide auf. 

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Es geht auch so weiter! El Khannouss wartet auf dem linken Flügel geschickt ab, ehe er im richtigen Moment auf Salah-Eddine durchsteckt. Links im Strafraum legt Salah-Eddine mit dem ersten Konakt auf Brahim Diaz zurück, der aus halblinken neun Metern gefühlvoll das lange Kreuzeck anvisiert und den Ball nur Zentimeter am Tor vorbeidreht.

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Im Übrigen werden fünf Minuten nachgespielt. Dieses muntere Spielchen könnte gut und gerne auch ohne Halbzeitpause so weitergehen.

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Tooor! MAROKKO - Haiti 2:2. Dieses Mal antwortet Marokko nahezu postwendend! Vor der Mittellinie spielt Amrabat mit viel Übersicht den öffnenden Pass und bedient Hakimi in der Tiefe. Unter Gegnerdruck muss Hakimi den Ball aus vollem Lauf mit dem ersten Kontakt nehmen, legt von der rechten Sechzehnergrenze flach in die Mitte quer. Sein Zuspiel rutscht zunächst durch, ehe Saibari aus dem Hintergrund einläuft und aus zentralen 15 Metern mit dem ersten Kontakt platziert links unten vollstreckt. Im dritten Spiel erzielt der Offensivmann somit sein drittes Tor.

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Vorlage Achraf Hakimi

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In seinen bisherigen fünf WM-Spielen hat Haiti insgesamt zwei Tore erzielt. Nach 43 Minuten gegen Marokko hat man die Ausbeute schon mal verdoppelt. 

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Tooor! Marokko - HAITI 1:2. Was ist denn hier los? Die Haitianer gehen plötzlich wieder in Führung - und wie! Providence flankt von links nach innen, wo der Ball aus der Box zunächst in den Rückraum geklärt wird. Dort zögert Brahim Diaz zu lange, Duverne geht stattdessen dazwischen und legt für Isidor ab, worauf der Rest absolute Weltklasse ist. Aus halbrechten 20 Metern fackelt Isidor nicht lange und knallt den Ball unhaltbar in den langen Winkel.

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Vorlage Jean-Kévin Duverne

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Und natürlich ist der Ausgleich verdient. Bei neun Abschlüssen stehen die Nordafrikaner inzwischen auch schon bei einem xG-Wert von 1,65.

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Tooor! MAROKKO - Haiti 1:1. Jetzt ist es passiert, der Favorit gleicht aus! Über Hakimi und Brahim Diaz verlagert Marokko das Spiel im Halbfeld auf die linke Seite, wo El Khannouss Platz hat und im Tempodribbling in den Sechzehner eindringt. Dort will El Khannouss von links eigentlich nur flanken, Duverne hält aber den Fuß dazwischen und fälscht den Ball hoch auf das Tor ab. Zwar greift Placide mit einer Hand noch gut über, doch wischt er den Ball nicht weit genug weg. Unmittelbar vor der Linie kommt der eingerückte Hakimi eingelaufen und drückt die Kugel mit viel Einsatz ins Tor. 

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Die Marokkaner bleiben dran, erobern den Ball auf der linken Seite zurück. Brahim Diaz wird am Sechzehner bedient und hebt die Kugel gefühlvoll nach innen. Zwar steigt Saibari am Elfmeterpunkt am höchsten, doch drückt er seinen anspruchsvollen Kopfball im Rückwärtslaufen über das Tor. 

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Wie gesagt, Haiti bleibt mutig! Vor dem Sechzehner schnappt sich Joseph den zweiten Ball und macht es dann mit dem Kopf durch die Wand. Auf engstem Raum windet er sich rechts im Strafraum um zwei Gegenspieler, bringt sich damit aus spitzem Winkel in Abschlussposition und setzt seinen strammen Schuss etwas zu hoch an. 

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Und weil Haiti weiterhin mutig bleibt und in eigenem Ballbesitz nur nach vorne spielt, bieten sich den Marokkanern durchaus Räume. Jedenfalls sieht der neutrale Beobachter ein munteres Spiel.

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Dicke Doppelchane für Marokko! Links an der Mittellinie sieht El Khannouss den eingestarteten Hakimi, löffelt den Ball herrlich lang in den Lauf des Ex-Dortmunders. Hakimi verarbeitet das Zuspiel stark, muss im Rücken der Abwehr schnell abschließen und scheitert frei vor Placide aus halblinken elf Metern an einer Fußabwehr des Torwarts. Den Abpraller schnappt sich El Kaabi reaktionsschnell am Elfmeterpunkt und schiebt den Ball flach auf das rechte Eck. Placide hatte sich aber schnell aufgerichtet und lenkt auch diesen Schuss mit einer Hand um den Pfosten.

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Saibari mit einem starken Antritt über den halben Platz, schiebt an und trägt den Ball über die rechte Halbspur bis an den Sechzehner. Dort versucht es der Stürmer mit dem Kopf durch die Wand, verpasst das mögliche Abspiel auf Diaz und bleibt auf engstem Raum hängen. 

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Weiter gehts. 

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Schöner Teilerfolg für die Haitianier: Zur Trinkpause hält der Underdog nicht nur hinten die Null, sondern liegt seit der 10. Minute auch noch in Führung. Der Lohn für einen frechen Auftritt bis hierhin. 

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Gleich darauf bittet Danny Makkelie zur obligatorischen Trinkpause. 

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Gut eingeleitet von Hakimi, der nach einem Doppelpass mit Diaz von rechts in den Strafraum eindringt und nach einem Haken überlegt zentral vor den Sechzehner ablegt. Saibari hält diesmal ansatzlos aus der Drehung drauf, Placide hat den flachen Versuch im rechten Eck aber sicher.

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Leichtfertiger Ballverlust von Duverne im Aufbauspiel, worauf El Khannouss auf der linken Außenbahn übernehmen darf und zu unpräzise nach innen flankt. An der Strafraumkante rückt Delcroix ein und kann klären.

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Die Haitianer scheinen aber wirklich gut eingestellt zu sein, antizipieren viele Laufwege in den Reihen der Marokkaner und halten den Ball jetzt wieder weiter vom eigenen Tor fern. 

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Immerhin zeigt sich Marokko nach dem frühen Schock unbeeindruckt, ist weiterhin um eine schnelle Antwort bemüht. 

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Den ersten großen Schwung der Marokkaner unmittelbar nach dem Führungstreffer scheint Haiti für den Augenblick überstanden zu haben. 

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Marokko lässt nicht locker. Bei der Ballannahme halblinks im Strafraum dreht sich Saibari direkt zum Tor und schließt aus 15 Metern in einer fließenden Bewegung ab. Saibari kommt aber nicht weit und wird direkt geblockt. 

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Riesenchance! Die fällige Ecke wird zunächst kurz ausgeführt, ehe El Khannouss unaufhaltsam in die Box dribbelt und rechts vom Fünfer mit Übersicht querlegt. Sechs Meter zentral vor dem Tor lässt sich Saibari eigentlich nicht zweimal bitten, der Stürmer kommt aber nicht ganz hinter den Ball und schließt in leichter Rückenlage kläglich drüber.

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Marokko reagiert wütend: Nach einem Ballgewinn an der Mittellinie zieht Hakimi durch das Zentrum dem Sechzehner entgegen und nimmt rechts in der Box den mitgelaufenen El Kaabi mit. Aus spitzem Winkel zielt El Kaabi hoch auf das kurze Eck und scheitert an einer guten Parade von Placide.

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Tooor! Marokko - HAITI 0:1. Der krasse Underdog geht in Führung! Casimir macht einen langen Ball in der Tiefe gut fest, wartet über halbrechts den richtigen Moment geduldig ab und legt dann auf den rechten Flügel in den Lauf des nachrückenden Duverne ab. Duverne lässt mit einem schnellen Antritt Salah-Eddine stehen, dringt in den Strafraum ein und spielt vor der rechten Grundlinie quer in den Torraum. Dort konnte sich Joseph im Rücken der Abwehr lösen und trifft aus vier Metern mit dem ersten Kontakt sehenswert per Hacke hinter seinem Stanbein. Es braucht aber auch ein bisschen Glück: Bounou, der zuvor mit einer Hand nicht hinkam, wird dabei am Rücken angeschossen, ehe der Ball ins Tor prallt. 

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Bei einem Freistoß aus gut und gerne 35 Metern zentraler Position nimmt sich Bellegarde ein Herz, verbucht damit den ersten Abschluss für Haiti. Der Freistoß ist auch alles andere als verkehrt getreten, dreht sich aber doch einen guten Meter am linken Kreuzeck vorbei. 

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Jetzt können die Marokkaner das Mittelfeld schnell überspielen, verlagern das Spiel vor dem Sechzehner über Hakimi links in die Box. El Khannouss zieht dort mit Tempo Richtung Grundlinie und legt flach quer. Im Torraum bekommt Torwart Placide das lange Bein dazwischen und lenkt den Ball nach vorne, ehe seine Vordermannen die erste brenzlige Szene final klären können.

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Haitit hat bekanntlich nichts zu verlieren und beginnt mutig. Die Marokkaner werden früh angelaufen und bekommen im Aufbauspiel bislang keine Ruhe. 

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Kurz nach der Mittellinie sieht El Aynaoui den eingestarteten El Kaabi in der Spitze, schlägt einen schönen Flugball rechts in den Strafraum. El Kaabi läuft auch im richtigen Moment ein, unterschätzt aber die Flugkurve und muss den Ball ins Toraus passieren lassen.  

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Wir sind so weit, Marokko hat angestoßen.

Spielort ist das hochmoderne Atlanta-Stadion in Atlanta, das Platz für knapp über 68.000 Zuschauer bietet und am 15. Juli das zweite Halbfinale hosten wird. Geleitet wird die Partie vom Niederländer Danny Makkelie, der von Hessel Steegstra und Jan de Vries an den Seitenlinien assistiert wird. Vierter Offizieller ist Joao Pinheiro, vor den Bildschirmen agiert das VAR-Gespann um Dennis Higler. 

Ansonsten könnte Haiti erst das zweite Team nach El Salvador werden, das seine ersten sechs Spiele bei einer WM allesamt verliert. Marokko könnte derweil sein insgesamt siebtes Spiel bei einer WM-Endrunde gewinnen und wäre damit bereits alleiniger afrikanischer Rekordhalter. Besonderes Hauptaugenmerk bei diesem Premierenduell zwischen Marokko und Haiti liegt natürlich auf Stürmer Ismael Saibari, der die beiden bisherigen Tore für Marokko bei dieser WM erzielte und nächste Saison für die Bayern auflaufen könnte.

In dieser Hinsicht muss eine Steigerung her, will man die um zwei Tore schlechtere Tordifferenz gegenüber Brasilien aufholen. Laufkundschaft ist Haiti aber nicht, das Spiel gegen die Selecao (0:3) gingen Les Grenadiere schlicht zu naiv an, leisteten sich einfache Fehler. Vielleicht war auch etwas Übermut dabei, nachdem man sich zum Auftakt gegen Schottland (0:1) ebenbürtig präsentierte und der erste WM-Punkt in Reichweite war. Zum Abschied heute soll zumindest noch das erste Tor seit der letzten Teilnahme 1974 her.

Als Geheimfavorit ins Turnier gestartet, wurde das Potenzial der Marokkaner zum Auftakt gegen Brasilien (1:1) vor allem in Hälfte eins deutlich, als man den Favoriten über weite Strecken dominierte. Zwar fiel der 1:0-Sieg im zweiten Spiel gegen Schottland knapp aus, doch ließ man keinen einzigen Schuss auf das eigene Tor zu, vergab selbst weitere gute Möglichkeiten. Insgesamt wirkt der WM-Vierte von 2022 diszipliniert, verfügt über einen guten Mix. Einzig in Sachen Chancenverwertung bleibt noch Luft nach oben.

Gruppenfinale in Gruppe C, wo noch drei Nationen um zwei direkte Tickets für die K.o.-Runde kämpfen. Haiti gehört nicht dazu - der Underdog ist nach zwei Niederlagen punktlos und wird die Gruppe sicher als Tabellenletzter beenden. Mit je vier Zählern haben derweil Brasilien und Marokko beste Chancen, mit drei Punkten darf auch noch Schottland hoffen. Für Marokko ist die Ausgangslage jedenfalls klar: Mit einem fest eingeplanten Dreier will man zumindest Platz 2 absichern und im besten Fall noch an der Selecao vorbeiziehen.

Auch Haiti war zuletzt in der Nacht zum vergangenen Samstag gefordert und hatte Brasilien bei der 0:3-Niederlage kaum etwas entgegenzusetzen. Trainer Sebastien Migne nimmt trotzdem nur zwei Wechsel vor: Wilson Isidor und Lenny Joseph verdrängen Carlens Arcus und Frandzdy Pierrot auf die Bank.

Und hier die Aufstellung von Haiti: Placide - Duverne, Ade, Delcroix, Experience - Casimir, Jean Jacques, Bellegarde, Providence - Isidor, Joseph.

In der Nacht zum vergangenen Samstag ging Marokko im 2. Gruppenspiel gegen Schottland bereits nach 71 Sekunden in Führung und brachte das 1:0 letztlich auch verdient über die Zeit. Im Vergleich dazu nimmt Mohamed Ouahbi vier Wechsel in Marokkos Startelf vor. In der Innenverteidigung startet Redouane Halhal anstelle von Issa Diop, links hinten bekleidet Anass Salah-Eddine die Position von Noussair Mazraoui, im Mittelfeld ersetzt Sofyan Amrabat Youngster Ayyoub Bouaddi und in der Offensive erhält Ayoub El Kaabi den Vorzug gegenüber Azzedine Ounahi.

Widmen wir uns zunächst dem Personal und beginnen mit der Aufstellung von Marokko: Bounou - Hakimi, Halhal, Riad, Salah-Eddine - Amrabat, El Aynaoui - Brahim Diaz, Saibari, El Khannouss - El Kaabi.

Herzlich willkommen bei der WM 2026 zum Gruppenspiel zwischen Marokko und Haiti.