Bor. Mönchengladbach - TSG Hoffenheim; Bundesliga
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Bor. Mönchengladbach - TSG Hoffenheim. Bundesliga.
ista-Borussia-Park.
Hinter die Berichterstattung von dieser Partie und damit dem 6. Spieltag in der Bundesliga können wir jedenfalls einen Haken setzen. Ihnen noch einen schönen Restsonntag und bis zum nächsten Mal.
Noch ein kurzer Ausblick auf die kommenden Aufgaben beider Mannschaften nächste Woche in der Bundesliga: Während Gladbach bereits am Freitagabend in Stuttgart zu Gast ist, empfängt die TSG am Sonntagnachmittag Leverkusen zu Hause. Ernst wird es für Hoffenheim aber zuvor bereits am Donnerstag, wenn in der Europa League das Heimspiel gegen Lyon auf dem Programm steht.
Im sechsten Spiel steht für Gladbach somit die sechste Niederlage. Die Fohlen bleiben abgeschlagen Tabellenletzter und liegen jetzt sogar fünf Punte hinter dem Relegationsplatz. Hoffenheim zeigt hingegen nach zuvor vier Pflichtspielniederlagen in Folge eine starke Reaktion, feiert den zweiten Saisonsieg und schiebt sich mit jetzt sechs Zählern zumindest auf Platz 14.
Gladbach kommt auch unter Blessin nicht in Fahrt und muss im Krisengipfel gegen Hoffenheim eine verdiente 1:2-Heimniederlage einstecken. Gegen harmlose Fohlen war Hoffenheim im ersten Durchgang deutlich zwingender und lag zur Pause nach Contes fein herausgespieltem Tor 1:0 in Führung. Die Hausherren mussten sich im zweiten Durchgang deutlich steigern, taten das zunächst auch und glichen schnell durch Mohya aus. Die Leistungssteigerung sollte aber nur von kurzer Dauer sein. Fünf Minuten später ging die TSG durch Prass wieder in Front und hatte anschließend alles im Griff. Zwar verpasste man die Vorentscheidung mehrfach, doch blieb ein echtes Aufbäumen schwacher Fohlen aus - der Auswärtssieg war zu keinem Zeitpunkt mehr wirklich gefährdet.
Und so bleibt es beim 2:1 für die TSG - Schlusspfiff!
Das ist einfach zu wenig. So trocken muss man das an dieser Stelle konstatieren. Wobei die Gäste ihre Sache in der Schlussphase wirklich gut machen und nichts anbrennen lassen.
Gladbach bleibt nur noch die Nachspielzeit: drei Minuten.
Gelbe Karte
Die nächste Verwarnung: Von hinten stellt Hack seinen Fuß ganz bewusst in den Lauf von Conte, unterbindet damit eine Umschaltchance und sieht folgerichtig Gelb.
Gelbe Karte
Und natürlich sieht auch Machino Gelb.
Gelbe Karte
Torschütze Prass und Machino kriegen sich abseits des Balles in die Haare. Sören Storks will keine Zeit verlieren, löst die Szene schnell mit zwei Gelben Karten auf und verwarnt zunächst den Österreicher.
Aber es bleibt vorerst bei dieser einen Chance durch Scally. Schon hat Hoffenheim das Spiel wieder beruhigt und hält den Ball weit vom eigenen Tor fern.
Jetzt aber, und sofort sind die Zuschauer wieder da! Rechts vom Sechzehner spielt Mohya flach an den ersten Pfosten, wo Kabak zwar zur Stelle ist, den Ball aber noch unglücklich zu Scally stochert. Scally schießt aus halbrechten sieben Metern sofort, Kabak steht direkt davor und fälscht knapp über das Tor ab.
Kann Gladbach vielleicht einfach nicht mehr? Nach wie vor bleibt eine echte Schlussoffensive aus, auch die Fans werden ungeduldig.
Wie an der Schnur gezogen! Im zentralen Halbfeld tunnelt Prass Nguefack, bringt sich damit in Abschlusspostion und haut aus 25 Metern einen raus. Aber zu mittig, sodass Nicolas den Schuss mit einer Hand über das Tor lenken kann. Bei der fälligen Ecke von rechts kriegt dann Hranac seinen Kopfball in der Mitte nicht nach unten gedrückt.
Auswechslung
Zu guter Letzt hat auch Uno vorzeitig Feierabend und weicht im Mittelfeld für Nguefack.
Auswechslung
Auch der 19-jährige Danfa ist neu dabei und feiert damit sein Bundesligadebüt. Anstelle des Angreifers hat mit Chiarodia ein Abwehrspieler das Feld verlassen.
Auswechslung
Rüber auf die Gegenseite, wo Hack zunächst den Platz von Bolin einnimmt.
Auswechslung
Außerdem stärkt Ilzer die Defensive und nimmt mit Lemperle einen Angreifer für Kabak vom Feld.
Auswechslung
Jetzt bloß nicht den Überblick verlieren. Fünf frische Kräfte auf einen Schlag, zunächst der Doppelwechsel aufseiten der Kraichgauer: Kramaric kommt in der Offensive für Hlozek.
Mohya jetzt mal mit einer brauchbaren Flanke vom rechten Flügel. Am ersten Pfosten ist aber Avdullahu vor Machino mit dem Kopf zur Stelle und kann klären.
Nach einem Ballgewinn an der Mittellinie kommt Gladbach jetzt immerhin mal in die Umschaltbewegung. Scally dringt über halbrechts in den Strafraum ein, bei seiner viel zu ungenauen Flanke an den zweiten Pfosten mangelt es jedoch weit und breit an einem Abnehmer.
Ihren letzten Abschluss hat die Blessin-Elf in der 52. Minute verzeichnet. Zumal Diks den Ball in dieser Szene bei seinem Kopfball kaum erwischt hatte.
In dieser Phase hängt das Spiel ein wenig in der Luft. Die Fohlen bekommen nicht richtig Druck auf die Gäste und können nur zuschauen.
Auswechslung
Erster Wechsel jetzt auch bei den Gästen: Der starke Asllani wird durch Daghim ersetzt.
Mit 57 Prozent Ballbesitz in der zweiten Hälfte hat Hoffenheim die Spielkontrolle übernommen und hat für den Augenblick alles im Griff.
Mehrfach hat Hoffenheim inzwischen also die Vorentscheidung verpasst. Gladbach ist wieder deutlicher passiver und kann nicht mehr an die guten ersten Minuten zu Beginn des zweiten Durchgangs anknüpfen.
Das nächste dicke Ding für Hoffenheim! Nach einem Einwurf auf der rechten Seite leitet Lemperle im Halbfeld per Kopf auf Hlozek weiter, der gegen Scally von einem Stellungsfehler des US-Amerikaners profitiert und im Zentrum durchbricht. Im Strafraum kommt Scally nicht mehr hinterher und muss Hlozek aus halblinken acht Metern frei vor Nicolas schießen lassen. Bei diesem strammen Flachschuss bekommt Nicolas gerage noch die Beine geschlossen und lenkt den Ball mit einem Fuß und etwas Glück um den langen Pfosten.
Auswechslung
Zweiter Wechsel bei Gladbach: Hashioka kommt für Neuhaus ins Spiel. Sander dürfte damit aus der Dreierkette nach vorne ins Mittelfeld rücken.
Fast das 3:1! Bei einer Umschaltsituation schiebt Asllani über halblinks an, lässt vor dem Sechzehner Neuhaus stehen und legt dann im Strafraum für den nachgerückten Hlozek quer. Hlozek bringt sich mit einem Schlenker gegen Sander in Abschlussposition, wobei der Winkel von der rechten Fünfergrenze nicht ganz günstig ist. Dabei visiert der Tscheche das kurze Eck an und trifft den Pfosten. Nicolas war auch noch leicht mit den Fingerspitzen dran.
Bitter natürlich für die Fohlen, die gut aus der Kabine gekommen sind und sich nach dieser schwachen ersten Hälfte gesteigert haben.
Tor
Tooor! Gladbach - HOFFENHEIM 1:2. Die TSG geht wieder in Führung! Nach einem langen Schlag die rechte Seite runter beackern sich im Halbfeld Diks und Lemperle im Zweikampf. Dabei schnappt sich der durchgelaufene Conte den Ball, hat Platz und gibt von der rechten Sechzehnergrenze flach nach innen. Dort berührt Hlozek den Ball noch leicht mit der Hacke und leitet fein in seinen Rücken auf Prass weiter. Prass verzögert kurz, nimmt aus halblinken neun Metern Maß und trifft stramm ins lange Eck.
Vorlage
Vorlage Adam Hlozek
Eine ganz wilde Sequenz! Erst verpasst Baumann den Ball bei einer Flanke von rechts, trifft stattdessen Diks leicht im Gesicht. Das Spiel läuft aber weiter und Hoffenheim schaltet überfallartig um. Lemperle spielt aus dem rechten Halbfeld diagonal an den Sechzehner, wo Hlozek frei vor Nicolas abschließt und den Ball aus halblinker Lage am kurzen Eck vorbeischiebt. Weil Asllani in der Entstehung abseits des Balles Scally zu Boden gerissen hatte, hätte ein Tor aber ohnehin nicht gezählt.
Auswechslung
Erstmals frisches Personal an diesem Abend. Aufseiten der Hausherren kommt Machino in der Offensive für Lidberg ins Spiel.
Tor
Tooor! GLADBACH - Hoffenheim 1:1. Kurz darauf ist es passiert! Nach einem kurz ausgeführten Abstoß schlägt Nicolas den Ball lang an die Mittellinie, wo Lidberg per Brust auf Neuhaus klatschen lässt. Auf der linken Halbspur macht Neuhaus noch ein paar Meter und nimmt dann Mohya in der Tiefe mit. Vom linken Sechzehnereck lädt Mohya zum Eins gegen Eins mit Avdullahu, wird dabei nicht angegriffen und dribbelt zur Mitte. Ehe Coufal von hinten noch eingreifen könnte, schließt Mohya aus halblinken 14 Metern ab und schlenzt die Kugel herrlich halbhoch ins lange Eck. Da kann sich Baumann noch so strecken.
Vorlage
Vorlage Florian Neuhaus
Fast der Blitzstart für Gladbach in der zweiten Hälfte! Bolin leitet auf der rechten Außenbahn in den Lauf von Uno weiter, der rechts im Strafraum mit seiner ersten Flanke nicht durchkommt. Uno bekommt aber die zweite Chance, spielt diesmal überlegt flach in den Rückraum. Dort hält Lidberg aus zwölf Meter ansatzlos drauf, Baumann drückt sich aber weg und lenkt den etwas zu mittigen Versuch mit einer Hand stark über die Latte.
Zu Wiederbeginn bleibt das Personal auf beiden Seiten unverändert. Der zweite Durchgang läuft.
Der bisherige Auftritt der Fohlen-Elf wird zur Halbzeit mit einem Pfeifkonzert quittiert. Zwar hatte Gladbach früh durch Ullrich die erste gute Chance (9.), doch sollte es das offensiv auch schon gewesen sein. Nur zwei Minuten später nutzte Hoffenheim seine erste Möglichkeit, spielte die Führung durch Conte sehenswert heraus und blieb auch in der Folge deutlich gefährlicher. Während Gladbach bei seinen Offensivbemühungen ideenlos agierte, war die TSG bei ihren Vorstößen deutlich zwingender und traf unter anderem bei einem feinen Asllani-Freistoß die Latte. Nach der Pause muss von Gladbach deutlich mehr kommen.
Halbzeit in Gladbach.
Gelbe Karte
Nach längst ertöntem Pfiff schlägt Asllani den Ball weg und wird für diese Unsportlichkeit verwarnt.
Drei Minuten werden nachgespielt.
Gelbe Karte
Diks kommt im Mittelfeld zu spät gegen Lemperle, steigt ihm dabei von hinten auf den Fuß und sieht Gelb.
Was für ein Strahl! Zwar spielt Gladbach einen Konter nicht sauber aus, doch kommt immerhin noch Sander aus dem Rückraum zum Abschluss. Aus halbrechten 30 Metern packt Sander die rechte Fackel aus und verfehlt das rechte Kreuzeck nur knapp.
Erneut brennt es im Sechzehner der Hausherren. Einen Querpass von Asllani kann der eingerückte Mohya am zweiten Pfosten aber gerade noch vor Coufal wegschlagen.
Der Ball ruht also in zentraler Position direkt vor dem Sechzehner. Asllani nimmt sich der Sache persönlich an - und wie! Mit viel Zug dahinter schlenzt der Kosovare den Ball herrlich über die Mauer und trifft im linken Eck nur die Latte. Riesenglück für Gladbach, Keeper Nicolas hätte dem Einschlag nur versteinert zugesehen.
Das könnte gleich interessant werden. Unmittelbar vor der Strafraumkante lässt Uno das Bein gegen Asllani stehen und bringt den Kosovaren regelwidrig zu Fall - Freistoß Hoffenheim.
In der Rolle als Spielmacher leitet Asllani den nächsten schnellen Vorstoß der Gäste ein. Lemperle leitet fein mit der Hacke auf Hlozek weiter, der mit seiner Flanke links aus dem Strafraum keinen Abnehmer im Zentrum findet. Den zweiten Ball schnappt sich Asllani, droht sich aber festzudribbeln und wird auf engstem Raum geblockt. Im Rückraum hält dann noch Prass drauf, sein Versuch aus 20 Metern fliegt aber zu mittig in die Arme von Nicolas.
Wiederholt zieht Bolin einen Eckball von der linken Seite zu lang an den zweiten Pfosten. Kein Abnehmer weit und breit, Rots hat leichtes Spiel und kann per Kopf klären.
Kurz nach dem Mittelkreis köpft Scally Asllani an, der den Ball nach vorne blockt und sieht, dass Nicolas weit vor dem Tor steht. Der Kosovare zögert nicht lange, versucht sein Glück aus 35 Metern. Der Ball rutscht ihm dabei ab und fliegt weit am Gehäuse vorbei.
Offensiv ist das bislang einfach zu wenig von Gladbach. Unmittelbar vor dem Gegentreffer hatte man die eine Chance durch Ullrich - ein Zufallsprodukt. Seitdem wurden die Hausherren aber nicht zwingend.
Wenn Hoffenheim in die Vorwärtsbewegung kommt, dann sieht das zumeist auch schnörkellos aus: Kurz nach der Mittellie leitet Asllani im Zentrum auf Hlozek weiter, der auf Conte durchstecken könnte und sich stattdessen etwas zu überhastet für den Abschluss aus 25 Metern entscheidet. Mit ordentlich Druck dahinter, aber zu zentral und damit sichere Beute für Nicolas.
Zwar ist Nicolas bei einer TSG-Ecke von rechts zur Stelle, doch produziert er mit seiner Faustabwehr eine Bogenlampe, die Diks hinter dem zweiten Pfosten entschärfen kann.
Hoffentlich konnte die Blutung jetzt auch nachhaltig gestillt werden. Diks wirkt wieder mit.
Am Spielfeldrand muss Diks wieder behandelt werden. Nachdem sich der Innenverteidiger bereits in der 1. Minute einen Cut über dem Auge zugezogen hatte, kommt jetzt wieder Blut aus der Wunde.
Die fällige Ecke kommt zu lang und findet im Strafraum keinen Abnehmer.
Guter Versuch: Neuhaus legt auf Diks zurück, der aus gut 30 Metern einfach mal einen raushaut. Baumann ist im linken Eck gefordert und lenkt den halbhohen Flatterball zur Ecke.
Immerhin mal wieder ein Abschluss der Fohlen. Nachdem Coufal den Ball im Aufbau verspringen lässt, leitet Bolin direkt auf Lidberg weiter. Auf engstem Raum schließt der Schwede aus 17 Metern ab und wird geblockt.
Die Chance auf das 2:0! Bei einem schnellen Vorstoß leitet Asllani über links auf Conte weiter, der von der Außenbahn in den Lauf des durchgelaufenen und dabei völlig alleingelassenen Rots spielt. Auch im Strafraum hat Rots noch viel Platz, schließt aus halblinken sieben Metern aber zu unplatziert ab. Nicolas ist auf dem Posten und kann mit beiden Händen abwehren.
Hoffenheim schaut sich in dieser Phase weiterhin in aller Ruhe an, was die Fohlen so im Angebot haben. Bislang nicht viel, viel leeres Ballgeschiebe ohne die nötigen Raumgewinne.
Nach einem langen Sander-Einwurf wird der Ball aus der Box in den Rückraum geköpft, wo Ullrich bei seiner sehr optimistischen Direktabnahme aus fast 30 Metern volles Risiko geht und geblockt wird.
Und weil die Kraichgauer situativ auch hoch anlaufen, tut sich Gladbach unter Druck insgesamt schwer und kommt spielerisch noch nicht zur Entfaltung.
Auf eine erste Reaktion der Hausherren nach dem Rückstand warten wir vergeblich. Hoffenheim lässt sich jetzt etwas fallen und steht gut.
Der nächste Rückschlag also für die Fohlen. Bei diesem Gegentreffer hat Gladbach der Zugriff gefehlt, wobei eine solche schnelle und schnörkellose Passstafette auch alles andere als einfach zu verteidigen ist. In diesem Fall einfach zu schnell für Gladbach.
Tor
Tooor! Gladbach - HOFFENHEIM 0:1. Kurz darauf klingelt es auf der Gegenseite! Und das ist klasse herausgespielt: Im hohen Aufbauspiel macht Prass das Spiel schnell, initiiert einen kurzen Steil-Klatsch-Doppelpass mit Hlozek im linken Halbfeld, leitet dann sofort auf Asllani weiter und setzt seinen Sprint entlang der linken Außenbahn fort. Asllani orientiert sich kurz zur Mitte, legt dann wieder für Prass raus, der links vom Sechzehner aus vollem Lauf direkt flach in die Mitte spielt. Dort läuft Conte aus dem Hintergrund ein, schließt links vom Elfmeterpunkt ebenfalls mit dem ersten Kontakt ab und schiebt die Kugel platziert ins untere rechte Eck.
Vorlage
Vorlage Alexander Prass
Dann aber die erste Chance für die Fohlen! Bolin hält halblinks vor dem Sechzehner drauf und wird geblockt. Den Abpraller schnappt sich Neuhaus, läuft links im Strafraum bis vor den Fünfer und legt an den ersten Pfosten quer. Dort hält Ullrich direkt den Fuß rein, Machida wirft sich aber noch dazwischen und kann in höchster Not aus fünf Metern blocken.
Insgesamt ist es eine zerfahrene Anfangsphase, in der sich die Mannschaften zu Beginn noch vorsichtig abtasten.
Hoffenheim hat sich bereits vereinzelt dem gegnerischen Sechzehner angenähert und ist zu Beginn die spielkontrollierende Mannschaft.
In diesem Augenblick kehrt Diks wieder auf den Platz zurück.
Diks steht wieder auf den Beinen und wird noch am Spielfeldrand behandelt. Mit einem dicken Pflaster über dem Auge dürfte der Innenverteidiger das Spiel gleich wieder fortsetzen können.
Keine 20 Sekunden sind gespielt, da bekommt Diks in einem Luftzweikampf mit Machida den Ellenbogen des Japaners voll im Gesicht ab. Diks hat sich dabei eine stark blutende Platzwunde an der Augenbraue zugezogen und wird auf dem Platz versorgt.
Wir sind so weit, Hoffenheim hat angestoßen.
Geleitet wird die Partie von Sören Storks, der dabei von Thorben Siewer und Christian Bandurski an den Seitenlinien assistiert wird. Vierter Offizieller ist Timo Gansloweit, vor den Bildschirmen bilden Johann Pfeifer und Frederick Assmuth das VAR-Duo.
Zwar ist die Gesamtbilanz in diesem Duell sehr ausgeglichen, doch schlug das Pendel in den letzten Jahren immer mehr Richtung Gladbach aus. Von den letzten neun Bundesligaspielen gegen Hoffenheim haben die Fohlen sechs gewonnen (1U, 2N) und sind zu Hause seit fünf Spielen ungeschlagen (4S, 1U). Vergangene Saison konnte Hoffenheim immerhin zu Hause einen klaren 5:1-Erfolg einfahren, zum Saisonabschluss revanchierte sich wiederum Gladbach mit einem 4:0 und hat den letzten Bundesligasieg damit über die TSG gefeiert.
Doch auch in Hoffenheim ist die Stimmung nicht viel besser. Und das nach dem Höhenflug letzte Saison, der die TSG fast sogar bis in die Champions League geführt hätte. Und jetzt? Zusammen in Bundesliga und Europa League setzte es sechs Pleiten aus sieben Spielen - 18 Gegentore inklusive. Letzte Woche dann auch noch der moralische Knick durch die Last-Minute-Niederlage gegen den HSV (2:3). Was Ilzer fordert? Einerseits "einen engagierten und leidenschaftlichen Auftritt" heute, außerdem sei es jetzt wichtig, "nicht an uns zu zweifeln".
Ein Derby beim Debüt war für Blessin ja irgendwie Fluch und Segen zugleich. Entweder man startet mit einem Sieg und entfacht sofort Aufbruchstimmung, oder aber die Stimmung erreicht ihren vorläufigen Tiefpunkt. Letzteres war der Fall. Ganz nebenbei hat Gladbach damit den Vereinsnegativrekord von fünf Niederlagen zu Beginn einer Saison eingestellt und bereits satte 18 Gegentore geschluckt. Um heute Wiedergutmachung zu betreiben, fordert Blessin bei seinem Heimdebüt von der Mannschaft, "mutig und gallig" aufzutreten.
Zum Abschluss des 6. Spieltages in der Bundesliga steigt heute in Gladbach ein echter Krisengipfel. So eine Tabelle nach fünf Spielen hat nicht immer viel Aussagekraft, in diesem Fall aber schon: Die Fohlen haben nach einem völlig verkorksten Saisonstart nicht nur die erste Trainerentlassung bereits hinter sich, sondern sind als einzige Mannschaft noch immer punktlos und somit Tabellenletzter. Doch auch für die TSG läuft es nicht viel besser, die mit immerhin drei Zählern direkt vor Gladbach auf Platz 17 liegt.
Hoffenheim war bereits unter der Woche in der Europa League gefordert und musste am Donnerstag beim 2:3 zu Hause gegen Besiktas Istanbul die vierte Pflichtspielniederlage in Folge hinnehmen. Christian Ilzer mischt heute ordentlich durch und nimmt fünf Wechsel vor. Während Bernardo in der Liga eine Gelb-Rot-Sperre absitzt, sind Kabak, Burger, Kramaric und Daghim höchstens als Joker gefragt. An ihrer Stelle rücken Hranac, Rots, Conte, Prass und Lemperle neu in die Mannschaft.
Und hier die Aufstellung der Gäste aus Sinsheim: Baumann - Coufal, Hranac, Machida, Rots - Avdullahu - Conte, Prass - Lemperle, Asllani, Hlozek.
Gladbach musste letzte Woche schon jetzt eine der schmerzhaftesten Niederlagen dieser Saison hinnehmen und verlor ein spannendes Rheinderby in Köln knapp mit 1:2. Im Vergleich dazu nimmt Alexander Blessin heute drei personelle Änderungen vor und beordert Chiarodia, Uno sowie Mohya neu in die Startelf. Während Hashioka und Hack dafür auf der Bank sitzen, fällt Leszczynski mit einer Knieverletzung aus und erweitert damit das ohnehin schon gut gefüllte Lazarett. Kapitän Kleindienst, der letzte Woche mit muskulären Problemen passen musste, zog sich unter der Woche einen Muskelfaserriss zu und ist weiterin keine Option.
Widmen wir uns zunächst dem Personal und beginnen mit der Aufstellung der Hausherren: Nicolas - Sander, Diks, Chiarodia - Scally, Uno, Neuhaus, Ullrich - Bolin, Mohya - Lidberg.
Herzlich willkommen in der Bundesliga zur Begegnung des 6. Spieltages zwischen Borussia Mönchengladbach und 1899 Hoffenheim.