Kanada - Marokko; Fußball WM Achtelfinale

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Kanada - Marokko. Fußball WM Achtelfinale.

NRG StadiumZuschauer68.777.

Kanada 0

    Marokko 3

    • A Ounahi (50. minute, 82. minute)
    • S Rahimi (98. minute)

    Live-Kommentar

    Von dieser Stelle soll es das gewesen sein. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Weiter geht es bei der WM um 23:00 Uhr MESZ mit der Partie Paraguay gegen Frankreich. Selbstverständlich sind wir auch dann live am Ball. Viel Spaß!

    Damit steht Marokko zum zweiten Mal nach 2022 im Viertelfinale einer Fußball-WM und wird dort am Donnerstag auf Paraguay oder Frankreich treffen. Für Kanada ist die dritte WM nach dem erstmaligen Einzug in die K.o.-Phase beendet. Der erste der drei WM-Gastgeber muss also die Segel streichen.

    Marokko gewinnt dieses Achtelfinale gegen Kanada mit 3:0. Dabei schienen die Löwen vom Atlas anfangs gar nicht ins Spiel zu finden. Es könnte aber auch zum Plan gehört haben, es derart bedächtig und kontrolliert anzugehen. So ließ man sich die anfangs sehr einsatz- und lauffreudigen Kanadier austoben. Nach dem Sparprogramm steigerte sich der Afrikameister nach Wiederbeginn und glänzte mit gnadenloser Effizienz. Ganze fünf Torschussversuche wurden gezählt, drei waren drin, einer an der Latte. Damit erwies man sich als umso vieles gefährlicher als der Gegner, der allenfalls in der Anfangsphase eine nennenswerte Chance besaß und sich im weiteren Verlauf vergeblich abmühte. Die Nordamerikaner scheiterten vor 68.777 Zuschauern in Houston an ihrer Harmlosigkeit.

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    Dann beendet Schiedsrichter Michael Oliver das Treiben auf dem Platz.

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    Tooooor! Kanada - MAROKKO 0:3. Gnadenlos fahren die Nordafrikaner noch einen Konter. Nach einem Ballgewinn im Mittelkreis geht die Post ab. Brahim Diaz spielt den Ball diagonal in den Sechzehner. In halblinker Position kommt Soufiane Rahimi frei zum Abschluss und vollstreckt mit dem rechten Fuß. Für den Stürmer bedeutet das den zweiten Turniertreffer.

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    Vorlage Brahim Díaz

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    Über einen Freistoß in halblinker Position deuten die Kanadier allenfalls Gefahr an. Die Versuche sind letztlich untauglich. Es gibt kein Durchkommen. Und am Ende fliegt der Schussversuch von Alistair Johnston weit vorbei.

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    Zumindest noch der Ehrentreffer! Kanada rackert sich unermüdlich ab. Doch auch die elfte Ecke bringt nichts ein. Marokko hatte übrigens im gesamten Spiel eine Ecke.

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    Das mittlerweile verzweifelte Bemühen der Kanadier ist weiterhin nicht zielführend. Die Männer von Jesse Marsch sind einfach nicht durchschlagskräftig genug. Gerade eilt Torwart Maxime Crepeau mit nach vorn. Das hilft auch nicht.

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    Soeben ist die reguläre Spielzeit abgelaufen. Acht Minuten Gnadenfrist werden Kanada noch eingeräumt.

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    Die beiden angeschlagenen Spieler stehen längst wieder, können weitermachen.

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    Bei einem kanadischen Freistoß prallen Yassine Bounou und Promise David zusammen. Beide gehen zu Boden und müssen behandelt werden.

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    Und anstelle von Niko Sigur soll Jonathan Osorio noch etwas bewegen. Damit schöpfen beide Trainer ihre Wechselmöglichkeiten aus.

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    Auf kanadischer Seite räumt Tajon Buchanan das Feld zugunsten von Jayden Nelson.

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    Auch Doppeltorschütze Azzedine Ounahi geht runter. Dafür soll Samir El Mourabet die Schlussminuten bestreiten.

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    Nun wird noch eine Runde getauscht. Issa Diop macht Feierabend, Marwane Saadane übernimmt.

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    Und Marokko kontert weiter fleißig. Diesmal betätigt sich Azzedine Ounahi als Vorbereiter, flankt von rechts. Mittig im Strafraum kommt Soufiane Rahimi unbedrängt zum Kopfball und setzt diesen an die Lattenunterkante. Die Kugel springt vor der Linie auf und wird von Maxime Crepeau gefangen.

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    Wie sollen die Nordamerikaner hier jetzt noch zwei Tore erzielen? Das ist angesichts des bisherigen Spielverlaufs schwer vorstellbar.

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    Tooooor! Kanada - MAROKKO 0:2. Nach einem kanadischen Ballverlust startet der Afrikameister den Konter. Der führt die Löwen vom Atlas in den Sechzehner. Dort behauptet sich Brahim Diaz, spitzelt die Kugel mit etwas Glück zu Azzedine Ounahi. Aus nach rechts versetzten 13 Metern wuchtet dieser seinen Rechtsschuss oben rechts ins Tor und erzielt seinen zweiten Treffer des Tages.

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    Vorlage Brahim Díaz

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    Inzwischen hat sich das Spielgeschehen komplett in die marokkanische Hälfte verlagert. Kanada probiert alles.

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    Tajon Buchanan zieht aus der zweiten Reihe ab. Der Rechtsschuss aus beinahe 30 Metern setzt einmal auf und stellt Yassine Bounou ernsthaft auf die Probe. Der marokkanische Keeper fliegt in die linke Ecke und pariert gut.

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    Und für Richie Laryea kommt Jacob Shaffelburg.

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    Frische Beine stehen bereit für Kanada. Ali Ahmed verlässt den Rasen, den dafür Promise David betritt.

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    Auf die Ausführung des fälligen Freistoßes müssen wir recht lange warten, da ist einiges zu regeln. Dann tritt Jonathan David an, zirkelt die Kugel mit dem rechten Fuß aber übers Tor.

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    Nun sind die Kanadier mal wieder am und im Sechzehner zugange. Doch es gibt einfach keine Torabschlüsse. Mittig an der Strafraumgrenze reißt Sofyan Amrabat den kanadischen Kapitän Stephen Eustaquio um.

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    In Houston schauen sich heute 68.777 Zuschauer dieses Achtelfinale an. Und die zweite Hälfte ist sehr wohl besser als die erste. Jetzt aber muss Kanada noch eine Schippe drauflegen.

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    Nun gibt Michael Oliver den Ball wieder frei. Noch ist genug Zeit. Fällt den Nordamerikanern noch etwas ein?

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    Marokko hat die Angelegenheit nach der Führung weitgehend im Griff. Die Nordafrikaner gehen sehr dosiert und effizient zu Werke. So hält man sich die Kanadier vom Leib, die einfach keine Antwort finden und nun schon sehr lange Zeit völlig harmlos sind.

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    Anschließend wird zur Trinkpause gerufen. Inoffiziell nennen wir das Coaching Break - gerade bei 22 Grad unter dem Dach des NRG Stadiums.

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    Achraf Hakimi und Yassine Bounou sind nicht gut abgestimmt. Da wittert Cyle Larin seine Chance, geht dazwischen, ist aber zu spät dran und erwischt nur den marokkanischen Keeper. Dafür gibt es Gelb.

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    Marokko findet eine gute Balance, steht hinten weiterhin sicher, spielt das in aller Ruhe. Dabei vernachlässigt man das Offensivspiel jetzt nicht mehr, auch wenn es dabei kaum zu Abschlusshandlungen kommt. So aber beschäftigt man den Gegner, der selbst nicht so richtig zur Entfaltung kommt.

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    Erstmals meldet sich Jesse Marsch mit Wechseln zu Wort, nimmt Tani Oluwaseyi vom Feld und bringt dafür Cyle Larin.

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    Und anstelle von Ayyoub Bouaddi spielt fortan Sofyan Amrabat.

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    Auf marokkanischer Seite wird getauscht. Bilal El Khannouss geht runter und wird durch Chemsdine Talbi ersetzt.

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    Kanada bemüht sich, setzt sich gerade in der gegnerischen Hälfte fest. Doch es gibt kaum ein Durchkommen. Und Standards helfen nach wie vor nicht.

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    Ein marokkanischer Umschaltmoment führt zu einer Ecke. Auf der rechten Seite ist das eine Sache für Achraf Hakimi. Einen Mitspieler findet der ehemalige Dortmunder mit seiner Hereingabe nicht.

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    Allerdings ergeben sich nun Räume, in die Marokko jetzt sticht. Das steigert sehr wohl den Unterhaltungswert. In Sachen Effizienz sind die Nordafrikaner ganz vorn dabei, haben aus zwei Torschüssen und mit der zweiten Flanke im Spiel einen Treffer gemacht.

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    Ob dieses Tor dem Spiel guttut? Kanada ist nun zum Handeln gezwungen, muss wieder mehr tun. Allerdings kann sich Marokko nun wieder an seinem geduldigen Ballbesitzfußball ergötzen. Nach vorn spielen muss man ja nicht mehr.

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    Tooooor! Kanada - MAROKKO 0:1. Den fälligen Freistoß auf der rechten Seite führt Achraf Hakimi aus, spielt den Ball clever an die Strafraumgrenze. In zentraler Position kommt Azzedine Ounahi vollkommen frei zum Direktschuss, platziert den Ball mit der rechten Innenseite unhaltbar unten im rechten Eck. Der Mittelfeldspieler trifft erstmals bei einer WM - in seinem bereits zwölften Spiel.

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    Vorlage Achraf Hakimi

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    Luc De Fougerolles setzt zum Tackling an, zieht dann noch mit dem linken Bein nach und mäht Soufiane Rahimi förmlich um. Das verdient eine Gelbe Karte.

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    Marokkos Team hat bislang sechs Fouls zu Buche stehen, vier davon wurden mit Gelb geahndet. Also wenn die Afrikaner hinlangen, dann richtig. Die Kanadier haben dreimal so häufig gefoult, stehen aber erst bei zwei Verwarnungen.

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    Ohne weitere personelle Veränderungen schicken beide Trainer ihre Mannschaften in den zweiten Spielabschnitt. Mohamed Ouahbi hatte ja bereits Mitte der ersten Hälfte den verletzten Ismael Saibari durch Soufiane Rahimi ersetzen müssen.

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    Jetzt rollt der Ball wieder in Houston.

    Noch sind keine Tore gefallen im ersten WM-Achtelfinale zwischen Kanada und Marokko. Darum bemüht hatten sich allenfalls die Nordamerikaner, die zumindest bis Mitte der ersten Hälfte ein paar Torabschlüsse zustande bekamen. Richtig gefährlich wurde es einmal (10.). Die Nordafrikaner erwiesen sich anfangs als äußerst zurückhaltend und versuchten dann, über viel Ballbesitz Kontrolle zu erlangen. An Raumgewinn zeigten sich die Löwen vom Atlas dabei weniger interessiert. Einen kümmerlichen Torschuss des Afrikameisters hat es gegeben - ganze fünf insgesamt in dieser Partie. Zuletzt rieben sich beide Mannschaften komplett in Zweikämpfen auf, was die Partie vollends verflachen ließ.

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    Dann bittet Schiedsrichter Michael Oliver die Spieler zur Pause in die Kabinen.

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    Farbe bringen nur die Karten ins Spiel. Jetzt ist Bilal El Khannouss gegen Luc De Fougerolles zu spät dran. Auch das gibt Gelb.

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    Ballverluste sorgen jetzt mal für Bewegung. Auch Marokko versucht tatsächlich mal, den Umschaltmoment für sich zu nutzen. Doch zu Ende gespielt bekommt man es bei Weitem nicht.

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    Inzwischen wirkt die Partie völlig zerfahren. Von Spielfluss ist keine Spur. Es geht umkämpft zu, was ständig zu Unterbrechungen führt.

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    Soeben ist die reguläre Spielzeit des ersten Durchgangs abgelaufen. Sechs Minuten soll es noch obendrauf geben.

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    Dann geht Azzedine Ounahi gegen Ali Ahmed mit der Axt zu Werke, hackt in dessen Unterschenkel. Erneut leuchtet die Farbe Gelb auf.

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    In dieser Phase hält es der Unparteiische für angebracht, noch mehr Gelb zu verteilen. Brahim Diaz wird nahe der Mittellinie erst von Alistair Johnston und dann von Jonathan David gehalten. Letzterer bekommt die Karte.

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    Und natürlich wird auch Richie Laryea mit einer Verwarnung bedacht. Vorbelastet sind von den Spielern auf dem Platz Niko Sigur und Issa Diop.

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    Urplötzlich wird es hitzig. Weit weg von den beiden Toren kommt es nach einem Schubser von Achraf Hakimi gegen Richie Laryea zu einem Streit. Der beschwört eine Rudelbildung herauf. Michael Oliver hat alle Hände voll zu tun und verteilt dann Gelb an Hakimi.

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    Nennenswerte Torabschlüsse gibt es inzwischen auch bei den Kanadiern nicht mehr. Der Unterhaltungswert lässt zu wünschen übrig.

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    Insofern müsste sich Kanada für all diesen Aufwand auch mal belohnen, wenn das am Ende nicht nach hinten losgehen soll. Bislang ist all das brotlose Kunst. Und nicht einmal die zahlreichen Standards bringen etwas ein.

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    So sparen die Männer Mohamed Ouahbi Kräfte. Kanada hingegen zeigt die viel aufwändigere Spielweise, die mehr Laufarbeit erfordert.

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    Nun verzeichnet Marokko wieder ausgiebig Ballbesitz. Geduldig spielt man immer wieder hinten herum. Die Nordafrikaner haben alle Zeit, sind offenbar der Auffassung, das Spiel nicht jetzt schon entscheiden zu müssen. Ein spätes Tor hat natürlich eine deutlich vielversprechendere Wirkung.

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    Im Spielaufbau erlauben sich die Kanadier einen Fehlpass. Soufiane Rahimi fackelt in leicht nach links versetzter Position nicht lange. Der Rechtsschuss aus etwa 22 Metern wird von Luc De Fougerolles leicht abgefälscht und von Maxime Crepeau sicher gehalten.

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    Jetzt wird der Spielbetrieb wieder aufgenommen im Houston Stadium.

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    Optisch hinterlässt Team Kanada bislang den besseren Eindruck. Die Nordamerikaner bemühen sich zumindest um Aktionen nach vorn. Dagegen erweisen sich die Marokkaner trotz der Ballbesitzvorteile als doch sehr zurückhaltend. Einen Torschuss oder eine Ballaktion im gegnerischen Sechzehner hat der Afrikameister noch nicht zustande gebracht.

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    Dann bittet der Schiedsrichter die Akteure zur offiziellen Trinkpause.

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    Bei Ismael Saibari geht es in der Tat nicht weiter. Marokkos bester Torschütze in diesem Turnier (drei Treffer) verlässt den Platz. Als Ersatz steht Soufiane Rahimi bereit.

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    Bei Marokko sorgt man sich um Ismael Saibari. Der künftige Bundesligaspieler hat schon Andeutungen gemacht, es scheint ein muskuläres Problem zu geben. Jetzt lässt sich der 25-Jährige auf den Rasen nieder und muss behandelt werden.

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    Erstmals greift Michael Oliver zum gelben Karton. Den bekommt Redouane Halhal nach einem Foul an Tani Oluwaseyi zu sehen.

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    Stephen Eustaquio tritt die Ecke von der rechten Seite, findet mit der hohen Hereingabe den Schädel von Alistair Johnston. Dessen Kopfball bleibt an einem marokkanischen Abwehrspieler.

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    Nun legen die Männer von Jesse Marsch wieder den Vorwärtsgang ein. Auf der rechten Seite ist Tajon Buchanan am Werk, holt die vierte Ecke für sein Team raus.

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    Die marokkanischen Ballbesitzphasen dehnen sich jetzt noch aus. So bekommt man zumindest Kontrolle und bremst den kanadischen Angriffsschwung.

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    Erstaunlicherweise verzeichnet Marokko mehr Ballbesitz - aktuell sind das 67 Prozent. Doch das Spielgerät führen die Löwen vom Atlas nahezu ausnahmslos in der eigenen Hälfte. Es bleibt ein äußerst dezenter Auftritt des WM-Vierten von 2022.

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    Dann zeigen die Nordafrikaner erstmals offensive Bemühungen, schaffen es bis an den gegnerischen Sechzehner. Dort aber versandet der Angriff und es geht sofort wieder in die andere Richtung.

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    Nach einem marokkanischen Ballverlust bringen die Kanadier Zug rein. Ali Ahmed spielt in den Rücken von Tani Oluwaseyi, der den Ball halblinks an der Strafraumgrenze dennoch gut mitnimmt und zum Linksschuss kommt. Dieser wird eine Beute von Yassine Bounou.

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    Bislang setzt einzig Kanada Akzente. Die Marokkaner sind ausnahmslos mit Defensivarbeit beschäftigt und zeigen darüber hinaus auch noch gar kein Interesse, etwas nach vorn unternehmen zu wollen.

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    Dann tauchen die Nordamerikaner erstmals so richtig im Sechzehner auf. Ali Ahmed leitet mit dem Kopf weiter. Links am Torraum wird der Winkel für Jonathan David allerdings zu spitz. Der gebürtige Kanadier Yassine Bounou pariert für Marokko mit der rechten Hand.

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    Erstmals Vorwärtsdrang zeigen dann die Kanadier. Über links gelangt man fast bis zur Grundlinie. Den Bemühungen entspringt immerhin eine erste Ecke. Diese bringt Stephen Eustaquio von links herein. Yassine Bounou faustet die Kugel weg.

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    Vorsichtig gehen beide Mannschaften zu Werke - bloß keinen Fehler machen. So beschnuppert man sich. Raumgewinn steht nicht im Mittelpunkt des Interesses.

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    Soeben ertönt im NRG Stadium von Houston der Anpfiff, die Kanadier stoßen im zweiten Anlauf korrekt an.

    Kurz vor Spielbeginn schauen wir auf das Unparteiischengespann. An der Pfeife agiert Michael Oliver. Der 41-jährige Engländer hat als Assistenten seine Landsleute Stuart Burt und James Mainwaring dabei. Als Vierter Offizieller fungiert der Niederländer Danny Makkelie. Vor den VAR-Monitoren haben Jarred Gillett aus England, Dennis Higler aus den Niederlanden und Tomasz Kwiatkowski aus Polen das Geschehen im Blick.

    Zum fünften Mal treten sich diese beiden A-Nationalmannschaften gegenüber. Gewinnen konnten die Kanadier bislang noch nie. Die erste Begegnung ging 1984 mit 3:2 an Marokko. Zehn Jahre später holten die Nordamerikaner zumindest mal ein Remis (1:1). Ein weiteres Freundschaftsspiel ging 2016 mit 4:0 an die Nordafrikaner, die dann auch das bisher einzige Pflichtspiel in der Gruppenphase der vergangenen WM mit 2:1 für sich entschieden.

    Übrigens haben die Löwen vom Atlas bei der siebten WM-Teilnahme zum vierten Mal die Vorrunde überstanden. Nun wollen sie zum dritten Mal ins Achtelfinale. Das beste Abschneiden gab es vor vier Jahren in Katar, da wurden die Marokkaner sensationell Vierter. Kanada hat bei seiner dritten WM-Teilnahme erstmals die Gruppenphase überstanden und dann auch noch einen Sieg in einem K.o.-Spiel nachgelegt.

    Marokko ist im Turnierverlauf ungeschlagen. In der Gruppe C bewegte man sich auf Augenhöhe mit den punktgleichen Brasilianern, denen man nur wegen des schlechteren Torverhältnisses den Vortritt lassen musste. Gegen den Rekordweltmeister gab es zum Auftakt ein 1:1. Danach bezwangen die Nordafrikaner Schottland (1:0) und Haiti (4:2). In der ersten K.o.-Runde rettete Issa Diop seine Mannschaft in der Nachspielzeit mit dem Tor zum 1:1 in die Verlängerung. Da dort keine weiteren Treffer fielen, kam es aufs Elfmeterschießen an. Und dabei behielt am Ende Ismael Saibari, Sommerneuzugang des FC Bayern München, als letzter Schütze entscheidend die Nerven.

    Die drei Gastgebermannschaften sind immer noch dabei. Allerdings gibt es für die Kanadier kein Heimspiel mehr. Das hätte es nur bei einem Gruppensieg gegeben. Als Zweiter der Gruppe B musste man jedoch den Schweizern den Vortritt lassen, gegen die man mit 1:2 den Kürzeren gezogen hatte. Zuvor spielte man 1:1 gegen Bosnien-Herzegowina und gewann 6:0 gegen Katar. Im Sechzehntelfinale gab es ein knappes 1:0 gegen Südafrika.

    Bei der Mega-WM hat sich das Feld gehörig gelichtet. Von den einstmals 48 Mannschaften mussten bereits 32 die Segel streichen. Die bisherige Auslese hat also 16 Teams hervorgebracht, die ab heute bis zum kommenden Dienstag im Achtelfinale spielen.

    Auf marokkanischer Seite gibt es nach dem Elfmeterkrimi am Dienstag gegen die Niederlande lediglich eine Veränderung. Der angeschlagene Chadi Riad findet sich auf der Bank wieder. Dafür beordert Mohamed Ouahbi heute Redouane Halhal von Beginn an auf den Platz.

    Für Marokko stehen anfangs folgende elf Akteure auf dem Rasen: Bounou - Hakimi, Diop, Halhal, Mazraoui - Bouaddi, El Aynaoui - Diaz, Ounahi, El Khannouss - Saibari.

    Im Vergleich zum 1:0-Sieg im Sechzehntelfinale am vergangenen Sonntag gegen Südafrika nimmt Jesse Marsch drei Wechsel vor. Anstelle von Derek Cornelius, Nathan Saliba und Liam Millar (alle Bank) rücken Luc De Fougerolles, Niko Sigur und Ali Ahmed in die Startelf der Nordamerikaner. Aus dem 26-köpfigen Kader steht Ismael Kone wegen eines gegen Katar erlittenen Beinbruchs nicht mehr zur Verfügung. Bei Alphonso Davies reicht er erneut nur für die Bank.

    Gleich zu Beginn der Berichterstattung widmen wir uns den personellen Angelegenheiten und dabei zuvorderst der kanadischen Mannschaftsaufstellung: Crepeau - Johnston, Bombito, De Fougerolles, Laryea - Buchanan, Sigur, Eustaquio, Ahmed - David, Oluwaseyi.

    Herzlich willkommen bei der WM 2026 zum Achtelfinale zwischen Kanada und Marokko.