SpVgg Greuther Fürth - Rot-Weiß Essen; 2. Bundesliga-Relegation
SpVgg Greuther Fürth - Rot-Weiß Essen. 2. Bundesliga-Relegation.
Sportpark Ronhof | Thomas Sommer.
2-1
Greuther Fürth dreht Relegation gegen Rot-Weiss Essen und bleibt Zweitligist
Die Kleeblätter gewinnen das Rückspiel der Relegation mit 2:0 gegen Rot-Weiss Essen und sichern sich den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga.
26.05.2026 | 22:30 Uhr
Noel Futkeu und Branimir Hrgota drehten die Regelation zugunsten des "ewigen" Zweitligisten Greuther Fürth.
Die SpVgg Greuther Fürth gewann das Relegations-Rückspiel gegen den Drittligisten Rot-Weiss Essen mit 2:0 (1:0) und sicherte sich mit einiger Mühe den Klassenerhalt.
Das Hinspiel hatte Traditionsklub RWE noch mit 1:0 gewonnen und deshalb nach schwierigen Jahren mit Abstiegen, Insolvenz und sportlichem Misserfolg von der Rückkehr in die 2. Bundesliga geträumt.
"Es fällt eine Riesenlast ab."
Doch daraus wurde nichts für den Meister von 1955, der zuletzt 2006/2007 zweitklassig gewesen war. Zweitliga-Torschützenkönig Noel Futkeu brachte das Kleeblatt im Ronhof vor 15.000 Zuschauern in Führung (29.). Routinier Branimir Hrgota erzielte in seinem letzten Spiel für Fürth das 2:0 (47.).
"Es fällt eine Riesenlast ab. Das ist unbeschreiblich. Ich bin überglücklich und unglaublich stolz. Das war eine tolle Leistung", sagte Fürths Routinier Felix Klaus am Sky Sport Mikro freudestrahlend.
Prüfrock rettet Fürth auf der Linie
Fürth, das die "ewige" Zweitligatabelle souverän anführt, vermied so den ersten Abstieg in die Drittklassigkeit seit 1997. Münster und Düsseldorf sind damit die beiden einzigen Absteiger aus der 2. Bundesliga. Osnabrück und Cottbus steigen auf.
"Wir werden All-In gehen", kündigte Fürths Trainer Heiko Vogel an. Futkeu versprach ein "Feuerwerk". Doch davon war zunächst nichts zu sehen. Die SpVgg tat sich schwer und hatte Glück, dass Torwart Silas Prüfrock einen Rückstand verhinderte.
"Diese Energie, die er in dieses Spiel gesteckt hat - Hut ab"
Fast aus dem Nichts fiel deshalb die Führung der Gastgeber, als Futkeu aus dem Gewühl heraus traf. Für den Angreifer, der im Sommer zu Eintracht Frankfurt wechselt, war es bereits der 20. Saisontreffer. Nach seinem Führungstor lieferte Noel Futkeu eine leidenschaftliche Vorstellung und rieb sich im Anschluss in jedem Zweikampf auf.
Sky Sport Experte Fabian Klos zeigte sich beeindruckt vom Fürther Torjäger und sagte anerkennend: "Das eine sind die Tore. Aber diese Energie, die er in dieses Spiel gesteckt hat - Hut ab."
Zur zweiten Halbzeit erwischte das Kleeblatt, das sich erst im letzten Saisonspiel durch ein 3:0 gegen Düsseldorf in die Relegation gerettet hatte, einen Blitzstart. Kurz danach verpassten die Franken die Entscheidung und mussten so noch mächtig zittern. RWE warf alles nach vorne, Torben Müsel vergab nach einem Pfostentreffer per Kopf die Riesenchance auf das 1:2 (81.).
"Wenn du so nah dran bist, tut es natürlich weh"
Nach der bitteren Relegationsniederlage fand Essens Trainer Uwe Koschinat klare Worte am Sky Sport Mikro: "Ich glaube, am Ende wussten wir, dass es eine sehr enge und sehr emotionale Nummer wird."
Die Ausgeglichenheit der Partie spiegelte sich auch in den Paraden der beiden Torhüter wider: "Die Torhüter hatten einen großen Anteil daran, dass nicht noch mehr Tore gefallen sind."
"Wir haben mutig in der zweiten Halbzeit gespielt und gut gekämpft." sagte Koschinat und brachte auch die Gefühlslage auf den Punkt: "Es macht mich auf der einen Seite stolz, dass wir einen Zweitligisten im eigenen Stadion in Verlegenheit gebracht haben. Auf der anderen Seite - wenn du so nah dran bist - tut es natürlich weh."
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