Frankreich - Marokko; FIFA WM 2026 Viertelfinale

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Frankreich - Marokko. FIFA WM 2026 Viertelfinale.

Boston StadiumZuschauer63.811.

Frankreich 2

  • K Mbappe (60. minute)
  • O Dembélé (66. minute)

Marokko 0

    Live-Kommentar

    Das war das erste Viertelfinale der WM 2026! Wir bedanken uns für Ihr Interesse und wünschen eine gute Nacht. Morgen Abend (21:00 Uhr) geht es dann mit der Viertelfinalpartie zwischen Belgien und Spanien live bei uns weiter. Bis dahin!

    Frankreichs Nationalelf steht damit zum dritten Mal in Folge im WM-Halbfinale, das schafften zuvor nur Brasilien (1994 bis 2002) und Deutschland (1982 bis 1990 und sogar 4 in Folge 2002 bis 2014). Gegner in der nächsten Runde am kommenden Dienstag (21 Uhr) in Dallas wird der Sieger des Viertelfinals zwischen Belgien und Spanien. Wir hatten es eingangs bereits angedeutet, Spanien wäre der französische Angstgegner (Halbfinal-Aus bei der EM 2024 und in der Nations League 2025). Eine europäische Mannschaft wird damit definitiv im Finale der WM stehen.

    22:5 Abschlüsse, 8:1 davon auf das Tor und 3,04 Expected Goals sind es am Ende in der Datenbank und unterlegen, dass es in diesem Spiel nur einen Sieger geben konnte. Ohne ihren verletzten Top-Torjäger Ismael Saibari war Marokko heute zu keiner Zeit auf Augenhöhe und konnten Frankreichs Sieg nie gefährden. Das Team von Didier Deschamps bleibt damit in der K.o.-Runde weiterhin ohne Gegentreffer, Deschamps hat als erster Trainer der WM-Historie seinen 20. Sieg eingefahren.

    Souveräner Sieg für Frankreich, das hier eine blitzsaubere und nahezu einseitige Partie abgespult hat. Schon in der ersten Halbzeit war die Equipe Tricolore deutlich überlegen, verschoss aber gegen überforderte Marokkaner einen Foulelfmeter und ließ 1,87 Expected Goals liegen. Nach dem Seitenwechsel überraschten die Nordafrikaner den Gegner kurz mit einem mutigen Auftritt, doch nach der ersten gelungenen Aktion von Frankreichs Super-Offensive fiel das Team von Ouahbi auseinander, Mbappe und Dembele stellten innerhalb von sechs Minuten die Weichen auf Kurs Halbfinale. Mit der Führung im Rücken spielten Les Bleus es geduldig zu Ende und stehen als verdienter Sieger in der Vorschlussrunde.

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    Dann ist Schluss! Frankreich zieht mit einem 2:0-Sieg über Marokko ins Halbfinale der WM 2026 ein.

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    Mateta hat noch Lust auf sein erstes WM-Tor. Zentral in der Box wird er bedient, dreht sich auf und schießt aus 15 Metern auf das rechte untere Eck. Bounou ist in die andere Richtung unterwegs, kommt mit dem langen Bein aber noch an den Ball. Starke Parade!

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    Beide Teams haben sich bereits mit dem Ergebnis arrangiert.

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    Sechs Minuten on top gibt es im Übrigen.

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    Noch ein paar Fakten, während das Spiel austrudelt: Frankreich ist die erste Mannschaft seit Brasilien 2002 (Rivaldo 5, Ronaldo 8), die bei einer FIFA Weltmeisterschaft zwei Spieler mit jeweils fünf oder mehr Toren (Dembele 5, Mbappe 8) in ihren Reihen hat. Mbappe hat zudem die 100 Torbeteiligungen im Nationaldress geknackt (64 Tore, 36 Assists) und ist der erste Spieler seit Gerd Müller 1970 (10 Tore, 3 Vorlagen), der an mindestens elf Treffern (8 Tore, 3 Vorlagen) bei einer einzelnen FIFA Weltmeisterschaft direkt beteiligt ist.

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    Bei der Ecke wird Mateta gefunden, der zentrale fünf Meter vor dem Tor das Luftduell gewinnt - unter anderem gegen Torhüter Bounou, der unter dem Ball durchsegelt. Allerdings kann der Stürmer seinen Kopfball nicht auf das Tor drücken, Glück für Marokko.

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    Wieder die Franzosen! Barcola wird links im Sechzehner in Szene gesetzt, ein kleiner Wackler, dann der Zug zum Tor und der Abschluss auf das kurze Eck. Bounou wehrt zur Ecke ab.

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    Auch Frankreich wechselt ein letztes Mal, Malo Gusto übernimmt für Jules Kounde.

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    Fast der erste WM-Treffer von Olise. Frankreich kontert über die linke Seite, dann kommt die Verlagerung rechts in den Strafraum zu Olise, der hat nicht viel Zeit, muss mit dem zweiten Kontakt abschließen und schickt seinen Schlenzer aus 15 Metern deutlich am langen Eck vorbei.

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    Letzter Wechsel bei Marokko, sofern sie es nicht in die Verlängerung schaffen: Amine Sbai kommt für Chemsdine Talbi.

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    Und dann fällt beinahe der Anschlusstreffer! Die Afrikaner bleiben dran, erarbeiten sich auf der linken Seite einen Eckball, den Hakimi an den ersten Pfosten schlägt. Dort läuft El Aynaoui ein, kommt zum Kopfball - und drückt den ins Außennetz. Ging schon ein Raunen durchs Stadion.

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    Zumindest der beste Versuch der Marokkaner! Hakimi spielt den Freistoß kurz aus, schiebt ein paar Meter ins Zentrum zu Ounahi, der mit dem zweiten Kontakt aus zentralen 20 Metern abzieht und das linke Eck anvisiert. Maignan muss das erste Mal am heutigen Abend eingreifen und wehrt nach vorne ab, wo Kounde dann bereinigt.

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    Rabiot mit dem Foul gegen Hakimi, halblinks 25 Meter vor dem Tor der Franzosen. Hilft mal ein ruhender Ball?

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    Wir haben bei dieser WM schon einige tolle Aufholjagden erlebt - allerdings immer zum Leid von afrikanischen Teams. Belgien drehte ein 0:2 in der Schlussphase gegen Senegal in ein 3:2 nach Verlängerung, Argentinien tat es ihnen gegen Ägypten nach und das sogar innerhalb der 90 Minuten. Aktuell macht Marokko nicht den Anschein, dass es hier mal den Spieß umdrehen könnte.

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    Frankreich bleibt das gefährlichere Team. Digne flankt von der linken Seite hoch und weit ins Zentrum, wo sich Mateta hochschraubt. Der Kopfball ist aber zu zentral, Bounou packt im Nachfassen sicher zu.

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    Olise schickt Barcola links in die Tiefe, dessen Hereingabe von der Grundlinie kommt aber nicht an.

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    Ein wenig ist die Luft nach Frankreichs Doppelschlag und der Trinkpause aber raus. Auch, weil die Equipe Tricolore nun wohl die Taktik dem Spielstand angepasst hat und tief und kompakt verteidigt, während Marokko mit dem Ball heute ohnehin relativ wenig anzufangen weiß.

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    Deschamps nutzt das Wechselfenster direkt für einen zweiten Tausch und bringt den schnellen Bradley Barcola für den heute sehr agilen und intensiv arbeitenden Desire Doue.

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    Und tatsächlich, Mbappe muss runter! Aber immerhin geht er auf eigenen Beinen und signalisiert dem Publikum, dass alles gut ist. Offenbar also nur eine Sicherheitsmaßnahme, dass nun Jean-Philippe Mateta stürmen darf.

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    Die französischen Spieler müssen nun immer wieder auch ein wenig einstecken - und halten kurz die Luft an. Denn am Mittelpunkt liegt Mbappe und hält sich den Knöchel.

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    ... und Brahim Diaz macht Platz für Gessime Yassine, ein sehr spannendes Talent von Racing Strasbourg.

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    Zweiter Doppelwechsel bei Marokko, Zakaria El Ouahdi kommt für Anass Salah-Eddine ...

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    Und Marokko? Meldet sich mit einer Flanke aus dem linken Halbfeld zurück, die Upamecano bereinigen will und dabei mit einem unsauberen Kontakt als Bogenlampe auf das eigene Tor schickt. Der Ball fliegt dann aber doch ein gutes Stück drüber und auch aus dem geschenkten Eckstoß machen die Löwen vom Atlas nichts.

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    Frankreich reichten im ersten Durchgang 1,87 xG nicht für einen Treffer. In der zweiten Halbzeit waren sie dafür bei nur 0,63 xG doppelt erfolgreich. Das nennt sich wohl gesteigerte Effizienz.

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    Deschamps nutzt die Trinkpause zudem für einen Wechsel, bringt Warren Zaire-Emery für Manu Kone, der seit einem Zusammenprall im Mittelfeld kurz nach Wiederanpfiff die Zähne zusammenbeißen musste und nun eine Pause bekommt.

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    Marokko startete eigentlich gut in die zweite Halbzeit rein, doch mit der ersten guten Aktion von Frankreichs Offensive fielen die Nordafrikaner auseinander. Mbappe und Dembele stellten die Weichen innerhalb von sechs Minuten, wurden dabei von den marokkanischen Verteidigern auch zum Abschluss eingeladen. So stellt sich eigentlich nur die Frage nach der Höhe des Ergebnisses, Ouahbi muss seine Mannschaft dringend wieder in die Spur bringen.

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    Das beste, das Marokko jetzt passieren konnte: Trinkpause.

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    Toooooor! FRANKREICH - Marokko 2:0. Das geht viel zu einfach und ist auf diesem Niveau auch extrem schlecht verteidigt. Frankreich hat einen Einwurf auf der rechten Seite auf Höhe der Mittellinie, Olise stoppt sich den Ball, dreht sich auf und spielt durch die Schnittstelle nach vorne zu Mbappe, der im Mittelfeld mit dem Rücken zum Tor einfach mit dem ersten Kontakt für Ousmane Dembele prallen lässt. Und der hat im Zentrum plötzlich viel Grün vor sich, marschiert auf Marokkos Strafraum zu und legt sich den Ball zentrale 18 Meter vor dem Tor auf den rechten Fuß. Der Abschluss mit der Innenseite flach auf das rechte Eck ist eigentlich nicht besonders druckvoll, doch Bounou lässt ihn durchrutschen.

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    Vorlage Kylian Mbappé

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    Abgesehen vom Doppelwechsel und dem Frustfoul ist Marokko auf dem Platz eine Antwort auf den Rückstand noch schuldig. Nach gutem, mutigem Auftakt der Nordafrikaner hat Frankreich die Kontrolle mittlerweile wieder vollständig übernommen und sich auch den Führungstreffer verdient.

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    Issa Diop mit dem heftigen Frustfoul im Mittelfeld gegen Torschütze Mbappe, hat sich die erste Gelbe Karte der Partie redlich verdient. Für ihn eine mit Folgen, sollte Marokko das Halbfinale noch erreichen, wäre er gesperrt.

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    Und auf der Sechserposition kommt Sofyan Amrabat für den heute enttäuschenden, unaufmerksamen Ayyoub Bouaddi.

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    Ouahbi wechselt direkt doppelt. Bilal El Khannouss macht nach einem unauffälligen Spiel Platz für Soufiane Rahimi, der im Achtelfinale nach Einwechslung getroffen hatte.

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    Tooooooor! FRANKREICH - Marokko 1:0. Es hat sich angedeutet, der Favorit geht in Führung! Frankreich spielt sich auf der linken Seite fest, eine erste Hereingabe wird geblockt. Rabiot setzt beim Abpraller nach, von Desire Doue kommt der Ball dann halblinks an der Strafraumkante zu Kylian Mbappe, Diop hält zu viel Sicherheitsabstand. So kann sich der Starstürmer zum Tor aufdrehen, den Ball zurecht legen und einen herrlichen Schlenzer aus dem Stand auspacken. Der Ball segelt unwiderstehlich ins lange Eck, Bounou ist chancenlos. WM-Tor Nummer 20 für den 27-Jährigen.

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    Vorlage Désiré Doué

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    Im Übrigen haben die Franzosen durch den Chancen-Doppelpack nun 2,34 Expected Goals. Marokko steht noch bei 0,08.

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    Aber mit nur einer guten Aktion hat die Equipe Tricolore das Zepter wieder in die Hand genommen. Doue und Mbappe dribbeln links in der Box, Frankreichs Kapitän kommt bis an die Grundlinie und flankt. Die Hereingabe rutscht ihm aber über den Fuß und landet am zweiten Pfosten im Toraus.

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    Der Frankreich-Zug ist wieder in der Spur! Olise wird im linken Halbraum angespielt, dreht sich blitzschnell auf und enteilt beiden marokkanischen Sechsern. Sein Steckpass zu Mbappe wird noch abgefälscht, kommt aber trotzdem an. Der hoppelnde Ball macht den Abschluss für Mbappe aber schwieriger, der Starstürmer schießt deutlich drüber - und war ohnehin knapp im Abseits.

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    Dann melden sich Les Bleus an! Kone verliert im Mittelkreis den Ball, gewinnt ihn aber sofort zurück, wodurch Marokko in der Vorwärtsbewegung erwischt wird. Sofort gibt der Mittelfeldspieler nach vorne zu Mbappe, der nach links für Doue ablegt. Dessen wuchtiger Schuss vom Strafraumeck aufs kurze Eck hat Bounou im Nachfassen sicher.

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    Marokko gelingt es zu Beginn der zweiten Hälfte wesentlich besser, selbst mal Tiefe im Spiel zu entwickeln. Und Frankreich wirkt weiter etwas beeindruckt, dass der Gegner jetzt tatsächlich auch mitspielt.

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    Man hat ein wenig den Eindruck, dass sich dieses Mal Frankreich erst sammeln muss. Die Equipe Tricolore läuft sich bislang noch am Abwehrblock der Marokkaner fest, stattdessen kommen die Löwen vom Atlas wieder in die Offensive und erarbeiten sich auf der linken Seite ihren zweiten Eckball. Der allerdings nicht weiter nennenswert ist.

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    Das war aber zumindest mal mehr Offensivgeist in einer Aktion als in den gesamten 45 Minuten zuvor bei den Nordafrikanern.

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    Vielversprechender Beginn! Nach Ballverlust von Dembele kommt Marokko mal in einen Umschaltmoment, Ounahi treibt durchs Zentrum an und nimmt auf der rechten Seite Brahim Diaz mit, der im Strafraum etwas verzögert und dann an den zweiten Pfosten flanken will. Die Hereingabe wird aber zu kurz, doch auch die Klärungsaktion von Kounde ist nicht gut. Talbi nimmt den zweiten Ball auf, über Ounahi geht es wieder zu Diaz, dessen Schuss aus 17 Metern dann aber geblockt wird.

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    Wechsel hat es zur Pause auf beide Seiten keine gegeben. Hoffen wir, dass die zweiten 45 Minuten trotzdem weniger einseitig werden.

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    Genug der Fakten, rein in den zweiten Durchgang! Frankreich feuert den Ball an die rechte Eckfahne und positioniert sich für das Pressing.

    Noch ein Fun-Fakt, der die Vielseitigkeit, Zielstrebigkeit und Dominanz der Franzosen ganz gut zusammenfasst: William Saliba gab als einziger französischer Feldspieler keinen Schuss in der ersten Hälfte ab. Er gab aber eine Schussvorlage, womit alle Feldspieler Frankreichs an mindestens einem Abschluss direkt beteiligt waren.

    Ein interessanter Angeber-Fakt aus der Opta-Redaktion zu Marokkos Torhüter: Inklusive Elfmeterschießen wurde Yassine Bounou wurde bei der FIFA Weltmeisterschaft bislang nur bei zwei von neun Elfmetern, denen er sich gegenüberstand, bezwungen. Vier Elfmeter parierte Bounou bereits, drei gingen daneben. Für Mbappe war es der zweite Fehlschuss im Nationaltrikot (bei 16 Versuchen).

    0:0 steht drauf auf dieser ersten Viertelfinal-Halbzeit der WM 2026, doch es war wesentlich mehr drin - zumindest auf einer Seite. Denn Frankreich bestimmte das Geschehen auf dem Platz nahezu nach Belieben, Marokko war schwer bemüht, zumindest defensiv Kontrolle ins eigene Spiel zu bekommen, an Offensive war ohne Top-Torjäger Saibari bislang nicht zu denken bei den Nordafrikanern. Die Equipe Tricolore dagegen versprühte Spielfreude, war zu jeder Zeit hellwach und gallig, eroberte viele Bälle und spielte immer wieder schnell und zielstrebig nach vorne. 13:1 Torschüsse und 1,87 Expected Goals sind eindeutig, doch noch fehlt das erlösende Tor - auch weil Mbappe dieses Mal einen Foulelfmeter verschoss.

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    Dann ist Pause im Boston Stadion! Noch keine Tore zwischen Frankreich und Marokko.

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    Hakimi übernimmt die vielversprechende Freistoßgelegenheit, der Abschluss passt aber zum bisherigen Auftritt der Marokkaner: weit, weit am Tor vorbei.

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    Vor dem rechten Strafraumeck will Brahim Diaz mit einer Flanke in den Strafraum kommen, der aber gar nicht besetzt ist. Aber er trifft den ausgestreckten Arm von Rabiot, sodass mit einem Freistoß halbrechts an der Sechzehnerkante tatsächlich das Maximum für Marokko rausspringt.

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    Frankreich nochmal mit einem Powerplay! Der Ball läuft wahnsinnig gut durch die eigenen Reihen, jeder Spieler kann zudem aus jeder Position schießen. Kone probiert es von halbrechts aus 20 Metern, wird aber ebenso geblockt wie Olise wenige Augenblicke später. Aber Frankreich bleibt im Ballbesitz und Digne nimmt sich halblinks aus der zweiten Reihe den nächsten Distanzschuss - der auf die Oberkante der Latte knallt. Bounou wäre aber wohl dran gekommen, wenn der Ball ein paar Zentimeter niedriger aufs Tor geflogen wäre.

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    Fünf Minuten Nachspielzeit sind angezeigt.

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    Auch defensiv bekommen die Löwen vom Atlas nun wieder etwas mehr Kontrolle in ihr Spiel. Rabiot will Kone dann rechts an die Grundlinie schicken, spielt den Pass aber zu scharf - Abstoß.

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    War im Übrigen tatsächlich die erste Ballaktion Marokkos im gegnerischen Strafraum.

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    Dann aber zumindest mal der Ansatz einer Strafraumaktion der Nordafrikaner. Salah-Eddine wird auf der linken Seite in Szene gesetzt, kommt bis an die Grundlinie, unter Druck gelingt ihm dann aber kein kontrolliertes Zuspiel mehr ins Zentrum. Und schon ist Frankreich wieder am Zug.

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    Auch die Trinkpause hat Marokko nicht geholfen, um sich aus dem Druck der Franzosen zu befreien und eigene Ideen und Lösungen zu finden. Stattdessen kommen Mbappe und Co. mittlerweile auf einen xG-Wert von 1,79 bei zehn Abschlüssen - bei Marokko steht hinter den Offensivzahlen weiterhin quasi überall eine Null.

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    Die Franzosen arbeiten weiter am Führungstreffer! Bouaddi ist im Spielaufbau unaufmerksam, fast schon lethargisch. Doue geht entschlossen in den Zweikampf, überrascht den Marokkaner und klaut ihm den Ball. Sofort rennt Doue auf und davon, Mbappe und Dembele bieten Passmöglichkeiten und ziehen die Verteidiger auf sich, so kommt Doue zentral in die Box und feuert aus 14 Metern flach aufs linke Eck. Bounou taucht ab und pariert erneut stark.

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    Marokko hat bislang neun Pässe ins Angriffsdrittel und null Ballaktionen im gegnerischen Strafraum. Das ist, bei aller Neutralität, nicht existent.

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    Frankreich rollt besser gesagt. Über die rechte Seite, Abschluss Dembele aus der zweiten Reihe, links vorbei. Für den Weltfußballer von 2025 war das bereits der dritte Torschuss heute, mehr als jeder andere.

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    Und natürlich wurde auch auf das Schiedsrichterteam eingeredet, warum sich die Ausführung des Strafstoßes fast drei Minuten verzögert hatte, obwohl das Foul kaum klarer hätte sein können. Überprüft wurde offenbar auch der Ballgewinn von Doue, der aber ebenfalls blitzsauber war, auch wenn Hakimi den sterbenden Schwan mimte. Dann rollt der Ball schon wieder.

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    Auch trotz des verschossenen Elfmeters ist das bislang ein extrem dominanter Auftritt der Franzosen. 7:0 Abschlüsse und ein xG-Wert von 1,43 sprechen eine klare Sprache, das Team von Didier Deschamps ist hier das überlegene Team, während Ouahbis Mannschaft ohne Starstürmer Ismael Saibari bisher in der gegnerischen Hälfte kaum stattfindet. Auch beim Ballbesitz hat Frankreich mit knapp 60 Prozent klar die Nase vorn.

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    Dann ist Trinkpause in Boston.

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    Und Mbappe verschießt nach der ewigen Warterei! Unplatzierter Schuss flach aufs rechte Eck, auch viel zu wenig Druck dahinter. Bounou hat das Eck und begräbt den Ball sicher unter sich. Ganz schwacher Schuss!

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    Video-Schiedsrichterin Tatiana Guzman prüft den Elfmeter auf Herz und Nieren. Warum genau, das kann niemand sagen. Aber auch sie findet nichts zu beanstanden, der Elfmeter bleibt bestehen.

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    Elfmeter für Frankreich! Marokko ist auf der rechten Seite selbst im Angriff, Doue gewinnt aber den Ball gegen Hakimi nach einem technischen Fehler des Außenverteidigers. Und dann geht die Post ab. Olise treibt an, schickt Mbappe dann über die linke Halbspur in den Strafraum. Mbappe verzögert einmal kurz, Übersteiger und links vorbei an Mazraoui, der runter geht zur Grätsche und den Angreifer trifft. Klare Sache!

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    An den Eckball schließt die erste Phase an, in der es mal temporeich hin und her geht. Erst kontert Frankreich nach tiefem Ballgewinn, Dembele läuft sich aber im Dribbling fest, im Gegenzug wird Talbi auf der linken Seite auf die Reise geschickt, kommt im Eins gegen Eins aber nicht an Upamecano vorbei.

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    Den Standard führt Olise kurz aus auf Dembele, der mit dem rechten Fuß ins Zentrum flankt. Am Torraum schraubt sich Rabiot hoch, kann seinen Kopfball aus sechs Metern in Rückenlage aber nicht auf den Kasten drücken.

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    Dembele steckt vom rechten Strafraumeck durch in den Lauf von Kone, dessen Hereingabe von der Grundlinie zur Ecke geblockt wird.

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    Es bleibt dabei, Abschlüsse gibt es in dieser Anfangsphase nur auf Seiten der Franzosen! Olise taucht mal am rechten Flügel auf, fühlt sich ja auch dort ganz wohl. Mit einem schnellen Antritt dribbelt der Top-Vorlagengeber nach innen, spielt dann scharf auf Mbappe, der mit dem zweiten Kontakt nach links auf Doue weiterleitet. Der hat mal etwas Platz und bringt seine Flanke an den zweiten Pfosten, wo Dembele seinen Kopfball aus sieben Metern aber recht deutlich am linken Eck vorbei drückt.

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    Allgemein sind die Löwen vom Atlas mittlerweile aber etwas besser im Spiel angekommen, halten die Partie optisch nahezu ausgeglichen und lassen Frankreich nicht mehr zu schnellen, einfachen Abschlüssen kommen. Im Spiel nach vorne kommt ohne Saibari bislang aber noch wenig bis nichts.

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    Mutig! Bounou wird im Spielaufbau angespielt, die erste Idee für den Pass zu einem Mitspieler wird von Mbappe zugestellt, also schlägt Marokkos Schlussmann einen Haken - während ihn Dembele bereits anläuft. Im letzten Moment bekommt Bounou den Ball noch zu Mazraoui gespielt, das hätte sonst böse ins Auge gehen können.

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    Dann lädt Saliba die Marokkaner mit einem katastrophalen Fehlpass in der gegnerischen Hälfte ein. Brahim Diaz marschiert durchs Zentrum auf und davon, wird aber von Kone verfolgt und kurz vor dem Strafraum erfolgreich gestellt. Dass sich der Spielmacher Marokkos dann auf den Boden wirft und ein Foul simuliert, ist eher kläglich.

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    Frankreich ist wesentlich zielstrebiger. Vor allem über die linke Seite kommt der Weltmeister von 2018 in der Anfangsphase immer wieder schnell nach vorne, dieses Mal sucht Desire Doue den Abschluss aus 20 Metern. Wird aber geblockt.

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    Brahim Diaz versucht, Hakimi mal über die rechte Seite hinter die Kette der Franzosen zu schicken. Doch Saliba ist aufmerksam und kocht den Rechtsverteidiger vor der Grundlinie ab.

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    Marokko wirkt durchaus beeindruckt in den ersten Minuten, sucht nach der Sicherheit und dem Zugang zum Spiel. Das soll nun erstmal über eine längere Ballbesitzphase in der eigenen Abwehrreihe funktionieren.

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    Und auch der Eckball hat es in sich! Kurz ausgespielt, dann kommt die Flanke mit Effet an den zweiten Pfosten. Dort entwischt Upamecano im Rücken von Bouaddi und kommt aus vier Metern zum Kopfball, den Bounou aber nach vorne abwehrt, ehe Diop reaktionsschnell klärt. Guter Auftakt der Equipe Tricolore!

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    Die Elf der Franzosen lässt sich davon aber natürlich nicht beeindrucken und setzt das erste Highlight. Doue zieht am linken Flügel kurz ein paar Schritte ins Zentrum an und spielt dann auf Mbappe. Der Torjäger dreht sich schnell auf und feuert aus halblinken 20 Metern sofort flach aufs kurze Eck, Bounou wehrt zur Ecke ab.

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    Der erste Punkt, nämlich auf den Tribünen, geht in jedem Fall an Marokko. Die Anhänger der Nordafrikaner melden sich sehr lautstark, pfeifen Frankreichs Mannschaft bei Ballbesitz in den ersten Minuten konsequent aus.

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    Dann ertönt der Anpfiff, Marokko stößt an. Das Viertelfinale der WM 2026 ist eröffnet!

    Das komplette Schiedsrichter-Team kommt heute übrigens aus Argentinien und wird von Hauptschiedsrichter Facundo Raul Tello Figueroa, kurz Facundo Tello, angeführt. Manch ein Verschwörungstheoretiker befürchtet dabei bereits, dass die Unparteiischen ein Interesse daran haben könnten, ihrer Nationalmannschaft einen kleinen Dienst zu erweisen, was auf dem Platz hoffentlich widerlegt wird. Fragwürdiger ist eher die Ansetzung von Video-Schiedsrichterin Tatiana Guzman, die schon bei Deutschlands Aus gegen Paraguay eine Rolle spielte und auch nach ihrer Leistung bei Brasilien gegen Norwegen heftige Kritik kassierte.

    Während die Nationalhymnen im "Boston-Stadion" (eigentlich Gillette Stadium) erklingen, können wir noch einen Blick auf Frankreichs Offensive rund um Mbappe (Topscorer mit 6 Toren und 2 Assists), Weltfußballer Ousmane Dembele (4+2) und Bayernstar Michael Olise (0+5) werfen. Les Bleus verzeichneten bislang die meisten Tore (14, wie Argentinien), den dritthöchsten Expected-Goals-Wert (10,65) nach Brasilien und Argentinien sowie die meisten Schüsse auf das gegnerische Tor (39). Marokko (10 Tore, 8,32 xG, 25 Torschüsse), das bei dieser WM bislang selbst mit tollem Offensivfußball zu überzeugen wusste, wird einen Weg finden müssen, um mit seiner Spielweise nicht ins offene Messer zu laufen, aber auch nicht wie Paraguay an den eigenen Strafraum gekettet zu werden.

    Einen weiteren Meilenstein könnte Didier Deschamps aufstellen. Gegen Marokko wird der 57-Jährige sein 25. WM-Spiel als Trainer bestreiten (wie Helmut Schön, Rekord) und könnte dabei als erster Coach überhaupt seinen 20. Sieg feiern. Senegal (3:1), Irak (3:0), Norwegen (4:1), Schweden (3:0) und auch Paraguay (1:0) waren bislang keine Hürde für sein Team, das offenbar nur von Spanien geschlagen werden kann (Nations-League-Halbfinale 2025, EM-Halbfinale 2024).

    Das gilt natürlich auch für Frankreich, das sogar alle fünf bisherigen Partien gewonnen hat. Und ganz nebenbei erstmals seit 2004 acht Pflichtspielsiege in Serie einfahren könnte. Von den jüngsten zwölf Pflichtspielen gewannen Mbappe und Co. elf, ein Unentschieden inklusive. Weiß diese Mannschaft überhaupt noch, wie sich verlieren anfühlt? Mit einem Sieg gegen Marokko würde die Deschamps-Truppe in eine Reihe mit Brasilien und Deutschland aufsteigen: Es wäre Frankreichs dritte WM-Halbfinal-Teilnahme in Folge, nur Brasilien (1994 bis 2002) und Deutschland (1982 bis 1990 und sogar 4 in Folge 2002 bis 2014) erreichten diesen Meilenstein bislang.

    Was also darf dem technischen Afrikameister Mut machen? Da wäre zum Beispiel ein ganz interessanter Fakt über Frankreichs Nationalmannschaft: Die Hälfte ihrer WM-Niederlagen in diesem Jahrhundert kassierten Les Bleus gegen afrikanische Teams (3 von 6, Elfmeterschießen ausgenommen)! Und natürlich ist auch die WM 2026 ein Nachweis dessen, dass Marokko sich vor keinem Gegner verstecken muss. Zum Turnierstart trotzte man Rekordweltmeister Brasilien ein 1:1 ab, im Sechzehntelfinale schickte man die Niederlande nach Hause. Die Nordafrikaner haben in den USA, Mexiko und Kanada noch kein Spiel verloren.

    Vielleicht auch deswegen stellt Marokkos Trainer Ouahbi vor dem Viertelfinale klar, dass man doch bitte erst Bilanz ziehen solle, wenn das Turnier für Marokko beendet ist - und das soll im Idealfall noch nicht heute Abend eintreffen: "Ich mag es nicht, wenn Leute sagen, dass unsere WM bereits ein Erfolg ist". Die Bilanz gegen Frankreich allerdings können wir uns schon heute ansehen: Sechs Mal traf man bislang auf die Equipe Tricolore, nie konnte man gewinnen (4 Niederlagen, 2 Unentschieden).

    Es ist die Neuauflage des WM-Halbfinals von 2022 - und die Nordafrikaner haben noch eine Rechnung offen! Beim letzten Aufeinandertreffen in Katar schalteten Les Bleus die Marokkaner mit 2:0 aus, Theo Hernandez und Randal Kolo Muani 44 Sekunden nach seiner Einwechslung erzielten damals die Treffer, die den Weg ins Endspiel ebneten. Dort unterlag das Deschamps-Team dann aber Argentinien im Elfmeterschießen.

    Den Marokkanern ging die Sache im Achtelfinale gegen Kanada wenige Stunden zuvor etwas leichter von der Hand, mit einem 3:0-Erfolg beendete das Team von Trainer Mohamed Ouahbi die Träume des Co-Gastgebers. Der 49-Jährige muss seine Startelf heute auf zwei Positionen verändern, Anass Salah-Eddine erhält in der Abwehr den Vorzug gegenüber Redouane Halhal und in der Offensive gebührt Chemsdine Talbi die schwierige Aufgabe, Top-Torjäger Ismael Saibari (3 Tore) zu ersetzen. Der Bayern-Neuzugang zog sich im Achtelfinale eine Muskelverletzung zu, Ouahbi bleibt aber optimistisch und sendet dabei auch gleich eine Kampfansage an Frankreich: "Das Spiel heute kommt für ihn zu früh, aber sein Turnier ist deshalb noch nicht beendet".

    Und das ist die Startelf der Marokkaner: Bounou - Hakimi, Diop, Mazraoui, Salah-Eddine - Bouaddi, El Aynaoui - Talbi, Ounahi, El Khannouss - Brahim Diaz.

    Titelfavorit Frankreich biss sich vor fünf Tagen im Achtelfinale an Paraguays Abwehrbollwerk beinahe die Zähne aus, ein verwandelter Foulelfmeter von Kylian Mbappe erlöste die Equipe Tricolore dann aber kurz vor Schluss doch noch (1:0). Im Vergleich dazu tauscht Trainer Didier Deschamps heute einmal: Desire Doue übernimmt den linken Flügel anstelle von PSG-Kollege Bradley Barcola und ergänzt damit Frankreichs Mega-Offensive.

    Viertelfinale calling! Und in Spiel 1 gibt es gleich ein "Bruderduell", Frankreich gegen Marokko. Der Weltmeister von 2018 startet dabei mit folgender Elf (4-2-3-1): Maignan - Kounde, Upamecano, Saliba, Digne - Kone, Rabiot - Dembele, Olise, Doue - Mbappe.

    Herzlich willkommen bei der WM 2026 zum Viertelfinale zwischen Frankreich und Marokko.