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SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

England - Deutschland. EURO 2020 Achtelfinale.

England 2

  • R Sterling ()
  • H Kane ()

Deutschland 0

    Live-Kommentar

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    Stichwort Schweden und Ukraine, die spielen gleich, um 21.00 Uhr steigt das letzte Achtelfinale der EM, danach stehen die besten acht Teams fest. Viel Spaß mit diesem Spiel, von hier war es das - danke und ciao! 

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    Der außergewöhnliche Verlauf der EURO 2020 geht also weiter. Mit Deutschland scheidet nach Portugal und Frankreich der dritte Achtelfinalteilnehmer der Gruppe F aus. Da bekommt der Begriff Todesgruppe nochmal eine ganz neue Bedeutung. England bleibt seinem Minimalismus treu, so lange hinten die Null steht, geht das alles gut. Im Halbfinale wird Schweden oder Ukraine warten, im Halbfinale Dänemark oder Tschechien. Wer so einen Turnierbaum hat kommen sehen, ist der König seiner Kicktipp-Runde.  

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    England feiert die Erlösung im Wembley gegen den Angstgegner. Und Deutschland scheidet zum zweiten Mal in Folge zu einem frühen Zeitpunkt des Turniers aus, was gleichbedeutend ist mit dem Ende der Ära von Trainer Löw. Wobei das Ausscheiden heute gegen England sehr unglücklich war. Im zweiten Durchgang war Deutschland das bessere Team - doch England schoss die Tore. Die entscheidenden Leute hießen Sterling und Einwechselspieler Grealish. Und Müller, der die Hundertprozentige zum 1:1-Ausgleich liegen ließ. 

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    Und das wars, das Spiel ist aus! 

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    Deutschland gibt sich nicht auf, das ist lobenswert. Es wird nur nichts helfen. Es gibt nochmal einen Freistoß in der englischen Hälfte, den hebt Kroos in den Sechzehner, er findet aber nur einen englischen Kopf. 

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    Musiala kommt für Müller. 

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    Goretzka versucht alles, nimmt eine Kerze im Sechzehner per Fallrückzieher und legt damit fast für Havertz unmittelbar vor dem Tor auf, der sich nochmal streckt, aber knapp verpasst. 

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    Vier Minuten Nachspielzeit noch. Dann ist die Ära von Löw als Trainer der deutschen Nationalmannschaft nach 16 Jahren beendet. 

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    Sane mit der Flanke von der linken Seite in die Mitte, Havertz steht da, kommt nicht ran, England klärt, an der Strafraumgrenze verrutscht Goretzka die Volleyabnahme. 

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    Southgate wirft den erfahrenen Henderson zur Ergebnissicherung rein. Rice räumt dafür das Feld. 

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    Außerdem ersetzt Sane Gosens. 

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    Jetzt wird gewechselt. Wird nur auch nicht mehr helfen aus deutscher Sicht. Can kommt bei 0:2-Rückstand drei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit zu seinen ersten EM-Minuten in diesem Turnier. Das ist eine undankbare Aufgabe. Ginter geht runter. 

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    Vorlage Jack Grealish

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    Toooooor! ENGLAND - Deutschland 2:0. Deutschland befindet sich immer noch in Schockstarre. Und das nutzt England kaltschnäuzig für die Entscheidung: Shaw mit dem energischen Ballgewinn im Mittelfeld, danach treibt er den Ball nach vorne, Hummels rückt raus, Shaw legt im richtigen Moment links raus zu Grealish. Dessen halbhohe Flanke köpft Kane ins Netz. 

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    Wann wechselt Löw? Die Großchance von Müller lässt einen Sturmlauf erahnen, aber dem ist nicht so. Das war ein individueller Fehler von Sterling, der das ermöglichte, nicht mehr, nicht weniger. Zehn Minuten seit dem Rückstand sind schon die Themse runtergeflossen, ohne dass was passiert ist. 

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    Auweia, Müller und EM und Toreschießen. Die Geschichte geht weiter. Sterling mit einem Rückpass im Mittelfeld, der elendig verhungert. In die Beine von Havertz. Der schickt Müller wunderbar auf die Reise, der ist frei durch, schießt aber schon aus 16 Metern, weil die schnellen englischen Verteidiger ihn langsam einholen. Und schiebt die Kugel links am Tor vorbei. An der Mittellinie geht Sterling auf die Knie und dankt dem Fußballgott. 

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    Und sofort ist das bis eben vor sich hin dösende Wembley wieder voll da. Sterling schießt auch das dritte Tor für England in diesem Turnier. Wenn am Ende auch zum vierten Mal hinten die Null steht, reicht es fürs Viertelfinale. 

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    Doch den schiebt Müller in die Mauer. So lasset das Anrennen beginnen. 

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    Die Chance für Deutschland, schnell zu antworten: Kimmich will am Strafraum einen hohen Ball empfangen, Maguire rennt ihm in die Hacken, sieht dafür Gelb und verursacht den Freistoß in wunderbarer Position. 

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    Tooooor! ENGLAND - Deutschland 1:0. Und mitten rein in diese Tristesse trifft Sterling Deutschland mitten ins Herz. Es ist der beste Angriff des Spiels: Sterling zieht 40 Meter vor dem Tor auf, findet Kane an der Strafraumgrenze, der lässt klatschen auf Grealish, der legt links raus zu Shaw. Sterling ist voll durchgestartet, steht jetzt frei vor Neuer. Und schiebt Shaws perfekte Vorlage aus Nahdistanz sicher ein. 

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    Vorlage Luke Shaw

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    Der nächste sitzt auf dem Hosenboden, Trippier wartet auf seine Behandlung, die Muskulatur macht dicht. Hier geht gerade nichts mehr auf dem Feld, das ist etwas schade. Wobei England dafür mit einer fahrigen Leistung eine höhere Verantwortung trägt als Deutschland.

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    Umso unnötiger ist dieses Foul von Gosens gegen Trippier links an der Außenlinie. Mit der Fußspitze trifft er Trippier da am Fuß. Das reicht Makkelie für die Verwarnung, auf wenn es Gosens' erstes Foul im Spiel ist. 

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    Mittlerweile ist genug Zeit im zweiten Durchgang vergangen, um bilanzieren und sagen zu können: Das Spiel hat in der Halbzeit deutlich an Energie eingebüßt. Der Spielfluss ist immer wieder unterbrochen, das Tempo ist gesunken. 

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    Bei England geht der junge Saka vom Feld und wird durch Grealish ersetzt, der Sterlings Treffer gegen Tschechien vorbereitet hat. 

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    Jetzt kommen die geforderten Wechsel. Werner hat seine Aufgabe in der Spitze mit seinem Tempo und seinem Engagement gut erfüllt, wenn der Torerfolg auch ausblieb. Jetzt kommt Gnabry ins Spiel, den er in der Startelf just ersetzte. 

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    Schon gegen Tschechien hat England im zweiten Durchgang auf ganzer Linie enttäuscht, keinen einzigen Torschuss mehr abgegeben. Mit dem kleinen, aber bedeutenden Unterschied, 1:0 in Führung gelegen zu haben. 

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    Saka lässt sich den Ball von Müller wegmüllern und zerrt dann vergeblich an Türsteher Rüdiger rum, begeht das Offensivfoul, schimpft, auch andere englische Arme und Schultern gehen hoch. England wirkt mehr und mehr unzufrieden. 

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    Pickford mit dem langen Ball seitlich ins Aus. Und Deutschland lässt den Ball zirkulieren, schiebt sich auch nach wie vor gut nach vorne, lässt den letzten Zug zum Tor aber vermissen. Vielleicht wird es langsam Zeit für Wechsel. Da sitzen schließlich nochmal zwei hochklassige Nationalmannschaften auf den Bänken. 

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    Von England kommt offensiv noch nicht viel im zweiten Durchgang. Trippiers Halbfeldflanke köpft Rüdiger entschlossen weg, Sterlings ähnliche Hereingabe von der anderen Seite pflückt sich Neuer weg. Und Standardsituationen kann die DFB-Elf bislang erfolgreich vermeiden. Das Spiel hat nicht mehr ganz diese Brisanz, die es im ersten Durchgang ausgezeichnet hat. Das muss aber gar nichts heißen. 

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    Die nächste Verletzungsunterbrechung, Saka hat sich bei einem Tempolauf vertreten, Ginter hatte zudem mit einer guten Grätsche die Füße im Spiel. Aber auch Saka, der jüngste Mann auf dem Feld, bis Musiala gleich bestimmt kommt, kann weitermachen. 

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    Auf der einen Seite bricht Sterling durch, Müller gewinnt dann aber den entscheidenden Zweikampf an der Strafraumgrenze. Und auf der anderen Seite fahren Havertz und Werner zu zweit nach Rüdigers Klärungsaktion den Konter gegen sechs Engländer. Ein schwieriges Unterfangen, doch Havertz bekommt den Ball tatsächlich zu Werner rübergelegt und Stones muss links im Strafraum in höchster Not retten. Der folgende Eckball verpufft. 

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    Das Spiel ruht, Kane ist nach einem Zusammenprall mit Hummels angeschlagen und muss behandelt werden. Das dauert gut zwei Minuten, Englands Kapitän kommt aber zurück. 

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    Nächstes Beispiel ist die Flanke von Kimmich von der rechten Seite nach der Seitenverlagerung von Kroos aus dem Zentrum. Aus der macht Gosens im Zentrum per Kopf zwar nur eine Kerze, die dann Pickford wegboxt. Aber Deutschland schiebt sich wie geschildert mit diesen Ballbesitzphasen regelmäßig in Tornähe. 

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    Deutschland ist besser aus der Kabine gekommen, kontrolliert in diesem Moment das Spiel, lässt England nicht an den Ball. Und agiert wesentlich ruhiger und unaufgeregter als im ersten Durchgang, wenn auch das bedeutet, dass es nicht immer im Eiltempo nach vorne geht. So lange es aber nach vorne geht, und das tut es, ist das überhaupt nicht schlimm. 

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    Da wurde es kurz mal still im riesigen Wembley. Das war ein eindrucksvoller Abschluss von Havertz. Aber genauso beendruckend war die Parade von Pickford. Da haben wir noch bemängelt, dass uns die großen Szenen fehlen, und dann sowas. 

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    Deutschland übernimmt und schiebt sich mit einer langen Ballbesitzphase nach vorne. Das geht soweit, bis Kimmich den Ball zu Müller in den Strafraum tippt. Der lässt auf Kroos klatschen, der kommt nicht zum Abschluss, spitzelt aber auf links zu Gosens weiter. Dessen Flanke landet über einen kurzen Umweg auf dem Fuß von Havertz. Der holt weit aus, schließt mit dem ersten Kontakt aus der Luft ab - und scheitert an einer mächtigen Parade von Pickford, der die Kugel großartig über die Latte lenkt. Eine Szene zum Einrahmen. 

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    Mit unveränderten Formationen geht es in den zweiten Durchgang. 

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    Halbzeit! 

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    Alles rechnet mit dem Halbzeitpfiff, da brennt es im deutschen Sechzehner nochmal lichterloh. Müller mit einem viel zu müden Rückpass, den Sterling abfängt. Sterling geht mit Druck auf die letzte Abwehrkette, Ginter und der hinterher sprintende Müller retten, aber der Ball springt von der Strafraumgrenze links zu Kane in den Strafraum. Der will mit dem ersten Kontakt fünf Meter vor dem Tor Neuer umkurven, dabei verspringt ihm der Ball etwas - und Hummels kann mit einer waghalsigen Grätsche noch retten. 

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    Fieses Foul von Phillips, der mit offener Sohle gegen Kroos den Fuß drüberhält und nur mit Glück sein Sprunggelenk verfehlt, Kroos bleibt so halbwegs stabil im Fuß. Gelb ist das Mindeste. Wenn Makkelie da Rot zeigt, meldet sich der VAR vermutlich genauso wenig. 

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    Und beinahe übertölpeln Trippier und Kane die deutsche Hintermannschaft. Ansatzlos, also wortwörtlich aus dem Stand, löffelt Trippier den Ball gen Elfmeterpunkt. Hummels ist aber aufmerksam und hält gerade noch so die Rübe rein. Der Rest steht noch am Strafraumrand und wartet, dass Trippier Anlauf nimmt. 

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    Kapitän Kane, bislang so unsichtbar wie schon das ganze Turnier, jetzt mal mit seiner ersten Aktion. Leicht links vor dem Tor dreht er sich um Goretzka herum und zieht den Sprint an, wird dann von Goretzka umgegrätscht. Der Ball ruht rund 25 Meter vor dem Tor. 

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    Die Idee mit Werner in der Spitze und der damit einhergehende Verzicht auf Gnabry ist derweil deutlich zu erkennen. Immer wieder wird Werner mit Steilpässen in die Tiefe gesucht, mal flach, mal hoch. Und Werner hetzt dann hinterher. Bei seiner Torchance, die Pickford vereitelt hat, hat das ganz gut geklappt. Die anderen Versuche sind bislang noch in irgendeiner Instanz hängen geblieben. 

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    Auch die Werte sind ausgeglichen. Beide Teams mit drei Torschüssen, die Zweikampfquote fast ausgeglichen, der Ballbesitz wiegt in Phasen hin und her. Selbst die Passquote liegt mit 87 Prozent gleichauf. Es könnte ein langes Spiel werden. 

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    Es ist ein schwer zu greifendes Spiel. Immer wenn der Eindruck erweckt wird, ein Team ist am Drücker, dreht sich der Wind. Vorhersagen? Unmöglich. Vielleicht so viel: Das 0:0 geht bis hierhin in Ordnung. 

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    Und weiter das DFB-Team: Ginter köpft einen Abschlag von Pickford in den Fuß von Goretzka, der nimmt schnell Havertz mit, der wiederum mit einem feinen Steilpass Werner links in den Strafraum schickt. Der Winkel ist spitz, Stones stört, Pickford hält gut. Aber das war trotzdem die beste Chance des Spiels, die Werner da vergibt. 

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    Guter Angrifff der deutschen Mannschaft. Das geht flüssig und passsicher von hinten raus. Bis Müller aus dem Zentrum in den rechten Halbraum zu Havertz legt, der weiter zu Kimmich, der zieht an der Strafraumlinie kurz nach innen und bringt die Flanke an den zweiten Pfosten, wo Gosens den Kopfball haarscharf verpasst. 

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    Zumal Deutschland die Bälle zu schnell verliert. Und dann zusehen muss, wie England mehr Spielanteile sammelt, als das vor Beginn zu erahnen war. Das Spiel ist mittlerweile komplett gekippt. 

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    Aber England jetzt im Belagerungsmodus. Nach dem geklärten Eckball kommt der zweite Ball zu Phillips, der ihn nochmal rechts raus legt zu Trippier, der diesmal mit seiner Flanke den Kopf von Maguire findet. Doch der Verteidiger kann seinen Kopfball abermals nicht aufs Tor ziehen. Aber wie lange diese Dauerhektik rund um Neuers Fünfer gutgeht, ist fraglich. 

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    Die nächste Flanke segelt also von der linken Seite, nahe der Außenbahn, in den Sechzehner, Trippier zieht sie von dort auf den ersten Pfosten, wo Kimmich zur Ecke klärt. Und die köpft Hummels raus. 

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    Harte Gelbe Karte gegen Ginter für einen Trikotzupfer gegen Shaw. Die zeigt nicht jeder. Aber es wird immer wieder deutlich, dass es England darauf anlegt, Standardsituationen in Tornähe zu erkämpfen. 

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    Vielleicht jetzt, denn Goretzka verursacht mit dem langen Bein gegen Saka den nächsten Standard. Den zieht Shaw auf den zweiten Pfosten, wo der baumlange Maguire nochmal ins Zentrum köpft. Dort kann Kimmich aber klären. 

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    Das Publikum ist auch voll da, die Hymne erklingt im englischen Nationalstadion, jeder Vorstoß der schnellen Saka oder Sterling wird gepusht. Ganz klar, es knistert. Und es liegt Spannung in der Luft, wenn auch die dicken Torchancen noch fehlen.  

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    Die Three Lions sind jetzt besser im Spiel. Das beweisen neben den beiden Torschüssen auch ein Ballgewinn gegen Müller und ein gutes Zulaufen von Werner, der Müllers Pass so nicht erreichen kann. Nach dem guten Start der DFB-Elf ist es jetzt ein ausgeglichenes Duell. 

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    Die zweite folgt sogleich, wenn sie auch nur als Halbchance eingehen wird. Denn der nachgehende Eckball landet am Elfmeterpunkt zwar auf der Birne von Maguire, der aber köpft genau in Neuers Arme. 

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    Starker Schuss von Sterling, der im halblinken Raum angespielt wird, mit kurzen, dynamischen Schritten nach innen zieht, an Havertz vorbei, und wuchtig abschließt. Neuer fliegt und wehrt den Ball per Hechtsprung mit beiden Armen zur Ecke ab. Gute Aktion von Stürmer wie Keeper und die erste Torchance der Partie! 

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    Jetzt geht es aber gut, Deutschland übersteht die Freistoßflanke ohne Torabschluss. Und England muss von ganz weit hinten neu aufbauen. 

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    Ein später Pfiff, aber ein Pfiff. Saka legt sich den Ball an Rüdiger vorbei und läuft dann auf die Hüfte von Rüdiger auf, der sie aber auch deutlich rausschiebt, deswegen geht der Pfiff in Ordnung. Zu viele solcher Standardsituationen, jetzt ganz nah rechts an der Eckfahne, sollte Deutschland nicht zulassen. Bei der WM 2018 waren sie ein Hauptgrund dafür, dass England guter Vierter geworden ist. 

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    England hat nicht nur die Unsicherheit in den Knochen, England wackelt gewaltig. Da geht viel Ehrfurcht mit. Die Bälle in die Tiefe aus der Abwehrkette sind furchtbar, die fängt Deutschland reihenweise ab. Und das zaghafte Pressing in des Gegners Hälfte wirkt wenig abgestimmt. 

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    Die Freistoßposition ist natürlich trotzdem Sonderklasse. Der Ball ruht fast haargenau an der Strafraumlinie, einen Ticken rechts vom Tor versetzt. Havertz macht es nach kurzer Variante - und bleibt ausgerechnet an Übeltäter Rice hängen. 

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    Gelb gegen Rice fürs Trikotziehen gegen Goretzka, der nach einem Steilpass von Müller durch ein völlig offenes englisches Zentrum durch ist. Und da hat Rice richtig viel Glück, dass Walker noch einen Meter neben ihm steht. Sonst wäre das die Notbremse gewesen. 

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    England hat noch die Unsicherheit in den Beinen, kommt bei eigenem Ballbesitz nicht über die Mittellinie hinaus. Im Gegenteil, da waren jetzt schon zwei, drei Ballverluste dabei, die mal teuer werden könnten. Deutschland erwischt klar den besseren Start. 

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    Und der erste Torschuss folgt auch sogleich. Goretzka schießt aus gut 30 Metern zentraler Position. Pickford packt sicher zu. Atmosphäre, Tempo und Intensität geben Versprechen ab. 

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    Zwei schnelle Standards für beide Teams innerhalb der ersten Minuten. Den Halbfeldfreistoß von England kann Kroos noch vor dem Strafraumeingang wegköpfen. Bei der Ecke für Deutschland von der linken Seite kommt Ginter nicht ganz ran. 

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    Bis zu 45.000 Zuschauer heute im Wembley, die UEFA-Pistole auf der Brust der englischen Regierung war geladen. Das finden nicht alle gut. Wenn man es aber sieht und hört, stimmt jeder zu: Es wird höchste Zeit, dass das endlich wieder Normalität statt Streitthema wird. 

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    Los geht's, das Spiel läuft. Makkelie aus der Niederlande leitet es. Beide Teams haben wie angekündigt vor Anpfiff kurz gekniet. 

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    Spannend wird es heute, ob bei einem Team der Knoten platzt, eine Mannschaft überzeugend weiterzieht. Oder sehen wir den 1:0-Siegtreffer in der 119. Minute per Eigentor (zählt die noch einer mit?)? Vielleicht schaffen es aber ja auch beide Teams, ihr Potenzial auf den Rasen zu bringen. Dann würden sich die Spektakel-Spiele von gestern einfach fortführen. Keine Einwände an dieser Stelle. 

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    Wenn wir über mäßige Leistungen sprechen, kommen wir auch nicht am deutschen Nationalteam vorbei. Da steht zwar immerhin das tolle 4:2 gegen Portugal. Das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass der Einzug ins Achtelfinale mit dem 2:2 gegen Außenseiter Ungarn am Rande der Peinlichkeit war. Auch Deutschland murkst sich bislang mehr durchs Turnier. 

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    Stichwort Southgate, der bringt seine ganz persönliche Geschichte mit ins Spiel, verschoss er doch 1996 im EM-Halbfinale gegen Deutschland den entscheidenden Elfmeter. Ein bisschen Pathos schadet nie: 25 Jahre später hat Southgate die Chance, seinen Fehlschuss von damals wieder gutzumachen. Und so bringen beide Trainer heute ihre Schicksale mit. Bei Löw steht schließlich mit jedem Spiel im Raum, dass es nach 16 Jahren sein letztes als DFB-Coach sein könnte. 

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    England ging mit sieben Punkten, ohne Gegentor und als Gruppenerster durch seine Gruppe. Und steht in der Heimat trotzdem in der Kritik. Denn die Bilanz ist trügerisch. Letztlich waren zwei Sterling-Tore in drei wenig überzeugenden Spielen ausschlaggebend. Zu wenig Glanz für zu viel Talent, zu viel Gekrücke für zu viel Hochgeschwindigkeitsfußballer. Trainer Southgate steht unter Druck. Eine Heimniederlage gegen eine kaum mächtige DFB-Elf könnte den Job gefährden. 

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    Nach diesem irrwitzigen Achtelfinal-Tag gestern, was hält die EURO 2020 heute für uns bereit? Ein Duell, auf dem Tradition mit Großbuchstaben draufsteht: England, Deutschland, Wembley, da werden generationsübergreifend Erinnerungen wach. Insgesamt spielt die DFB-Elf zum 13. Mal im englischen Nationalstadion - und ist seit sieben Partien hier ungeschlagen (5 Siege, 2 Unentschieden). 

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    Dass Bundestrainer Löw vorne wieder Müller aufstellt für Sane, war kein großes Geheimnis. Auch dass Goretzka den angeschlagenen Gündogan, der im Kader steht, ersetzt, ließ sich erahnen. Mit Werner für Gnabry in der offensiven Dreierreihe hält Deutschlands Startelf aber eine Überraschung bereit. Drei Änderungen also im Vergleich zum 2:2 gegen Ungarn. 

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    Das ist die Elf, die Deutschland auf den Rasen schickt: Neuer - Kimmich, Ginter, Hummels, Rüdiger, Gosens - Goretzka, Kroos - Havertz, Werner, Müller. 

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    Trainer Southgate nimmt im Vergleich zum 1:0-Sieg im abschließenden Gruppenspiel gegen Tschechien eine Änderung vor: Grealish, immerhin Vorlagengeber des 1:0 durch Sterling im letzten Spiel, rückt raus, Trippier erhält dafür den Vorzug. Mount steht nach seiner Quarantäne wieder im Kader - Chilwell ist nicht dabei. 

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    England beginnt mit dieser Startelf: Pickford - Trippier, Walker, Stones, Maguire, Shaw - Phillips, Rice - Saka, Kane, Sterling. 

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    Herzlich willkommen zum Achtelfinale der Europameisterschaft 2020 zwischen England und Deutschland.