Belgien - Ägypten; Fußball WM Gruppe G

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Belgien - Ägypten. Fußball WM Gruppe G.

CenturyLink FieldZuschauer66.775.

Belgien 1

  • M Hany (66. minute ET)

Ägypten 1

  • E Abdelghany (19. minute)

Live-Kommentar

Das wars an dieser Stelle. Um Mitternacht gehts weiter, wenn Uruguay und Saudi-Arabien ins Turnier starten. Vielen Dank für das Interesse und bis dahin! 

Das Remis zwischen den beiden Topteams öffnet natürlich die Tür für Iran und Neuseeland, die ab 03.00 Uhr das zweite Gruppenspiel dieser Gruppe austragen. Der Sieger hat gute Chancen auf die K.o.-Runde. Am Sonntag geht es dann weiter, wenn Belgien gegen den Iran und Ägypten gegen Neuseeland spielt. 

Und diese Punkteteilung ist leistungsgerecht. Im Verlaufe eines äußerst unterhaltsamen und abwechslungsreichen Spiels hatten beide Teams ihre Momente und Phasen. Ägypten gefiel vor allem im ersten Durchgang, Belgien erspielte sich im zweiten und mit der Einwechslung von Lukaku viele Torchancen. In der Schlussphase ging es turbulent zu, beide Länder spielten auf Sieg. Beiden blieb er verwehrt. 

full_time icon

Schlusspfiff, es bleibt beim 1:1. 

comment icon

Beziehungsweise, gar nicht mal so lang. Der Ball geht kurz und halbhoch in den Strafraum, Mechele hält den Fuß rein, verlängert gefährlich, aber nicht erfolgreich. Der Ball segelt im Bogen übers Tor. 

comment icon

Nochmal ein Freistoß für Belgien auf der rechten Seite, Tielemans legt sich die Kugel zurecht und wird sie lang in den Strafraum schlagen. 

comment icon

Hany verliert den Ball in der eigenen Hälfte, das rächt sich fast. Es dauert nicht lange, bis Lukaku im Sturmzentrum per Querpass gefunden wird. Mit dem Rücken zum Tor kann aber auch er nur nach hinten ausweichen. Und der neue Anlauf über Tielemans und Vanaken verpufft dann. 

comment icon

Und es wird immer hektischer. Es geht hin und her. Struktur liegt hier kaum mehr vor. Beide Teams wollen den Sieg. Und drücken aufs Tempo. 

comment icon

Es gibt fünf Minuten Nachspielzeit. 

substitution icon

Außerdem ist Ibrahim Adel jetzt noch dabei. Fathy geht runter. 

substitution icon

Nochmal zwei Wechsel: Karim Hafez kommt für Fatouh. 

highlight icon

Fast drückt Lukaku dem Spiel seinen Stempel endgültig auf. Raskin schlägt die scharfe Flanke aus dem rechten Halbfeld in den mit vier Belgiern dicht besetzten Strafraum. Aus sieben Metern setzt Lukaku seinen Kopfball erstaunlich deutlich übers Tor. Den lässt ein Spieler seines Formats selten liegen. 

substitution icon

Dasselbe gilt für De Bruyne, der auch ausgepumpt ist. Vanaken ersetzt ihn für die letzten Minuten. 

substitution icon

Die Stars jedoch werden müde. Doku muss runter. Matias Fernandez-Pardo ist neu dabei. 

comment icon

Belgien hat sich mittlerweile ein Chancenplus erspielt. Ägypten ist aber jederzeit der Final Punch zuzutrauen. Wir bekommen die Spannung, die wir uns erhofft haben. Prognosen? Nicht zu treffen. 

highlight icon

De Bruyne hebelt den Ball rein, Shoubeir boxt ihn raus. Halb so wild. Wild wird es nämlich erst danach. Belgien bleibt dran, die Halbfeldflanke kommt von Tielemans von rechts. Mechele köpft frei aus vollem Lauf entgegen die Laufrichtung. Und Shoubeir kratzt den Ball vor der Linie zur Seite weg.  

comment icon

Bei Doku ist aber noch was im Tank. Für den Sprint durchs linke Halbfeld und den Haken nach innen reicht es noch dicke. Hany fährt die Sense aus und verursacht den Freistoß zwei Meter hinter dem linken Strafraumeck. 

comment icon

Auch die Hitze und die direkte Sonneneinstrahlung im dachfreien Seattle Stadium kickt jetzt rein. Die Beine werden schwer. Die Schlussphase läuft. 

comment icon

Das Spiel hat seit der Trinkpause etwas an Fahrt verloren. Auch wenn De Bruyne jetzt mit einem genialen, weil unvorhersehbaren Pass Trossard links im Sechzehner findet. Trossard legt kurz quer zu Lukaku, der wird aus 15 Metern aber geblockt. 

substitution icon

Ziemlich überraschend, auch für ihn selbst, muss außerdem Geburtstagskind Salah schon runter. Hamza Abdelkarim, 18-jähriges Talent des FC Barcelona, spielt jetzt mit. 

substitution icon

Von Ziko war es die letzte Spielaktion. Er geht runter, damit Zizo mitspielen kann. Kleiner, aber feiner Unterschied. 

yellow_card icon

Das Spiel hat keinerlei Intensität eingebüßt. Versinnbildlicht der gerade erst eingewechselte De Cuyper, der gegen Ziko den Ball verliert und ihn dann zu Boden zerren muss. Und dafür die Gelbe Karte sieht. 

comment icon

Oft totgesagt, aber immer noch aktiv und auch mit 34 Jahren macht er heute ein gutes Spiel: Meunier tankt sich auf seiner rechten Seite im Zusammenspiel mit Trossard, der da fein die Hacke nutzt, durch, beim Abschluss fehlt ihm dann aber ein bisschen die Chuzpe. Den schiebt er aus halbrechter Position im Strafraum nur harmlos auf Shoubeir. 

substitution icon

Vom agilen Ashour war im zweiten Durchgang nicht mehr so viel zu sehen. Ramy Rabia ist jetzt neu dabei. Und soll sich als neuer Innenverteidiger wahrscheinlich persönlich um Big Rom kümmern. 

comment icon

10:11 Torschüsse, 0,7:0,7 xGoals, fast ausgeglichene Spielverhältnisse: Das 1:1 spiegelt das Geschehen angemessen wider. Im zweiten Durchgang wurde nochmal ordentlich Fahrt aufgenommen. Das Match wird den hohen Erwartungen absolut gerecht. Und nichts spricht dagegen, dass das nicht bis zur letzten Sekunde so bleibt. 

comment icon

Mitten rein in diese äußerst aufregende Spielphase: eine dreiminütige Trinkpause. 

own_goal icon

Tooor! BELGIEN - Ägypten 1:1. Und das hat dann keine Minute gedauert. 23 Sekunden, um genau zu sein, da erzwingt Lukaku den verdienten Ausgleich. Und das ging recht leicht: Tielemans hebt den Ball mit perfekter Übersicht wunderschön rechts in den Lauf von Meunier. Der nimmt einmal den Kopf hoch und legt sofort quer. Im Zentrum sprintet Lukaku, von den zwei Verteidigern in die Zange genommen, zum Ball. Letztlich ist es Hany, der die Kugel beim Versuch, Lukaku am Abschluss zu hindern, aus drei Metern unglücklich selbst über die eigene Linie drückt.

substitution icon

Zeit für Lukaku. De Ketelaere weicht für den Sturmtank. 

comment icon

Gleichzeitig bleibt aber auch Ägypten jederzeit gefährlich, schaltet jetzt wieder um. Drei direkte Pässe in der eigenen Hälfte, dann geht der Ball von Salah tief zu Marmoush ins linke Halbfeld. Marmoush zieht nach innen, schießt, Ngoy fliegt rein, fälscht ab, Courtois ist geschlagen. Und sieht, wie der Ball knapp am rechten Eck vorbeifliegt. 

highlight icon

Ägypten gerät unter Druck. Doku macht einen Ball im rechten Halbfeld fest, Meunier übernimmt und geht tief, legt zur Mitte an den Elfmeterpunkt. Wo De Bruyne seinen Schuss nicht richtig trifft und direkt auf Shoubeir schickt, der sicher zupackt. 

highlight icon

Belgiens erste Ecke im Spiel kommt von links. Die würden wir uns schenken. Wenn Tielemans nicht einen ausgezeichneten Volley nach der abgewehrten Hereingabe aus 20 Metern abgeben würde. Der war mal richtig anspruchsvoll. Tickt aber nur knapp links am Tor vorbei. 

highlight icon

Hier ist jetzt echt Musik drin. Belgien attackiert, verliert aber den Ball. Und dann fährt der Gegenangriff. Salah und Marmoush kontern, der Ex-Frankfurter schlüpft kurz hinter der Mittellinie durch, scheint auf und davon zu sein. Aber auch Ngoy ist schnell. Der Verteidiger kommt noch in den Zweikampf, kann Marmoush entscheidend beim Abschluss stören. So landet der Ball deutlich über dem Tor. 

substitution icon

Das gilt gleichermaßen für Raskin, der jetzt für Castagne spielt. 

substitution icon

Da hat Belgien Glück, dass die ersten Wechsel nicht bei doppeltem Rückstand vonstattengehen. So kann De Cuyper vielleicht noch was bewirken. Er kommt für Onana ins Spiel. 

highlight icon

Hui, und jetzt lässt Ägypten was liegen. Ziko erläuft einen langen Ball auf der linken Seite und gibt in die Mitte, wo sich Marmoush verheddert. Ziko setzt an der Grundlinie gegen den fahrigen Mechele, der liegen bleibt, aber nach, gewinnt den Ball zurück, wenig später folgt die Flanke von der linken Seite ins unsortierte Zentrum. Dort steigt Salah hoch, köpft einen Aufsetzer aufs Tor, den Courtois nur mit Mühe zur Seite ablenkt. Ashour hat den freien Nachschuss auf dem Fuß. Trifft den Ball aber fürchterlich und schickt ihn ins Seitenaus. 

highlight icon

Das dauert ein bisschen, bis die Mauer steht. Dann läuft De Bruyne an, schießt über das mehrköpfige Hindernis. Und trifft den linken Außenpfosten. Da wäre Shoubeir nicht mehr rangekommen. Pech für Belgien! 

comment icon

Alles für den noch größeren Plan. Eine Zeigerumdrehung später wird wieder Doku gelegt, diesmal von Attia. Diesmal aber nur wenige Meter vor der Strafraumlinie. Und jetzt stellt De Bruyne das Visier scharf. Der Ball liegt halblinks und keine 20 Meter vor dem Tor. 

comment icon

Aber ausgerechnet Lenker und Denker De Bruyne entscheidet sich, den vielversprechenden Freistoß kurz auszuführen. Fünf Sekunden später verzettelt sich der hilflose Trossard im Dribbling. Merkwürdige Entscheidung. Der Ball lag doch gut?! 

comment icon

Auf der anderen Seite ist Doku nicht mit fairen Mitteln von seinem Teamkollegen Marmoush vom Ball zu trennen. Das gibt Freistoß für Belgien - aus 30 Metern Torentfernung und zentraler Position. 

highlight icon

Erst ist nicht viel los, dann kommt Ägypten aber zu einem sehr guten Angriff: Das Spiel wird auf die linke Seite verlagert, wo Ashour mit viel Schwung anläuft. Noch schneller ist nur Attia ohne Ball, hinterläuft, bekommt den Ball und legt quer. In der Mitte verpassen aber sowohl Marmoush als auch Ziko den Abschluss, treffen den Ball nicht sauber. Und bleiben am selben Abwehrmann hängen. 

match_start icon

Keine Wechsel. Weiter gehts. 

Mit einer verdienten Führung geht Ägypten in die Kabinen, die Pharaonen machen einen bissigen und zuversichtlichen Eindruck und gingen durch einen wunderbaren Treffer von Ashour mit dem ersten Torschuss in Führung. Belgien war nicht viel schlechter, hatte aber größere Probleme, echte Chancen herauszuspielen und konnte diese vor allem nicht so effektiv nutzen wie der Gegner. Trotzdem ist hier noch alles drin. 

half_time icon

Nochmal zwei Ecken, bei der zweiten unterläuft Courtois die Flanke böse und hat Glück, dass Lasheen dahinter die Kugel nicht reindrücken kann. Dann gehts in die Pause.  

comment icon

Auch auf der anderen Seite wird es nochmal brenzlig. Marmoush lauert auf den viel zu kurz geratenen Kopfball von Ngoy, der da schwer patzt und Glück hat, dass der Winkel für Marmoush spitz ist. Frei vor Courtois versucht er es fast von der Grundlinie, scheitert aber an der Fußabwehr des langjährigen Real-Keepers.  

highlight icon

Oh, durchaus. Und zwar per Einwurf. Von der linken Seite wird die Kugel in den Strafraum geschleudert, mehr zufällig gelangt De Ketelaere dran, mit dem Rücken zum Tor legt er ab für Doku. Der schickt seinen saftigen Abschluss aus elf Metern übers Tor. 

comment icon

Ob die vierminütige Nachspielzeit daran nochmal was ändert? 

comment icon

Und Belgien macht gerade nicht den Eindruck, als könnte noch vor der Pause ein Ruck durchs Team gehen. Vielmehr schafft es Ägypten gerade, das Spiel zu verzögern und ins Mittelfeld zu verlagern. Ein Tor liegt wahrlich nicht mehr in der Luft. 

comment icon

Für Ägypten will Salah im Umschaltspiel den Turbo zünden, bleibt aber 40 Meter vor dem gegnerischen Tor hängen. Trotzdem darf Afrikas Rekordchampion zufrieden sein. Wenn es mit dem 1:0 in die Pause geht, läuft vieles wie geplant. 

comment icon

Belgien bleibt dran, will es erzwingen, Meunier flankt, abgewehrt, Trossard, wieder Trossard, schießt, abgeblockt. Das ist ganz schön verkrampft. 

comment icon

Belgien gewinnt in der gegnerischen Hälfte den Ball, macht dann aber viel zu wenig draus. Erst haben weder Trossard noch Onana am Strafraum die zündende Idee, wie im Handball läuft der Ball also weiter durch die Reihen. Bis Doku rechts im Strafraum für Trossard ablegt, doch der senst astrein über den Ball. 

comment icon

Tielemans hat Glück, dass er nicht die vierte Gelbe sieht, steigt da dem grätschenden Fathy schmerzhaft auf den Knöchel, nachdem ihm selbst der Ball versprungen war. Fathy braucht einen Moment, kann aber ohne Behandlung weitermachen. 

yellow_card icon

Es bleibt ruppig. Fatouh sieht die dritte Gelbe im Spiel für sein Foul gegen Doku. 

highlight icon

Ganz anders Ägypten. Ziko trifft fast mit dem zweiten Schuss zum zweiten Mal für die Pharaonen. Salah verlagert aus dem Zentrum heraus nach halbrechts zu Attia, der spielt weiter zu Ziko und der fackelt trotz ungünstiger Position und auf Castagne zudribbelnd gar nicht erst lang, schießt direkt flach gen langes Eck. Courtois fährt die Pranke aus und pariert klasse. 

comment icon

Belgien ist also bemüht, die Antwort auf den Rückstand zu finden. Beißt sich aber gerade etwas die Zähne aus. Und kommt zu keinen klaren Abschlüssen. 

comment icon

Ein Schuss von De Bruyne, der kommt gefährlich, können wir aber unter den Teppich kehren, zuvor ertönte der Foulpfiff für ein belgisches Vergehen im gegnerischen Sechzehner. Wenig später flankt Castagne von der linken Seite, Tielemans versucht es per Tiefflieger, bekommt aber keinen sauberen Kopfball hin. 

comment icon

Das könnte sich hier zu einem echten Schlagabtausch entwickeln. Belgien lehnt sich jetzt gegen den Rückschlag auf, drängt in die gegnerische Hälfte. De Bruyne will den Ball rechts zu Meunier heben, Ashour ist auch hinten aufmerksam und unterbindet den Flugball. 

comment icon

Auf dem Weg zur Trinkflasche animiert Marmoush das Publikum nochmal gestenreich, die Pharaonen wirken jetzt wie angeknipst. Belgien versucht derweil die Ruhe zu bewahren. Und holt sich neue Anweisungen von Coach Garcia ab. 

comment icon

Belgien kommt nach Wiederanpfiff ganz kurz auf, dann ist der Ball aber weg, das Spiel unterbrochen. Und Referee Abatti bittet zur Trinkpause. 

comment icon

Was für ein Traumstart für Ägypten, da wird die Brust breit. Zumal das ein echt schönes Tor war. Gibt nichts Besseres als Effektivität in einem engen und ausgeglichenen Spiel. 

goal icon

Toooor! Belgien - ÄGYPTEN 0:1. Erster Schuss, erster Treffer: Ägypten legt vor, und zwar eindrucksvoll! Über die rechte Seite geht es nach vorne und dann nach innen, Salah spielt den entscheidenden Pass zentral vor den Strafraum zu Ashour, den Meunier aus den Augen verliert. Meunier ist dann auch viel zu spät, um den Fernschuss zu verhindern, den sich Ashour mit seinem ersten Kontakt wunderbar vorgelegt hat. Und der sitzt dann wuchtig und präzise im linken Eck. 

comment icon

Vorlage Mohamed Salah Hamed Mahrous Ghaly

comment icon

Das geht bisweilen recht rau zu, das Spiel ist umkämpft. Abatti hätte jetzt theoretisch die Möglichkeit, schon die dritte Gelbe innerhalb kurzer Zeit zu zeigen, entscheidet sich aber dagegen. Gibt nicht mal das Foul. Doku, der von Hany von hinten ganz schön umgegrätscht wurde, kann das nicht wirklich nachvollziehen. Da hat der Schiedsrichter fälschlicherweise wohl eine Ballberührung des Verteidigers erkannt. 

yellow_card icon

Heißt allerdings auch, dass Castagne jetzt ebenso schon Gelb sehen muss. Sein Foul gegen Salah war nicht weniger taktisch geprägt als das von Attia eben, wenn es auch weniger hart war. 

yellow_card icon

Frühe Gelbe Karte für Attia, der im Mittelfeld gegen den durchbrechenden Onana hinlangt und nur darauf aus ist, den Gegner zu stoppen. 

comment icon

Aber mit steigender Ballsicherheit wird Ägypten zuversichtlicher und mutiger, kann sich die ersten Male in die gegnerische Hälfte spielen, wenn auch kein Torschuss dabei herausspringt. Und den ersten Eckball für Belgien gibt es auch nicht: De Ketelaere war im Laufduell mit Yasser Ibrahim deutlich zuletzt am Ball, also korrigiert der VAR die Entscheidung auf dem Feld schnell. 

comment icon

Da war die frühe Führung durchaus drin, das war echt knapp. Belgien startet also gefährlicher, während Ägypten sich auf viel Ball- und Spielkontrolle besinnt. Die Pharaonen kommen dabei aber noch nicht ins Tempo. 

highlight icon

Schönes Zusammenspiel zwischen De Bruyne und Trossard im rechten Halbfeld, daraus springt der erste geblockte Fernschuss heraus. Belgien bleibt aber dran, zurrt den Gegner an dessen Strafraum fest. Und jetzt schießt De Bruyne aus 18 Metern selbst, aber wesentlich gefährlicher. Der Ball tickt nur knapp am linken Pfosten vorbei. 

comment icon

Doku gibt die erste Kostprobe seiner Dribbelkunst ab, verschachtelt sich eben nicht gegen zwei Gegner kurz hinter der Mittellinie, sondern wuselt sich durch und bekommt den Ball zu Onana geschoben. Der verliert ihn dann aber postwendend, was Doku etwas entnervt zurücklässt. All die Arbeit, vergebens. Aber alles noch halb so wild. 

comment icon

Am 34. Geburtstag von Salah können wir ein ausgeglichenes, offenes, bestimmt auch spannendes Spiel erwarten. Beide Teams wollen in die K.o.-Runde einziehen. Iran und Neuseeland, die anderen Gruppengegner, sind mehr Außenseiter als Belgien und Ägypten. Umso interessanter, dass es gleich zu Beginn zum direkten Duell kommt. 

match_start icon

Los gehts! 

Ramon Abatti hat die Teams im sonnigen Seattle Stadium auf den Rasen geführt, die Hymnen erklingen vor 69.000 Fans. Gewöhnlich sind die Super-Bowl-Champions der Seattle Seahawks hier beheimatet. 

Hassan setzt wie sein Vorgänger Rui Vitoria auf seinen Nachfolger: Natürlich dreht sich bei Ägypten immer noch alles um Mohamed Salah, der in Nordafrika mehr ist als nur ein Fußballsuperstar. Zwei Tore fehlen dem langjährigen Liverpool-Profi, dessen Zukunft nach der WM ungeklärt ist, noch, dann hat er mit seinem Trainer aufgeschlossen und darf sich erfolgreichster Torschütze seines Landes nennen. Unter anderem der Ex-Frankfurter Omar Marmoush und Außenstürmer Trezeguet sollen dabei helfen, dass diese Marke so schnell wie möglich erreicht wird.

Ägypten marschierte mit viel Frust im Bauch durch die WM-Quali und buchte sein Ticket nach der verpassten Endrunde 2022 in Katar diesmal ungeschlagen und mit der tollen Bilanz von 26 Punkten und 20:2 Toren aus zehn Spielen. Rekordtorschütze Hossam Hassan hat die Pharaonen wieder zu einem afrikanischen Spitzenteam geformt.

Fest steht aber nur eins: Ein Geheimfavorit, wie zwischen 2010 und 2020, ist Belgien bei weitem nicht mehr. Vielmehr fällt es schon schwer, im ersten Spiel die Favoritenrolle auf dem Papier zu klären. Der Gegner hat es schließlich gleich mal in sich und hegt seine ganz eigenen Ambitionen. 

Dafür zeichnet mit Rudi Garcia ein Trainer verantwortlich, der im Vereinsleben schon viel erlebt hat: Als Trainer der Topteams Lille, Marseille, Lyon, Roma und Neapel ist der 62-jährige Franzose gut rumgekommen, als Nationaltrainer macht er nun seit einem Jahr seine ersten Schritte. Er folgte auf Domenico Tedesco, der mit seinen (Torwart)Nominierungen mehr Lärm verursachte, als dass er wirklich Erfolg einfuhr und nur 24 Spiele im Amt blieb. Mit Garcia kam wieder mehr Routine rein: Die WM-Quali ging mit fünf Siegen und drei Remis verhältnismäßig geräuschlos vonstatten.

Lukaku, de Bruyne und Courtois sind also immer noch dabei, sie alle hatten im vergangenen Jahr aber mit langwierigen Verletzungen zu kämpfen und blicken auf enttäuschende Spielzeiten zurück. Mit Thomas Meunier, Axel Witsel oder Hans Vanaken gibt es eine ganze Reihe weiterer Spieler der Marke: Die sind immer noch dabei? Die nächste Generation rund um ManCity-Superstar Jeremy Doku steht bereit, zur Wachablösung ist es aber immer noch nicht gekommen. Also wird es in diesem Jahr darum gehen, wie die Mixtur aus alter und neuer Generation zusammen funktioniert.

Die Goldene Generation hat Rost angesetzt. Aus jungen und aufregenden Hoffnungsträgern sind längst gewiefte Haudegen geworden. Und wo es in den 2010ern schon nicht geklappt hat und für die nominell wahrscheinlich beste belgische Fußballauswahl aller Zeiten nur ein 3. Platz bei der WM 2018 in Russland heraussprang, ist die Frage nicht unberechtigt: Zu was sind Kevin de Bruyne, Romelu Lukaku und Thibaut Courtois noch im höheren Fußballalter in der Lage? Das beobachten wir ab heute, wenn Belgien gegen eine stark besetzte ägyptische Mannschaft in die FIFA WM 2026 startet.

Ägypten testete gegen Brasilien und sammelte beim 1:2 trotz der Niederlage ebenso positive Erkenntnisse. Trainer Hossam Hassan hat dort ebenfalls seine Startelf gefunden. Mit einem entscheidenden Detail: Natürlich beginnt Fußballikone Mo Salah heute. Haissem Hassan muss vorerst weichen.  

So startet Ägypten: Shoubeir - Hany, Ibrahim, Fathy, Fatouh - Attia, Lasheen - Salah, Ziko, Ashour - Marmoush.  

Belgien testete vor dem WM-Start gegen WM-Teilnehmer Tunesien den Ernstfall und konnte beim 5:0-Sieg viel Selbstvertrauen tanken. Trainer Rudi Garcia bot dabei schon seine auserkorene Startelf auf. Im Vergleich zu heute sind nämlich keine Wechsel zu verzeichnen. Heißt auch: De Ketelaere erhält in der Spitze den Vorzug vor Lukaku. 

So spielt Belgien: Courtois - Meunier, Ngoy, Mechele, Castagne - Onana, Tielemans - Trossard, De Bruyne, Doku - de Ketelaere. 

Herzlich willkommen bei der WM 2026 zum Gruppenspiel zwischen Belgien und Ägypten.