Wie geht es beim BVB mit Karim Adeyemi weiter?
Karim Adeyemi spielte beim 2:0 gegen Augsburg mal wieder von Beginn an und traf zum 1:0. Aber in letzter Zeit waren die Startelfeinsätze des 24-Jährigen eher rar gesät. Und trotzdem will der BVB den Vertrag verlängern. Vor allem, weil er im Sommer 2027 ausläuft.
18.03.2026 | 10:30 Uhr
Die Verhandlungen mit Adeyemis Starberater Jorge Mendes gestalten sich auf jeden Fall schwierig, wie Patrick Berger und Jesco von Eichmann im BVB-Podcast "Auffe Süd" feststellen.
Ale Karim Adeyemi am Samstag beim 2:0-Sieg von Borussia Dortmund gegen den FC Augsburg kurz vor Spielende ausgewechselt wurde, gab es zuerst einen Handschlag mit Niko Kovac und danach eine Umarmung. Eine herzliche Geste des Trainers für eine sehr gute Leistung eines Spielers, der zuletzt nicht immer einen leichten Stand hatte.
Impact als Stamm- und Einwechselspieler
"Adeyemi ist, wenn man ehrlich ist, ein bisschen degradiert worden vom Stammspieler zum Einwechselspieler", sagt Jesco von Eichmann im Sky Sport Podcast "Auffe Süd". Zehn Mal kam er in der laufenden Saison von der Bank, 14 Mal stand der in der Anfangsformation.
Gegen den FCA traf er als Startelfspieler zum 1:0, in der Champions League markierte er als Joker den BVB-Treffer beim 1:4 in Bergamo. In 35 Pflichtspielen der aktuellen Saison erzielte er neun Tore und bereitete vier Treffer vor.
"Er bringt immer Impact und arbeitet auch mehr nach hinten mit, das ist auch etwas, was Kovac extrem wichtig ist", erklärt von Eichmann: "Aber die große Frage ist: Wie geht es weiter mit ihm?"
BVB will verlängern - aber nicht um jeden Preis
"Es gibt das Angebot des BVB, der bereit ist, Adeyemi in eine ordentliche Riege aufsteigen zu lassen und nochmal das Gehalt anzuheben", erklärt Patrick Berger, "aber die Dortmunder sind nicht zu allem bereit."
Adeyemis Berater Jorge Mendes sei dafür bekannt, das Bestmögliche für seine Klienten rauszuholen und dabei auch mit Ausstiegsklauseln zu hantieren, erklärt Berger: "Anders als bei Nico Schlotterbeck oder Felix Nmecha ist der BVB bei Adeyemi eben nicht bereit, diese zu dulden. Zumindest nicht für die Summe, die vielleicht der Adeyemi-Seite vorschwebt", führt der Transfer-Experte aus.
Deshalb sei die Situation um den Offensivspieler "gerade eher ein Stillstand als ein Weiterkommen".
Adeyemis Vertrag läuft 2027 aus
Adeyemis Vertrag läuft 2027 aus, was es auch nicht einfach für den Verein mache, der ihn im Jahr 2022 für 30 Millionen Euro von Red Bull Salzburg verpflichtet hatte.
"Welche Summe würdest du fordern bei nur einem Jahr Restlaufzeit? Wahrscheinlich werden es, ohne das ich das bestätigt bekommen habe, in Richtung 40 Millionen sein", sagt Berger. Viel mehr könne man bei einem Jahr Restlaufzeit nicht machen.
"Karim ist vom lieben Gott geküsst"
Wie weit ist der BVB bereit zu gehen für einen Spieler, der "vom lieben Gott geküsst wurde", wie ihn Kovac nach dem 2:1-Sieg in Leverkusen im vergangenen November für seine Schnelligkeit lobte, der aber ab und zu auch einen "Arschtritt" braucht, wie er selbst einmal gesagt hat?
"Er ist ein Spieler, der fußballerisch eigentlich alles mitbringt. Ein cooler Typ, mit dem sich die jungen Fans identifizieren", zählt Berger auf: "Ich bin gespannt, ich würde ihn gerne noch ein paar Jährchen sehen."
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