Schwere Vorwürfe! Belgien fechtet Balogun-Urteil an - Trump bestätigt Anruf

Belgiens Fußballverband (RBFA) wird die Aufhebung der Sperre gegen den US-Amerikaner Folarin Balogun anfechten - und hat die FIFA gleichzeitig mit heftigen Vorwürfen konfrontiert.

Folarin Balogun (l.) und Weston McKennie sind vom Platzverweis überrascht.
Image: Folarin Balogun (l.) und Weston McKennie sind vom Platzverweis überrascht.  © Imago

In einer Mitteilung zeigte sich der RBFA "zutiefst besorgt über den Verlauf der Ereignisse". Der Verband habe von der FIFA "nicht die geringste Erklärung" für ihre Entscheidung erhalten und daher "keine andere Möglichkeit, als die Einsatzberechtigung des Spielers für das nächste Spiel anzufechten".

US-Präsident Donald Trump hat inzwischen bestätigt, dass er Fifa-Präsident Gianni Infantino gebeten hat, die Rote Karte gegen den US-Angreifer Folarin Balogun erneut prüfen zu lassen. Vor Journalisten im Oval Office erklärte Trump am Montag, er halte die Entscheidung des von ihm als „schrecklich" bezeichneten Schiedsrichters für nicht nachvollziehbar. „Ich habe lediglich um eine Überprüfung gebeten, weil ich nicht der Meinung bin, dass es ein Foul war", sagte Trump.

Spielsitzung sorgt für Ärger

Dagegen beklagte der belgische Verband, aus Medienberichten von der Entscheidung erfahren zu haben. Aus einer Anfrage nach einer Kopie der Entscheidung habe die FIFA einen Einspruch "konstruiert" und diesen "umgehend als unzulässig verworfen", hieß es in dem Schreiben: "All dies geschah, während sich die FIFA gleichzeitig weigerte, auf die berechtigten Anfragen der RBFA zu reagieren."

Darüber hinaus sorgte auch die Spielsitzung für Ärger. In dieser bespricht die FIFA gemeinsam mit Vertretern beider Nationalverbände den Ablauf einer Partie. In diesem Fall strich der Weltverband "bewusst den Abschnitt über die automatische Spielersperre aus ihrer Präsentation. Dabei war dieses Thema Bestandteil aller entsprechenden Sitzungen vor den vier vorangegangenen Spielen gewesen", schrieb der RBFA.

FIFA-Weltmeisterschaft 2026™

  • Datum: 11.Juni - 19. Juli 2026
  • Ort: USA, Mexiko, Kanada (16 Stadien)
  • Eröffnungsspiel: Mexiko - Südafrika, Aztekenstadion (Mexiko, 11. Juni)
  • Finale: New York New Jersey (USA, 19. Juli)
  • Teilnehmer: 48 Nationen
  • Spielmodus: Rundenturnier (12 Gruppen á 4 Teams), K-.o-System

Balogun doch spielberechtigt

"Um es klar zu sagen: Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat die RBFA weder eine Entscheidung noch eine Erklärung der FIFA zu dieser Angelegenheit erhalten", hieß es weiter. Deshalb werde der Verband das Urteil anfechten und unabhängig vom Spielausgang "auch in den kommenden Stunden, Tagen und Monaten für die grundlegenden Prinzipien der Ethik, des fairen Wettbewerbs und die Interessen des Fußballs als Ganzes eintreten."

Bitte verwende den Chrome-Browser, um unseren Videoplayer mit optimaler Leistung nutzen zu können!

Hat sich Donald Trump in den WM eingemischt? Nach Berichten verschiedener Medien soll der US-Präsident nach der Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun vor dem WM-Achtelfinale bei FIFA-Präsident Gianni Infantino angerufen haben.

Am Sonntag hatte die FIFA die Sperre für US-Stürmer Balogun aus dem WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) zur Bewährung ausgesetzt. Balogun ist damit im Achtelfinale spielberechtigt. Laut der Nachrichtenagentur AFP, der New York Times und des Guardian rief US-Präsident Donald Trump persönlich bei FIFA-Boss Gianni Infantino an, um ihn um eine Überprüfung der Roten Karte zu bitten.

Eine finale Entscheidung müsste noch vor dem Achtelfinale der USA gegen Belgien (Dienstag, 2.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) fallen.

Mehr dazu

SID

Alle weiteren wichtigen Nachrichten zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026™ gibt es im WM Update nachzulesen.

Mehr Geschichten